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Full text of "Die chronischen Krankheiten : ihre eigenthümliche Natur und homöopathische Heilung"

Ct. 17 



Die 



chronischen Krankheiten, 



ihre eigenthümliche Natur 



und 



homöopathische Heilung; 



von 



Dr. Samuel Hahnemann. 




Dresden und Leipzig, 
r neidischen Buchhandlung. 

] 18 3 0. 



Ljf- 




Antipsorische Arzneien. 

Dritte Abtheilung. 

Inhalt. 

Carbo. 
Causticum. 
Conium maculalum. 
Kali (carbonicum). 
Natnim muri ati cum. 
Sulphur. 






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in 2010 with funding from 

Open Knowledge Commons and Harvard Medical School 



http://www.archive.org/details/diechronischenkr00hahn4 



Carbo vegetabilis, Kohle. 
Holzkohle. 

(Die wolil ausgeglühete KoMe jeder Art Holzes scheint 
sich gleichförmig in den Wirkungen auf das mensch- 
liche Befinden zu erweisen, wenn sie nach der Weise 
zubereitet worden, deren sich die Homöopathik be- 
dient. Ich gebrauchte die Kohle von Birkenholz; zu 
einigen Versuchen Andrer diente Kohle von Roth- 
buclie.) 

yjtv Artikel der Holzkohle ward seit seiner Erschei- 
nung im sechsten Bande der reinen Arzneimittellehre 
ansehnlich an eigenthümllchen Symptomen vermehrt, 
und verdiente deshalb aus letzterer hierher überge- 
tragen zu werden, zumal da er ohnehin unter die 
antipsorischen Arzneien gehört. 

Ehedem ward die Holzkohle von den Aerzten 
für unarzneillch und kraftlos gehalten. Blofs die 
Empirie setzte zuweilen zu ihren höchst komponir- 
ten Pulvern z. B. gegen Fallsucht, Lindenkohle, ohne 
Beweis für die Wirksamkeit dieser einzelnen Sub- 
stanz anführen zu können. Erst in den neuern 
Zeiten, als Lowitz in Petersburg die chemischen 
Eigenschaften der Holzkohle, besonders ihre Kraft, 
IV. 1 



2 Carbo vegetabilis. Holzkohle. 

den fauligen und moderigen Substanzen den übeln 
Geruch zu benehmen und die Fliissigkeltcn davor 
zu bewahren, gefunden hatte, fingen die Aerzte an, 
sie (iatrochemisch) aufserlich anzuwenden. Sie lic- 
fsen den übel riechenden Mund mit Kohlenpulver 
ausspülen und die alten, faulen Geschwüre damit 
belegen, und der Gestank liefs in beiden Fallen 
fast augenblicklich nach. Auch innerlich zu einigen 
Quentchen auf die Gabe eingenommen, nahm es 
den Gestank der Stühle in der Herbst- Ruhr weg. 

Doch diefs war nur ein chemischer Gebrauch 
der Holzkohle, welche, dem faulen \Yasser schon 
ungepülvert und in ganzen Stücken beigemischt, den 
faulen Geruch benimmt, und zwar in groben Stücken 
am besten. 

Diese medicinische Anwendung aber war, wie 
gesagt, blofs eine chemische, keine dynamische, in 
die innere Lebens -Sphäre eindringende. Der damit 
ausgespülte Mund blieb nur einige Stunden geruch- 
los — der Mund-Gestank kam täglich wieder. Das 
alte Geschwür ward von ihrer Auflegung nicht bes- 
ser, und der vor der Hand ihm chemisch benom- 
mene Gestank erneuerte sich immer wieder. Das in 
der Herbst-Ruhr eingenommene Kohlen-Pulver nahm 
nur auf kurze Zeit den Gestank der Stühle chemisch 
hinweg; die Krankheit blieb, und der ekelhafte Ge- 
ruch der Ausleerungen kam schnell wieder. 

In Gestalt solch gröblichen Pulvers kann auch 
die Kohle fast keine andre, als eine chemische 
\Virkung äufsern. Man kann eine ziemliche Menge 
Holzkohle in gewöhnlicher, roher Gestalt verschluk- 
ken, ohne die mindeste Aenderung im Befinden zu 
erfahren. 



Carba vegetabüis, Holzkohle. 3 

Einzig durch anhaltendes Reiben der Kohle (so 
wie der andern, in rohem Zustande tödt und kraft- 
los scheinenden Arznei-Sahstanzen) mit einer unarz- 
neilichen Sahstanz, wie der Milchzucker ist, dann 
durch dessen Auflosung, und durch die fortgesetzte 
Yerdünnung und Potenzirung dieser Auflösungen 
(nach der Anleitung zu Anfange des zweiten Theils 
dieses Buchs) wird ihre, innen verborgene und im 
rohea Zustande gebundene (latente) und, so zu 
sagen, schlummernde und schlafende, dynamische 
Arzneikraft gleichsam zum Erwachen und zum Le- 
ben gebracht, unter Verschwind ung ihres materiel- 
len Aeufsern. 

Ich bediente mich lange der Sextillion -Yerdün- 
nung, bis ich ihre decillionfache als ihre beste Ent- 
wickelungs - Flüssigkeit erkannte, womit ein, zwei 
feinste Streu -Kügelchen befeuchtet, zur Gabe alle 
Absicht erreichen. 

Aufser den im ersten Theile der chronischen 
Krankheiten S. 187. angegebenen Fällen, zeichnete 
sie sich auch in folgenden hülfreich aus, wo Kopf- 
weh von Erhitzung, Augenschmerz von angestreng- 
tem Schauen, blutendes Zahnfleisch, Mundfäule, 
langwierige Lockerheit der Zähne, Bitter-Geschmack 
im jNlunde, bittres Aufstofsen, leeres Aufstofsen, stete 
üebelkeit, langwieriger Ekel vor Fleische, W'üstheit 
und Drücken im Magen nach dem Essen, Stiche 
unter den Piibben, anhaltende Heiserkeit (Katarrh 
und Halsweh bei den Masern), (Brust-Wassersucht,) 
Zieh -Schmerz im Rücken, leichte \ erkältlichkeit, 
Schmerz in den Gliedern wie von Verrenken und 
Verheben, Zerschlage nheit der Glieder nach 
dem Aufstehn früh aus dem Bette, Zitterig- 

1* 



4 Carbo i^egetabilis, Holzkohle. 

ke1t, Zucken einzelner Glieder am Tage, Nachwehen 
von gestrigem Weinrausche, nnwillkürlicher und un- 
bewufster Abgang des Harns im Schlafe (Bett -Pis- 
sen), leicht blutende, stinkende Schenkel-Geschwüre 
mit Brenn -Schmerz, und Schlaflosigkeit wegen Un- 
ruhe im Körper zugegen waren. 

Die bei empfmdlichen Kranken schon auf eine 
kleine Gabe zuweilen erfolgende, allzu starke Wir- 
kung wird durch einige Mal wiederholtes 
Riechen in eine gesättigte Campher-AuflÖ- 
sung in Weingeist bald gemindert, oder, öfter 
wiederholt, wie es scheint, ganz hinweg genommen. 

Die mit [Ad.] bezeichneten Symptome sind von 
dem Petersburger Arzte Herrn D. Adams; die mit 
[Gff.] vom Herrn Regierungsrathe, Freiherrn von 
Gersdorff, und die mit [C] vom verstorbnen D, 
Caspari in Leipzig. 



Drehend im Kopfe, (n. 24. St.) 

Bei der geringsten Bewegung, Schwindel. 

Schwindel bei schneller Bewegung des Kopfs, 
{n. 4 Tagen.) 

Es ist ihr den ganzen Tag drehend. 
5. Schwindel, dafs er sich anhalten mufste. (n. 15 
Tagen.) 

Beim Gehen, Schwindel und Schwanken. 

Schwindelig beim Gehen und Sitzen, (den 4. 
Tag.) 

Schwindel beim Bücken, als ob der Kopf hin 
und her wackelte. 

Schwindel beim Umwenden im Bette, im Bük- 
ken und beim Gurgeln. 



Carbo vegetabüis, Holzkohle. 5 

10. Schwindel im Bette, nach Erwachen aus dem 
Schlafe. 

Abends, nach Schlafen im Sitzen, war es ihm 
schwindlig, mit Zittern und Girren im gan- 
zen Körper und, beim Äufstehn vom Sitze, 
wie ohnmächtig, was selbst dann im Liegen 
noch eine Viertelstunde anhielt. 

(Schmerz aus dem Magen in den Kopf aufstei- 
gend, was ihr die Besinnung^ auf kurze Zeit, 
raubte.) 

Schwindel, blofs im Sitzen, als ob der Kopf hin 
und her wankte. 

Periodischer Mangel an Gedächtnisse. 
15. Plötzlicher Mangel des Gedächtnisses; er konnte 
sich nicht besinnen, was er so eben mit Je- 
mand gesprochen und dieser ihm erzählt 
hatte. [Ad.] 

Langsamer Gang der Ideen, welche sich immer 
um einen Gegenstand herumdrehen; dabei 
Gefühl, als wenn der Kopf zu fest gebun- 
den wäre. (n. 2 St.) [Ad.] 

Kopf- Eingenommenheit; das Denken fällt ihm 
schwer. 

Schwindelig, duselig, benebelt, (d. 3. Tag.) 

Früh, gleich beim Äufstehn, starke Eingenom- 
menheit des Kopfs; er kann nicht gut den- 
ken, und mufs sich mit Mühe, wie aus einem 
Traume hcrausreifsen; nach dem Wieder« 
Niederlegen verging es. [Gff.] 
20. Eingenommenheit des Hinterhaupts, wie nach 
einem Rausche. [Ad.] 

Eingenommenheit des Kopfes, nach dem Mit- 
tagsessen, (n. 12 St.) [C] 



6 Carbo vegetabüis. Holzkohle. 

Eingenommenheit des Kopfes, Abends, nach 

dem Spazierengehen, (n. 19 St.) [C] 
Kopfweh, dtiselig wie nach einem Rausche, was 
sich vom Hinterhaupte herüber, bis nach 
vorne zu, verbreitet, gegen Abend sich mehrt 
und den ganzen Kopf einnimmt, auch durch 
Gehen sich verschlimmert. [Ad.] 
Eingenommenheit des Hinterhaupts, mehr wie 
eine Spannung nach auisen. (n. 4 St.) [Ad.] 
25. Dummllchkeit im Kopfe, nach Erwachen aus 
dem Mittagsschlafe. [Ad.] 
Empfindung im Kopfe, wie bei Entstehung eines 

Schnupfens. 
Kopfschmerz nahm die ganze rechte Seite des 
Kopfes und Gesichtes ein (bei Frost, Kälte 
und Zittern des Körpers und der Kinnladen). 
Kopfschmerz, bei schneller Abwechselung von 

Wärme und Kälte. 
Es liegt wie dumpf und schwer vor der Stirne. 
[Gff.] 
30. Ein dumpfer Kopfschmerz am Hinter- 
haupte. [Gff.] 
Schwere im Kop f e. 
Der Kopf ist ihm so schwer wie Blei. 
Schmerz im Kopfe, wie zu voll, 
Kopfschmerz: erst Drücken im Nacken, dann 
Druck- Schmerz in der Stirn, hierauf thrä- 
nen die Augen, und die Lider verschliefsen 
sich, 
35. Druck im Hinterhaupte, vorzüglich nach 
dem Abendessen. [Ad.] 
Am und im Hinterkopfe, ganz unten, heftig 
drückender Schmerz. [Gff.] 



Carbo vegetabüis. Holzkohle. 7 

Anhaltendes, drückendes Kopfweh oben auf dem 
Scheitel, wobei die Haare bei Berührung weh 
thun. [Gff.] 
Schmerz im Wirbel des Kopfs, mit Schmerz- 
haftigkeit der Haare beim Berühren. [Gff.] 

Drückender Kopfschmerz im obern Theiie des 
rechten Hinterhauptes, bei Drücken in den 
Augen. [Gff.] 
40. An einzelnen Stellen des Kopfes gelinde An- 
fälle von drückendem Kopfweh, die bald vor- 
über gingen, und mit Blähungen in Verbin- 
dung zu stehen schienen, (n. 48 St.) [C] 

Drückender Kopfschmerz in der Stirn e, 
besonders dicht über den Augen, 
welche beim Bewegen weh thun, den gan- 
zen Nachmittag. [Gff.] 

Drückendes Kopfweh in der Stirne, vergehend 
und wiederkehrend, (n. 30 St.) [C] 

Drücken oben auf dem Kopfe, alle Nachmittage. 

Drückendes Kopfweh über den Augen, bis in 
die Augen herein. [Gff.] 
45, Drücken in beiden Schläfen und oben auf 
dem Kopfe. 

Drücken von innen nach aufsen in der linken 
Schläfe, mehre Stunden anhaltend. [Ad.] 

Ein Druck oben auf dem Kopfe, dann Ziehen 
im ganzen Kopfe herum, doch mehr auf der 
linken Seite. 

Druck und Ziehen im Kopfe, absatzweise. 

Drückender Kopfschmerz auf einer kleinen, ehe- 
mals verwundeten Stelle, an der rechten 
Stirne. (n. 4 St.) [Gff.] 
50. Zusammendrückender Kopfschmerz. 



8 Carbo i^egetalills. Holzkohle. 

Ein Druck, ais läge etwas auf dem Sclieitel, 
oder als wenn die Kopfbedeckungen zusam- 
mengesciioürt würden, was sich hierauf bis 
über die Stirn verbreitet. [Ad.] 

Kopfweb, wie ein Zusammenziebn der Kopfbe- 
deckungen, vorzüglich nach dem Abendes- 
sen. [Ad.] 

Kopfweh, wie von einem Zusammen- 
ziehen der Kopfbedeckungen. 

Zusammenziehender Schmerz im Kopfe, beson- 
ders bei Bewegung. 
55. Der Hut drückt auf dem Kopfe, wie eine schwere 
Last, und wenn er ihn abnimmt, behält er 
doch das Gefühl, als sey der Kopf mit 
einem Tuche zusammen gebunden. [Ad.] 

Krampfhafte Spannung im Gehirne. 

Andrang des Blutes nach dem Kopfe. 

Drang diCS Blutes nach dem Kopfe, heifse Stirne 
und Wüstheit im Kopfe. 

"Wüstes Gefühl im Kopfe mit heifser Stirne 
und starkem Andrang des Blutes dahin, (n. 
6 St.) [C] 
60. Fünftägige arge Kopfschmerzen; beim Bücken 
wollte es heraus im Hinter - und Yorder- 
kopfe. 

Nach Tische, pulsirender Kopfschmerz in der 
Stirne und Druck im Flinterkopfe , bei Hitze 
im Kopfe und Aufstofsen. 

Klopfender Kopfschmerz, Abends im Bette, mit 
schwerem Athem. 

Nach Erwachen aus dem tiefen, langen Mittags- 
schlafe, ein Klopfen in den Schläfen und Voll- 
heit des Gehirns. [Ad.] 



Carbo i'egetahilis, Holzkohle. 9 

NacLmittags, klopfender Kopfscbmerz. 
65. Zuckender Kopfschmerz. 

Sehr heftiger Kopfschmerz, wie unterköthig 
puckend im Hinterkopfe, von früh bis Abend, 
(n. 9 Tagen.) 
Bei einem anhaltenden Kopfschmerze, eine 
handgrofse Stelle auf dem Kopfe, welche 
ganz heifs anzufühlen war. (n. 4 Tagen.) 

Abends, im Bette, heftiges pressendes und 
brennendes Kopfweh, besonders auf dem 
"Wirbel und nach vorne zu, bis an die 
Stirne. [Gff.] 

Früh, beim Erwachen, im Bette, in der rechten 
Kopfhälfte, worauf er lag, und am Hinter- 
kopfe, ein heftiger Kopfschmerz beifsend drük- 
kender Art, wie der Schmerz in der Nase, 
bei versagendem Niefsen, — ein Schmerz, 
welcher blofs beim Aufrichten des Kopfes 
nachliefs, durch Aufstehn aus dem Bette 
aber ganz verschwand. [Gff] 
70. Schneidender und klemmender Kopfschmerz über 
und hinter dem linken Ohre. [Gff.] 

Kneipender Kopfschmerz im Hinterhaupte. 

Allgemeine Schmerzhaftigkeit der Hirn -Ober- 
fläche, mit Stichen hie und da, einwärts. 

Stechen im Kopfe, nach den Schläfen zu, in 
die Höhe. 

Einige Stiche in der Stirne, über dem rechten 
äufsern Augenwinkel, (n. 2 St.) [Ad.] 
75. Kopfschmerz, Stiche über dem rechten Auge. 

Brennendes Stechen auf einer kleinen Stelle am 
Hinterhaupte. [Gff.] 

Schmerzhaftes Bohren unter der linken Schlafe. 



10 Carbo vegetabilis. Holzkohle. 

Ziehende Schmerzen hie und da am Kopfe, (n. 
2 St.) [Gff.] 

Art einnehmenden Ziehens im ganzen Kopfe, 
vom Hinterhaupt ausgehend, (n. ^ St.) [C] 
80. Ziehendes Kopfweh hie und da, besonders in 
der Stirne bis über die Nasenwurzel. [Gff.] 

Am rechten Hinterkopfe, ein oft wiederhoher, 
kurzer Zieh -Schmerz, (n. 2| St.) [Gff.] 

Reifsendes Ziehn, oben auf dem vordem Theile 
des Kopfs. [Gff] 

Am hnken Hinterkopfe, auf einer kleinen Stelle, 
ein Reifsen durch den Kopf. [Gff] 

Ziehen und Reifsen im linken Hinter- 
kopfe, (n. 6 St.) [Gff] 
85. Reifsender Schmerz an der linken Kopfseite, 
über der Schläfe, (n. Vi, St.) [Gff] 

Kurze starke Risse, durch die ganze linke Kopf- 
seite, (n. 49 St) [C.] 

Oeftere Anfalle reifsenden Schmerzes im In- 
nern des Kopfs, nach der rechten Schläfe 
zu. [Gff.] 

Reifsen in der hnken Kopfhälfte, von der linken 
Nasen -Hälfte ausgehend. [Gff.] 

Anfälle von dumpf reifsendcm Kopfweh auf dem 
Scheitel und in den Schläfen. [Gff] 
90. Reifsen an der alten Narbe einer Hiebwunde 
am linken Oberkopfe. [Gff] 

Reifsen am rechten Hinterhaupte, (n. 4 St.) 
[Gff] 

Kurze reifsende Schmerzen in der rechten Hin- 
terhaupt-Seite, (n. 48 St.) [C.] 

Reifsen in der linken Kopfhälfte, zugleich mit 



Carba vegetabilis. Holzkohle. 11 

einem rheumatischen Ziehn im linken Arme. 

Reifsen in den Schläfen, was in die Backzähne 

zieht. [Gf£] 
95. Heftiges Reifsen auf einer kleinen 

Stelle in der Stirne, neben der 

Schläfe. [Gff.] 
Reifsen in den Knochen des Kopfs, vier Tage 

lang. (n. '24 St.) 
Die reifsenden Schmerzen am Kopfe gehen bis- 
wellen von den obern Glledmafsen aus, und 

scheinen sich gleichsam im Kopfe zu endi- 
gen. [C] 
Kriebeln auf den Hinterhauptbedecknngen, als 

wenn sich die Haare bewegten. [Ad.] 
Die Kopfhaare fallen sehr aus. 
100. Auf der Stirne bei den Kopfhaaren, ein rothes 

Bückelchen, welches blofs beim Aufdrücken 

wundartig schmerzt. [Gff.] 
Auf der Stirne, hie und da, Ausschlags-Blüthen, 

welche roth, glatt und unschmerzhaft sind. 

[Gff.] 
YVeifse, kleine Knötchen in der Stirnhaut , wie 

Drüschen. (n. 3 Tagen.) [C.] 
Schmerzlose Ausschlags-Blüthen an der Stirne. 

(den 5. Tag.) 
Jucken im Gesichte, besonders um die Augen 

herum. 
105. Jucken im innern Winkel des linken Auges. 

[Gff.] _ 
Beifsend juckende Empfindung, besonders im 

äufscrn \Yinkel des rechten Auges. [Gff.] 
Jucken im linken Auge, und nach dem Reiben 



12 Carbo i>egetabüis. Holzkohle. 

Beifsen darin, besonders im innern Winkel. 

[Gff.] 
Beifsen im linken Augenwinkel. [Gff.] 
Jucken des rechten Auges, mit grofser Trocken- 
heit des Lides, (n. I4 Tagen.) 
110. Jucken im rechten Auge. (n. 36 St.) [C.] 

Im rechten Auge, starkes Thränen und Beifsen. 

(n. 24 St.) [Gff.] 
Beifsen im rechten Auge, mit VS^undheits- Ge- 
fühl, besonders in den \Yinkeln, und Drücken 

im Auge, wie von einem Sandkorne. [Gff.] 
Drücken wie von Sand im rechten Auge mit 

Wundhelts- Gefühl in den A^inkeln. (n. 36 

St.) [C] 
Drückend beifsende Empfindung im äufsern 

Winkel des rechten Auges. [Gff.] 
115. Drücken in den Augen, bei Eingenommenheit 

des Kopfs, (n. 64- St.) 
Auf dem linken Auge, ein reifsendes Drücken. 

[Gff.] 
Empfindlicher Druck auf dem rechten Augapfel, 

von oben her. (n. 4- St.) [Gff.] 
Bei Bewegung in freier Luft, ein Druck in den 

obern Augenlidern und in der obern Hälfte 

beider Augäpfel. [Ad.] 
Stumpfer Schmerz im linken Auge. [Gff.] 
120. Geschwulst des linken Auges. 

Das linke Augenlid deuchtet ihm wie zugeklebt, 

was es doch nicht ist. 
Beifsen in den Augenlidern, mit einiger Röthe 

am Rande derselben, (n. 24 St.) [C.] 
Nachts konnte sie die Augenlider nicht öffnen, 

als sie nicht einschlafen konnte. 



Carbo vegetabiHs. Holzkohle. 13 

Entziindang des rechten Auges. 
125. Die Augen schwären früh zu. 

Die Augenmuskeln schmerzen heim in die Höhe 

Blicken. [Gff.] 
Ziehen im rechten Augenlide. (n. 13 Tagen.) 
Ziehen über dem rechten Auge durch den Kopf. 
(Bei Kopfschmerz, Schmerz im Auge, als sollte 
es herausgerissen werden.) 
130. Fippern des linken Augenhdes. (n. 9 Tagen.) 
Nach Anstrengung der Augen wird er auf einige 

Zeit kurzsichtig. 
Grofse Kurzsichtigkeit; erst auf ein paar Schritte 
kann er einen Bekannten erkennen, (n. 3 
Tagen.) 
Schwarze Flecke vor den Augen. 
Ringe vor den Augen, mit einem inwendig hel- 
lem Grunde. 
135. Flimmern vor den Augen, gleich früh heim Auf- 
stehn, \ Stunde lang. [Gff.] 
Es liegt ihm schwer auf den Augen, so dafs er 
beim Lesen und Schreiben sich sehr an- 
strengen mufs, um es zu erkennen. 
Nachmittags, starke Gesichts-Blässe, (n. 9 Tagen.) 
Graugelbe Gesichtsfarbe. 

Yiele Ausschlagsblüthen im Gesichte und an der 
Stirne. [G.] 
140. Einzelne weifse Knötchen an beiden Schläfen, 
(n. 4 Tagen.) [C] 
Ein weifses Blüthchen unten am Backen. 
Backengeschwulst. 
Ziehender Schmerz im Backen, zwei Tage lang. 

(n. 24 St.) 
Schmerz in der linken Backen-Seite, als brennte 



14 Carbo vegetabilis. Holzkohle. 

und bohrte es darin herum, ruckweise, in 
Absätzen, (n. 6 Tagen.) 
145. Feiner, reifsender Slich an der rechten Backe, 
(n. 3 St.) [GffJ 

\Yeh der Gesichtsknochen, der Ober- und 
Unterkiefer. 

Gesicht am Kinne geschwollen, zwei Stunden 
lang. 

Relfsen im Gesichte. 

Reifsender Schmerz am linken Mundwinkel und 
von da aus im Backen. [Gff.] 
150. Buckweises Beifsen im rechten Ober- 
kiefer. 

Ziehschmerz im rechten und linken Ober- 
und Unterkiefer, bei Ziehen im Kopfe 
und Eingenommenheit desselben, (n. 2^ St.) 
[Gff.] 

Reifsender Schmerz in dem Grübchen 
hinter dem rechten Ohre. [Gff.] 

Heftiges, ruckweises Beifsen im linken Joch- 
beine, vor dem linken Ohre, Abends im 
Bette. [Gff.] 

Einzelne Stiche, oder reifsende Bücke im rech- 
ten innern Gehörgange. [Gff.] 
155. Einwärts gehende Stiche im linken innern Ge- 
hörgange, (n. 48 St.) [C.] 

Beifsen im Innern des rechten Ohres. [Gff.] 

Ohrenzwang im linken Ohre. [Gff.] 

Eine Art Ohrenzwang im rechten Ohre, Abends. 
[Gff.] 

Eine Art Zwängen zu beiden Ohren heraus, (n. 
17 Tagen.) 
160. Heftiges, kriebelndes Jucken im innern, rechten 



Carlo vegetabüis. Holzkohle. 15 

Ohre, was nach Einbohren mit dem Finger 
dennoch wieder kam. [Gff.] 

Feines Kneipen im linken Ohre. [C] 

(Puisiren im Ohre.) 

O hrklingen. 

Klingen im linken Ohre, mit drehendem 
Schwmdel. 
165. Nachmittags, mehrmaliges feines Klingen im lin- 
ken Ohre. (n. 41 St.) [C] 

Ein Zirpen In den Ohren, wie von Heuschrek- 
ken. (d. 7. Tag.) 

Ohrbransen. 

Arges Sausen vor beiden Ohren, (n. 36 St.) 

Das laute Sprechen ist dem Gehöre empfindlich 
und sehr unangenehm. [Ad,] 
170. Es liegt ihm schwer vor den Ohren, wie zwei 
vor dem Gehörgange liegende Sandsäck- 
chen. [Ad.] 

Es liegt ihm schwer in und vor den Oh- 
ren; sie deuchten ihn wie verstopft (doch 
ohne Gehorvcrminderung). (n. 4- St.) [Ad.] 

Alle Abende wird ihm das linke Ohr heifs und 
roth. 

Reifsend brennender Schmerz am linken Ohr- 
läppchen. [Gff.] 

Jucken hinter dem Ohre. 
175. Grofse Geschwulst der Ohrdrüse zwischen dem 
Backen und dem Ohre, bis zum Winkel 
des Unterkiefers. 

Gefühl von Schwerheit der Nase. 

Ziehen in der Nasenwurzel, (n. | St.) [C.] 

Nasenbluten, Nachts, mit Wallang im 
Blute, (n. 52 St.) 



16 Carho vegetabiUs. Holzkohle. 

Früh, im Belte, sehr starkes Nasenhliiten, und 
gleich darauf Brastschmerz. 
180. Alle Vormittage, Nasenbluten, 10, 12 Tropfen. 
Arges Nasenbluten, was kaum zu stillen war. 

(n. 48 St.) 
Zwei W^ochen hindurch, täglich etliche Mal, 
starkes Nasenbluten; vorher jedesmal und 
hinterdrein grofse Gesichts -Blässe. 
(Ausschläge am Winkel des Nasenflügels.) 
Grindige Nasenspitze. 
185. Lippen-Geschv/ulsf. 

Geschwulst der Oberlippe und Backe, mit zuk- 
kendem Schmerze, 
ucken in der Oberlippe. 
Schmerzhafter Ausschlag an der Oberh'ppe; das 

Rothe der Oberlippe ist voll Bliithen. 
Ziehen vom rechten Mundwinkel nach dem 
Kinne zu. 
190. Krampfiger Schmerz am Unterkiefer, (n. 13 
Tagen.) 
Geschwüriger rechter Mundwinkel. 
Im linken Mundwinkel Ausschlag, eine Art 

juckender Flechte. 
Reifsende Rucke im hnken Unterkiefer, (n. 4 

Tagen.) [C] 
Wehthun der Wurzeln der Zähne, oben und 
unten. 
195. Ziehender Schmerz im hohlen Zahne. 

Ziehender und reifsender Zahnschmerz 
in den obern und untern Backzäh- 
nen, (n. 4^, 5, 16, 26 St.) [Gff.] 
Ziehender Schmerz in dem einen, obern Schnei- 
dezahne. [Gl^^O 

Lei- 



Carbo vegetabilis, Holzkohle. 17 

Leises Ziehen in den rechten Backzähnen, mit 
heftigen Rucken untermischt. [Gff.] 

Oefters wiederkehrende ziehende Schmerzen in 
den sonst ganz gesunden Zähnen, (n. 3 
Tagen.) CC] 
200. Häufiges Ziehen in den hohlen Backzähnen. 
(n. 3 Tagen.) [C] 

Heftig ziehender Ruck in dem einen hohlen 
Backzahne. [Gff.] 

Kitzelnd stechendes Ziehen in dem ersten, lin- 
ken ohern Backzahne, (n. 26 St.) [Gff.] 

Klemmender Schmerz in den rechten untern 
Backzähnen. [Gff.] 

Drückendes Zahnweh, links, in den ohern E . 
zahnen. 
205. Beifsender Ziehschmerz in den ohern und un- 
tern Schneidezähnen — mehr im Zahnflei- 
sche. [Gff.] 

Alle Augcnhllcke, stechender Schmerz in ganz 
guten Zähnen, der hald verschwand und 
einem kurzen Stich -Schmerze im ünterleihe 
Platz machte, (d. 3. Tag.) 

Zahnweh in den vordem gesunden Schneide- 
zähnen. [Ad.] 

Sie bekommt Zahnschmerzen, wie von sauren 
Genüssen, besonders im Zahnfleische, so 
oft sie etwas Salziges geniefst. [C.] 

Nagender und ziehender Schmerz im hohlen 
Zahne, mit Geschwulst des Zahnfleisches. 
210. Das Zahnfleisch ist schmerzlich empfindlich beim 
Kauen. 

Der obere, erste, linke Backzahn thut öfters \«e 
wund weh, mit Ziehschmerz darin. [Gff.] 
IV. 2 



18 Carbo i^egetabills. Holzkohle. 

Das Zahnfleisch thut (am Tage) wund 
w e h. 

Das Zahnfleisch ist am hohlen Zahne geschwol- 
len, (n. 21 Tagen.) 

Das Zahnfleisch ist los von den Zähnen und 
empfindlich. 
215. Abtreten des Zahnfleisches von einigen untern 
Schneidezähnen. 

Das Zahnfleisch fängt an sich von den Schnei- 
dezähnen zurückzuziehen und die W urzeln 
zu enthlöfsen. (n. (> Tagen.) [C] 

Ablösen des Zahnfleisches von den obern und 
untern Schneidezähnen. [C] *) 

Am Zahnfleische, eine Eiterblase. 

Nach Saugen am Zahnfleische, blutiger Spei- 
chel, (n. 2 Tagen.) [C] 
220. Beim Saugen mit der Zunge am Zahnfleische 
entsteht Blut-Geschmack im Munde, und der 
Speichel wird blutig, (n. 51 n. 85 St.) [C] 

Vormittags, beim Saugen am Zahnflei- 
sche tritt reines Blut in den Mund, 
ein paar Minuten lang, mehre Tage zu der- 
selben Zeit wiederkehrend, (n. 5 Tagen.) [C] 

Beim Ziehn mit der Zunge bluten die Zähne 
und das Zahnfleisch stark. [Gff.] 

Beim Putzen der Zähne bluten sie. 

Mehre Tage, öfteres Bluten der Zähne und des 
Zahnfleisches. [Gff.] 
225. Zahnschmerz: die Zähne sind wie aufgetreten, 
und der Schmerz ist wie von einem Ge- 



*) Bei einem jungen Mädchen durcli Quecksilber ge- 
hoben. 



Carbo vegetabilis, Holzkohle. 19 

schwur, wenn die Zähne mit der Zunge be- 
rührt werden; beim Essen erneuert sich der 

Schmerz. 
Die Zunge ist weifs belegt. 
Die Zunge ist mit gelbbraunem Schleime belegt. 

[Gff.] 
Die Zungenspitze ist heifs und trocken. [C] 
Links, an der Zungenwurzel, Klamm -Schmerz. 

(n. 3 St.) [Gff.] 
230. Es fiel ihm schwer, zu sprechen, gleich als wenn 

die Zunge schwer beweglich wäre. [Ad.] 
Feiner, rcifsender Schmerz auf der rechten Seite 

der Zunge. [Gff.] 
Etwas vermehrter Speichelzusammenflufs im 

Munde, (n. ^ St.) [C.] 
Trockenheit im Munde, ohne Durst. 
Früh, beim Erwachen, sehr trockner Mund. 
235. Etwas Hitze im Munde, mit Rauhheit und Trok- 

kenheit an der Zungenspitze verbunden, (n, 

24 u. 48 St.) [C] 
Im Munde und auf der Zunge, Gefühl wie von 

reichlichem abendhchen \^eintrinken. (n. 10 
_ St.) [C] 
Hinten am Gaumen, ein drückender Schmerz. 

[Gff.] 
Brennen oben im Rachen. [Gff.] 
Oefteres Brennen und Beifsen im Rachen und 

Gaumen. [Gff.] 
240. Brennendes Gefühl hinten und oben im Schlünde, 

wie beim Schnupfen, (n. 10 St.) [C] 
Drückender Schmerz hinter dem Gaumen, im 

Schlünde. 
Beifsendes Gefühl hinten im Rachen, wie beim 

2* 



20 Carbo vegetabiUs, Holzkohle. 

Anfange eines Schnupfens, doch heifsendcr. 
[Gff.] 

Reifsender Druck hinten im Rachen und an der 
linken Seite der ZungenwurzeK [Gff.] 

Im Halse und Rachen, ein sehr heftiges Kratzen 
und Kriehehij durch Räuspern nur auf kurze 
Zeit zu erleichtern. [Gff.] 
245. Kratzen im Halse. 

Scharrig im Halse. 

(Empfindung von Kälte im Halse hinunter.) 

ünschmerzhafte Verhinderung im Schlingen; der 
herahgeschluckte Speichel geht nicht gut auf 
einmal hinunter, sondern nur nach und nach. 
[Gff.] _ _ . 

Die Speisen lassen sich nicht hinunter schlin- 
gen; der Hals ist wie durch einen Krampf 
zugeschnürt, doch ohne Schmerzen. 
250. Der Hals ist inwendig wie angeschwollen und 
wie zugezogen. 

Auch aufser dem Schlucken, ein drückendes Ge- 
fühl oben im Schlünde, als sey er daselbst 
verengert oder zusammengezogene [Gff.] 

Halsweh, wie von Geschwulst am Gaumen — 
schmerzhaftes Schlingen, vier Tage lang. 

Halsweh: beim Essen thut's im Halse wund 
weh. 

(Halsweh, entzündeter und geschwollener Za- 
pfen und Stechen im Halse.) 
255. Eine Art von Yollheit und Drücken im Schlünde 
herab, bis in den Magen — fast wie Sood. 

Aufstofsen (n. 1|- St.) [C,] 

Arges, fast stetes Aufstofsen.. 

Sehr häufiges Aufstofsen, sowohl nach dem Es- 



Carbo vegetabüis, Holzkohle. 21 

sen, als vor demselben, am meisten in den 
Nachmittagsstunden; 8 Tage anhaltend, (n. 
4 Tagen.) [C] 

Oefteres, leeres Aufstofsen, den ganzen 
Tag, wenigstens den ganzen Nachmittag 
über. [Gff.] 
260. Oefteres, leeres Aufstofsen, nach kur- 
zem Kneipen im Unterleib e. (n. 31, 
4^ St.) [Gff.] 

Aufstofsen ist stets leer nnd besonders m den 
Nachmiltagsstunden mit bedeutender Anhäu- 
fung von Blähungen im ünterleibe verbun- 
den. [C] 

Es stöfst ihr süfs auf. 

Bittres und kratziges Aufstofsen., 

Wurm erb es ei eben. 
2§5. Salziger Geschmack im Munde, den ganzen 
Tag. (n. 48 St.) 

(Saures Aufstofsen, nach Mllchgenufs.) 

(W^ie stetes Soodbrennen; es kam immer Säure 
in den Mund herauf.) 

Vormittags, öftere Empfindung, als steige et- 
was Heifses und Scharfes in dem Schlünde 
herauf. 

Bitterkeit im Munde und Aufstofsen. 
270. Bitterlicher Geschmack im Munde, vor und 
nach dem Essen. 

Appetit zu Kaffee verliert sich. 

Geringer Appetit und kein Geschmack, wie beim 
Schnupfen. 

Geringe Efslust, bei Hitze im Munde und 
Rauhheit und Trockenheit an der Zungen- 
spitze, (n. 42 St.) [C] 



22 Carho vegetabilis. Holzkohle. 

Früh kann sie gar nichts essen bis Mittag; Mit- 
tags schmeckt es wohl, sie kann dann aber 
Abends nichts essen. 
275. Der Mangel an Appetit ist mit einem Gefühl 
von Erschlaffung und Schwäche der Mus- 
keln der GHedmafsen verbunden, (n. 3 Ta- 
gen.) [C] 

(Appetitlosigkeit und üebelkeit, auch nüchtern; 
nach dem Essen noch übler, bei Aengstlich- 
keit, Düseligkeit, Finsterwerden vor den 
Augen und weifser Zunge; gegen Abend 
mufste er sich legen, ohne Schläfrigkeit.) 
(n. 6, 7 Tagen.) 

Mangel an Hunger; er hätte ohne Essen blei- 
ben können. [Gff.] 

Geringer Appetit; sie ist gleich satt; es wird 
ihr wie weh in der Herzgrube und wie zu 
leer im Magen, eine halbe Stande lang. 

(Nach dem mäfsigen Frühstück sogleich voll 
und satt.) (n. 3 Tagen.) [G.] 
280. Gänzlicher Mangel an Appetit, mit belegter 
Zunge, und grofse Mattigkeit, (n. 6 St.) [C.] 

Appetitlosigkeit und öfteres Aufstofsen (bei Ein- 
genommenheit des Kopfs). 

Gegen Mittag, Appetit- Verminderung und Üebel- 
keit. (n. 3 Tagen.) 

Mittags, wenig Appetit und gelindes Leibschnei- 
den, (n. 4 Tagen.) [G.] 

Früh, eine Stunde nach dem Erwachen, 
üebelkeit, und wie weichlich im Ma- 
gen. 
285. Die Nächte, üebelkeit. 

Oft ßrecherlichkcit; doch erbrach er sich nicht. 



Carbo vegetabiUs. Holzkohle. 23 

Brecherliche üebclkelt. (d. 4. Tag.) 

Beständige Uebelkeit, ohne Appetit und ohne 
Stuhlgang. 

Nach dem Essen wird es ihr sehr übel, sie be- 
kommt Magendrücken und darauf um den 
Nabel herum einen argen herabziehenden 
Schmerz. 
Ü90. W^iderwille gegen Butter. 

Nach dem Essen, ein im Schlünde schmerzhaf- 
tes Schlucksen. [Ad.] 

Nach mäfsigem Mittagsessen, mehrmaliges 
Schlticksen. [C.] 

(Nach dem Essen, starkes Herzklopfen.) 

Nach Tische, Müdigkeit, (d. 4. Tag.) 
295. Unüberwindliche Schläfrigkeit nach dem Mit- 
tagsessen, und beim Schllefsen der Augen, 
Brennen der Lider, (den 7. Tag.) 

Nach dem Mittagsessen, sehr aufge- 
triebener Unterleib (d. 9. Tag.) 

Wenn er ifst, oder trinkt, ist's, als sollte 
der Unterleib aufplatzen. 

Bei dem Essen und nach demselben, Kneipen 
im Unterleibe. [Gff] 

Alle Nachmittage^ nach dem Essen, grofse 
Schwere in den Unterfüfsenj acht Tage 
lang, 
300. Nach wenigem Essen, Aufgetriebenheit und 
Vollheit des Unterleibes und Kollern darin. 
[Gff.] 

Nach mäfsigem Frühstück, gleich voll und satt, 
(n. 68 St.) [C] 

Nach einem mäfsigen Frühstück, Vollheit, Auf- 
stofsen, allgemeine Schwere j das Schreiben 



24 Carbo vegetabiUs. Holzkohle. 

gellt langsam und beschwerlich von Statten, 
(n. 4 St.) [C] 

Nach Essen, Kopfschmerz. 

Nach einem mäfsigen Mittagsmahle einige Mal 
Schlucksen, und beim krumm Sitzen, feines 
Leibkneipen, links an den Rückenwirbeln, 
(n. 36. St.) [C] 
305. Wenig Wein erhitzt sehr. [Gff.] 

Nach mäfsigen Frühstück, allgemeiner Schweifs. 
[C] 

Nach dem Essen, saurer Geschmack im Munde. 

Magenkrampf und unaufhörliches Aufstofsen, 
welches ganz sauer im Munde war. 

Im Magen, ein fast brennendes Gefühl. 
310. Anhaltendes Brennen im Magen. 

Ein krallendes Gefühl im Magen bis 
zum Halse herauf, wie Soodbrennen. 

Klopfen in der Herzgrube. 

Aengstlicher Druck in der Herzgrube, (n. 4 
Tagen.) 

Ein anhaltender, schmerzhafter Druck in der 
Herzgrube und im Oberbauche, wie im Ma- 
gen, Abends, nach 7 Uhr. [Gff.] 
315. Drückende Empfindung in der Gegend dies Ma- 
gens, in den Nachmittagsstunden — verging, 
als die Blähungen mit Poltern im ünterlelbe 
abgingen, (n. 48 St.) [C.] 

Drückendes Gefühl unter der Herzgrube, (n. 24 
_ St.) [C] 

Ein Drücken, wie auf etwas Böses am Magen; 
beim Betasten, scbllmmer. 

Abends, Weh in der Herzgrube, die selbst 
beim Berühren schmerzhaft war; dabei ward 



Carbo vegetabüis, Holzkohle. 25 

es ihr übel, und fmg ihr an zu ekeln, wenn 
sie nur an Essen dachte. 

Die Magengegend ist sehr empfindlich. 
320. (Der Magen ist schwer und wie Zittern darin.) 

(Der Magen ist beim Gehen und Stehen wie 
schwer und hängend schmerzhaft.) 

Zusammenziehende Empfindung unter dem Ma- 
gen. 

Zusammenziehender Magenkrampf, selbst die 
Nacht, bis zur Brust heraufsteigend, bei 
Leib - Aüftreibung; sie mufste sich zusam- 
menkrummen und durfte sich nicht lee-en, 
weil er dadurch sich verschlimmerte; er kam 
anfallweise und benahm ihr die Luft beim 
Athemholen. 

Zusammenziehender Schmerz neben der Herz- 
grube, rechts, früh und Nachmittags. 
325. Unter der Herzgrube, ein schnürender Schmerz, 
welcher vom Drucke des Fingers sich er- 
höhet. [Ad.] 

Kurzer, aber heftiger Schmerz in der rechten 
Seite unter den kurzen Ribben. [Gff.] 

Dicht unter der Herzgrube und von da nach 
beiden Seiten, ein hinter den Ribben hin- 
strahlendes, sehr schmerzhaftes, stechendes 
Reifsen. [Gff.] 

Heftiges Stechen in der Leber- Gegend, (n. 48 
Stunden.) 

Drückend stechender Schmerz unter der linken 
Brust, (n. 2 Tagen.) . 
330. Anhaltend drückend kneipende Empfindung im 
Oberbauche. [Gff.] 

Leibschneiden, 



26 Carlo vegetabiUs, Holzkohle. 

Leibweh, wie nach Verkältung; es er- 
höhet sich vor Abgang einer Blähung und 
hält noch nachgehends an. 

Schneiden im Leibe, nur auf Augenblicke, aber 
sehr oft. 

Leibschneiden, was wie ein Blitz durch den 
Leib fährt. 
335. Abends, Schneiden im Bauche, wie Kolik. 

Schmerz, wie vom Verheben, im ünterleibe, 
selbst wenn sie nur etwas mit der Hand ver- 
richtet, wobei der Arm etwas in die Höhe 
gereckt wird; auch beim Berühren des Un- 
terleibes entsteht derselbe Schmerz. 

Auf der Seite darf sie nicht liegen, sonst be- 
kommt sie denselben Schmerz, wie durchs 
Verrenken oder Verheben, am meisten in 
der linken Seite des Unterleibes. 

Nach Tische, Schlaf, und beim Erwachen, 
Spannen in der Leber- Gegend, als wäre es 
da zu kurz. 

Stets gespannter Unterleib. [Gff.] 
340. Gespanntheit des Unterleibes von angehäuften 
Blähungen, die aber ziemlich reichlich und 
leicht abgehen, Nachmittags, (n. 40 St.) [C.j 

Tag und Nacht, wie überfüllt von Speisen und 
wie voll und geprefst im Unterleibe, mit Auf- 
stofsen, 

(Grofse Angst im Unterleibe.) 

Im linken Oberbauche, unter den kur- 
zen Ribben, nach dem Rücken zu, 
ein klemmender Schmerz von aufge- 
staueten Blähungen. [Gff.] 

Blähungen stammen sich hie und da im Unter- 



Carbo i>egetabiUs, Holzkohle. 27 

leibe, unter den kurzen RIbben, in der Bla- 
sengegend, erregen Klemmen und Drücken, 
und geben allmählig mit einem Gcfüble von 
Hitze im Mastdarme ab. (n. 48 St.) [C.] 
345. Oefteres klemmendes Leibweb, besonders in der 
rechten Seite des Unterleibes. [Gff.] 

Klemmender Druck tief im ünterbauche. [Gff.] 

Klemmender Leibschmerz, im Unter- 
bauche. [Gff.] 

Gefühl, als hinge ihr der Leib schwer herab; 
sie mnfs ganz krumm gehen, (n. 3 Tagen.) 

Drückendes Leibweh im Unterbaiiche. (sogleich.) 
[Gff.] 
350. Drückender Schmerz unter den kurzen Ribben, 
nach dem Frühstück. [Gff.] 

Dumpf drückender Schmerz im ünterleibe, rech- 
ten Seite, auf einer kleinen Stelle. [Gff] 

Ein widriges, drückendes Gefühl im Unterieibe, 
dafs sie ihn immer mit den Händen halten 
möchte. 

Druck in der rechten Schoofs- Gegend. [Gff.] 

Drückendes Leibweh, mit etwas Stuhldrang und 
Abgang heifser Blähungen, die es mindern, 
(n. ^i6 St.) [Gff.] 
355. Drückender Schmerz im After, (n. 48 St.) [Gff.] 

Unter dem Steifsbeine drückender Wundheits- 
Schmerz. [Gff.] 

Drückendes Leib weh mit Kollern und Ab- 
gang geruchloser, feuchtwarmer Blähungen, 
worauf das Leibweh aufhört, (n. | St.) [Gff.] 

Drückender Schmerz im linken Unterieibe; es 
geht ihm im Leibe herum, mit Kneipen. 

[Gff.] 



28 Carbo vegetabiUs, Holzkohle. 

Kneipender Druck, tief, im rechten UnterLauche, 
gegen die Hüfte zu. (n. 34- St.) [Gff.] 
360. Beim krumm Sitzen, feines Leibkneipen. [C] 

Nach Genufs weniger, unschädlicher Speise, 
heftiges Kneipen um die Nabelgegend, was 
durch Aufstofsen und einigen Abgang von 
Blähungen schnell vergeht. [Gff.] 

Kneipender Schmerz in der rechten Schoofs- 
Gegend. (n. 10 St.) [Gff.] 

Kneipende Schmerzen an verschiedenen Stellen 
des Unterleibes, die oft schnell vorübergehen, 
(n. 48 St.) [G.] 

Die kneipenden Schmerzen im Unterleibe ent- 
stehen fast blofs Nachmittags und Abends 
und werden meistens von Blähungen verur- 
sacht, mit deren Abgange sie verschwinden. 
_[C.]_ 
365. Leibkneipen bei gutem Stuhlgange. 

Kneipende, stumpfe Stiche, wie von unten her- 
aus im Unterleibe, (n. 34- St.) [Gff.] 

Stechende und kneipende Schmerzen im linken 
Unterbauche. [Gff.] 

Stechend kriebelnd laufender Schmerz tief im 
Unterbauche (n. 28 St.) [Gff.] 

Stechender, beim Athemholen verstärkter Schmerz 
in der linken Seite Acs Unterleibes (und der 
Brust). [Gff.] 
370. Reifsender Stich im Unterbauche bis an den 
Nabel. [Gff.] 

Beifsendes Weh im Unterbauche, nach dem Na- 
bel herauf, (n. 48 St.) [Gff.] 

Brennen im Untcrleibe, 

Brennen um die Nabelgegend. [Gff.] 



Carbo vegetahiHs. Holzkohle. 29 

Brennender Schmerz in der Haut; neben dem 
Nabel, oft erneuert, (n. 4 St.) [Gff.] 
375. Unter dem Nabel, eine wundschmerzende Stelle. 
[Gff.]_ 

TVundheits - Schmerz am ünterbauche, auch 
beim Befühlen merkbar, (n. 4| St.) [Gff.] 

Blähungs - Aufstauung im linken Oberbauche, 
mehr nach dem Rücken zu. 

Blähungen treiben den Leib auf, in den Nach- 
mittagsstunden, (n. 5 Tagen.) [C.j 

Blähungen erzeugen, absatzweise, ein Gefühl 
von Lähmigkeit im linken Schenkel, (n. 5 
Tagen.) [C] 
380. Blähungs - Bauchweh, mit Abgang geruchloser 
Blähungen. [Gff.] 

Blähungs -Bauchweh; die Blähungen gehen im 
Bauche herum, und es giebt bald hie bald 
da, besonders in der linken Seite nach dem 
Rücken hin, einzelne Stiche. [Gff.] 

Eine grofse Menge Blähungen mit Kollern und 
lautem Umhergehen im ünterleibe, Nachmit- 
tags, (n. 36 St.) [C.] 

Es geht ihm im Leibe herum, (sogleich.) [Gff.] 

Es geht ihm im Unterleibe herum, tief im Un- 
terbauche. [Gff.] 
385. Es geht ihm im Bauche herum, und 
mehre, theils laute, theils sachte, und etwas 
feuchte Blähungen gehen ab. [Gff.] 

Gluckern in der linken Unterbauch-Seite. [Gff.] 

Hörbares Kollern geht langsam im Leibe her- 
um, (n. 31 St.) [Gff.] 

Sehr starkes Kollern und Poltern im Unterleibe, 
acht Tage anhaltend, (n. 3 Tagen.) [C.] 



30 Carbo i^egetabiHs, Holzkohle. 

Hörbares Kollern in der Nabelgegend. [Ad.] 
390. Hörbares Kollern im Baucbe, mit etwas Knei- 
pen. [Ad.] 

Nach dem Kollern, Abgang vieler Blähungen. 
[Ad.] 

Hörbares Kollern im Unterbauche, mit 
Abgang sachter, fast geruchloser (feucht- 
warmer — auch wohl helfser) Blähungen. 
[Gff.] 

Abgang vieler, geruchloser, lauter Blähungen, 
zugleich häufiges Aufstofsen. (n. 4 Tagen.) 

[C] 

Winde gehen im Bauche herum, und einige 
gehen geruchlos ab. (n. 4^ St.) [C] 
395» Nachmittags entwickeln sich plötzlich eine grofse 
Menge Blähungen und gehen ohne Be- 
schwerde ab. (n. 36 St.) [C] 

Früh, beim Erwachen, ungeheurer Abgang von 
Blähungen, ohne Geruch. 

Selbst das sonst leicht Verdauliche erzeugt viel 
Blähungen und Auftreibung des Unterleibes. 

Blähungen faulen Geruches, (n. 14- St.) [Gff.] 

Viele sehr übelriechende Blähungen, (n. 1 Tag.) 
[C] 
400. Unter lelbwehartigem Drängen nach dem Kreuze 
zu und von da nach dem Unterleibe, Ab- 
gang sehr fauliger, endlich feuchter Blähun- 
gen, (n. 2 St.) [Gff.] 

Der Stuhldrang vergeht durch lauten Blähungs- 
abgang. [Gff.] 

Blähungsabgang mit Brennen im After und Ge- 
fühl, als sollte Stuhlgang kommen. [Gff.] 



Carbo <?egetabilis. Holzkohle. 31 

Brennen, rechts am After, (n. 6 St.) [Gff.] 

Stuhlgang, den einen Tag keinen, Tags darauf 
zwei Stühle, 
405. Aller zwei, drei Tage harter Stuhlgang. 

Breiiger Stuhl, welcher Brennen im Mastdarme 
verursacht. 

Beim Stuhlgange wenigen, harten, nicht zusam- 
menhängenden Kothes, Brennen im After. 

[C] 

Zäher, verhältnifsmäfsig geringer, nicht gehörig 
zusammenhängender Stuhlgang, mit ünthä- 
tigkeit des Mastdarms, (n. 6 Tagen.) [C] 

Brennen im After, mit unangenehmem Gefühl 
von Trockenheit darin, (n. 7 Tagen.) [C] 
410. Quer durch den Unterleib ziehender Schmerz 
vor dem Stuhlgange. [C.] 

Abends, ein paar heftige Stiche im After. [C] 

Abends, ein sehr schmerzhafter Stich, von dem 
Steifsbeine durch den Mastdarm und After 
gehend, wie mit einer heifsen Nadel, ^ Mi- 
nute lang. (n. 6 Tagen.) [C] 

Bei dem Stuhlgange, Schneiden im After. [C.j 

Der harte Stuhlgang geht mit einem schneiden- 
den Schmerze im After ab. [Gff.] 
415. Beim Stuhlgange sticht's im Mastdarme, wie mit 
Nadeln. 

Jucken am After und nach Reiben, Brennen 
darin. [Gff.] 

Jucken am After, früh im Bette, durch Kratzen 
vermehrt und darauf Brennen. [C] 

Beifsen am After. [Gff.] 

Heftig reifsende Schmerzen im Mastdarme und 



32 Carho ve^etahilis. Holzkohle. 

Aiisflufs reinen Blutes, mehre Tage anhal- 
tend *). (n. 7 Tagen.) [C] 

420. Plötzliches Gefühl von Vollheit im Mastdärme, 
wie zum Stuhlgange — welches hald ver- 
ging. [Ad.] 
Leih - und Kreuzschmerz, wie Noththun zum 

Stuhle. [Gf£] 
Eine Art Hamorrhoidal - Kohk: heftiger Stuhl- 
drang, Krieheln im After und heftiger Druck 
auf die Blase und nach dem Kreuze zu, in 
Ahsätzen krampfhaft wiederkehrend; es 
scheint ungeachtet des starken Dranges 
doch kein Stuhlgang kommen zu wollen, 
dagegen entstehen heftige, wehenartige 
Schmerzen im Unterbauche nach vorne und 
hinten zu, mit Brennen im After und einem 
Gefühle, als sollte Durchfall kommen; heim 
Versuche zum Stuhle kommt nach einer sol- 
chen Wehe und nach vieler Anstrengung 
etwas, aus weichen Stücken besteheder 
Koth hervor, womit sogleich Stuhldrang 
und Leihweh vorüber sind. [Gff.] 
Nach dem Frühstücke, Noththun zum Stuhle, 
welcher, obgleich nicht hart, doch nur mit 
vielem Pressen abgeht. [Gff.] 
Starkes Nöthigen zum Stuhle, wovon doch nur 
wenig und hart abgeht, (n. 50 St.) [Gff,] 

425. Erst ungewöhnlich spät, Abends 10 Uhr, 
Stuhlgang, mit Kollern im Leibe, (n. 44 
St.) [C] 

Die 

*) Bei einer jungen Frau, die nie dergleichen gehabt 
hatte. 



Carbo vegetabiUs, Holzkohle. 33 

Die erste W^oche, seltner, harter Stuhl, nur 

aller 2, 3 Tage. 
Zum zweiten Male Stuhlgang, Abends, (n. 14 

St. [C] 
Harter Stuhlgang, (n. 62 St.) [Gff.] 
Harter Stuhlgang und weit später abgehend, als 

gewöhnlich, mit viel Anstrengung, (n. 36 St.) 

[Gff.] 
430. Gänzlich verstopft, ohne Beschwerde, (n. 67 St.) 

cc.]_ 

Vergebliches Nüthigen zum Stuhle, (n. 80 St.) 
[Gff.] 

Vergebliches Nüthigen zum Stuhle; es gingen 
nur Winde ab, mit schmerzhaftem Drucke 
im Mastdarme. 

Abends, vergeblicher Drang zum Stuhle, (nach 
36 St.) 

Die erste Woche geht beim Stuhlgange voraus 
Schleim, dann folgte harter, dann weicher Koth 
und hinterdrein schneidender Bauchschmerz. 
435. Stuhl, mit viel Schleimabgang. 

Abgang vielen Schleims aus dem Mastdarme, 
mehre Tage hindurch. 

Der Stuhlgang ist mit gelblichem, fadenartigem 
Schleime umwunden, welcher am letzten Theile 
des Kothes völlig blutig ist. [Ad.J 

DurchfalL (n. 48 St.) 

Dünnerer Stuhl, als gewöhnlich, mit Drängen 
dazu. (n. 20 St.) [C] 
440. Andrang des Blutes nach dem After. 

Bei jedem Stuhlgange, Biutabflufs. 

Geschwollene After- Blutknoten (blinde Hämor- 
rhoiden), welche schmerzen, (ii. 2 Tagen.) 
IV. 3 



34 Carbo vegetabilis, Holzkohle. 

Der letzte Theil des Stuhl}>angs ist mit Blut 
gcfärut. [Ad.] 

Aus dem Mastdarme geKt eine scharfe, beizende 
Feuchtigkeit, (n. 24 St.) 
445. Scharfer Stuhlgang, hei belegter Zunge. 

Nachts dringt eine klebrige, dumpf riechende 
Feuchtigkeit in Menge aus dem After. 

Nachts, Feuchten des Mittelfleisches, vom After 
bis zum Hodensacke, mit Jucken und Wund- 
heit. 

"W undheit am Mittelfleische ; bei Berührung juckt 
die Stelle schmerzhaft. 

"Wundheit am After. 
45Q. Stich -Schmerz im Mittelfleische, nahe am After. 
(n. 24- St.) [Gff.] 

(Kneipen im Mastdarme, aufser dem Stuhlgange.) 

Nach dem Stuhlgange, mehrmaliges Leibweh 
nach dem Kreuze zu und nach der Blase 
hin, fast wie nach Rhabarber. [Gff.] 

Nach dem Stuhlgange, drängendes Leibweh. 
[Gff.] 

Nach dem Stuhlgange, klemmendes Leibweh, 
[Gff.] 
455. Früh, nach hartem, wenigem Stuhlgange, ein 
kneipendes Stechen in der linken ünter- 
bauch- Seite, und unvollkommne Anregungen 
zum Stuhle, wie ein Druck auf den Mast- 
darm, den ganzen Tag über, (n^ 4 Tagen.) 
[Gff.] 

Nach dem Stuhlgange, gänzliche Leerheit im 
CJnterleibe, vorzüglich beim Gehen bemerk- 
bar. [C] 

Der Urin ist rÖthlich und trübe. [Gff.] 



Carbo vegetabilis, Holzkohle. 35 

Der Urin ist roth, wie Blut. (d. 2. Tag.) 

Der Urin ist dunkelfarbig. 
460. Rother, dunkler Urin, bei Ranbhqlt der Kehle. 
[Gff.] 

Dunkelrother Harn, als wäre er mit Blut ge- 
mischt, (n. 2 Tagen.) 

Röthllcher, trüber Urin. 

Rother Harnsatz. 

Urin sehr reichlich und hellgelb, (n. 24 St.) [C] 
465. Urin sehr strengen Geruchs. 

Nach wenigem Trinken, viel Urinabgang, (n. 
6 St.) [Gff.] 

Der Urin geht viel sparsamer ab. (n. 48 St.) 
[Gff.] 

Er mufs Nachts mehrmals zum Harnen aufstehn, 
- und es geht mehr Urin ab; es drückt dabei 

auf die Blase. 

Oft am Tage, Pressen auf die Blase; doch 
konnte sie den Harn aufhalten. 
470. Beim Harnen, oft ein Reifsen in der Harnröhre; 
die letzten Tropfen bestehn aus Schleim und 
ziehen schmerzhaft ab. 

Früh, nach dem Uriniren, Reifsen und Ziehn 
in der Harnröhre. [Gff.] 

An der Vorhaut, ein Jucken und Wundseyn. 

An der Vorhaut, ein starkes Jucken und inner- 
halb, ein Bläschen und eine wunde Stelle. 

Kriebeln in den Hoden und Im Hodensacke. 
475.Jücken neben dem Hodensacke, oben 
am Oberschenkel; die Stelle feuchtet, 
(n. 24 St.) 

Geschwulst des Hodensackes, welche hart anzu- 
fühlen ist. 

' 3* 



36 Carlo pegetabilis. Holzkohle. 

Eine die Nerven heftig und schmerzhaft erschüt- 
ternde Pollution, worauf ein äufserst heftiges 
Brennen vorn in der Harnröhre erfolgte, und 
beim Harnen ein arges Schneiden und Bren- 
nen, was lange anhielt und bei leisem, äu- 
fserm Drucke sich erneuete. [Gff] 

Beständige Ruthe- Steifigkeit, die Nacht, ohne 
woiillüstige Empfindung oder Phantasie. [Gff.] 

Drei Tage nach einander öfters anhaltende Erek- 
tionen. 
480. Häufige Erektionen, (n. 24 St.) [C] 

Gänzlich mangelnder Geschlechtstrieb, früh, 
selbst durch sinnliche Vorstellungen nicht 
erregbar, (n. 24 St.) [Gff.] 

Starke Wundheit an der weiblichen Scham, 
nach vorne zu, Abends. 

Brennen an der weiblichen Scham. 

Ein schründendcr Schmerz an der weiblichen 
Scham, unter vielem Abgange von V\'eifs- 
flufs, zwei Tage lang, darauf Ausbruch des 
Monatlichen, was viele Monate vorher aus- 
geblieben war, drei Tage lang fliefsend, doch 
ganz schwarz; hinterdrein nur sehr wenig 
^^eifsflufs, ohne Schrunden. 
485. Regel, fünf Tage zu früh, (n. 21 Tagen.) 

Gleich vor Ausbruch der Regel, Leibweh, wie 
Krämpfe, von früh bis Abend. 

Bei der Regel, sehr heftiger Kopfschmerz^ was 
ihr die Augen ganz zusammenzog. 

Schneiden im Unterbauche, beim Monatlichen. 

Arges Jucken einer Flechte, vor Eintritt des 
Monatlichen. 



Carbo vegetabUis. Holzkohle. 37 

490. Früh, beim Anfstebn, viel, ganz dünner Wcifs- 
flufs und dann den ganzen Tag nicht wieder. 

Abgang weifsen Schleimes ans der Scheide (n 
4 Tagen.) 

'Weifsflufs geht nach dem üriniren ab. (d. 12 
Tag.) 

Grünlicher Scheide -Flufs. (d. 6. Tag.) 

Blutiger Schleim aus der Scheide (d. 16. Tag.) 

* 

495. Verstopfung des linken Nasenlochs, eine Stunde 
lang. [Gff.] 
Das linke Nasenloch ist verstopft. (n.l|St.) [G.] 
Niefsen mit darauf folgender Verstopfung des 

linken Nasenlochs. [Gff.] 
Vermehrte Feuchtigkeit der Nase *). (n. 3 St.) 

[C] 
Stockschnupfen. 
500. Oefteres Niefsen mit stetem und hef- 
tigem Kitzeln und K riebein in der 
Nase und katarrhalischer Rauhheit in der 
Nase und oben in der Brust, Nachts im 
Bette. [Gf£] 
Wiederholtes starkes Niefsen. (n. 5 St.) [C.] 
Sehr häufiges Niefsen, ohne Schnupfen. [Gff.] 
Niefsen, mit Thränen des linken Auges, welche 
im innern Winkel Beifsen verursachen. [Gff.] 
Heftiges Niefsen mit nachherigem, stark beifsen- 
dem Schmerze über und in der Nase und 
Thränen der Augen, wie wenn arger Schnu- 



*) Naclrdem die Vergtopfurig versch'^viinden war, jC] 



38 Carho vegetabüis. Holzkohle. 

pfen ansbreclien will; auch beim SdinauLen 
entstand dieser Schmerz in der Nase. [Gff.] 
505. Juckender Reiz in der Nase, mit vermehrter 
Feuchtigkeit, (n. 7 St.) [C] 

Kriebeln im rechten Nasenloche, Auslaufen des 
Nasenschleims, dann heftiges Niefsen, Thrä- 
nen des rechten Auges, Schnupfen. [Gff.] 

ünvollkommner, versagender Reiz zum Niefsen, 
bald stärker, bald schwächer wiederkehrend. 

Niefsen, welches Stiche im ünterleibe hervor- 
bringt. [Gff.] 

Niefsen, was ein Brennen auf einem grofsen 
Theile des rechten Unterleibes zur Folge 
hat. [Gff.] 
510. In der Nasenwurzel, das Gefühl eines anfangen- 
den Schnupfens. [Ad.] 

Pressender Schmerz in der Nasenwurzel und in 
den Nasenknochen, wie bei einem starken 
Schnupfen ; doch hatte er Luft durch die 
Nase. [Ad.] 

Vergeblicher Reiz zum Niefsen, unter 
Kriebeln in der linken Nasenhöhle; 
dann ward sie feucht, und nach dem Aus- 
schnauben blieb das rechte Nasenloch ver- 
stopft; dabei etwas Schnupfen- Gefühl — ein 
Kriebeln und Beifsen in der linken Gaum- 
seite. (n. 5 St.) [Gff.] 

Flieisschnupfen mit Niefsen. (fast sogleich.) [Gff.] 

Alle Abende, Fliefsschnupfen. 
515. Mehre Tage, Nachts und früh beim Erwachen, 
Schnupfenreiz, der sich (zuweiliges Niefsen 
ausgenommen) am Tage verlor. [Gff.] 



Carbo (^egetabilis. Holzkohle. 39 

Starker Fliefsschnnpfen. 

Schnupfen und Katarrh, (n. 7 Tagen.) 

Heiser, Ahends. (n. 12 Tagen.) 

Katarrh, dafs er kaum laut sprechen konnte, (n. 
8 Tagen.) 
520. Abends, plötzlich grofse Heiserkeit, so dafs er 
fast keinen Laut von sich geben konnte, mit 
starker Engbrüstigkeit, so dafs er beim Ge- 
hen im Freien fast keinen Athem hatte, (n. 
6 Tagen.) 

Rauhheit und Heiserkeit der Kehle; ohne grofse 
Anstrengung konnte sie nicht laut sprechen. 

Geringe Rauhigkeit der Sprache, wie beengt 
oder vom Sprechen angegriffen, (n. 3 Ta- 
gen.) [C] 

Starke Rauhheit der Kehle; die Stimme ist tief 
und rauh, und wenn er dieselbe anstrengt, 
versagt sie — doch ohne Schmerz im Halse 
heim Schlingen. [Gff] 

Rauhheit auf der Brust und öfterer Hustenreiz. 
[Gff.] 
525. Kratzen im Halse, (n. 3 Tagen.) [C] 

Abends und Morgens, Kratzen im Halse, was 
sie zum trocknen Husten reizt. 

Kratzig im Halse, mit etwas Husten, wobei be- 
sonders das linke Auge thränt. (n. 3^ St.) 

_CGff.3_ 

Kriebehi im abern Theile der Luftröhre, als 
säfse da etwas fest, zum Husten reizend, 
(n. 3 St.) [Gff.] 

Einige leichte Husbenanfälle von wenigen Siö- 
Isen (n. 5 Minuten), wiederholten am drif- 
ten Tage um dieselbe Zeit. [C] 



40 Carbo vegetahilis, Holzkohle. 

530. Es liegt ihm auf der Brust und sitzt da fest; 
er mufs, Abends, nach dem Niederlegen, 
trocken husten; es kriebelt und juckt in der 
Kehle und pfeift heim Athemholen. 

Nach Yergehn des Schnupfens liegt es ihm so 
sehr auf der Brust, dafs er Nachts nicht im 
Bette bleiben konnte, wegen Mangel an Luft; 
es kochte und röchelte auf der Brust; es 
löst sich schwer, und der Husten greift ihn 
an bis zum Erbrechen. 

Wenn er sich satt gegessen hat, mufs er hu- 
sten. 

Oefterer Hustenreiz, oben auf der Brust, schien 
mit der Rauhigkeit und dem Kratzen im 
Halse in Verbindung zu stehen und dadurch 
erregt zu werden, (n. 3 Tagen.) [C] 

Jucken in der Kehle, zum Husten reizend (mit 
zähem, salzigem Auswurfe), Abends bei Schla- 
fengehn und früh, eine Stunde nach dem 
Aufstehn. [C] 
535. Hustenreiz, wie vom Schwefeldampfe, mit Wür- 
gen. 

Oeftere Anstofse kurzen Hustens, (n. 3|- St.) 
[Gff.] 

Hustenreiz hinten im Halse, mit kurzem Hu- 
sten, öfters wiederkehrend. [Gff.] 

Starkes Kriebeln im Halse, durch Räuspern "auf 
kurze Zeit zu tilgen, mit viel Speichelzuflufs. 
[Gff.] 

Die Luftröhre scheint ungewöhnlich trocken zu 
seyn, wogegen Räuspern nichts hilft, mehre 
Tage lang. (n. 3 Tagen.) [C] 



Carbo pegetabüis. Holzkohle. 41 

540. RanKheits-Gefülil Linien im Halse, (n. 3 Ta- 
gen.) [C] 

Stetes Exauhheits - Gefühl im Halse, mit Kne- 
beln und öfterm, halbwillkührlicliem, rauliem 
Husten, welches Schmerz im obern Theile 
der Brust verursacht. [Gff.] 

Nach Kriebeln und Reiz im Halse, einige tiefe 
Hustenstöfse, wovon die Brust wie einge- 
drückt schmerzt. [Gff.] 

(Beim Husten, Schmerz auf der Brust, wie ro- 
hes Fleisch.) 

Beim Husten, schmerzhafte Stiche durch den 
Kopf. 
545. Beim Husten, arger Schmerz in der Gegend 
des Schildknorpels und im Kehlkopfe wie 
geschwürig. 

Husten bei der geringsten Verkältung, früh, beim 
Aufstehn aus dem Bette, oder wenn sie aus 
dem warmen Zimmer in ein kaltes kommt. 

Beim Hustenreize Abends, ein Frösteln und ein 
Ziehen in den Backen. 

Husten, Abends im Bette. 

Der Husten ist rauh und ohne allen Auswurf, 
(n. 3 Tagen.) [C] 
550. Krampfhusten, täglich in 3, 4 Anfällen. 

Abends (von zu raschem Gehen?) fünfstündi- 
ger Krampfhusten, (d. 16. Tag.) 

(Abends, Husten, welcher Erbrechen und Wür- 
gen hervorbringt.) 

Bei Engbrüstigkeit und Brennen auf der Brust, 
ein angreifender Husten. 

Schleimauswurf aus dem Kehlkopfe durch Ko- 
tzen oder kurzen Husten. 



42 Carbo vegetabilis. Holzkohle. 

555. Auswurf ganzer Slilcke grünen Schleims. 

Reifsend drückender Schmerz auf (in) 
der linken Brust, (n. 26 St.) [Gff.] 

Früh im Bette, Reifsen von der Brust nach 
dem Rücken zu (in die Arme und das linke 
Ohr), mit innerer Hitze, hesonders im Kopfe. 

Ziehender (rheumatischer) Schmerz auf den 
rechten kurzen Ribben, [Gff.] 

Reifsen in der rechten Brust. [Gff.] 
560. Rheumatischer Schmerz von den linken kurzen 
Ribben bis zur Hüfte. [Gff.] 

Drückend rheumatischer Schmerz in der rech- 
ten Seite auf den kurzen Ribben, eine Vier- 
telstunde lang. [Gff.] 

Schmerzliches Zlehn in der Brust, den Schul- 
tern und den Armen, mehr auf der Hnken 
Seite, mit Hitzgefühl und Blutdrang nach 
dem Kopfe, wobei sie sich kalt anfühlt. 

Stumpfer Schmerz erst in der linken, dann in 
der rechten Brust, beim Ausathmen fühlba- 
rer, als beim Elnathmen. [Gff.] 

Stumpfer Schmerz auf der rechten Brust, (n. 6 
St.) [Gff.] 
565. Stumpfer Stich in der linken Brust, gegen die 
kurzen Ribben zu. [Gff] 

Stich-Schmerz in der Herz-Gegend, (d. 7. Tag,) 

Unten und in der linken Brust zusammenzie- 
hende Stiche, die ihm den Athem versetz- 
ten, (d. 3. Tag.) 

Stumpf stechender, beklemmender Schmerz in 
der Herz -Gegend, welcher durch hörbares 
Kollern in der linken Seite, wie von einer 



Carbo vegetahüis, Holzkohle. 43 

eingesperrten, nun aufgelösten Blähung, ver- 
geht, (n. 31- St.) [Gff.] 

Stechender, beim Athemholen verstärkter Schmerz 
in der rechten Seite der Brust (und des Un- 
terleibes). [Gff.] 
570. Bei Schlafengehen, einige sehr empfindliche Sti- 
che durch die Brust, die den Athem hemm- 
ten. [Gff.] 

Beim tief Athemholen, ein tiefer Stich in die 
rechte Brust. [Gff.] 

Heftige, stumpfe Stiche, wie herausstofsend, tief 
unten in der rechten Brust. [Gff.] 

Starke Stiche unter der linken Brust (ohne 
Frost, oder Hitze); sie konnte davor nicht 
schlafen und nicht gehen; auch im Sitzen 
hielten sie an. 

Mehr brennende, als stechende Schmerzen in 
der Herz- Gegend. 
575. Arges Brennen in der Brust, wie von glü- 
henden Kohlen (fast ununterbrochen). 

Brennender Schmerz neben der Herzgrube und 
auf der linken Brust. 

Brennen und Andrang des Blutes in der Brust. 

Warme Aufwallung in der Brust, mit mäfsiger 
Beängstigung, von angehäuften Blähungen 
im ünterleibe erregt, (n. 9 Tagen.) [C.] 

Es war ihr immer, als stiege ihr das Blut nach 
der Brust, wobei es ihr im Körper kalt war. 
580. Blutdrang nach der Brust, früh, beim Erwa- 
chen, und belegte Zunge. 

Herzklopfen, am meisten beim Sitzen. 

Oefteres Herzklopfen, einige rasche Schlage. 



44 Carho vegetabilis, Holzkohle. 

Abends, bei Scblafengebn, Herzklopfen und aus- 
setzender Puls. (n. 16 Tagen.) 

Ungeheures Herzklopfen, mehre Tage. 
585. Krampfhafte Beklemmung und Zusammenzie- 
hung der Brust, zu 3? 4 Minuten lang. 

Schmerz in der Brust, wie von versetzten Blä- 
hungen. 

Beengung auf der Brust und kurzer Athem, 
wie von heraufdrückenden Blähungen, (n. 
48 St.) [Gff.] 

Drückendes beengendes Gefühl auf der Brust, 
schien aus dem Unterleihe zu kommen und 
von Blähungen erzeugt zu werden, (n. 8 Ta- 
gen.) [C] 

Beklemmungs- Gefühl auf der Brust, was nach 
Aufstofsen gleich vergeht. 
590. Kneipen auf kleinen Stellen in der Brust, von 
Blähungen abhängend, (n. 10 Tagen.) [C] 

Beim Umwenden im Bette ist sie aufser Athem. 

Sie mufs langsamer gehen, als sonst, grofser 
Engbrüstigkeit wegen. 

Sie erwacht ermattet und sehr beengt auf der 
Brust. 

Früh, nach Aufstehn aus dem Bette, Brust und 
Schultern wie zusammengeprefst. 
595. (Schmerz bei Ausdehnung der Brust.) 

Abends, beim Liegen im Bette, schwerer Athem 
und Klopfen im Kopfe. 

"Wenn sie anfing einzuschlummern, blieb der 
Athem gleich weg und der Schwindel war 
ärger. 

(Der Athem ist ganz kalt; auch Kälte im Halse, 
dem Munde und den Zähnen.) 



Carbo vegetabilis, Holzkohle. 45 

Schwieriges Atlimen, melir Leim Sitzen. 
600. Oeftere Anfalle von Zusammenschnürung der 
Brustj die den Athem auf Augenblicke hin- 
dert. 
Oefteres, beklemmend drückendes Gefühl auf 

der Brust. [Gff.] 
Drücken auf der hnken Brust. [Gff.] 
Druckschmerz oben in derrechten Brust 
bis durch in das rechte Schulterblatt. [GffJ 
Auf dem Brustbeine, gleich über der Herzgrube, 
wie beim Vorbücken und auch beim Beta- 
sten erregbarer, dumpfer Schmerz auf einer 
kleinen Stelle. [Gff.] 
605. Gefühl von Schwäche und Angegrif- 
fenheit der Brust. 
Beim Erwachen fühlt er die Brust wie ermü- 
det. 
Jucken inwendig in der Brust. 
Stechendes Jucken in der Gegend das Steifs- 
beins, Abends im Bette. [C] 
Im Kreuze, Gefühl von Kälte, Taubheit und 
Spannung. 
610. Spann -Schmerz und Steifheit im Kreuze. 

(Arger Kreuzschmerz; sie kann nicht sitzen, es 
ist dann wie ein Pflock im Bücken; sie 
mufs ein Kissen unterlegen. 
Beifsender Druck im Kreuze. [Gff,] 
Drückend reifsender Schmerz in der linken Seite 
bis in den Bücken, neben der linken Hüfte. 
[Gff] 
Reifsender Schmerz im Kreuze, der sich biswei- 
len nach den Hüften herauszieht, (n. 3 Ta- 
gen.) [C] 



46 Carbo vegetabiUs, Holzkohle. 

615. iVbsatzweise erscheinendes Reifsen in den Hüf- 
ten, (n. 3 Tagen.) [C] 

Heftiges , äafserllches Brennen auf der rechten 
Hüfte. [Gff] 

Der ziehend drückende Kreuzschmerz erstreckt 
sich bis an das Steifshein herab, (n. 24 St.) 
[C] 

Reifsen unten im Rücken, neben dem Kreuze. 
[Gff.] _ 

Schwere im Rücken und Beklommenheit auf 
der Brust. 
620. Ziehen im Rücken, am meisten beim Sitzen. 

Rheumatisches Ziehen im Rücken, besonders 
beim Bücken, mehre Tage anhaltend, (n. 4 
Tagen.) [C] 

Druck-Schmerz neben dem untersten Theile des 
Rückens, (n. 3 St.) 

Klemmender Druck-Schmerz neben dem nntern 
Theile des Rückgrats. 

Schmerz in der Seite des Rückens, wie zer- 
schlagen. 
625. Muskelhüpfen im linken Rücken. [Gff.] 

Brennen auf dem obern Rücken, linker Seite. 

(Stechen zwischen den Schulterblättern, zum 
Athem- Versetzen, Nachts.) 

Nach (gewohntem) Waschen mit nicht kaltem 
Wasser, rheumatischer Schmerz oben am 
linken Schulterblatte, (n. 26 St.) [C] 

Rheumatisches Gefühl im ganzen linken Schul- 
terblatte, beim Schreiben, (n. 6 St.) [C] 
630. Beim Zurückbiegen des linken Armes, heftiges 
Reifsen im linken Schulterblatte. [Gff.] 



Carb o vegetabüis . Holzkohle. 47 

Brennende Empfindung auf dem rechten ScLul- 
terblatte. [Gff.] 

Brennen auf der rechten Achsel. [Gff.] 

Brennen auf dem Schulter -Gelenke, (n. 3 St.) 
[Gff.] 

Ziehender Schmerz im linken Schultergelenke. 
[Gff.] 
635. Zieh -Schmerz in der Achsel und Schulter. 

Empfindliches Ziehen in beiden Schulter- Ge- 
lenken, sowohl beim Bewegen, als in der 
Ruhe. (n. 16 St.) [C] 

Rheumatisches Ziehen in der rechten Achsel. 
[Gff.] 

Heftig reifsender Schmerz im rechten Achsel- 
Gelenke, besonders bei Bewegung, mit Ziehn 
in den Arm röhren. [Gff.] 

Reifsender Schmerz in dem Schulter- Gelenke, 
(n. 10 St.) [G.] 
640. Lähmiges Reifsen im rechten Achsel -Gelenke, 
oft wiederkehrend. 

Lähmige Schwäche der rechten Schulter und 
des rechten Arms. (n. | St.) [C.] 

Stechen in der rechten Achsel, bei Tag und 
Nacht. 

Reifsen in den hintern Halsmuskeln. 
[Gff.] 

Drückend reifsender Schmerz in den 
Halsmuskeln. [Gff.] 
645. In den Muskeln am Halse (rechts) heftig drük- 
kender Schmerz. [Gff.] 

In den Nackenmuskeln linker Seite, 
reifsende Schmerzen, besonders bei Be- 
wegung, (n. 3 Tagen.) [C.] 



48 Carbo vegetabüis, Holzkohle. 

Empfindllcli drückende Empfindung in den Nak- 
ken- Muskeln, (n. 4 Tagen.) [C] 

Dumpf brennender Schmerz in den Nackenmus- 
keln rechter Seite, (n. 4 Tagen.) [C] 

Drückendes Reifsen in den JNackenmuskeln lin- 
ker Seite, zwei Tage anhaltend, (n. 3 Ta- 
gen. [C] 
650. Druck -Schmerz am Halse, (n. 6 Tagen.) 

Zieh -Schmerz im Genick, der nach dem Kopfe 
heraufsteigt, worin es dann auch zieht, wo- 
bei es ihm übel wird, unter Auslaufen von 
^"^asser aus dem Munde. 

Die Halsdrüsen schwellen und schmerzen, be- 
sonders die hintere nach dem Nacken zu. 

Stechendes Jucken am Halse und Nacken und 
rothe Flecke daselbst, (n. 38 St.) [C] 

Einzelne zerstreute, rothe, ungleiche Fleckchen 
mit empfindlichem Jucken am Halse, Abends, 
(n. 40 St.) [C] 
655. Ein drückend ziehender Schmerz unter der rech- 
ten Achselhöhle, besonders beim Bewegen 
fühlbar. [Gff] 

Brennender Schmerz in der rechten Achselhöhle. 
[Gff.] 

Jucken, Feuchten und Wundseyn in den Ach- 
selgruben. 

Zerschlagenheits -Schmerz des rechten Arms. 

Ziehn im rechten Arme. 
660. Klamm in den Armen. 

An der innern Seite des linken Oberarms, dum- 
pfes Ziehn. (n. 4 St.) [C] 

Der Oberarm ist ihm vorzüglich schwer. [C.] 

Beide 



Carbo vegetabiUs. Holzkohle, 49 

Beide Arme sind schwer und lässig beim Be- 
wegen, (n. 54 St.) [C] 

Zieh -Schmerz mit Brennen am Oberarme, (n. 
48 St.) [Gff.] 
665. Von oben nach unten ziehende Schmerzen im 
ganzen rechten Oberarme, (n. 5 Tagen.) 

CC] 

' Brennen oben am Oberarme, erst dem linken, 
dann dem rechten, (n. 5 St.) [Gff.] 

Belfsen im linken Oberarme, (n. 4 St.) [Gff.] 

Einzelne Anfälle von Relfsen im linken Ober- 
arme, (n. 4 Tagen.) [C] 

Heftiges Reifsen im rechten Oberarme, beson- 
ders beim Bewegen, (n. 5 Tagen.) [G.] 
670. Ein grofses Blutschwar auf dem Oberarme und 
viele juckende Blüthchen umher, (n. 7 Tagen.) 

Immer wiederholtes beifsendes Jucken am un- 
tern Theile des linken inneren Oberarms, 
welches durch Kratzen auf kurze Zeit ver- 
geht, (n. 54 St.) [C.] 

In beiden Ellbogen -Gelenken, Schmerz wie zer- 
stofsen. 

Brennen am rechten Ellbogen. [Gff.] 

Zieh -Schmerz in der Ellbogenröhre nach der 
Handwurzel zn. (n. 20 Min.) [C.] 
675. Ziehend reifsender Schmerz in der linken Sjjei- 
che. (n. 14 St.) [G.] 

Ziehend reifsender Schmerz an der obern Seite 
des linken Unterarms, nahe am Ellbogen, 
wo auch die Stelle beim Drücken auf die 
Knochenrühre ebenfalls schmerzt, (n. 34 St.) 
[Gff.] 
IV. 4 



50 Carbo i'egetnbilis. Holzkohle. 

Brennendes Jucken am Unterarme beim Ellbo- 
gen. [Gff.] 

Reifscn im ganzen rechten Vorderarme, (n. 20 
St.) [C] 

Reifsen des ZIebn vom linken Ellbogen 
bis (zur) in die Hand, (nach 48 St.) 
[Gff.] 
680. Die reifsenden und ziehenden Schmerzen im 
Vorderarme erstrecken sich , besonders beim 
Bewegen, bis in die Hand und Finger. [C.J 

Lähmigkeits-Schmerz beim Bewegen in der Hand- 
wurzel. 

Eine Art Verstauchungs- Schmerz in der rechten - 
Hand und dem Hand -Gelenke, als hätte man 
sich durch starkes Zugreifen sehr angestrengt, 
(n. 3 Tagen.) [C] 

Arme und Hände schlafen ihr ein, vorzüglich 
Nachts, so dafs sie im Bette nicht weifs, wo 
sie sie hinlegen soll; auch am Tage schla- 
fen sie ihr ein. 

Neigung der Hände zum Taubwerden. 
685. Früh, beim Waschen der Hände ist es, als ob 
sie einschlafen wollten. 

Eiskalte Hände, (n. 48 St.) [Gff.] 

Bei gewissen Bewegungen, Empfindung im lin- 
ken Hand -Gelenke 5 als wären die Sehnen 
zu kurz. 

Gefühl in den Händen, als ob die Muskelkraft 
geschwächt wäre, besonders beim Schreiben 
fühlbar, (n. 6 St.) [Gff.] 

Schreiben geht langsam und beschwerlich von 
statten, (n. 1| St.) [G.] 



Carbo vegetabilis. Holzkohle. 51 

690. Reifs en in der rechten oder linken 
Handwurzel. [Gff.] 

An den Händen, ein juckender, feiner 
Ausschlag. 

Zerschlagenheits- Schmerz auf dem linken Hand- 
rücken. [Gff.] 

Drückender Schmerz auf dem linken Handrük- 
ken. (n. 4 Tagen.) [C.] 

Ziehen in dem rechten Mittelhandknochen, (n. 
I- St. [C] 
695. Eine kleine Geschwulst in der Beuge -Seite des 
Hand -Gelenks. 

Starkes Jucken in den Handtellern, Nachts. 

Reifsen im Innern der linken Hand, von der 
Wurzel des kleinen Fingers herein. [Gff.] 

Heftiges Reifsen im hintersten Gelenke des lin- 
ken Zeigefingers, (n. 28 St.) [Gff.] 

Reifsender Schmerz in den Fingern der rechten 
Hand. (n. 6 St.) [Gff.] 
700. In mehren Fingern reifsende Schmerzen, Abends, 
(n. 48 St.) [C] 

Feines Reifsen im vierten und fünften Fin- 
ger der rechten Hand. [Gff.] 

Feines Reifsen im Mittelgelenke des rechten 
Zeigefingers. [Gff.] 

Feines, brennendes Reifsen in der Spitze des 
rechten Daumens. [Gff.] 

Ganz feines Reifsen im rechten Daumen, gleich- 
sam innerlich im Knochen, (n. 48 St.) [C.] 
705. Reifsen in der Spitze und unter dem Nagel des 
linken vierten Fingers, (n. 48 St.) [Gff.] 

Reifsen in den Gelenken des vierten und fünf- 
ten Fingers. fGff.] 

4* 



52 Carbo vegetabUIs^ Holzkohle. 

Reifsen unter dem Daumennagel. [Gff.] 

Relfsen im rechten kleinen Finger, durch Bewe- 
gung vermehrt. [Gff.] 

Ein ZIehn im rechten Zeigefinger vor, nach 
der Spitze. 
710. In der innern Seite des Mittelgelenks des linken 
Zeigefingers, in der Ruhe, ein hohrcnder 
Schmerz, heim Biegen aber, ein feinstichli- 
cher, wie von einem Splitter, 6 Stunden lang. 
[Ad.] 

Bohrender Schmerz im hintersten Gelenke des 
Mittelfingers und im hintersten Daumenge- 
lenke, in der Ruhe. [Ad.] 

Ein langsam klopfender Schmerz im vordem 
Daumengliede. [Ad.] 

Palsiren auf dem Rücken der Daumens, einige 
Minuten und wiederholt. [C] 

Klopfender Schmerz im Mittelhandknochen des 
Mittelfingers. [Ad.] 
715. Reifsendes Stechen in den Mittelgelenken der 
Finger. 

Stich im hintersten Gelenke des linken Mittel- 
fingers, (n. 1 St.) [C] 

Im vordersten Gelenk des rechten Mittelfingers, 
ein plötzlicher, tiefer Stich, (n. 41 St.) [C] 
Stechen wie von einem Splitter im vordem Glicde 
des vierten Fingers. [C.] 

Stechen in einem Finger, beim Aufstehn vom 
Sitze. 
720. Stechen im Daumballen vom Handgelenke aus. 

Feine Stiche in der Haut des rechten Zeigefin- 
gers, durch Beugung des Arms erneuet, (n. 
2 St.) [C.] 



Carbo vegetabilis. Holzkohle. 53 

Kältendes Brennen im hintersten Gelenke des 
rechten Mittel- und Ringfingers. [Gff.] 

Heftiges Jucken an der äafsern Seite des lin- 
ken Daumens. [Gff.] 

Die Finger der rechten Hand sind lähmig und 
sehwach heim Zugreifen, (n. 3 Tagen.) [C] 
725. Relfsen in der rechten Hüfte. [Gff.] 

Reifsend drückender Schmerz unter und neben 
der linken Hüfte, nach dem Rücken und 
Kreuze zu, oft wiederholt, (n. 2 St.) [Gff,] 

Starker, lähmig ziehender Schmerz vom 
Unterleibe ausgehend, in's linkeBein 
herab. [Gff.] 

Muskel -Hüpfen am obern hintern Theile des 
linken Oberschenkels, früh im Bette. [Gff.] 

Beim Gehen fahren Stiche im Oberschenkel 
herab, (d. 12. Tag.) 
730. Stumpfer Stich oben am Oberschenkel. [Gff.] 

Brennen am Oberschenkel, die Nacht, im Bette. 

Brennende Empfindung an der äufsern Seite 
oben am Oberschenkel. 

Im linken Oberschenkel, rheumatisches Ziehen, 
Abends im Bette, durch Liegen auf diesem 
Schenkel gemildert. [Gff.] 

Reifsender Schmerz in der Mitte des Ober- 
schenkels, öfters wiederkehrend. [Gff.] 
735. Unten, auswärts am linken Oberschenkel, Klamm- 
Schmerz beim Gehen, besonders beim Heben 
des Oberschenkels und Treppensteigen; die 
Stelle ist auch beim Befühlen schmerzhaft, 
(n. 35 St.) [C] 

Beim Gehen, Taubheit der Oberschenkel. 



54 Carbo vegetabüis, Holzkohle. 

Sb^ammen in den Oberschenkeln über dem Knie 
früh beim Aufstehn. 

Strammen und Ziehen im linken Oberschenkel, 
wie gelähmt und verrenkt, (die ersten vier 
Tage.) 

Im Oberschenkel bis zum Knie, zusammenzie- 
hender Schmerz, dafs sie beim Gehen ein- 
knicken mufs. 
740. Unruh -Gefühl im rechten Ober- und Unter- 
schenkel, was ihn immer anders zu sitzen 
nöthigt. [C.] 

Unruhe im linken Unterschenkel, mit ziehenden 
Schmerzen darin, (n. 52 St.) [C] 

Schmerz in beiden Beinen, besonders den Un- 
terschenkeln beim Sitzen und Liegen; er 
weifs nicht, wo er sie hinlegen soll. 

Reifsen im rechten Ober- und Unterscherkel. 
[Gff.] 

Reifsen im linken Ober- und Unterschenkel, 
(n. 29 St.) [Gff.] 
745. Reifsendc Schmerzen im rechten Oberschenkel, 
bis durch den Unterschenkel, (n. 30 St.) 

Die reiTsenden Schmerzen in den untern Glled- 
mafsen scheinen durch eine starke Anhäu- 
fung der Blähungen gesteigert zu werden, 
[C] 

Schwere in den Beinen, (n. 5 Tagen.) 

Erschlaffung in den Beinen, dafs er sie nicht 
heben konnte, von Mittag bis Abend. 

In den Beinen, Taubheit und Gefühllosigkeit. 
750. Eingeschlafenheit der Beine, (d. 3. Tag.) 

Ziehschmerz in den Knieeti, beim Stehen. 



Carbo vegetabilis, Holzkohle. 55 

In den Knieen und den Fufsgelenken, Span- 
nung, (n. 5 Tagen.) 

Lähmiger Schmerz im Knie beim Sitzen und 
Aufstehn vom Sitze und in der Nacht, beim 
Liegen, wenn sie sich umwendet oder das 
Knie ausstreckt. 

Lähmigkeit in den Knie-Gelenken, nach Gehen. 
755, Bei mälsigem Anstofsen ans Knie, thut's sehr 
weh im Knochen. 

Beim Ersteigen einer Treppe, Schmerz in den 
Knieen. 

Maltigkeits- und LTnfestigkeits - Gefühl in den 
Knieen, beim Gehen und Stehen. [Gff.] 

Schwäche und Steifheit im Knie. 

Grofse Mattigkeit und Lähmigkeits- Gefühl in 
beiden uniern Gliedmafsen. (n. 40 St.) [C] 
760. Starkes Brennen auf dem rechten Knie. [Gff.J 

An der innern Seite des linken Kniees bren- 
nender Schmerz. [C] 

^ach Aufstehn vom Sitze, Stechen in der Knie- 
schelbe und Empfindung, als wäre das Knie 
geschwollen. 

In beiden Knieen, druckendes Reifsen und eben 
so in den Unterschenkeln. 

Ziehendes Gefühl in den Beinen, besonders vom 
Knie an, Acn Unterschenkel herab. [Gff.] 
765. Rheumatisches Ziehen in beiden Schenkeln, 
bis nach den Mittelfufsknochen. (n. 45 St.) 
_[C.]_ 

Reifsen im rechten Unterschenkel. [Gff.] 

Reifsen im Unterschenkel von der W^ade herab 
bis zum innern Fufsknöchel. [Gff.] 

Ziehen und Knibbern in beiden Unterschenkeln; 



56 Carbo vegetabilis, Holzkohle. 

er kann sie nicht ruliig liegen lassen and 
mufs sie bald ausstrecken, bald an sieb zie- 
hen, eine halbe Stunde lang, Nachmittags. 

Lähmiges Gefühl im linken Unterschenkel. 
770. unten an der W^ade, eine geschwollene und 
bei Berührung schmerzende Stelle. 

An den Waden, juckende Queddeln. 

Arger Klamm im Unterschenkel, besonders in 
der Fufssohle , beim Gehen im Freien. 

Arger Klamm, Nachts im Bette, im ganzen Un- 
terschenkel, besonders in der Fufssohle. 

Klamm in der rechten Fufssohle, Abends, nach 
dem Niederlegen; es zog ihm die Zehen 
krumm. 
775. Reifsen im Knochen über dem innern Knöchel 
des linken Unterfufses. (n. 4 St.) [Gff.] 

Ziehen in den Unterfüfsen, am meisten beim 
Sitzen. 

Reifsender Schmerz unter den ersten Zehen des 
rechten Fufses, vermehrt beim Gehen. [Gff.] 

Reifsen in den mittlem Zehen des rechten Fu- 
fses. [Gff.] 

Arges Reifsen unter Zehnägeln, von Abend bis 
in die Nacht; es erstreckte sich bis in die 
Fufssohlen. (die ersten 4 Tage.) 
780. Schmerz in der rechten grofsen Zehe, unter 
dem Nagel. [Gff.] 

Beim Auftreten, Schmerz in den Mittelfufskno- 
chen, als würden sie zerrissen. 

Unruhe im linken Unterfufse; er mufste ihn hin 
und her bewegen. 

Brennen in den Fufssohlen, nach Stehen. 

Starker Fufsschweifs. (n. 9 Tagen.) 



Carbo i^egetabiUs. Holzkohle. 57 

785. (Bei den Schmerzen, grofse Angst und Hitze.) 

(Nach den Schmerzen, grofse Mattigkeit.) 

Die Beuge- Gelenke scheinen unfähig, den Kör- 
per zu erhalten, (n. 5 Tagen.) [C] 

Zerschlagenheit aller Glieder, (n. 24 St.) 

Früh, nach dem Aufwachen, im Bette, grofses 
Zerschlagenheits- Gefühl in den Gelenken, 
wobei das Strecken der Glieder wohl thut, 
nach dem Aufstehn allmällg vergehend. [Gff.] 
790. Jedes Glied am Leibe thut weh, so auch der 
Rücken (mit vielem Kopfweh nnd grofser 
Schwäche). 

EIngeschlafenheit der Glieder. 

Die Glieder, auf denen er liegt, schla- 
fen leicht ein. 

Kriebeln im ganzen Körper. 

Früh, im Bette, ein Stechen unter den linken 
Ribben, welches strahlend in den Unterleib, 
in die Herzgrube und in die linke und 
rechte Brust herauf fahr, am Kehlkopf in 
Drücken ausartete, beim Ausathmen sich ver- 
stärkte, und als es verging, durch Drücken 
auf den Unterleib erneuert wurde. [Gff.] 
795. Juckende Stiche auf der Seite, worauf er Hegt, 
Abends im Bett. 

Flohstichartiges Jucken an mehrern Stellen des 
Körpers. [C.] 

A^enn sie Im Bette warm wird, empfindet sie 
über den ganzen Körper ein feines, leises 
Stechen. 

Jucken und Stechen an mehren Theilen des 
Körpers. [C.] 

Arges Jucken an den Armeu, den Händen und 



58 Carba vegetahiUs. Holzkohle. 

zwischen den Fingern; er konnte Nachts 
deshalb nicht einschlafen, doch ohne Aus- 
schlag. 
800. Nessel -Ausschlag, einige "Wochen lang. (n. 4 
Tagen.) 

Jucken und Brennen an verschiedenen 
Stellen des Körpers, am Rücken, auf 
der Bnist, am Nabel, an den Oberschen- 
keln, u. s. w. [Gff.] 

Brennen an verschiedenen Stellen des Körpers, 
die Nacht im Bette. 

Gelind brennende Schmerzen an verschiedenen 
Stellen der Haut. (n. 48 St.) [C] 

Hie und da', auf dem Rücken und in den Sei- 
ten, so wie in der rechten Unterleibs -Seite, 
eine brennende Empfindung auf der Haut, 
wie von Senfpflaster, (n. VI St.) [Gff.j 
805. Strammen in den Knieen und Hüftgelenken, 
früh, beim Erwachen. 

Spannen in den Knieen und der linken Hand, 
als wären sie angestrengt worden durch zu 
starke Bewegung. 

Zieh-Schmerz in den Gliedern. 

Ziehender Schmerz fast in allen Thellen des 
Körpers, besonders unter der Brust, im Nak-^ 
ken und in den Armen. 

Ziehende und reifsende Schmerzen an verschie- 
denen Steilen des Körpers. [Gff.] 
8J0. Zu den ziehenden und reifsenden Schmerzen 
in den Gliedern, gesellen sich allmälig ge- 
lind brennende. [C.] 

Ziehen im Rücken und den ünterfüfsen, blofs 
beim Sitzen. 



Carlo vegetabüis. Holzkohle, 59 

Ziehen in den Gelenken der Hand, des Ellbo- 
gens und der Schulter, was durcli Bewe- 
gung vergeht *). 

Reifsen in verschiedenen Theilen des Körpers, 
die Nacht im Bette. 

Rheumatisches Gefühl im ganzen Kör- 
per, mit Kälte der Hände und Füfse. [Gff.] 
815, Früh, beim Erwachen^ reifsende Empfindung in 
der linken Schulter, dann in der rechten 
Hand, dann im rechten Oberkiefer, in den 
Schneidezähnen. [Gff.] 

Oefters, reifsende Schmerzen hie und da, z, B. 
in der linken Gesichts -Hälfte, dann wie im 
linken Hinterkopfe, im linken Oberschenkel, 
der linken Schulter, zugleich mit starkem 
Drucke in den Armen und Beinen. [Gff.] 

Wenn die reifsenden, brennenden, ziehenden 
Schmerzen auch nur für kurze Zeit die äo- 
fsere Brust befielen, so brachten sie ein un- 
deutliches Gefühl von Beengung des Athem- 
holens mit sich. [C] 

Eine wund geriebene Stelle, welche schon fast 
mit Oberhaut wieder bedeckt war, fing wie- 
der an, hautlos zu werden und zu feuchten. 

Ein geheiltes Geschwür bricht wieder auf und 

giebt, statt Eiter, Lymphe von sich, mit Blut 

gemischt; die Stelle ist hart und schmerzt 

beim Anfassen. 

820. Der Eiter des Geschwürs wird stinkend, wie Aas. 

Das Geschwür der Fontenelle siebt eine fres- 
sende Feuchtigkeit von sich. 



) Vorzüglicli beim Morgenwinde. 



60 Carbö vegetabiUs. Holzkohle. 

Nach langem Sitzen fühlt er sich, beim Auf- 
stehn vom Sitze, in den Gliedern schwer und 
steifj was sich nach einigem Gehen legt. 

Unaufgelegt zu körperlichen Anstrengungen. [C.] 

Mangel an Energie der Muskelhewegungen. (n. 
1 St.) [C] 
825. Mattigkeit. [Ad.] 

Nachdem die rheumatischen Schmerzen ein paar 
Tage gedauert hatten, trat ein ungeheures 
Mattlgkeits - Gefühl in den befallenen Thei- 
len ein. [C] . - 

Mattigkeit, früh im Bette, (n. 48 St.) [Gff.] 

Grofses Müdlgkeits- Gefühl, früh im Bette, be- 
sonders in den Gelenken, was durch Auf" 
stehn aus dem Bette vergeht. [Gff.] 

Früh, matt, träge, zitterig in den Gliedern und 
leicht schwitzend, (n. 2 Tagen.) [C.] 
830. Zitterigkeit im Körper, mit Hinfälligkeit. 

Gegen Mittag, allgemeine Ahgespanntheit, Nei- 
gung sich mit dem Kopfe aufzulegen und 
zu ruhen; Leerheit des Kopfes mit Hunger- 
Gefühl, (n. 12 St.) [C.] 

Früh, Gefühl von grofser Mattigkeit, mit Zit- 
tern in den Gliedmafsen und um den Ma- 
gen herum, wie nach vielem Weintrinken. 
(n. 24 St.) [Gff.] 

Anfälle von jählinger Ohnmachts- Schwäche. 

Sehr oft, nur momentane Anfälle von Ohnmacht, 
zum Hinsinken, auch wohl mit Schwindel -^ 
darauf Leibschneiden und Greifen im Bauche, 
wie zu Durchfall, — doch kam nur gewöhn- 
licher Stuhl, (n. 24 St.) 
835. Anfall; der Knabe wird heiser, verzieht die Au- 



Carbo vegetabüis, Holzkohle. 61 

gen (als stäche es drin), wenn er sprechen 
will, und sie thräncn dannf bekommt rothe 
Backen, zeigt beim Schlingen Schmerz, hat 
lauten Athem im Schlafe, hustet, bricht die 
Milch weg, wird eigensinnig und schreit oft. 
(n. etl. St.) 

Mattigkeit nach kurzem, langsamen Spaziergange 
in freier Luft. [Gff.] 

YV^ährend Spazieren im Freien entstand jählinge 
Müdigkeit, die sich aber bald verlor, (n. 3 
Tagen.) 

Die Mattigkeit ist beim Gehen vorzüglich bemerk- 
bar, weniger beim Sitzen und dann meistens 
nur in den Armen beim Schreiben. [C] 

Mattigkeit, besonders in den Beinen. [Gff.] 
840. Vormittags, Schwäche, wie von Betäubung. 

Mattigkeit, Abends. 

Abends, Trägheit, Schläfrigkeit, Unaufgelegtheit. 

Gähnen. [Ad.] 

Viel Dehnen und Gähnen, (n. 2 St.) [Gff. 
und C.] 
845. Häufiges Dehnen und Renken, welches wohl 
thut. (n. 5 Tagen.) [C] 

Schläfrigkeit und häufiges Gähnen. [Gff.] 

Schläfrigkeit Vormittags, im Sitzen (und 
beim Lesen), die durch Bewegung ver- 
geht. [Ad.] 

JNach dem Mittagsessen, Schlafneigung, ohne 
schlafen zu können. 

Grofse Tag - Schläfrigkeit ; er mufste vof und 
nach Mittage schlafen; Nachts war sein Schlaf 
schwärmerisch, (n. 8 Tagen.) 
850. Nach Tische, Stunden langer, ununterbrochner, 



62 Carbo vegetahilis. Holzkohle. 

aber von ängstlichen Träumen beunruhigter 

Schlaf. [Ad.] 
Nach dem Essen, Schlaftrunkenheit. 
Sehr zeitig, Abends, Neigung zum Schlafe. 
Abendliche Schlaftrunkenheit. 
Wenn er, Abends, ins Bett kommt, überfällt 

ihn eine Angst, dafs er kaum liegen bleiben 

kann. (n. 19 Tagen.) 
855. Spätes Einschlafen — erst um 1 Uhr. 

Nachts, obgleich die Augen voll Schlaf sind, 

kann er doch nicht einschlafen. 
Sie kann die Nacht nicht einschlafen, aber auch 

die Augen nicht öffnen. 
Abends, sehr kalte Füfse und Hände. 
Abends, vor dem Einschlafen, ein arger, inner- 
licher Schllttel -Schauder ohne Frost, und zu 

gleicher Zeit viel Aufstofsen. 
860. Sie erwacht die Nacht öfters, mit Kälte in den 

Beinen und Knieen. 
Er wacht oft auf die Nacht, und hat da Hitze 

und Durst. 
Abends, nach dem Niederlegen, im Bette, tha- 

ten ihm die Augen weh. 
Die Nacht, Schwere in den Beinen und im Rük» 

ken, wie Müdigkeit. 
Nachts, Kopfweh. 
865. Abends, vor dem Einschlafen, eine ziehende 

Empfindung in beiden Beinen. 
Abends, im Bette, Unruhe in den Beinen; sie 

mufste sie oft ausstrecken. 
Die Nacht, im Bette, schmerzen die Hühnerau- 
gen drückend. 
Er kann, die Nacht, nicht anders ruhig bleiben, 



Carbo pegetahilis. Bolzkohle. 63 

als beide Beine an den ünterleiJi herange- 
zogen. 

Abends, im Bette, Kopfweb : Stechen in der Stlrne 
bis Zum Hinterhaupte durch, (n. 16 St.) 
870. Die Nacht erwacht er mehrmal, wegen Pulsiren 
im Kopfe und Aengstlichkeit, als würde ihn 
der Schlag rühren; einige Augenblicke nach 
dem Erwachen war er bei sich, und fühlte, 
dafs es eine Täuschung sey, denn das Schla- 
gen im Kopfe war nicht mehr da; als er's 
aber versuchte, im Schlummer selbst abzu- 
warten, was ihm geschehen werde, zogen sich 
seine Beine und Kniee herauf nach dem 
Oberkörper und der Rücken krümmte sich — 
beides unwillkührlich — , und er fühlte, dafs, 
wenn er länger mit dem Erwachen gewartet 
hätte, er in Ohnmacht gefallen seyn würde. 

Abends, nach dem Einschlafen, im Bette, er- 
wacht er, in mehren Anfällen, mit einer Em- 
pfindung wie Blutdrang nach dem Kopfe, 
mit Sträuben der Haare, einer von Schau- 
der begleiteten Aengstlichkeit und einem Ge- 
fühle über den Körper, als ob man ihn mit 
einer Hand striche und wie Ameisen -Laufen 
in der Haut, bei jeder Bewegung im Bette 
— dabei das Gehör so empfindhch und über- 
mäfsig scharf, dafs das geringste Getön im 
Ohre wiederhallte. 

Abends, im Schlafe, Gehörtäuschung; er wähnte 
Jemand gehen zu hören, der an sein Belt 
träte; dies erweckte ihn mit Aengstlichkeit. 

Nachts, fuhr er vor Geräusch zusammen, mit 
Schauder im Bücken. 



64 Carho vegetabüis. Holzkohle. 

Viel zusammenhängendes Sprechen im Traume, 
worüber er aufwacht, sich des Geträumten 
erinnernd. 
875. Sehr traumvolle Nächte, (n. i^ St.) [Gff.] 

Nachts, lebhafte, aber unerinnerliche Träume. 
[Gff.] 

Sehr viele Träume, (d. erste Nacht.) [C] 

Viele, lebhafte, beunruhigende Träume, (d. 2te 
Nacht.) [C] 

Nachts, ein sehr lebhafter, geiler Traum (d. 2te 
Nacht.) 
880. Schreckhafte Träume. 

Äeufserst ängstliche Träume. [Gff.] 

Unruhiger Schlaf, ängstliche Träume und Nachts, 
ein Druck unter dem Magen. 

Unruhiger Schlaf, öfteres Erwachen und früh im 
Bette, Kopfweh, mit Brennen hie und da 
am Körper. [Gff.] 

Schlaflos, wegen Unruhe im Körper. 
885. Unruhiger Schlaf, öfteres Erwachen, (d. erste 
Nacht.) [C] 

Unruhiger Schlaf unter vielen Träumen, bis nach 
drei Uhr, wo er mit heftig klemmendem und 
wehenartigem Leibweh erwachte, welches be- 
sonders auf das Kreuz und auch etwas auf die 
Blase drückte, unter Kollern im Bauche. [Gff.] 

Sehr unruhiger, mit beängstigenden Träumen 
erfüllter Schlaf, bis 1 Uhr. [Gff.] 

Unruhiger Schlaf, ohne Erquickung; früh war 
er in Ausdünstung. 

Längerer Schlaf; beim Erwachen, Jucken am 
After, durch Kratzen vermehrt; nach dem 
Kratzen, Brennen (n. 32 St.) [C.] 

890. 



Carho i'egetabUis. Holzkohle. 65 

890. Fieberhafte Kälte, i^Lends; er spürt keine Ofen- 

warme, (n. 48 St.) 
i\engslllchkeit, in Gestalt eines Fiebers ; die 

Hände werden kalt und sie zittert dabei. 
Abends, grofse Angst und Hitz- Empfindung, ob 

sie gleich über und über kalt anzufühlen war, 
(Schwacher, matter Puls.) 
Puls, häufiger, (n. 2 St.) [C]. 
895. Oefteres Frösteln; vorzüglich die Nächte, Frö- 
steln und Kälte. 
Abends, Müdigkeit und Fieberschauder und, noch 

vor Schlafengehn, fliegende Hitze, (nach 10 

Tagen.) 
Frösteln und Hitze, gegen Abend, (n. 12 Tagen.) 
Abends, allgemeine brennende Hitze, unter gro- 

fser Müdigkeit und Phantasiren des Nachts. 

(n. 24 St.) [C] 
Den ganzen Tag, viel Hitze, aber dabei stets 

kalte Füfse. 
900. Nachts, Hitze im Bette. 

Sie konnte die Nacht nicht schlafen, wegen Hitze 

im Blute. 
Sehr zum Schweifse geneigt. [C] 
Vermehrter Schweifs, früh beim Erwachen, (d. 

3ten Tag.) [G] 
Warmer Frühschweifs, (n. 29 St.) [G.] 
905. Sauer riechender Schweifs, (n. 8 Tagen.) 

Häufiger, starker Schweifs im Gesicht, [G.] *) 
Verstimmt, (nach Tische.) [Ad.] 
Gleichgültig, untheilnehmend. [Ad.] 



*) Bei einem zweijährigen Knaben. [C] 
IV. 5 



66 Carbo pegetabiUs, Holzkohle. 

Musik, die er liebt, spricht ihn den ganzen Tag 
nicht an. [Ad.] 
910. Aengstlich, wie beklommen, mehre Tage. 

Sehr beklommen und voll. 

Abends, Unruhe. 

Abends, mehre Stunden lang steigende Angst, 
mit vieler Hitze im Gesichte. 

Geist träge, unaufgelegt zum Denken, (n. JO 
St.) [C] 
915. Bei Abspannung des Geistes, erhöhte Reizbar- 
keit und Yerstimmtheit. (n. 10 St.) [C] 

Grolse Reizbarkeit. 

üeberreizthcit, als wäre sie übereilt, oder in 
Geschäften übertrieben worden. 

Reizbarkeit, Empfmdlichkeit. [Ad.] 

Mifslaunig, leicht empfindlich, (n. 4| St.) [Gff.] 
920. Aergerlich, ungeduldig und desperat, dafs er 
sich erschicfsen möchte. 

Aergerlich heftig, Vormittags, (d. 15. Tag.) 

Aergerlich reizbare Stimmung, mit Eingenom- 
menheit des Kopfs. [Gff.] 

Reizbares, heftiges Gemüth. 

Aergerhch reizbar den ganzen Tag. (d. 3. Tag.) 
925. Sehr ärgerlich, reizbar und zum Zorne geneigt. 

ünwillkührlich zornige Aufwallungen, (n. 36 St.) 

Empfindliche, weinerliche Gemüthsstimmung. 

Empfindliche, leicht gereizte Stimmung, welche 
aber auch, bei Veranlassung, in läppische 
Lustigkeit auszuarten pflegt, welche, beim 
Lachen, Abspannung, besonders der Mus- 
keln des Arms und der Hände mit sich 
führt. [Gff.] 

üebermäfsig heiter, doch leicht verstimmbar. [Ad.] 



Carbo i'egetabilis, Holzkohle. 67 

930. Freiheit des Geistes, Leichtigkeit und allgemei- 
nes Wohlbefinden*), (n. 4. St.) (Heilwir- 
kung.) [C] 



*) Nach grofser Wüstheit des ganzen Kopfes, Tvie 
beim Schnupfen , leichten Kopfschmerzen , allgemeiner 
Schwere der Glieder und des Körpers. [C] 



5* 



68 



Carbo animalis, Thier-Kohle. 

(Um die Thierkolile zu bereiten, legt man ein Stück dik- 
kes Rindsleder zwischen glühende Kohlen, läfst es so 
weit verbrennen, bis das letzte Fiämmchen eben vol- 
lends verschwunden ist, und bringt dann das glühende 
Stück schnell zwischen zwei steinerne Platten, damit 
es sogleich verlösche, sonst glimmt es an freier Luft 
fort und zerstört seine Kohle gröfstentheils. ) 



k5o viele Aehnlichkeit anch die Thierkohle mit der 
Holzkohle in ihrer Wirkung auf das menschliche 
Befinden zeigen mag, so finden sich doch auch so 
viele Abweichungen von den Aeufserungen der letz- 
tern bei ihr, und so viele besondre Symptome, dafs 
ich, was ich davon beobachten konnte, hier beizufü- 
gen, für nützlich hielt. 

Einige Symptome wurden von einem russischen 
Arzte, Herrn D. Adams, betrachtet, welche mit der 
Chiffer [Ad.] bezeichnet sind. 

Die Thierkohle wird, wie die übrigen antipsori- 
schen Arzneien in decillionfacher, potenzirter Ver- 
dünnung bereitet und 2, 3 feine, damit befeuchtete 
Streukügelchen werden zur Gabe gereicht. Kampher 
erwies sich als Antidot und Minderungs- Mittel ihrer 
allzuheftigen Wirkung bei allzu empfindlichen Per- 
sonen. 



Carbo animalis. Thieikohle. 69 

Schwindel; es wird ihr schwarz vor den Au- 
gen. 
Beim "Wiederaufrichten nach Bücken, Schwin- 
del mit Uehelkeit. 
Schwindel: gegen Abend (7 Uhr), wenn sie den 
Kopf aufrichtete, so ging Alles mit ihr im 
Kreise herum; sie mufste immer gehuckt si- 
tzen, und wenn sie aufstand, taumelte sie hin 
und her; es war ihr wie düster im Kopfe 
und als wenn sich alle Gegenstände beweg- 
ten; im Liegen spürte sie auch die ganze 
INacht hindurch nichts — blofs früh wieder, 
beim Aufstehn. 

Empfindung im Kopfe, wie wenn man aus gro- 
fscr Kälte in das Zimmer kommt und gleich 
vor den heifsen Ofen tritt — ein Gefühl, 
als hätte man etwas Beschwerendes in der 
Stirne, oder, wie man sagt, ein Bret vor 
dem Kopfe. 
5. Früh, beim Erwachen, Kopfschmerz, wie nach 
einem Weinrausche. 

Schwere des Kopfes. [Ad.] 

Der Kopf, besonders das Hinterhaupt (und 
die linke Schläfe) ist schwer und einge- 
nommen. [Ad.] 

Andrang des Blutes nach dem Kopfe, bei Kopf- 
Eingenommenheit. 

Drückendes Kopfweh im Hiuterhaupte. [Ad.] 
10. Drückender Schmerz auf einer Stelle am Hin- 
terkopfe. 

Kopfschmerz: Drücken in beiden Schläfen. 

An dem untern Theile der Schläfe, ein knei- 
pender Schmerz. [Ad.] 



70 Carbo animalis. Thierkohle. 

Bolirender Sclimerz im Schläfenbeine bis in's 

Jochbein. [Ad.] 
Bohrend ziehende Schmerzen am Kopfe und 
Risse dabei; wenn's kühl am Kopfe wird, 
wird es schlimmer, besonders nach dem 
Ohre zu. (n. 7 Tagen.) 
15. Stechen im Kopfe, besonders in der Schläfe. 
Arges Reifsen in den änfsern Kopftheilen. 
Reifsen auf der rechten Kopfseite. 
Die linke Seite des Kopfs ist schmerzhaft, wie 

unterschworen. 
Alles, was er auf dem Kopfe hatte, drückte ihn; 
auch das Halstuch beschwerte ihn. (n. J8 
Tagen.) 
20. Nachts, Schmerz am Kopfe und Halse, als wenn 
beide eingeschlafen und verrenkt wären. 
Ausfallen der Haare, (n. 12 Tagen.) 
Gefühl, als wenn etwas in der Stirne, über den 
Augen, läge, dafs sie nicht aufwärts sehen 
könne, (n. 6 St.) 
Von oben nach unten drückend stechender 
Schmerz über dem linken Auge, dem Au- 
genlide und der obern Hälfte des Augapfels. 
[Ad.] _ 
(Stechen in den Augen.) 
25. Drücken in den Augen, Abends, bei Lichte. 
Drücken im innern Augenwinkel, (n. 72 St.) 
Abends werden die Augen vom Lichte belei- 
digt. 
Schwäche in den Augen. 

Im äufsern Augenwinkel, schründend brennen- 
der Schmerz. 
30. Unangenehme Empfindung im linken Auge, als 



Carbo animalis, Thierkohle. 71 

wäre etwas hinein geflogen, was ihn am Se- 
hen hindert; er mufste immer wisehen; da- 
bei ist die Pupille äufserst erweitert mit gro- 
fser Langsichtigkeit — er konnte nichts nahe 
Gehaltenes deutlich erkennen. 

Kupfer -Ausschlag im Gesichte (s. Rust's Ma- 
gaz. f. d. gesammte Heilk. B. XXII. H. I. 
S. 198.) *). 

Gesichtshlüthen in Menge ^ ohne Empfin- 
dung. 

Ausschlag auf den Backen, wie rothe Flecke. 

Oft fliegende Hitze in den Backen mit Röthe. 
35. Nachmittags, Gesicht- und Kopf-Hitze. 

(Schmerzhaftigkeit der Haut an den Backen, 
um den Mund und am Kinne [nach Rasi- 
ren].) fAd.] 

Klamm -Schmerz im Innern des linken Ohres, 
[Ad.] 

Ohrenklamm bis hinunter nach dem Schlünde, 
hnks, wovon das Schlingen erschwert ward. 

Ziehen im Ohre. 
40. Nachts, beständiges Ohrklingen. 

Hinter dem rechten Ohre, eine Art Beinhaut- 
Geschwulst, worin es alle Abende, von 5 
Uhr an, sticht. 

Anschwellungen in den Ohr -Drüsen, [s. Rust's 
Magaz. a. a. O.] 

Nasenbluten (früh, im Sitzen). 



*) Der Verf. bereitete seine Thierkohle etwas anders. 
Er nahm irgend eine, von Fett gereinigte Fleischsorte, 
setzte eni Drittel an Gewichte Knochen dazu und röstete 
die Mischung in einer gewöhnlichen Kaffeetrommel. 



72 Carba animalis, Thierkohle. 

Nase und IMancl, geschwollen. 
45. Blasen an der Unterlippe. 
Aufgesprungene Lippen. 
Steifheit an der linken Hals -Seite. 
Die Drüsen im Halse sind angeschwollen. 
Das Zahnfleisch ist roth und geschwollen und 

ist sehr schmerzhaft. 
50. Schmerz im untern Zahnfleische und Locker- 
heit der untern Zähne. 
Lockerheit der Zähne und Reifsen darin, am 

heftigsten Abends im Bette. 
Grofse Lockerheit der Zähne, dafs sie 

die weichsten Speisen ohne Schmerz nicht 

kauen kann. (n. 12 Tagen.) 
Die obern und untern Zähne wackeln und sind 

zu lang. 
Der hohle Zahn ist dumpf empfindlich, und als 

wäre er hervorragend; er schmerzt beim Bei- 

fsen und stärker noch Abends im Bette, mit 

vielem Speichel im Munde. 
55. In den Zähnen zieht's hin und her, auch in 

den vordem. 
Ziehn in den Zähnen, mit fliegender Hitze im 

Gesichte. 
Bläschen auf der Zunge, welche wie verbrannt 

schmerzen. 
Blasen im Munde, welche Brennen verursachen. 

(n. 21 Tagen.) 
(Brenn -Empfindung im Halse.) 
60. Ein Drücken im Halse und Trockenheit auf 

der Zunge. 
Drücken im Halse, blofs beim Schlingen. 
Inneres Drücken im Schlünde bis in den Magen. 



Carlo animalis. Thierkoliie, 73 

Ucbler Mundgeruch. 

Bittergeschmack, alle Morgen. 
65. Zuweilen Bitterkeit im Munde. 

Bitterlich fauler Geschmack im Munde. 

Bitter saurer Geschmack im Munde. 

Saurer Geschmack im Munde, (n. 5 Tagen.) 

(Der Appetit vergeht schnell beim Essen.) 
70. Beim Anfange des Essens, innerlicher Frost. 

Nach wenigem Essen, bei gutem Appetite, bald 
Yollheit des Magens. [Ad.] 

Nach Essen, Drücken im Magen. 

Nach Essen, Engbrüstigkeit. 

Bald nach Essen, Angst und Unruhe im Bük- 
ken, ohne Schmerz. 
75. Nach dem Essen, Herzklopfen. 

Aufstofsen nach dem Geschmacke der lange 
vorher genossenen Speise. 

Mehrmaliges Aufstofsen. [Ad.] 

Gegen Abend wird es ihm rabblicht im ünter- 
leibe, mit aufsteigender Hitze, (n. 10 Ta- 
gen.) 

Nach vielem Gehen entsteht, wenn er zum Si- 
tzen kommt, üebelkeit. 
80. Drücken im Magen, auch nüchtern. 

Arges Drücken im Magen, Abends, nach dem 
Niederlegen, im Bette; sie mufste, um sich 
zu erleicbtern, mit der Hand auf die Magen- 
Gegend drücken, (n. 16 St.) 

Beim tief Athmen, ein schneller, kurzer Druck- 
Schmerz in der Herzgrube. [Ad.] 

In der Herzgrube, Schmerz, wie nach heftigem 
Hasten (wie zerschlagen), (n. 6 Tagen.) 

Gluckern im Magen. [Ad.] 



74 Carbo animaUs. Thierkohle. 

85. Hörbares Kollern im Magen, früh beim 
Erwachen. [Ad.] 

Druck in der Leber, selbst beim Liegen. 

Ein arg drückender Leberschmerz , fast wie 
Schneiden; die Gegend that auch äufserllch, 
beim Betasten weh, wie wund. 

Es liegt ihm schwer im Unterleibe, wie ein 
Klump, auch nüchtern — mehre Tage. 

Schmerzhaftes Spannen im ünterleibe , mit 
Schmerz unter den Ribben, beim Befühlen, 
als wenn darin etwas Böses und die Stellen 
wie unterköthig wären, (n. 18 Tagen.) 
90. Starkes Leibauftreiben. 

Der Dnterleib ist immer sehr aufgebläht. 

Er ist sehr mit Blähungen geplagt. 

Beim Gehen, Brennen im Unterleibe. 

Leibschneiden, Vormittags. 
95. Leibweh, als wenn Durchfall ausbrechen wollte. 
[Ad.] 

Hörbares Kollern im Bauche und dem 
Magen, (sogleich.) [Ad.] 

Hörbares Knurren und Kollern in den dicken 
Gedärmen, welches dann bis unter den Ma- 
gen stieg und wieder herabging. [Ad.] 

Nach Trinken (warmer Milch), Kollern und 
Knurren im rechten Unterbauche, bald oben, 
bald unten, mit vergebhcher Neigung zu Blä- 
hung-Abgang. [Ad.] 

(Gähren in den Gedärmen.) 
100. Der Bruch tritt heraus und ist schmerzhaft beim 
Gehen, Bewegen und Anfühlen. 

Knurren im Mastdarme. [Ad.] 



Carbo animalis. Thierkohle. 75 

Häufiger Abgang stinkender Blähungen (beim 
Spazieren, nach dem Abendessen). [Ad.] 

Oft Pressen auf den Mastdarm; es kommen 
aber nur Blähungen, und dann kehrt das 
Pressen gleich wieder zurück. 

Oefterer, aber vergeblicher Drang im unteren 
Theile des Mastdarms zum Stuhlgange. [Ad.] 
105. Nach 24 Stunden, nur wenig Stuhl, hart und 
stückig. 

Vor dem Stuhlgange, ein Ziehn vom After durch 
die Scham, (n. 2*2 Tagen.) 

Beim Stuhlgange, Reifsen von der Scham inner- 
lich im Leibe herauf, (n. 22 Tagen.) 

(Beim Abgange des Stuhls, nadelstichige Schmer- 
zen im After.) [Ad.] 
Nach dem zweiten Stuhlgänge an demselben Tage, 
eine grofse Schwäche und Schmerz in den 
Gedärmen, als würden sie zusammen ge- 
schraubt. 
110. Schmerzliches Zusammenziehn des Afters, (n. 
27 Tagen.) 

Nach erfolgtem Stuhlgange, drängte es sie auf 
den Urin (welcher sehr stark roch), darauf 
ward sie ganz matt und zeitig schläfrig, nach 
dem Niederlegen aber konnte sie nicht schla- 
fen; sie zuckte gleich wieder auf, und nacli 
dem Aufwachen hatte sie Klingen in den 
Ohren, als sollte sie ohnmächtig werden; 
darauf Schüttelfrost, 

Aus dem Mastdarme dringt eine klebrige, ge- 
ruchlose Feuchtigkeit. 
Eine klebrige, geruchlose Feuchtigkeit schwitzt 



76 Carba animaUs> Thierkohle. 

hinter dem Hodensacke, vom Mlttelflelsche 
in Menge aqs. 

(Er reitet sich leicht am Gesäfse durch; es ent- 
stehen grofse Blasen.) 
115. Am After entsteht ein Blutschwär, (n. 16 Ta- 
gen.) 

Starke Anschwellung der After -Blutknoten, wel- 
che beim Gehen brennend schmerzen. 

Reifsen quer über das Schambein und dann 
durch die Scham bis zum After, (n. 14 Ta- 
gen.) 

Drücken auf die Blase, Nachts. 

Plötzlicher Andrang zur Harn -Entleerung. [Ad.] 
1!20. Der Abgang des Urins wird weit stärker. 

Früh, nach dem Erwachen, sehr starker Harn- 
abgang, (n. 13 Tagen.) 

Bei leichtem Druck geht der Urin fast wider 
seinen YV'illen ab. (n. 16 Tagen.) 

Nächtlicher Samen -Ergufs — nach sehr langer 
^ Zeit zum ersten Male — mit wohllüstigen 

Träumen, ohne Ruthen -Steifigkeit, und nach 
dem Erwachen, ein krampfhafter Schmerz 
längs der Harnröhre, vorzüghch an ihrem 
hintern Theile. [Ad.] 

Weifsflufs. (n. 14 Tagen.) 
125. Scheideflufs, welcher die Wasche gelb färbt, 
(n. 21 Tagen.) 

Fliefsschnupfen. (n. 10 Tagen.) 
Stockschnupfen, er kann keine Luft durch die 

Nase holen. , 

Ueber der Nase, Gefühl, wie beim Anfange ei- 



Carbo onünalis, Thierkohle. 77 

nes Schnnpfens, nach dem Essen; Abends 
nahm diese Empfindung zu. [Ad.] 

In der Luftröhre, Schmerz, wie nach vielem 
Husten. 
130. Frilh, Trockenheit des Halses und davon Hu- 
sten; sobald Schleim ausgeworfen ist, ist der 
Husten weg. 

Husten mit Auswurf. 

(Husten, welcher den Athem versetzt, als wenn 
der Athem ausbleiben wollte.) 

Abends, Kotzhusten, besonders im Bette. 

Früh, Beängstigung auf der Brust. 
135. Nach dem Essen, Engbrüstigkeit. 

Beim Sitzen und Schreiben bekommt sie Ste- 
chen unter der rechten Brust, dafs sie dabei 
nicht still sitzen kann; nach dem Aufstehn 
vergeht's. 

Abends, im Bette, stundenweise ein Röcheln 
und Piepen auf der Brust. 

Schmerzhafte Knoten in den Brüsten. [Rust s 
Magazin, a. a. O.] 

Empfindung von Kälte in der Brust, (n. 7 Ta- 
gen.) 
140. Abends, Herzklopfen ohne Aeiigstlichkeit. (nach 
24 Tagen.) 

Am Steifsbein, Schmerz, und bei Berührung der 
Stelle entsteht ein brennender Schmerz. 

Im Kreuzbeine, ein starker Stich. 

Beim tief Athmen, Stechen über dem Kreuze. 

Unten im Rücken, Schmerz, 
145. Spannung im Nacken. 

Steifheit im Genicke. . 



78 Carba animalis. Thierkohle. 

Beide Acliselhölilen geben sehr viel Feuchtigkeit 
von sich. (n. 22 Tagen.) 

Starkes Jucken in der rechten Achselgrube. 

(Ein Wühlen in dem Arm herab, als wenn's in 
den Knochen arbeitete; wenn sie sich aaf 
diesen Arm legt, empfindet sie weniger.) 
150. Ziehender Schmerz in den Armen and Händen. 

Das Hand -Gelenk ist wie verrenkt. 

Schmerz in den Hand - Gelenken, wie Stram- 
men, bei Bewegung derselben. 

Täglich, Eingeschlafenheit der Hand. 

Die linke Hand ist früh, im Bette, taub, was 
nach dem Aufstehn vergeht. 
155. Eingeschlafenheit erst der Finger, dann auch 
der ganzen Hand. 

Rcifsen in den Händen, (n. 10 Tagen.) 

Die mittlem Finger - Gelenke schmerzen beim 
Biegen. 

Im hintern Gelenke des Mittelfingers, ein Stram- 
men, bei Bewegung. 

Jucken an der Fingerwarze. 
160. (in den Muskeln des Oberschenkels, Ziehen 
und Reifsen.) 

Beim Spazierengehn, einige empfindliche Stiche 
in der linken Kniekehle. [Ad.] 

Nachts zog es ihr unschmerzhaft in dem linken 
Unterschenkel herauf. 

Ruckweises Ziehn am Schienbeine. [Ad.] 

Schmerzhaftes Spannen in den Waden, beim 
Gehen. 
165. Mehre Tage, früh, Wadenklamm. 

Umknicken des einen Fafses beim Gehen, wie 
von Gelenk -Schwäche. 



Carbo animaUs. Thierkohie. 79 

Früh, stlchliches Knebeln, wie von Eingesclila- 
fenheit, in den Füfsen. 

Entzündimgs- Geschwulst an dem Fufse, welcher 
an der einen Zehe aufbricht. 

Früh ist der Ballen der grofsen Zehe geschwol- 
len; es ist viel Hitze darin und er schmerzt, 
als wäre er erfroren gewesen, und wie ge- 
schwürig. 
170. Starkes Jucken der ehemals erfrornen Zehen, 
(n. 24 Tagen.) 

Klamm sehr oft in den Zehen, am Tage; beim 
Gehen auf unebnem Wege ist's, als wenn 
sie amknickten. 

Alle Glieder sind ihr wie taub, besonders auch 
der Kopf. 

Drückende Schmerzen in den Gelenken und 
den Muskeln. 

Jucken verbreitet sich über den ganzen Körper, 
vorzüglich Abends im Bette. 
175. (Nachts, viel Schmerzen in den Gelenken.) (n. 
ÜO St.) 

Nachts, sehr lebhafte Träame. [Ad.] 

Lebhafte Träume über wissenschaftliche Gegen- 
stände ; Anstrengung des Denkvermögens 
im Traume; er machte literarische Ausarbei- 
tungen in Gedanken, und sprach laut. [Ad.] 

Schlaf voll lebhafter Schwärmerei. 

Schlaf sehr unruhig, unter öfterm Aufwachen. 
180. Sehr unruhige Nacht; schon um 1^ Uhr war 
der Schlaf vorüber, wegen innerer Unruhe. 

Schlaf sehr unruhig; er war sehr aufgeregt und 
konnte vor 2 Uhr nicht einschlafen. 

Er kann sich früh kaum erwärmen. 



80 Carbo animaüs. Thierkohle. 

Von früh 9 ühr bis NacLmittags 3 Uhr, sehr 
kalte Füfse. 

Abends, kalte Hancle und kalte Füfse. 
185. Abends, sehr kalte Füfse, als sie ins Bett 
kam. (n. JO St.) 

Abends, im Bette, frostig; dann Schweifs im 
Schlafe. 

Nachts, Hitze und Feuchtigkeit der Haut. (n. 
18 Tagen.) 

Starker Nachtschweifs, (n. 6 Tagen.) 

Anfangs, untheilnehmend — später, erhöhete Ge- 
müths- Reizbarkeit für leidenschaftliche Ein- 
drücke. [Ad.] 
J90. Uebelnehmig. [Ad.] 

Ausnehmend lustig. [Ad.] 



Cau- 



81 



Causticiim^ Aetzstoff. 

JUie Kalkerde, im Zustande des Marmors, verdankt 
ihre ünlösbarkeit im ^^asser und ihre milde Be- 
schaffenheit einer mit ihr verbundenen Saure von 
der niedrigsten Ordnung, die der Marmor im Glühe- 
Feuer als Gas entweichen läfst und indefs (aufser 
gebundenem Hitzstoffe) eine andre Substanz in seine 
Zusammensetzung, als gebrannter Kalk, aufgenom- 
men hat, welche, ungekannt von der Chemie, ihm 
seine ätzende Beschaffenheit ertheilt, so wie seine 
Auflösbarkeit in Wasser zu Kalkwasser. Diese Sub- 
stanz, obgleich selbst nicht Säure, verleiht ihm die 
kaustische Kraft, und läfst sich durch Zusatz einer 
flüssigen (feuerbeständigen) Säure, die sich mit der 
Erde durch nähere Verwandtschaft verbindet, in der 
Destillation abscheiden, als wässeriges Causticum. 

Man nimmt ein Stück frisch gebrannten Kalk 
von etwa zwei Pfunden, taucht dieses Stück in ein 
Gefäfs voll destillirten Wassers, eine Minute lang, 
legt es dann in einen trocknen Napf, wo es bald, 
unter Entwickehing vieler Hitze und dem eignen Ge- 
rüche, Kalk-Dunst genannt, in Pulver zerfällt. Von 
diesem feinen Pulver nimmt man zwei Unzen, mischt 
damit in der (erwärmten) porcellänenen Reibeschale 
eine Auflösung von zwei Unzen bis zum Glühen er- 
hitztem und geschmolzenem, dann, wieder erkühlt, 
IV. 6 



82 Causiicum. Aetzstoff. 

gepulvertem, doppelsanrem schwefelsaurem Kali (bi- 
sulphas kalicus) in zwei ünaen siedend heifsem Was- 
ser, trägt diefs dickliche Magma in einen kleinen glä- 
sernen Kolben, klebt mit nasser Blase den Helm auf, 
und an die Röhre des letztern die halb in Wasser 
liegende Vorlage, und destillirt unter allmäliger An- 
näherung eines Kohlenfeuers von unten, das ist, bei 
gehörig starker Hitze, alle Flüssigkeit bis zur Trok- 
kenheit ab. Dieses etwas über anderthalb Unzen 
betragende Destillat, von W^asser- Helle, enthält in 
konzentrirter Gestalt jene erwähnte Substanz, das 
Causticum, riecht wie Aetz-Kali-Lauge und schmeckt 
auf der Zunge schrumpfend und ungemein brennend 
im Halse, gefriert bei tiefern Kälte-Graden als W^as- 
ser und befördert sehr die Fäulnifs hinein gelegter 
thierischer Substanzen; auf Zusatz von salzsaurem 
Baryt läfst es keine Spur Schwefelsäure, und auf 
Zusatz von Oxal-Ammonium, keine Spur von Kalk- 
erde wahrnehmen. 

Von diesem Destillate thut man einen Tropfen 
in ein, mit 99 oder 100 Tropfen Weingeist bis zu 
zwei Dritteln angefülltes Gläschen, potenzirt die Mi- 
schung durch zwei Schüttel- Schläge, und fährt so 
fort, durch noch 29 ähnliche, andre Gläschen mit 
Weingeist, die Verdünnung und jedesmalige Poten- 
zirung mit zwei Schüttel-Schlägen bis zur decillionfa- 
chen Kraft-Entwickelung {causticum x) zu bringen. 

Ein, höchstens zwei feinste Streukügelchen mit 
letzterer Flüssigkeit befeuchtet, ist die Gabe dieses 
mächtigen Antipsorikums, deren Wirkungs- Dauer 
oft weit über 50 Tage reicht. 

Im zweiten Bande der reinen Arzneimittellehre 
findet sich ein (unreineres) Präparat von Causticum, 



Causticum, Aetzstoff. 83 

anter dem Namen Aetzstoff- Tinktnr, aber die Prü- 
fung desselben auf seine eigfenthümlicben Verände- 
rungen des menscblicben Befindens war noch sebr 
unvollkommen. Nachdem ich aber dessen antipso- 
rische Tugenden erkannt batte, ward dessen Prü- 
fung vervollständigt in folgendem Verzeichnisse, und 
so die homöopathische Wahl dieses grofsen Anti- 
psorikums für den angemessenen Fall müglicb ge- 
macht, welche bei geringerer Zahl seiner Symptome, 
ebne nachtbeilige Fehlgriffe, oft unmöglicb war. 

Als Antidot seiner allzu stürmischen Wirkung 
bei sehr erregbaren Kranken dient das ein- bis zwei- 
malige Riechen an versüistem Salpetergeist, vermuth- 
lich auch, an Tinktur des roben Kaffees. Hat majn 
den Kranken in der Nähe, so ist, statt des Einneb- 
mens, das Riechen an ein, mit der decillionfachen 
Kraft- Entwickelungs- Flüssigkeit befeuchtetes, Senf- 
samen grofses Streukügelchen, auf 15, 20, 24 Tage 
W^irkungsdauer, vorzuziehn, weil man dann zeitiger 
ein zweites, nächst passendes Antipsorikum geben 
kann. 

Das Causticum läfst sich nach Zwiscbengebrau- 
cbe andrer, antipsorischer Arzneien, mit Vortbeil 
wiederholen, wo es wieder homöopathisch angezeigt 
war. 

Am bülfreichsten erwies es sieb, wo unter an- 
dern folgende Krankbeits- Zeichen von Psora zuge- 
gen waren: dumpfes, düstres, Kopf einnehmendes 
Drücken im Gehirne; Stiche in den Schläfen; stram- 
mendes Stechen im Oberkopfe; Stechen am Kopfe; 
Flimmern vor den Augen; vor den Augen schwe- 
bende dunkle Gewebe; anfangender schwarzer 
Staar; Augen-Verschwären, Brummen und Sum- 

6* 



84 Causticum. A^tzstoff. 

sen im Kopfe und vor den Ohren; Ausschlage auf 
der Nasen-Spitze; alte Warzen an der Nase oder 
in den Augenbrauen; schmerzhafte, aus ihren Höh- 
len getriebene Zähne; langwierige Eiterung einer 
Stelle des Zahnfleisches; Zahnfistel; Schleim -Be- 
schwerden im Schlünde und hinter dem Gaumen; 
Schleim-Auswurf durch Rachsen und Kotzen; kropf- 
ähnliche Halsdrüsen - Geschwulst ; ohnmachtartige 
Wabblichkeit; Drücken und Greifen im Magen; 
krampfartige Magenschmerzen; Drücken im 
Magen nach Brod- Essen; Drücken im Oberbauche; 
dicker Bauch bei Kindern; aufgetriebener Unterleib; 
Blähungs-Versetzung mit hartem Stuhlgange; lang- 
wierige Leib-Verstopfung; Schneiden im Mastdarme 
beim Stuhlgange; Urin -Drang mit Durst; unwill- 
kürliches Harnen bei Tag und Nacht; un- 
willkürlicher Harn-Abgang bei Husten, Nie- 
fsen, Gehen; viele Pollutionen; Mangel an Erek- 
tionen; zögernde Monatszeit; Scheide -Flufs; Ver- 
stopfung beider Nasenlöcher; kurzer Husten; 
Stiche am Herzen; schmerzhafte Rücken -Steife, 
besonders beim Aufstehn vom Sitze; Ziehn und Rei- 
fsen in den Schulterblättern; Ziehn in den Armen; 
pressender Schmerz über dem Ellbogen; Vollseyns- 
Emplindung in der Hand beim Zugreifen; Stechen 
vom Finger bis zum Ellbogen, kalte Füfse; Ge- 
schwulst der Füfse; Unsicherheit des Gehens 
eines Kindes und leichtes Fallen desselben; Herz- 
klopfen; Unruhe im Körper; Bangigkeit; Melancho- 
lie; kummervolle Gedanken die Nacht und am Tage, 
Weinen. 

Die Namen derer, welche Beiträge zu diesen 
Symptomen lieferten, sind durch folgende Chiffern 



Causticwn. Aelzsloff. 85 

ausgedrückt: Becher [Br.], Franz [Fz.], Hart- 
mann [Htn.], Herrmann [Hrn.], Hornburg [Hg.], 
Langhanimer [Lr,], Rummel [Rl.], Stapf [Stf.], 



Schwindel im Stehen. 

Schwindel vorwärts und seitwärts. 

Bei angestrengtem Sehen auf einen Punkt, 
Schwindel. 

Schwindel heim Sehen in die Höhe (nach ei- 
nem Thurme) so heftig, dafs er umfällt — 
später Schwindel und Hinfallen, ohne Ver- 
anlassung. [Rl.] 
5. Schwindel, der sich in freier Luft mindert. [Stf.] 

Ein augenblicklicher Schwindel im Sitzen, als 
wollte er wanken, (n. 3^ St.) [Stf.] 

Schwindel, früh, beim Aufstehn aus dem Bette; 
sie mufste sich wieder hinlegen. 

Schwindel, wie von geistigen Getränken, (n. 34^ 
St.) [Hg.] 

"Wie trunken, schwindlicht; zerstreute Gedan- 
ken. 
10. Es ist ihm immer so, als könnte er fallen, und 
doch ist er nicht schwindlicht. 

Schwere des Kopfs und herumdrehender Schwin- 
del im Stehen und Sitzen. 

Schwäche im Kopfe mit Schwindel. 

Umnebelter Geist, (n. 4 Tagen.) 

Kopf- Eingenommenheit von früh an, den gan- 
zen Tag, wie in einer dampfigen Stube ent 
steht, worin Wäsche gewaschen und ge- 
trocknet wird — ■ beim Bücken verschlim- 
mert; durch Gehen im Freien verlor sie 



86 Causticurn. Aetzstoff. 

sicli nicht, wohl aber bei der Rückkehr in 
die Stube. 
15. Er spricht oft Worte verkehrt aus und ver- 
wec'hselt die Buchstaben und Sylben, z. B. 
Schnaufender Lupfen, statt: laufender Schnu- 
pfen, (mehre Tage lang.) [Bl] 
Heifser, eingenommener Kopf. (n. 7 Tagen.) 
Gedanken -Schwäche 5 langsame Ideen -Folge. 

[Fz.] 
Schwäche des Gedächtnisses. 
Zerstreutheit, Gedankenlosigkeit. [Fz.] 
20. Er ist unaufmerksam und zerstreut. 
Unaufmerksamkeit, Zerstreutheit. [Fz.] 
ünaufgelegtheit zum Aufmerken. [Fz.] 
Eine augenblickliche Abwesenheit der Gedan- 
ken, wo es schien, als dachte er worüber 
nach, ohne jedoch zu denken, (n. ^ St.) 

"Wenn er etwas verrichtete, war es ihm immer, 
als hätte er noch etwas Wichtigeres zu thun, 
tind wufste doch nicht, was? er dachte dar- 
über nach, und dachte doch nichts; eine Art 
Gedankenlosigkeit, (n. |- St.) [Fz.] 
25. Im Kopfe wie betäubt und trunken, (n. 24 St.) 

Düseligkeit im Kopfe. [Stf.] 

Beim Sitzen und Lesen: ein betäubender Schmerz 
äufserlich an der Stirne, der sich beim Gehen 
und Stehen nicht verlor, (n. 1^ St.) [Lr.] 

Eine augenblickliche (spannende), schmerzhafte 
Eingenommenheit des Kopfes — ein leises, 
klopfendes Kopfweh, was nach dem Essen 
verging. [Stf.] 

Früh, damisch im Kopfe und schnupfig. 



Causiicurn. Aetz Stoff. 87 

30. Er wachte früh etwas düsehg und mit schmerz- 
hafter Eingenommenheit des Kopfs auf. [Stf.] 

Kopfweh, als stemme sich etwas zwischen dem 
Stirnbeine und dem vordem Gehirne, oder 
als wenn die Stelle hinter dem Stirnheine 
hohl wäre. [Fz.] 

Zuweilen ein Drücken tief im Kopfe, mit Kopf- 
Schwere. 

Drü ckender Schmerz im (rechten) Stirn- 
hügel. 

Kopfschmerz in den Schläfen, ein Herauspres- 
sen, Tag und Nacht, mit üehelkeit zum Er- 
brechen, (n. 9 Tagen.) 
35. Drückender Schmerz im rechten Seltenbeine 
und in beiden Schläfen. 

Drückender Schmerz in der rechten Kopf-Seite, 
bis ins Ange. 

Drückender Kopfschmerz in der rechten Schläfe. 

Drückendes Kopfweh am obern Rande des 
Schläfebeins, (n. 1 St.) [Fz.] 

Zusammendrückender Kopfschmerz. [Hg.] 
40. Ueber der rechten Augenhöhle, ein langsamer 
Druck. [Hg.] 

In freier Luft, ein drückend zusammenziehender 
Kopfschmerz in der Stirne, welcher immer 
heftiger wird, je stärker er geht und, als er 
sich tief bückt, plötzlich verschwindet. [Fz.] 

In der freien Luft, drückendes ZIehn In der 
rechten Hinterhaupt- Seite und den Nacken- 
muskeln, was sich bei starkem Gehn ver- 
mehrt. [Fz.] 

Ein schmerzHch ziehendes Drücken, vorne in 
der Stirne. [Htn,] 



Causticum. Aetzstofl'. 

Ein schnell vorüber gehender Druck, wie von 

einem drauf fallenden, scharfen Steine, im 

W^irbel, in der Gegend der Kranznath. [Hg.] 

45. In der linken Seite der Stirne, ein scharfes 

Drücken. [Fz.] 

Er erwacht früh mit einem stichartigen Kopf- 
schmerze, welcher fast den ganzen Tag an- 
hält. 
Wenn er beim Bücken die Arme stark bewegt, 
so entsteht sogleich ein drückend schneiden- 
der Kopfschmerz oben auf dem Stirnbeine. 
[Fz.] 

Aus dem Genicke in den Kopf heran stram- 
mender Schmerz, (n. 24 St.) 

Beim Bücken, Gefühl im Kopfe, als wollte Al- 
les vorne heraus. [Stf.] 
50. Beim Gehen im Freien, Empfindung, als wenn 
das Gehirn los wäre und durch das Gehen 
erschüttert würde. 

Kopfschmerz, Ziehn und Spannen zwischen den 
Augen, (n. 47 Tagen.) 

Spannung in der rechten Schläfe und dem Auge, 
welches wie gelahmt war. 

Spannen auf der linken Kopfseite. 

AmKopfe sparrt die Haut, und spannt» 
55. Ziehender Schmerz im Hinterhaupte. [Bl.] 

Oefters ein Ziehn auf der linken Seite des Ober- 
kopfs. 

Heftig ziehender Schmerz in der Schlafe, allmä- 
Hg bis zur höchsten Höhe steigend und dann 
auf einmal verschwindend, (n. 24 St.) [BL] 

Geschwulst der linken Kopf- Seite, mit Beifsen 
darin, besonders in der Stirne und der lin- 



Causiicum, Aetzstoff. 89 

ken Schläfe; der Sclimerz fing Abends an 

und nahm immer zu. (d. 10. Tag.) 
Reifsen im Kopfe, durch Bewegung oder Rulie 

weder vermehrt noch vermindert (mehre Tage 

anhallend, mehr oder weniger). 
60. Ein gleichförmiger Schmerz im Oberkopfe, als 

wäre das Gehirn zerrissen oder zertrümmert. 

(n. 3 St.) 
Ein reifsend stechender Kopfschmerz, der in der 

Stlrne anfängt und sich nach der rechten 

Seite durch den ganzen Kopf zieht. [Htn.] 
Einige Stiche auf der rechten Seite des Kopfs 

heran, eine halbe Stunde lang. 
Umherziehende langsame Stiche in der linken 

Seite des Vorderhaupts über dem Auge. 
Von dem untern Theile der Stirne an bis an 

den Oberkopfj ein Strammendes Stechen, (n. 

10 Tagen.) 
65. Stumpfe Stiche im linken Schläfebeine, die sich 

jedesmal in einen Kreis verbreiten, wo sich 

der Schmerz vermindert und verliert, (nach 

9 Tagen.) 
Stechen in den Schläfen. 
Heftige Stiche im Hinterkopfe, eine halbe Stunde 

lang. (n. ^ St.) 
Klopfender Schmerz, ein sehr schmerzhaftes Po- 
chen in den Hirnarterien. 
Klopfen im Scheitel mit Stichen untermischt, in 

Anfällen, 
70. Arges Pochen in der Stirne, drei Tage lang, 

mehr Nachmittags (mit Strammen im Ge 

nicke), (n. 12 Tagen.) 



90 Causticum. Aetzstoff. 

Drückender Kopfschmerz in der rechten Schläfe^ 
pochend hei Bewegung. 

Drückend pochender Schmerz in der Stirne, wie 
mit einer stumpfen Spitze. [Hg.] 

Brausen des Bluts im Kopfe, Abends, (nach 9 
Tagen.) 

Kopfschmerz über den Augenhöhlen, eine Art 
dumpfes Schlagen der Arterien im Kopfe. [Fz.] 
75. Zuckender Schmerz in der rechten Stirn- und 
Kopf- Seite. [Bl.] 

Ein zuckend kneipender Schmerz durch den 
Kopf. [Bl.] 

Nach der Bückkehr aus der freien Luft in die 
Stube, ein brennender Kopfschmerz in der 
Stirne, als wenn das Gehirn vorne entzün- 
det wäre. [Fz.] 

Nachts, inneres Kopfweh, als wäre ein Ge- 
schwür darin, (n. 30 Tagen.) 

Im Sitzen, ein jählinger Schmerz am Hinter- 
haupte, als wäre da in den Muskeln etwas 
verrückt worden. [Fz.] 
80. Am Hinterhaupt- Beine, Empfindung, als wären 
diese Theile taub, boll oder abgestorben, 
(n. ^ St.) [Fz.] 

Eine kriechende Empfindung auf dem Scheitel, 
(n. St,) 

(Bewegung der Kopfhaut nach der Stirne hin.) 
(n. 13 Tagen.) 

Ausfallen der Kopf- Haare. [Bl.] 

Stechendes Jucken an verschiedenen Theilen 
des Kopfs, am rechten und linken Seiten- 
heine, an der Stirne, am rechten Backen, 



Causticum, AetzstofT. 91 

hinter dem linken Jochbogen nach dem Ohre 
zu und oben am Schläfenbeine. [Fz.] 
85. Das P\eiben des Haarkopfs ist schmerzhaft. 

Ein unwillkürliches Nicken mit dem Kopfe (wäh- 
rend des Schreibens), gleich als drückte ihn 
jemand nieder. [Fz.] 

Sichtbares Zucken der linken Augenbraue 
und des linken Augenlides. 

Fippern in der linken Augenbraue, (n. 2 Ta- 
^ gen.) 

Ziehen im Bogen der rechten Augenbraue. 
90. Zwischen den Augenbrauen über der Nase, eine 
Ausschlags - Blüthe. 

Jucken über den Augen. 

Jucken vorzüglich an den Augenlidern. [Fz.] 

Jucken wie Flohstich im innern, linken Augen- 
winkel, welches ihn zum Reiben zwingt. [Fz.] 

Jucken am untern Augenlide, und an der in- 
nern Fläche desselben; sobald er aber das 
Auge berührt oder bewegt, so erfolgt Bren- 
nen. 
95. YV^ohllüstiges Jucken am rechten Augenwinkel, 
das zum Reiben nöthigt, eine Stunde lang, 
(n. 8 St.) [Lr.] 

Drücken in den Augen, als wenn Sand 
darin wäre. 

Inneres Drücken im Auge, oder wie eine Aus- 
dehnung desselben. [Fz.] 

Drücken und Reifsen in den Augen. 

Drückender Schmerz im Auge, der sich 
bei Berührung vermehrt. 
100. Ein Druckschmerz aus der Stirne in die Augen. 



92 Caustlcum, Aetzstoff. 

In den Augenhöhlen und hinter den Augen, 

ein Drücken, (n. ^ St.) [Fz.] | 

In den Augen Schmerz, als würden sie einge- 
drückt und wollten heraus. 

Im linken Auge, eine drückende Empfindung, 
als würde es aus seiner Höhlung herausge- 
drückt. [Fz.] 

Ausdehnender Schmerz im rechten Augapfel. 

105. Drücken im obem Augenlide, als wenn ein Ger- 
stenkorn entstehn wollte. 

Drücken, wie von Geschwulst des obern Augen- 
lides, gleich als bekäme es ein Gerstenkorn. 
CFz.]_ , , _ 

Drücken im rechten Auge, wie von geschwolle- 
nen Augenlidern, welche auch wirklich roth 
sind, so wie das Auge wässerig ist. [Fz.] 

Druckartiger Schmerz über dem rechten Auge, 
als sollte das obere Augenlid herunter ge- 
drückt werden, (n. | St.) [Htn.] 

Das obere Augenlid deuchtet ihm schwerer, 
gleich als wenn er es nicht gut aufheben 
könnte, oder als ob es an das untere Lid 
angeklebt wäre und er es nicht los kriegen 
könnte. 
110. Hang zum Schliefsen der Augen; sie fielen ihm 
unwillkürlich zu. 

Das Oeffnen der Augen ist erschwert; 
es ist, als wären die Lider geschwollen, am 
meisten früh. 

Empfindung, als wären die Augenlider geschwol- 
len, früh am meisten. (Hrn.) 

Matt in den Augen, 



Causlicurn. Aetzstofl. D«^ 

Es ist, als wenn die Angen ans Mattigkeit zu- 
fallen wollten. 
115. Trockenheits - Gefühl der Augen, mit Druck 
darin. [Stf.] 

Früh sind die Augen erst trocken und steif, 
dann mit \Yasser angefüllt. [Stf.] 

Die Augen thränen selbst in der Stube, 
am meisten aber im Freien. 

Ungewöhnliches Thränen der Augen in der 
Stube, ohne Röthe derselben. [Br.] 

Er ist den ganzen Tag lichtscheu und mufs 
mit den Augen blinzeln. 
120. Schründender Schmerz am linken Augenlide, 
früh. (n. 4 Tagen.) [RL] 

Beifsen im Augenlide. [Bl.] 

Ein Beifsen in den Augen, wie Salz. [Stf.] 

Die Augenlider sind geröthet, die Augen deuch 
ten ihm so schwer, und sie schmerzen drük- 
kend und beifsend. 

Früh 5 nach dem Erwachen , eine juckende 
Schmerzhaftigkeit im innern Winkel des 
rechten Auges, als wäre es etwas wund, 
oder wie von hinein gerathenem Salze, hef- 
tig zum Reiben nöthigend und doch durch 
Reiben sehr vermehrt, so dafs Wasser her- 
vorquillt, ohne Röthe des Auges. [Stf.] 
125. Hitze in den Augen. 

Brennen in den Augen, ohne Röthe. 

Brennen des linken Augenhdes. (n. 3 Tagen.) 
[RL] 

Am Rande der Augenlider, ein brennender 
Schmerz, wie von Verbrennen mit Schiefs- 
pulver. [Hg.] 



94 Causticum. Aetzstoff. 

Entzündung <iler Augen, mit brennendem und 
drückendem Schmerze, (n. 4 Tagen.) 
130. Angenbutter in und an den Augenwinkeln. [Lr.] 

Die Augen sind entzündet; es drückt darin am 
Tao-e und früh sind sie zubeschwören. 

Scheint anfangllcb die Pupillen zu verengern 
und nach 10, 12 Stunden zu erweitern. [Stf.] 

Erweiterung der Pupillen. [Fz.] 

Langsichtigkeit, den ersten Tag; er kann nicht 
mehr ohne Brille lesen. 
135. Feuerfunken vor den Augen, auch am hellen 
Tage. 

Wenn er mit den Augen blinkt, sieht er Feuer- 
funken, auch am hellen Tage. 

Während des Llegens, selbst bei offenen Au- 
gen, steigen kleine runde Gestalten vor sei- 
nem Gesichte empor. [Fz.] 

Oft vor den Augen, vorzüglich wenn er ins 
Helle sieht, als würde er von einem zu star- 
ken Lichte geblendet und könnte dann gar 
nichts sehen, (n. 2 St.) [Fz.] 

Trübheit vor den Augen. [Rh] 
140. Es ist ihm, als wäre ein dünnes Häutchen über 
die Augen gezogen, oder wie Nebel vor den 
Augen; durch Wischen und Reiben vermehrt 
sich diese Trübsichtigkeit. [Hrn.] 

Es ward ihm schwarz vor den Augen, ^ Stunde 
lang. (n. 5 Tagen.) 

Oft Verdunkelung der Augen, als wären sie 
mit einer feinen Haut überzogen. 

Früh, beim Schnauben, Verdunkelung der Au- 
gen, als zöge sich eine Haut vor die Innern 
Augenwinkel, bis zur Hälfte der Pupille. 



Causticum. Aetz Stoff. 95 

Beim Schnauben^ Verdunkelung des Auges, auf 
einen Augenblick. 
145. Beim Lesen werden einige Buchstaben unsicht- 
bar. [Rl.] 

Flirren vor den Augen , wie Insekten-Schwarm. 

Die Augen werden zuweilen verdüstert, wie von 
Flohr. 

Flimmern vor den Augen, wie Flohr davor. 

Verdunkelung der Augen, als wenn ein 
Flohr vorgezogen wäre (im Stehen). 

150. Es kam ihm wie vom Kopfe herab ins linke 
Auge; es ward wie halb verdunkelt, und das 
Licht sah aus, wie viele Licht-Punkte in ei- 
nem schwarzen Kreise, (n. VI St.) 

Sehr krankes Ansehn des Gesichts, (n. 7 Ta- 
gen.) 

Sehr gelbe Gesichtsfarbe, (n. 21 Tagen.) 

Mifsfarbe des Gesichts,« gelblich um die Schlä- 
fen, blafsbläuliche Lippen. 

Blutdrang nach dem Gesichte, mit Hitze, Rö- 
the und fressendem Jucken , worauf eine 
Menge kleiner, rother Blüthchen entstehn. 
[Stf.] 
155. Rothe Blüthen an der linken Stirnseite, der lin- 
ken Schläfe, auf der Nase und auf der Mitte 
des Kinnes, mit Eiter gefüllt, beim Berüh- 
ren, stechenden Schmerzes; beim Abheilen 
bedecken sie sich mit Schorf. 

Feiner Ausschlag im Gesichte, mehr zu fühlen, 
als zu sehen. [Rh] 

Ausschlag im Gesichte. 

Starkes Jucken im Gesichte, 



96 Causticum. Aetzstoif. 

/ JHcken am Kopfe, an der Nase und am Kinn, 
(n. 48 St.) 
160. Aasschlag brennender Bläschen im Ge- 
sichte, die beim Berühren ein fressendes 
W^asser von sich geben, was zu Grindchen 
trocknet. [Stf.] 

Backen-Geschwulst, klopfenden Schmerzes. 

Schmerzhaftes Pochen und Zucken in den Bak- 
kenmuskeln, doch wenig sichtbar, (n. S.Ta- 
gen.) 

Kurzer, heftig ziehender Schmerz im rechten 
Backen, drauf im rechten Ohre, (n, '1 Ta- 
gen.) [Rl.] 

A m linken Backen, arg juckende Ausschlag s- 
Blüthen. 
J65. Beifsen und Stechen im Backen. 

Stechen am Unterkiefer -Backen. 

Oben an den Backen, vor den Ohren, erapiind- 
lieh brennender Schmerz, als wenn ein Aus- 
schlag da entstehen wollte. [Fz.] 

Jucken am Ohrläppchen, wie von einer kleinen 
Flechte, (n. 5 Tagen.) [Pil] 

Eine Beule hinter den Ohren. 
170. Hinter dem linken Ohre, ein bald bohrender, 

~ bald pulsartig pochender Schmerz, (d. 4. Tag.) 

Spannen hinter dem Ohre. [Hg.] 

Drückender Schmerz am Warzen -Fortsatze. 

Spitzige, absetzende Stiche am rechten Warzen- 
Fortsalze. 

Stechen, wie bohrende Messerstiche, hinter dem 
Ohre äufserlich, oft mit jählingem Schweifse 
über und über, zu 8 Minuten lang, täglich 
mehre Male. (n. 7 Tagen.) 

175. 



Causticurn. Aetzstoff. 97 

175. Das äufsere Ohr Ist geschwollen, mit zusammen- 
ziehendem Schmerze. 

Stechen und Brenn -Schmerz am äufsern Ohr- 
Rande, Abends im Bette vorzilghch. 

Beim Aufstofsen fährt Luft ins Ohr. [Pil.] 

Vorne an, im rechten Ohrgange, ein stechendes 
Jucken. [Fz.] 

Jucken im hnken Ohre. (n. 3 Tagen.) [Rh] 
180. Ahends, Schmerz im rechten Ohrgange, (nach 
48 St.) 

Beim Reinigen des Ohres schmerzt der Ohr- 
gang wie wund und geschwürig. [Rh] 

Empfindung, wie von Herausdrängen im Ohre, 
[Rl.] 

Schmerzen in den Ohren, als drängte sich da 
Alles heraus und als sollten sie aufplatzen, 
wie ein Reifsen mit Jucken gemischt. 

Das innere Ohr eitert und läuft aus, mit ühelm 
Gerüche. 
185. Im rechten Ohre, ruckweise, einige schnelle 
Stiche. [Stf.] 

Abends, beim Niederlegen ist's ihm wie beengt 
im linken Ohre und der ganzen linken Kopf- 
seite; er kann auf dieser Seite nicht einschla- 
fen; beim Angreifen war es, als ob das 
Fleisch abgeprellt wäre, durch stärkeres Drük- 
ken aber ward's erleichtert. 

Das rechte Ohr ist wie verstopft. 

Ohrzwang; der Ohrgang ist geschwollen und es 
kommt blutige Feuchtigkeit heraus. 

Reifsend stechender Schmerz im Ohre, mit Sau- 
sen, wie Sturmwind. 
IV. 7 



98 Causticurn. Aetzsloff. 

190. Reifsen im Trommelfelle, bei spannender Dü- 
sterheit im Kopfe. 

Ohren- Geräusch: ein helles Sinken, wie Heim- 
chen in der Ferne; dann Klopfen im Ohre 
— dann wieder Singen, (n. 8 St.) [Stf.] 

Donnernde Tone im rechten Ohre. 

Sausen vor den Ohren, (n. 5 Tagen.) 

Sausen vor den Ohren, wie von einem Was- 
ser-Wehre, mit Schwerhörigkeit. 
195. Am Tage, oft Brausen vor den Ohren. 

Töne schallen im Ohre und er hört schwerer. 

Wiederhall in den Ohren, alle Morgen. 

Wiederhall in den Ohren von ihren W^orten 
und ihren Tritten, (n. 24 St.) 

Ziehn vom äufsern rechten Augenwinkel bis zum 
rechten Nasenflügel. 
200. Eine Ausschlags - Bliithe auf der Nasenwurzel. 

[Rl] 

Er schnaubet früh etwas Blutiges aus 
der Nase (n. 24 St.), mehre Morgen nach 
einander. 

Heftiges Nasenbluten aus dem linken Nasenlo- 
che. (n. 8 St.) [Lr.] 

Starkes Nasenbluten, (n. 7, 9 Tagen.) 

(Oefters, des Morgens, eine geschwollene Nase, 
was Abends wieder vergeht.) 
205. Ausschlags - Blüthen auf der Nasen- 
Spitze, (n. 5 Tagen.) 

Jucken in der Nase. 

Jucken an der Nasenspitze und den Na- 
senflügeln. [Fz.] 

Starkes Jucken an der Nase. (n. 4 St.) 



Causticurri' Aetzstoff. 99 

Ausfallen der Haare aus den Nasenlöchern, de- 
ren er sonst viele darin hatte. 
210. Schmerz des untern Theils der Nase, als sey 
sie von heftigem Schnupfen wund geworden. 

Innere Wundheit der Nase. 

Die Nasen - Scheidewand schmerzt bei Berüh- 
rung. [R-1.] 

Schmerz an der Lippe, als wäre sie wund. [Stf.] 

üeber der Oberlippe, ein rother Fleck, der wie 
aufgesprungen aussieht und Brenn- Schmerz 
verursacht, (n. 5 Tagen.) 
215. Neben der Oberlippe, einige Ausschlagsblüthen. 

Am Innern der Oberlippe, ein Geschwür bren- 
nenden Schmerzes. 

Krampfhafte Empfindung in den Lippen. 

Geschwulst der Unterlippe mit einer Ausschlags- 
blüthe, in welcher es kriebelt und sticht. 

Wundheit im linken Mundwinkel, (n. 7 Tagen.) 

[Ri.] 

220. Im linken Mundwinkel, eine Ausschlags -Blüthe 
kriebelnd stechenden Schmerzes. 
Im rechten Mundwinkel, Bläschen- Ausschlag, 

was ihn beim Essen sehr schmerzt. 
Jucken um den Mund herum. 
Ein mit rothem Hofe umgebnes Blüthcben am 
Kinne, links, unweit der Unterlippe, welches 
eiterte, (n. 27 St.) [Lr.] 
Im Kinne, rechter Seite, ein brennend schnei- 
dender Schmerz, als wenn ein Stück Glas 
heraus schnitte, (n. 3 St.) [Fz,] 
225. Reifsen unten am Kinne. [Fz.] 

Beifsen In der Mitte des Kinnes im Knochen. 

7* 



m 



100 . Causticum. Aetz Stoff. 

Unten am Kinne, ein spannend ziehender Schmerz. 

Steifheits - Schmerz in der rechten Hals- 
seite. [Kl.] 

Steifigkeit der rechten Seite des Halses, mit 
spannendem Schmerze. [Fz.] 
230. Drücken im HalsgrüLchen heim tief Athmen. 

In den Halsmuskeln ein Zerren und Spannen, 
auch in der Ruhe. [Hg.] 

Ein kneipender Schmerz an der rechten Hals- 
seite. [PiL] 

Ziehen erst vom rechten, dann vom linken Aste 
des Unterkiefers nach seinem Gelenke, und 
von da zurück, in der Richtung nach dem 
Mundwinkel der jedesmaligen Seite zu. 

Schmerzhaftlgkeit im linken Unterkiefer-Gelenke, 
(n. ^ St.) [Stf.] 
235» Er kann die Kinnhacken nicht ohne gro- 
fse Mühe von einander h ringen, noch 
den Mund gehörig aufsperren; es ist, 
als wäre es unter dem Unterkiefer, 
am Hai se, geschwollen oder gespannt. 

Ein hrlckelnd wühlender Schmerz in der Unter- 
Kinnlade. [Hg.] 

Gichtische Schmerzen in der Unter- 
Kinnla de. (n. ^ St.) 

Brenn -Schmerz im Unterkiefer. 

Reifsen in den Wurzeln der Unterkiefer-Zähne, 
früh, alle 4 Minuten erneuert, f^r.] 
240. Zahnschmerz: Reifsen his in den Kopf und 
das linke Auo-e. 

In den untern Backzähnen, ein hrickelnd wühlen- 
der Schmerz his zum Ohre hin. (n. 1 St.) [Hg.] 



Causticum, AetzstofF. 101 

In einem nntern Backzahne, bohrender Schmerz 
bis in die Nase und bis ans Auge. 

Ziehender Zahnschmerz im zweiten, rechten 
Backzahne, der mehr an der äufsern Fläche 
des Zahns zu seyn schien; der ziehende 
Schmerz ging bis in die Schläfe hinauf. [Fz.] 

Ziehen in den Zähnen, (n. 26 St.) 
245. Heftig ziehender Zahnschmerz mit Jucken in 
den Zahnlücken. [Hh] 

Dumpf ziehender Schmerz im Zahnfleische des 
Unterkiefers, so für sich. [Fz.] 

Zahnschmerz aus Reifsen, Stechen und Pres- 
sen zusammen gesetzt, Tag und Nacht, mit 
rother Geschwulst des Backens (wie Ge- 
sichtsrose) und Zahnfleisch -Geschwulst, ein 
Knäutel, der in Eiterung übergeht, 7 Tage 
lang. 

Stechender Zahnschmerz, (n. 16 Tagen.) 

Wenn eraufbeifst, sticht's im Zahne, (n. 12 St.) 
250. Stumpfe Stiche in den obern Backzähnen auf- 
wärts. 

Stumpfe Stiche in den untern Backzähnen un- 
terwärts. 

Ein starker Ruck in den Zähnen, (fast sogleich.) 

Klopfender Zahnschmerz, mit schmerzhaf- 
tem Zahnfleische, so dafs er nicht drauf 
kauen konnte. 

(Beim Essen und Trinken kommt ein brennen- 
der Schmerz in die hohlen Zähne.) 
255. Arger Zahnschmerz, wie Wundheit, früh; dann 
Klopfen drin; das Zahnfleisch bkitete dann 
und der Zahnschmerz verschwand, (n. 23 
Tagen.) 



102 Causticum. Aetzstoff. 

ZalinscLmcrz, wie geschvvürig, Nachts; auch am 
Tage, wenn sie den Mund bewegt. 

Dumpfes Drücken, wie von aufsen an den W^ur- 
zeln der beiden vordem, obern Backzähne, 
linker Seile, (n. ^ St.) [Fz.] 

Zahnschmerz der rechten obern und untern^ 
Backzähne. [Fz.] 

Zahnschmerz mit vielem Speichel -Spucken, (n. 
24 St.) 
260. Das vordere und hintere Zahnfleisch ist ge- 
schwollen und schmerzhaft. 

Schmerzhaft empfindliches Zahnfleisch , ohne 
Zahnschmerz. 

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Zähne, bei 
Berührung. 

Früh sind die Zahne und das Zahnfleisch sehr 
empfindlich. 

W^enn sie den Mund öffnet, fährt's schmerz- 
haft in die Zähne. 
265. Wackelnde Schneidezähne. [Bl.] 

Lockerheit einiger Zähne. 

Schmerzhafte Lockerheit der Schnei- 
dezähne. 

Geschwulst des Zahnfleisches. 

Zahnfleisch -Geschwulst, mit Schärfe in der 
Scham beim Harnen, (n. 16 Tagen.) 
270. Geschwulst am Innern Backen; beim, Kauen 
beifst er sich drein. [BK] 

Trockne Zunge und Durst, (n. 10 St.) 

Schmerz an der linken Zungen-Seite, als hätte 
er sich drauf gebissen., (n. 5 Tagen.) [BL] 

Am vordem Gaumen, eine Stelle, die, mit der 



Causticurn. Aetzstoff. 103 

Zunge berührt, geschwürig schmerzt, (n. 4- 
St.) [Gz.] 
w Eine wund schmerzende Stelle oben am 
Gaumen, (n. 16 St.) 
275. Es entstehen Bläschen am Zungen-Rande. [Stf.] 

Eine schmerzhafte Blase an der Zunge. 

Eine schmerzhafte Blase an der Zungen -Spi- 
tze. 

Auf der Zungen-Spitze und dem Zimgen-Rande 
schmerzt's ihn wie verbrannt. [Stf.] 

Brennendes, kratziges Gefühl auf der Zungen- 
Spitze und im Halse — auf der Zungen- 
Spitze so, als wenn man sich mit etwas 
brennend Heifsem im Munde verbrannt hätte, 
mit vielem Speichel -Zuflüsse, bei Lätschig- 
keit im Munde, den ganzen Tag, was von 
Essen nicht verging, (n. -1: St.) [Stf.] 
280. Vormittags, W'^abblichkeit mit Zusanmienflufs 
wässerigen Speichels im Munde, (d. 2. Tag.) 

Viel Speichel -Zuflufs. [Stf.] 

Erst Kratzen auf der Zunge, dann Rauhheit im 
Munde, wie mit einer Haut belegt. [Stf.] 

Soo^brennenj dabei kratzig und krallig im Halse, 
[RL] 

(Yom Gerüche) brennendes, kratziges Gefühl 
im Munde. [Stf.] 
285, Kratzig im Rachen, besonders Abends und beim 
Schlingen fühlbar. 

Trockenheit im Halse beim Schlingen fühlbar 
und drauf ein Kratzen im Halse hinunter. 

Früh, Trockenheit im Halse, (n. 4 Tagen.) 

Trockenheit des Halses, ohne Durst. 



104 Causticurn, Aetzstoff. 

Den ganzen Vormittag, starke Trockenheit im 
Munde, ohne Durst. 
290. Trockenheit im Munde und an den Lippen, 
doch ohne Durst, (n. 6 Tagen.) 

Mund -Geschmack schlierig und schmierig, (n. 
4 Tagen.) 

Im Munde ist es wie fettig. 

Ein schnell im Halse aufsteigendes und sich 
über den Gaumen verbreitendes Kälte -Ge 
fühl, mit häufigem Speichel -Zuflüsse, (n. 2 
St.) [Stf.] 

Schleim -Rahksen. 
295. Wundheits- Gefühl hinter dem Gaumen. 

Drücken hinter dem Gaumen und am Kehldck- 
kel. 

Halsweh, wie ein Knäutel darin, mit Stich- 
Schmerz. 

Ein brennend stechender Wundheits -Schnerz, 
im Schlünde und am Zäpfchen, beim Schlin- 
gen vermehrt. 

Halsweh, wie wund. 
300. Hals- und Kehl -Weh: der Hals ist gaiz rauh 
und heiser und wund schmerzend sowohl 
für sich, als auch beim Sprechen und Schlin- 
gen. 

Halsweh, wie geschwollen und rauh. (n. 2 Ta- 

gen-) / . 

Kratziger und kralliger Halsschmerz; beim leer 

Schlucken ists, als müsse er über einen 

Knoil hinwegschlucken. [RL] 

Halsweh, wie inwendig zerrissen — nicht bei?n 

Schlingen , sondern bei Anstrengung des 

Kopfs, und beim Heben und Tragen. 



Causticum. Aetzstoff. 105 

Im Schlünde (gleich als wäre es unter dem 
Brustbeine) ein stumpfes Drücken, wie nach 
Verschlucken eines allzu grofsen Bissens. 
[Fz.] _ 
305. Früh, beim Erwachen, ein würgendes Drücken 
im Schlünde, wie vom Verschlingen nicht 
klein gekauter Brodrinde. 

Eine Art Halsweh ; der Schlund ist wie zu enge 
und verschwollen. 

Sie mufs immer schlingen; es ist ihr, als wäre 
der Hals nicht mehr gehörig weit, und beim 
Schlucken fühlt sie Trockenheit im Halse. 

Hörbares Knarren tief im Halse. 

Mehre Morgen, viel Durst, 
310. Heftiger Durst, viele Tage lang. (n. 2 Ta- 
gen.) 

Wenig Appetit, aber viel Durst, vorzüglich nach 
dem Essen. 

Verminderter Geschmack an Speisen. 

Widerwille gegen Süfsigkeiten. 

Auf Fleisch-Genufs wird es ihm übel, wie zum 
Erbrechen; blofs Geräuchertes kann er zu 
sich nehmen. 
315. Eine Art Heifshunger. 

Sie hat keinen Hunger, und wenn sie etwas zu 
sich nimmt, ist's ihr schon wie satt und zu 
voll, mit der Empfindung, als wenn der Ma- 
gen nichts haben wollte und sie wohler wäre, 
wenn sie nicht gegessen hätte. 

Wenig Appetit; aber das Essen schmeckt gut. 

Anhaltende Empfindung von Sattheit und Ap- 
petitlosigkeit und eine Stunde drauf, Hunger 
mit Wohlgeschmack der Speisen. 



106 Causticurn. Aelzstoffi 

OLne weiteres Unwohlseyn, feblt der Appe- 
tit; sie hat wobl Hunger, aber das Essen 
schmeckt nicht, drei Tage lang. (n. 4 Ta- 
gen.) 
320. Sie hätte manchmal Appetit, aber es ist, als 
wagte sie es nicht, zu essen, ohne jedoch 
Ekel zu haben. 

Aufstofsen nach dem Gerüche der Speisen. 

Aufstofsen nach dem Genossenen, 5 Stunden 
nach der Mahlzeit. 

Leeres Aufstofsen, den ganzen Tag. 

Aufstofsen wie nach unverdaut geblie- 
bener Speise. 
325. Leeres, geschmackloses Aufstofsenblo- 
fser Luft. [Stf., Hg.] 

Sehr häufiges, meist leeres Aufstofsen. (n. 9 
Tagen.) 

Heftiges Aufstofsen mit herbem Geschmacke. 
(n. 14 Tagen) Vormittags. 

Versagendes Aufstofsen; es kommt ihr blofs 
bis in die Mitte des Halses, wo es stehen 
bleibt. 

Es ist ihr immer wie zum Aufstofsen, was aber 
doch nicht geht, aber allerlei Beschwerde 
macht. 
330, Würmerbeseigen, mehrmal Vormittags; das ans 
dem ^^agen aufsteigende Wasser schmeckt 
salzig, (n. \1 Tagen.) 

Eine Art Würmerbeseigen: Abends, beim Lie- 
gen kommt ihr ein kühles Wasser aus dem 
Magen hervor, was sie immer ausspucken 
mufs. 

üebelkeit. (sogleich.) 



CausHcurn. Aetzstoff. 107 

Uebelkeit mit Aengstlichkeit. 

Vor dem Mittags-Essen, Hunger mit üebelkeits- 
Gefühl. 
335. Eine halbe Stunde nach der Uebelkeit, Hunger, 
Nachmittags. 

Brecherlichkeit, Empfindung von Leerheit im 
Magen, säuerlich bitterlicher Geschmack im 
Munde. 

Alle Morgen, Uebelkeit. 

Den ganzen Nachmittag bis Abend, Uebelkeit 
und Brecherlichkeit. (n. 6 Tagen.) 

Saures Erbrechen und darauf oft noch saures 
Aufstofsen. (n. 30 St.) 
340. Ein Ekel -Gefühl im Halse. 

Sie bekommt beim Essen Uebelkeit. 

Nach dem mit Appetit genossenen Abendessen, 
Uebelkeit. 

Nach dem Essen ist's ihr, als wäre die Speise 
ihr im Halse stehen geblieben. 

Nach dem Essen bleibt der Geschmack der 
Speisen im Munde, (d. 3. Tag.) 
345. Empfindung wie von verdorbnem Ma- 
gen, bei Auftreibung des Unterleibes, (n. 
15 Tagen.) 

(Er ifst allzu hastig.) 

Während des Essens, ein schneidendes Knei- 
pen im Unterleibe, was nach Abgang einer 
Blähung gleich wieder verschwand, (n. 6^ 
Sf.) [Lr.] 

Nach Tische, Frostigkeit. 

Bald nach dem Essen, frösleh'g, mit Schneiden 
von der Herzgrube nach dem Unterleiue zu, 
mit Geschmacke von Essen im Munde und 



108 Causticum, Aetzstoff. 

Aufstofsen nach dem Geschmacke des Ge- 
nossenen, bei Kopf- Eingenommenheit und 
Durchfall; er mufste sich legen. 
350. Nach Tische, frostig, mit Gesichts -Hitze. 

Nach Tische, Frösteln. [Rl.] 

Nach Tische, viel Hitze im Gesichte und in 
den Augen, (n. 8 Tagen.) 

Nach Tische ist's ihm verschleimt im Halse. 

Nach dem Abend -Essen, Soodbrennen. 
355. Wärme und Röthe im Gesichte, nach dem 
Essen, (n. 4 St.) [Hg.] 

Bei übersättigtem Magen, Knurren im Bauche. 

Nach dem Mittags -Essen, öfters ein scharfes 
Drücken auf der Brust ohne Bezug auf Ein- 
oder Ausathmen, vorzüglich beim Gehen, (in 
den ersten 3 Wochen.) 

Nach dem Essen, wird der Unterleib stark auf- 
getrieben. 

Nach dem Mittags-Essen, gleich Noththun zum 
Stuhle, welcher unter Pressen abgeht, und 
hart ist, 
360. Nach dem Abend -Essen, Bänglichkeit und Zit- 
tern. 

Nach Essen und Trinken wird der Unterleib 
gleich voll mit Unruhe und Ziehen im Bau- 
che. 

Nach dem Essen, Stechen in der linken Seite 
der Brust. 

Nach dem Mittags -Essen, Jucken am After. 

Nach dem Frühstück, Magendrücken, (n. 5 Ta- 
gen.) 
365. Früh nüchtern, ein Druck auf dem Magen und 



Causticum, Aetzstoff. 109 

bald darauf eine zusammenziehencle Empfin- 
dung im ünterleibe. (n. 2 Tagen.) 

Drücken im Magen, früh nach dem Aufstehn 
aus dem Bette und hlofs im Sitzen. 

Drücken am Magenmunde, vermehrt durch An- 
drücken an eine Tisch-Kante, oder wenn 
er viel spricht, oder laut liest, oder auf dem 
Rücken liegt, oder wenn die Luft den Un- 
terleib berührt. 

Spann -Schmerz in der Herzgrube. 

Im Oberbauche, Spannen und Pressen. 
370. Drücken in der Herzgrube. [Fz.]] 

Arger Druck in der Herzgrube. 

Magenkrampf. 

Magenkrampf wie Drücken und Zusammenziehn, 
früh, beim Erwachen, nach einem schreck- 
haften Traume, mit üebelkeit und Wasser- 
Zusammenlaufen im Munde, (d. 21. Tag.) 

Beim tief Athmen, ein kneipendes Raffen in der 
Herzgrube. 
375. Ein Raffen in der Herzgrube. 

In der Herzgrube, ein taktmäfsiges, kältendes 
Drücken, wie mit einem Eiszapfen, (n. 1^ St.) 

_CHg.3 

Bei gesteigertem Magenschmerze schaudert's ihr. 

Magenschmerzen, die sich durch Niederlegen 
beruhigen. 

Stiche links der Herzgrube, die das Herz zusam- 
men zu ziehen scheinen. 
380. Ein anhaltendes, stichartiges Drücken in der 
Herzgrube, (n. 2^ St.) [Htn.] 

Früh, bald nach dem Aufstehn, heftige Magen- 



110 Causticmn. Aetzstoff. 

schmerzen, durch jede rasche Bewegung ver- 
mehrt; mit Hitze in der rechten Kopfseite; 
sie mufs sich legen, (n. 27 Tagen.) Der 
Schmerz deuchtet ihr bald im Magen, bald 
in der Brust zu seyn. 

Ein Druck im Magen und ünterleibe unter und 
über dem Nabel, mit nächtlichem, dreimali- 
gem Durchfalle und periodischem, Athem 
hemmendem Stechen im Bücken hindurch bis 
vor in die rechte Bauchseite, (n. 2 Tagen.) 

Drücken, Abends, im Bauche bis in den Schlund 
herauf, (n. 10 Tagen.) 

Im Ünterleibe, ein Drücken, viele Nachmittage 
nach einander, so stark, dafs sie ihre Haus- 
arbeit nicht verrichten konnte. 
385. Im Unterbauche, ein Drücken wie von einer Last, 
(n. 24 St.) 

Früh, beim Aufstehn, drückender Schmerz im 
Unterleibe und kurzer Athem. (n. 4 Tagen.) 

Links im Unterleibe, wie aufgeblasen, bis in den 
Schoofs. (n. 6 St.) 

Abends, gespannter Unterleib, (n. 10 St.) 

Spannen in der rechten Seite des Unterleibes. 
390. Auf dem Bücken liegend fühlt er spannend 
drückenden Schmerz in der Leber. 

Zuckendes Zusammenziehn im Bauche, Mittags, 
(n. 9 Tagen.) 

Beim Athemholen, Schmerz im Unterleibe, als 
wenn er mit einem Stricke zusammengezogen 
würde, (n. 8 Tagen.) 

Der Unterleib ist schmerzhaft angespannt; sie 
mufs die Kleider aufmachen, dabei im Un- 
terleibe Schmerzen, wie Krämpfe, 



Causticum. Aetzstoff. 111 

Der Banch aufgetrieben, innerlich mit drücken- 
der Empfindung, besonders beim tief Athem- 
holen. (n. 6 Tagen.) 
395. Voller, harter Unterleib, Abends. 

Viel Blähungs - Versetzung mit hartem Stuhl- 
gange, (die erste Woche.) 

Leerheits- Gefühl im ünterleibe, durch aufseres 
Aufdrücken erleichtert, (n. 20 Tagen.) 

Ein hörbares Knurren und Quarren im ünter- 
leibe , wie von Fröschen. 

Beim Sitzen, lautes Kollern im ünterleibe, wie 
von Leerheit, (n. 1 St.) [Lr.] 
400. Knacken und Knistern im ünterleibe, mit inne- 
rer Kälte -Empfindung. [Hg.]] 

Beim krumm Sitzen, ein Fippern oder Müskel- 
Zucken unten an der linken Bauch -Seite, 
(n. 4 St.) 

Früh, Leibweh. (sogleich.) 

Kneipendes Bauchweh, mit Gesichts -Blässe. 

Im ünterleibe, um die Magen -Gegend, ein hef- 
tiger (brennender) Schmerz , der ihn aus 
dem Schlafe weckt , doch überhin gehend. 
[Stf.] 
405, In der linken Seite des Unterleibes, ein heftiger 
Stich. [Stf.] 

Ein sehr schmerzhafter Rifs in der Leber, Abends, 
(d. 17. Tag.) 

Beim Liegen, auf der rechten Seite diGS Unter- 
leibes stumpf stechender Schmerz. [Rh] 

Ein Stich-Schmerz in der rechten Seite des Un- 
terleibes, unter den Ribben, Abends, (nach 6 
Tagen.) 

Heftige, scharfe, langsame Stiche auf der rech- 



112 Causticum. Aetzstoff. 

ten Seite, gerade unter der letzten wahren 
Pubbe. [Hrn.] 
410. Lange, fortwährende Stiche im Unterleibe, so 
dafs er nicht sitzen bleiben konnte. 

Stumpfe Stiche unter der letzten falschen Ribbe 
über dem Schaufelbeine. 

Scharfe Stiche in der linken Lende, an der letz- 
ten falschen Ribbe. 

Scharfe Stiche in der rechten Lende über dem 
Schaufelbeine, welche sich aufwärts nach den 
Ribben zu schlängeln, doch schnell vorüber 
gehn, wie ein elektrischer Funke. 

Scharfe Stiche über der linken Hüfte, an der 
letzten falschen Ribbe. 
415. Beim Einathmen, Leibschneiden und Blähungs- 
Abgang. [Fz.] 

Früh, Leibschneiden und darauf drei weiche 
Stühle, so auch den ganzen Tag Empfindung 
im Bauehe, wie beim Durchfall, (n. 8 Ta- 
gen.) 

In der Schambuge, schneidender Schmerz, bei 
Bewegung, vorzüglich beim Gehn. [Fz.] 

Es brechen Blähungen oberwärts und unterwärts 
hervor. 

Abgang häufiger, stinkender Blähungen, ohne 
Beschwerde und ohne etwas Blähendes ge- 
nossen zu haben, (n. 8 St.) [Stf.] 
420. Häufiger Blähungs- Abgang nach dem Frühstück. 

Nach geringer Mahlzeit, Blähungs - Anhäufung 
im ünterlelbe, wovon die Mastdarm -Knoten 
hervorgetrieben werden, welche sehr schmerz- 
ten und feuchteten, (n. 5 Tagen.) 

Leich- 



Causticum, Aetzstoff. 113 

Leichtes Verkälten des Bauchs; wenn die Luft 
den ünterleih berührt, bekommt er Magen- 
drücken und Durchfall. 

Leicht Durchfall von Yerkältung des Unterleibes, 

Aderknoten am After, die den Stuhlgang hin- 
dern, (n. 13 Tagen.) 
425. Grofse schmerzhafte Hämorrhoidal-Knoten. [RI.j 

Harte After-Aderknoten, äufserst schmerz- 
haft, stechend, brennend bei Berührung und 
beim Gehen, Stehen und Sitzen gleich stark, 
14 Tage lang — vom Stuhlgänge folgt Er- 
leichterung, (n. 19 Tagen.) 

Geschwollene After - Aderknoten, mit juckend 
stechender Empfindung und vielem Feuchten 
derselben. 

Am After, Nassen und Wundheits - Schmerz. 

Ein beifsender Schmerz im After, nach dem 
Stuhlgange. 
430. Gefühl, als säfse etwas Hartes im Mastdarme, 
wie ein Obstkern. (n. 3 Tagen.) [R.I.] 

Oft plötzlich, ein durchdringender, pressender 
Schmerz im Mastdarme. 

Druck im Mastdarme, den ganzen Tag. 

Drängen im Mastdarme, als säfse Koth da, wel- 
cher fort wollte. [Rl.] 

Jucken und Stechen im Mastdarme. 
435. Stich im After (vor der Mahlzeit). 

Ein knebelndes Jucken am After. 

Tag und Nacht, ungeheures Jucken am 
After, (n. 2 Tagen.) 

Arges Jucken im Mastdarme und in den Scham- 
theilen. (n. 16 Tagen.) 

rv. 8 



114 Causticum. Aetzstoff. 

Knebeln im Mastdärme, (n. einigen Stunden.) 
440. Giofser, schmerzhafter Abscefs nah am After, 
. viel Eiter und Blut ausleerend, bei hoher 
A n ge griffe nh ei t. [Rl.] 

Schmerz im Mittelfleische. 

Im Mittelfleischc, ein starkes Pulsiren. 

Leibverstopfung, (n. 24 St.) 

Beim Noththun zum Stuhle, ängstliche Besorg- 
nifs, dafs ihm etwas üebles begegnen könnte. 
445. Es drängt sie sehr oft, mit vielen Schmerzen, 
Aengstlichkeit und Rothe im Gesichle, zum 
Stuhle, doch stets vergeblich; sie kann nichts 
verrichten, (n. 4, 10, 30 Tagen.) 

Oefteres Nöthigen zum Stuhle, ohne dafs mehr 
als Blähungen abgehen, (n. 3 Tagen.) [Rl.] 

Der Stuhl geht besser im Stehen ab. 

Vor dem Stuhlgange, windender Schmerz im 
ünterleibe. [Rl.] 

Beim Stuhlgange, Stechen im Mastdarme, (d. 
5. Tag.) 
450. Nach dem Stuhlgange, Hitze im Gesichte und 
Neigung zum Schwitzen mit Beängsti- 
gung^ 

Nach dem Stuhlgange, Abends, starke Beäng- 
stigung auf der Brust, und sehr aufgetrie* 
bener Unterleib, (n. 4 Tagen.) 

Nach dem Stuhlgange, oft Uebelkeit. 

Nach dem Stuhlgange, zitterige Mattigkeit und 
Herzklopfen. 

Nach dem Stuhlgänge, beklommener Puls, Herz- 
klopfen und Brennen im After. 
455. Der Stuhl kam brockenweise; dann zog's den 
Mastdarm zusammen und der Stuhlgang kam 



Causticum. Aetzstoff. 115 

nun weich, aber ganz dünn geformt, wie eine 
Federspuhle. (n. 16 St.) 

Mit knoligem, schwierigem Stahle kommt hel- 
les Blut und Schleim, ohne dafs sich Ader- 
knoten zeigten, (n. 10 Tagen.) 

Stuhlgang mit weifsem Schleime, (n. 6 Tagen.) 

(Unter der Empfindung, als wolle hlofs eine 
Blähung abgehen, geht Koth ab.) 

Halb dünner Stuhlgang. [Hg.] 
460. Nächtlicher Durchfall. 

Flüssiger Stuhlgang. 

Schneiden in der Harnröhre. 

Schmerzen in der Blase; er kann keinen Harn 
lassen, und kommen ja ein paar Tropfen, 
so hat er heftige Schmerzen in den Harn- 
wegen; bei Leibverstopfung und Krämpfen 
im Mastdarme. 

Eine Schärfe bei und nach dem Urin- 
lassen; es frifst wie Salz in der Scham, 
(n. 11, 17 Tagen.) 
465. Brennen in der Harnröhre, beim Urini- 
ren, (n. 4, 48 St.) 

Gefühl in der Harnröhre, wie Brennen, (n. 3 
Tagen.) [Rl.] 

Nachts, plötzlich Brennen in der Harnröhre. 

Harn -Brennen nach einer Pollution. 

Zwickender Schmerz in der Harnröhre. 
470. Oefteres Harnen. 

Viel und öfteres Urinlassen, (n. 4, 5 Ta- 
gen.) [Rl.] 

Sehr häufiges Harnen wenigen Urins , ohne 
Schmerz oder Drängen. [Stf.] 

Oefteres Drängen zum Harnen, (n. 1 St.) 

8* 



116 Causticum. Aelz Stoff. 

Wenn sie gegangen ist, Drängen auf den Urin. 
475. Vergebliches Drängen zum Harnen, und kom- 
men ja einige Tropfen, so bekommt er hef- 
tigen Schmerz in der Blase, und (nach vie- 
lem Gehen, um es zu bessern) auch Kram- 
pfe im Mastdarme, (d. 21. Tag.) 

(Beim Husten und Schnauben geht Urin un- 
willkürlich von ihr.) 

Es treibt ihn Nachts oft zum Harnen, (n. 15 
Tagen.) 

Nachts, im Schlafe, entgeht ihr der Urin. (n. 
7 Tagen.) 

Urin oft dunkelbraun. 
480. Der Harn wird beim Stehen trübe und wolkig. 

Harn voll sehr dehnbaren Schleims. 

Erhüheter, sehr reger Geschlechts -Trieb, bei 
Unlust zu aller Arbeit. [RL] 

Erregung des Geschlechts -Triebs, (n. einigen 
St.) 

Oeftere kleine Erektionen früh, nach Beischlafe, 
(n. 24 St.) [Rl.] 
485. Wohllüstige Zuckungen des Gliedes bei hal- 
ber Steifigkeit. 

Es kommt zu keiner Ruth -Steifheit beim Bei- 
schlafe; er war impotent, (n. 27 Tagen.) 

Geschlechts-Trieb wenig rege, (n, 32 Tagen.) 

Pollution und darauf Harnbrennen. 

Bei Ausspritzung des Samens im Beischlafe 
geht Blut mit aus der Harnröhre, (n. 24 
Tagen.) 
490. Mehre Nächte nach einander, eine Pollution, 
auch im Nachmittags-Schlafe (bei einem Im- 
potenten), (n. 3 Tagen.) 



Causticum, A et z Stoff. 117 

Bei einem alten Manne, Öftere Pollatlonen. (n, 
7 Tagen.) 

(Der Hodensack scliwltzt und juckt.) 

Risse in den Hoden. 

Stiche im rechten Hoden, (n. 6 Tagen.) 
495. DrückenderSchmerz in den Hoden, Mit- 
tags. 

Im rechten Hoden, drückender Schmerz, wie 
gequetscht. 

Jucken an den Hoden und der Haut der Ru- 
the. [Fz.] 

Juckend schneidender Schmerz an der Scheide- 
wand des Hodensacks. [Fz.] 

Brennschmerz im männlichen Gh'ede. 
500* Grofse, rothe Flecke am männlichen Gliede. 

Blasen unter der Vorhaut, die zu eiternden Ge- 
schwüren werden. 

Am Innern der Vorhaut, juckende Schorfe. [Rh] 

Jucken am Bändchen der Eichel. [RL] 

Brennen in den weiblichen Geschlechtstheilen, 
[Stf.l 
505. Der Abgang des monatlichen Blutes ist übeln 
Geruchs, und erregt Jucken an der Scham, 
(n. 11 Tagen.) 

Verzögert die Regel um 10 Tage, dann fliefst 
sie aber vollständiger. 

Verspätigt die sonst richtig eintreffende Regel 
um 2, 3 Tage. (n. 11 Tagen.) 

Verspätigt die eben zu erwartende Monatzeit, 
(sogleich.) 

Beschleunigt den Eintritt der Regel um 11 
Tage, die sonst immer 2,3 Tage zu spat 
kam. (d. 24. Tag.) 



118 Ca ustlcurn. Aelz Stoff. 

510. Stnricerer Blut- Abgang beim Monatllcben. 

(Wenn die Regel schon beendigt ist, läfst sich 
gleichwohl noch viele Tage hinterdrein, von 
Zeit zu Zeit, etwas Blutabgang spüren.) 

Vor dem Monatlichen, wie melancholisch; es 
kam ihr Alles in schwarzen Farben vor. 

Beim Eintritt der Regel, Leibschneiden ohne 
Durchfall und Reifsen im Rücken und Kreuze, 
vorzüglich bei Bewegung. 

Am ersten Tage der Regel und gleich vorher, 
ein hin und her ziehender Schmerz im Un- 
terleibe. 
5i5. Während des Monathchen geht Nachts kein 
Blut ab. 

Während des Monatlichen, eine Art stechen- 
den Schmerzes unter der linken Brust. 

Bei der iiegel, ein Schmerz im Unterleibe, als 
wäre Alles entzwei, mit Kreuzschmerz wie 
zerschlagen, wobei das Blut in grofsen Stük- 
ken abgeht, 

W ährend des Monatlichen, Rücken- 
schmerz, 

Während des Monatlichen ist sie ganz gelb im 
Gesichte. 
520. Beim Monatlichen, Schwindel, als drehete sich 
Alles im ganzen Kopfe herum, beim Vor- 
bücken am schlimmsten, aber Nachmittags 
gemindert. [Stf.] 

Nächtlicher Abgang von Scheide -Flufs. (n. 5 
Tagen.) 

ungemein starker Scheide-Flufs; er schiefst von 
ihr wie das Monatliche, und riecht auch so. 
(n. 14 Tagen.) 



Causticmn, Aetzstoff. 119 

Jucken in der Nase, als käme ein Schnupfen. 

Früh - Niefsen. 
525. Niefsen und kurzer Schnupfen, (fast sogleich.) 

Häufiges Niefsen. 

Es treibt ihn zum Niefsen, und er konnte doch 
nicht — ein versagendes Niefsen. [Fz.] 

Gefühl in der Luftröhre, als wenn sie trocken 
wäre. 

Nach dem Essen ist ihm die Brust (Luftröhre) 
belegt. 
530. Heiserkeit. 

Starke Heiserkeit, besonders früh und Abends, 
mit Kratzen im Halse. 

Sie war viele Tage heisch, und konnte kein 
Wort laut sprechen. 

Die Stimme verstopft sich mehre Morgen, als 
sey ein Keil im Kehlkopfe, den er heraus- 
werfen sollte. 

Die Kehlmuskeln versagen ihre Dienste; er kann 
die Worte nicht laut hervorbringen, trotz al- 
ler Anstrengung. 
535,. lüchnupfen und Heiserkeit, dafs sie nicht laut 
sprechen konnte, (n. 14 Tagen.) 

Rauh im Halse und Schriindon auf der Brust 
von argem Husten, mit starkem Stock- und 
Fllefs" Schnupfen, (n. 3'i Tagen.) 

Nasen -Verstopfung. 

Stockschnupfen: starke Verstopfung der Na- 
senlöcher; das Einathmen wird durch die 
Nase, so wie auch durch den Mund, gehemmt. 

Alger Schnupfen und Husten mit Schmerzen in 



120 Causticum, Aetz Stoff* 

der Brust, Öfterm Erwachen die Nacbt, Ziehn 
in den Gliedern und Froste, (n. 33 Tagen.) 
540. Starker Fliefs- Schnupfen, und die Augen sind 
ihr früh zugeklebt, (n. 13 Tagen.) 

Arger Fliefsschnupfen (den er sonst nie hatte), 
zwei Wochen lang, mit schmerzhaftem Nacht- 
husten und siebentägigem Kopfschmerz (n. 
etl. St.) 

Katarrh: Nachts trocknet ihr der Hals aus, unt 
im Liegen ist die Nase verstopft, (n. 16 Tagen) 

Katarrh, Husten und scharrig in der Kehle. 

Brust- Beklemmung und kurzer Athem, 
545. Kramplhafte Engbrüstigkeit. 

Mangel an Odem, bei Schwache der Oberschen- 
kel, (n. 9 Tagen.) 

Beim schnell Sprechen und schnell Gehen, Hin- 
derung am Athem; sie mufs jähling nach 
Luft schnappen. 

Grofse Herz -Beklemmung mit Schwermu:h. 

Schmerzhafte Beklemmung der Brust (Nachmit- 
tags), welche durch Tanzen verging, (nach 
16 Tagen.) 
550. Brust -Beklemmung; er mufs öfter tief atimen, 
(den ersten Tag.) [Rh] 

Schweres und tiefes Einathmen. [Hg.] 

Schmerzhaftes Zusammendrücken der Brust von 
beiden Selten, nach dem Brustbeine zu, was 
den Athem beengt und den Ton der Sprache 
schwächt. 

Es ist, als wäre die Brust zu enge. 

Empfindung auf der Brust, als wären 
die Kleider zu enge. (n. 12 Tagen.) 
555. Früh, kurzer Odem mit drückendem Schmerze 



Causticum, AetzstofF. ]21 

im ünterleibe, was am Tage vergeht, (nach 
6 Tagen.) 

Beklemmung auf beiden Seiten der Brust, als 
würde sie zusammengedrückt. [Fz.] 

Oeftere Anfälle von Erstickung beim EInathmen; 
es war, als wenn ihm Jemand die Luftröhre 
zudrückte oder zuschnürte, so dafs es ihm 
den Athem augenblicklich versetzte, im Si- 
tzen. [Htn.] 

Schwerathmigkeit mit Kotz -Husten. 

Vor Antritt eines Husten- Anfalls, Kurzathmig- 
keit. 
560. Räuspern mit Schmerz im Halsgrubchen. 

Sie ist früh sehr verschleimt und mufs räuspern. 

Oefteres Bedürfnifs in der Keble, etwas wegza- 
räuspern. 

Früh, beim Erwachen aus dem Schlafe, ein an- 
haltender, angreifender, trockner Husten, wie 
von Erkältung, der ihn nicht wieder ein- 
schlafen Hefs. (die erste Nacht.) [Lr.] 

Alle Nachmitternächte, von 2 Öhr an, ein zwei- 
stündiger Husten mit vielem Auswurfe; am 
Tage selten und wenig Husten, (n. etl. Tagen.) 
565. Starker Husten, auch die Nacht. 

Husten weckt sie aus dem Schlafe, Abends und 
früh; am Tage wenig oder kein Husten. 

Oefterer Kitzel -Husten, (n. 4 Tagen.) 

Zum Husten reizt ihn ein Kriebeln, oder wenn 
er sich bückt, um etwas aufzuheben. 

Kriebeln reizt unaufhörlich zum Husten, 

576. Es röchelt beim Husten stark auf der Brust, (n. 

24 St.) 
Husten, mit Röcheln bei jedem Athemzuge, Vor- 



122 Causticurn. Aetzstoff. 

mittags, als wäre viel Schleim m der rechten 
Brust- Seite. 

Trockner Husten, mit Scharren im Halse, (nach 
24 St.) 

Trockner, hohler Hasten von 5, 6 Stöfsen, mit 
Wundheits- Gefühl auf einem Streife längs 
innerhalb der Luftröhre heran, wo es bei je- 
dem Husten - Stofse schmerzt und fast den 
Athem hemmt, (n. ^ St.) 

Beim Husten schmerzt die Brust, wie 
wund. 
575. Heischer Husten, am meisten früh und Abends; 
die Nacht nicht. 

Hohler Husten, vorzüglich Nachts und früh, 
mit fest sitzendem Schleime auf der Brust, 
welche bei und aufser dem Husten stichlicht 
wund und wie unterköthig schmerzt, bei Stock- 
schnupfen und Nasen- Verstopfung, (n. 24 
Tagen.) 

Schmerz beim Husten über der linken Hüfte, 
als wollte es da aufplatzen. 

In der linken Brust -Seite, an der untersten 
Ribbe, ein Druckschmerz, (n, 33 Tagen,) 

Drücken in den Ribben-Muskeln, quer über die 
Brust, beim Vorbücken. 
580. Abends, ein druckartiger Schmerz in der rech- 
ten Brust, (n. 4 Tagen.) 

Drücken auf der rechten Brust -Seite, (n. 24 St,) 

Druck auf der Brust, gleich über der Herzgrube, 
(n. einigen St.) 

Drückender Schmerz oberhalb des Schwerdtr 
knorpels, gerade herauf. 

Ein reifsendes Drücken vorn auf der Brust, fast 



Causticurn, AetzstofF. 123 

blofs, oder doch am schlimmsten in der freien 

Luft. 
585. Schmerzhaftigkeit im obern Theile der Brust, 

wie ein Ziehen im Innern (etwa wie nach 

allzu starkem Laufen oder Singen), mit einem 

Gefühle von Schwere auf der Brust, (nach 

3 St.) [Stf.] 
Trockner Husten, der Brennen auf der Brust 

zuwege bringt. 
Brenn - Schmerz auf der Brust und mitunter 

Stechen. 
Nächtliche, den Athem nicht hemmende Stiche, 

wie mit einem Messer, vorn herein in die 

linke Brust und hinten im Rücken, herein 

gestofsen, mit grofser Angst und Unruhe, 

dafs er sich fortwährend herumwälzen mufs, 

ohne im geringsten schlafen zu können, (n. 

29 Tagen.) 
Im Brustbeine sticht's, beim Heben und beim 

tief Athmen. 
590. Beim tief Athmen und bei Körper -Arbeit, ein 

Stich im Brustbeine, (n. 16 Tagen.) 
Scharfe, langsame Stiche auf der linken Brust, 

der Herzgrube wagerecht. [Hrn.] 
Stumpfe Stiche in der Hnken Brust-Seite, dem 

Schwerdtknorpel gegenüber. 
Stiche in der Brust, wie mit einem Nagel. [Hg.] 
Ethche Stiche in der rechten Brust beim 

Elnathmen. (n. 4 St. [Htn.] 
595. Beim tief Athmen, Stechen tief in der Brust, 

eine Stunde lang, Vormittags, (n. 14 Tagen.) 
Stechen von der Tiefe der Brust zum Bücken 

heraus. 



124 Caiisticum, Aetz Stoff. 

Erst ein 8 Minuten anhaltender, spitzio^er^Stich 
unten am Brustbeine, beim Ein- und Aus- 
athmen, dann ein mit abwechselnder Stärke 
den ganzen Vormittag anhaltender, beim Aus- 
athmen am schmerzhaftesten fühlbarer Stich 
im Brustbeine, der mit einem anhaltenden, 
stumpfen Stiche im linken Achsel -Gelenke 
gleichsam zusammenhing, ebenfalls beim Aus- 
athmen am fühlbarsten. 

Beim Gehen im Freien, Nadelstiche auf der 
Brust, (n. 10 St.) [Lr.] 

Stiche an der Brust, unter dem Arme, 
bis zur Herzgrube, wobei er Bangigkeit be- 
kam (dann entstand im Bauche Kollern und 
Kneipen nach der Brust zu, was sich ganz 
nach Winde -Abgang wieder verlor), (nach 
29 Tagen.) 
600. Kleine, spitzige Stiche unter der Haut der Brust. 

Scharfe Stiche auf der Brust neben der Warze, 
die sich jedesmal schnell nach dem Nabel zu 
ziehen, vorzüglich beim Einathmen. 

Stumpfe Stiche neben der Achselhöhle nach der 
Brust zu. 

Um die Brüste, starkes Jucken. 

In den untern linken Brustmuskeln, ein Schmerz 
wie von Verrenkung, bei Bewegung des lin- 
ken Arms. (n. I St.) [Fz.] 
605. Aengstliches Herzklopfen mit taktmäfsigen Zu- 
sammenziehungen des Unterleibes. 

Herzklopfen mit Mattigkeit, (n. einigen St.) 

Abends, arges Herzklopfen mit grofser Aengst- 
lichkeit, ohne besondre Gedanken, die den 
Athem sehr verkürzte, (d. 6. Tag.) 



Causticum. Aetzstoff. 125 

In der Gegend des Steifsbeins, stumpf ziehen- 
der Schmerz, [Fz.] 
Zuckender Schmerz im Steifsbeine, (n. 7 Tagen.) 

[RIO 

610.1m Steifsbeine, ein Zerschlagenheits- Schmerz. 

Kreuzschmerz, wie zerschlagen, gegen Abend, 
mehre Stunden lang, wobei TVelfsflufs er- 
scheint, (n. 31 Tagen.) 

Kreuzschmerz; sie fühlt schmerzlich jede Bewe- 
gung des Körpers im Kreuze. 

Heftiger Kreuzschmerz bei Bewegung, wie ver- 
hoben, (n. 2 Tagen.) [Rh] 

Kneipend klemmender Schmerz im Kreuze und 
den Hinterbacken. [Rl] 
615. Drückender Klamm - Schmerz im Kreuze 
und der Nieren -Gegend, beim Sitzen, (d. 

Ein Wundheits- Schmerz im Kreuze, worauf ein 
Pressen im ünterbauche entsteht, als wollte 
Alles zum Mastdarm und zur Scham heraus; 
eine Art Blähungs -Kolik (vom Verheben?). 

Oefteres Pulsiren im Kreuze, 

Steifigkeit im Kreuz -Gelenke, (n. ^ St.) [Fz.] 

Einzelne, juckende Stiche im Kreuze. [Fz.] 
620. Ein Jucken in der Haut des Rückens, (n. 10 
St.) [Stf.] 

Viel Jucken auf Rücken und Waden. 

Nadelstiche im Rücken, beim Sitzen. 

Stiche im Rücken, (n. 20, 27 Tagen.) 

Ein Stich im Rücken und dann Rückenschmerz, 
(bald.) 
625. Ziehen im Rücken und wie zerschlagen; von 



126 Causticum, AetzstofT. 

da kam dieser Schmerz in's Krenz und den 
Unterleib, wo sich viele Blähungen unter 
Bauchschmerz anhäufen, und wie sie abgin- 
gen, kam auch Weifsflufs zum Vorschein, 
(n. 25 Tagen.) 

Reifsen in den Rücken- Wirbeln, zwischen den 
Schulterblättern, welches sich bis in das rechte 
Schulterblatt erstreckt, dann auch in das linke. 

Drückend klammartiger Schmerz im Rücken, in 
der Nierengegend. 

Heftig drückender, mit Reifsen verbundener 
Schmerz am Rande des rechten Schulter- 
blattes, nach dem Rücken zu, vermehrt durch 
Bewegung des Oberarms nach hinten und 
bei Rückbiegung des Kopfs, endlich bei je- 
der Bewegung des Körpers, wenn auch der 
Theil nur wenig erschüttert ward — am 
stärksten bei Drehung des Kopfs nach der 
linken Seite zu. 

Ein Blutschwär auf dem Rücken. 
630. Heftige Nadelstiche im rechten Schulterblatte. 
(n. 24 St.) 

Reifsen imrechten Schulterblatte. [Hrn.] 

Schmerz zwischen den Schulterblättern, wie steif, 
(n. 5 Tagen.) [Rl.] 

Steifer Hals und Nacken mit Schmerz am Hin- 
terkopfe; die Muskeln waren wie gebunden, 
so dafs sie den Kopf fast nicht im minde- 
sten bewegen konnte, (n. 12 Tagen.) 

Steifheit des Nackens; er konnte den Kopf nicht 
bewegen. 
635. Schauder im Nacken bis in's Gehirn, Abends, 
(n. 10 Tagen.) 



CaustJcum. Aetzstoff! 127 

Bei schnellem Anfrichten des Körpers nnd Dre- 
hen des Kopfs, ein Spannen in den Nacken- 
maskeln. 

Der Nacken thiit, wie zerschlagen, weh. (nach 
4 Tagen.) [Rl] 

Zuckende Bewegung im Nacken gegen den Kopf. 

Friesel im Nacken, zwischen den Schulterhlät- 
tern und auf dem Backen, mit Jucken. 
640. Eine sehr juckende und nässende Flechte im 
Backen. 

Drücken auf der Achsel. 

Steifheit in den Achseln. 

Scharfe Stiche auf der Schulterhöhe rechts und 
links. 

Reifsen im linken Achsel -Gelenke. 
645. Ziehender Schmerz im Deltamuskel his herüher 
nach dem Schlüsselbeine zu, hald in diesem, 
bald in jenem Arme. [Stf.] 

Der Oberarm schmerzt im Fleische, wie ver- 
staucht, (n. 7 Tagen.) 

(Druck- Schmerz im rechten Arme.) 

Ziehen im linken Oberarmknochen. 

Im Deltamuskel des Oberarms ein Kneipen mit 
Kälte -Gefühl, was sich in ein Brennen en- 
^ digte. [Hg.] ^ 
650. Ziehendes Schneiden im Deltamuskel des rech- 
ten Arms. [Fz.] 

Stechender Schmerz am linken Oberarmknochen, 
oben nahe am Gelenkkopfe, nach aufsen zu. 

Ziehender Schmerz im Muskel unten am linken 
Oberarme, (n. 6 St.) [Lr.] 

Reifsen im Oberarmknochen bis zum Ellbogen-Ge- 
lenke, in welchem es am meisten schmerzt. 



128 Causticum, Aetzstoff*. 

Ziehen im rechten Arme; der x\rm deuchtet 
schwer, wie gelähmt, (n. 14 Tagen.) 
655. Ziehende Schmerzen in den Muskeln der Arme. 
[Stf.] 

Dumpfes Reifsen in Arm und Hand. (n. 
24 St.) 

Arges Reifsen in der Hand und dem Arme his 
in den Rücken. 

Gichtisches Ziehen hie und da in den Arm-Ge- 
lenken, den Schultern, den Hand -Gelenken, 
anscheinend durch Bewegung vermehrt. [Stf.] 

Einzelne Stiche im linken Arme his in die linke 
Brust. 
660. Stiche im Oherarme, im Delta -Muskel, wenn 
sie etwas trägt. 

Stich -Schmerz im rechten Oherarme, heim He- 
ben des Arms. 

Ein langsam reifsender Stich im rechten Arme, 
von der Achsel bis in die Hand. (n. 1^ St.) 
[Hin.] 

Der linke Arm zuckt mehrmals zusammen. [Rh] 

(Nach einiger Anstrengung des linken, schwa- 
chen Arms bekommt er Convulsionen darin, 
auf und nieder, ein paar Minuten lang — 
darauf ward der Arm sehr schwer — dann 
entstand eine Art Kollern abwärts in den 
Muskeln bis in's Bein, wie das Laufen einer 
Maus, wodurch die Zuckungen des Arms 
verschwanden.) 
665. In den Armen, grofse Schwäche und Schwere. 

Im rechten Arme, eine Schwere, wie Nachgefiihl 
von einem heftigen Schlage auf den dicksten 
Theil des Vorderarms. 

Wenn 



Causticum, Aetz Stoff. 129 

Wenn er Etwas mit ausgestrecktem rechten 
Arme hält, so zittert derselbe. 

Kraftlosigkeit und fast Lähmung des rechten Arms, 
mit Steifheits- Empfindung, vorzüglich beim 
Schreiben. [Fz.] 

JückenandenArmen. 
670. Im Ellbogen -Gelenke, ein heftiger Schmerz, als 
hätte er sich daran gestofsen. [Stf.] 

Beim Aufstützen des Arms, ein Fippern äufser- 
lieh am Ellbogen -Gelenke, (n. 3 St.) 

Zerschlagenheits- Schmerz in der Ellbogenbeuge 
und den Brustmuskeln, durch äufsern Druck 
sehr vermehrt, (n. 24 St.) [Ptl] 

In der linken Ellbogen -Beuge schmerzt's beim 
Ausstrecken des Arms, als wäre eine Sehne 
zu kurz. [Bl.] 

Beifsen in den Knochen des Vorderarms. 
675. Im rechten Vorderarme und den Fingern, ein 
Kälte- und Erstarrungs- Gefühl; er konnte 
die Hand selbst am warmen Ofen nicht er- 
wärmen. 

Lähmung der Vorderarme; er konnte sie kaum 
aufheben vor Schwere und Steifheits -Ge- 
fühl. [Fz.] 

Geschwulst am Unterarme, wie auf der Bein- 
haut, die blofs beim Aufdrücken weh thut. 

Ein zusammenziehender Schmerz in den Mus- 
keln unten am linken Vorderarme, (n. 7 
St.) [Lr.] 

Schmerzhaft ziehende Stiche in den Muskeln 
unten am rechten Vorderarme, (n. 9 St.) 
[Lr.] 
IV. 9 



130 Causticum. Aetzsloff. 

680. Eine ziehende Scbmerzbaftigkeit im linken Hand- 
Gelenke nach aufsen zu. (n. ^ St.) [Stf.] 

Bei der Arbeit, im rechten Hand -Gelenke, ein 
Stich-Schmerz, wie verrenkt, (n. 10 Tagen.) 

Das rechte Hand -Gelenk schmerzt wie vergrif- 
fen, (d. 18. Tag.) 

Zieh -Schmerz vom rechten Hand -Gelenke bis 
in die Finger, 

In dem Handwurzel- Knochen hinter dem klei- 
nen Finger, ein schmerzhaftes Ziehn, was 
sich durch den Mittelhand -Knochen in den 
kleinen Finger erstreckt und in dessen Spi- 
tze am schlimmsten ist; beim Ausstrecken 
der Hand ist der Schmerz noch grofser und 
zieht den Finger unwillkürlich zusammen; 
diefs Ziehn bemächtigt sich dann, von den 
Handwurzel -Knochen aus, auch der übrigen 
Finger beider Hände und zieht sie nach 
und nach alle krumm, bald mehr, bald we- 
niger. 
685. Kleine zitternde Zuckungen im rechten Vorder- 
arme während des Schreibens, (d. 2. Tag.) 

Zittern der Hände, (n. 2i Tagen.) [Hg.] 

Grofse Schwere in der rechten Hand. 

Lähmiges Gefühl in der rechten Hand, mehre 
Wochen lang. [Rl.] 

Kälte der Hände, die sich im buken Arme bis 
an den Ellbogen erstreckt. [Fz.] 
690. Bei Bewegung der Arme, zuckende Stiche in 
den Muskeln der linken Hand, quer über 
den Rücken derselben, (n. 9 St.) [Lr.] 

Bei Bewegung der Hände entsteht in den Mus- 
keln der linken Hand, quer über den Rük- 



Causticum. Aetzstoff. 131 

ken derselben, ein schmerzhaftes Spannen, 
als hätte er sich die Hand verrenkt, (n. 26 
St.) [Lr.] 

In der Hnken innern Hand ist's ihm, wie voll, 
wenn «r zugreift. 

(Nachts, Geschwulst der Hände; es kriebelt 
drin.) 

Reifsen in den Händen und Fingern, (n. 24 St.) 
695. Krampfhafte Empfindung in den Händen. 

Krampfhafte Schwäche in den Händen, früh, 
beim Erwachen. 

Die Hand schläft ein, es kriebelt drin. (n. 5 
Tagen.) [Rl.] 

Oefteres Absterben der Finger, besonders früh. 

Absterben der Finger; sie werden eiskalt, weifs 
und gefühllos. [Stf.J 
700. Taubheit der Finger, ohne Gefühl, mit Stram- 
men darin. 

In einem allzu warmen Zimmer, Kraftlosigkeit 
in den Händen. 

Ziehendes Zucken in den linken Fingern. [Stf.] 

Kleine Zuckungen der Finger beim Schreiben, 
(d. 4. Tag.) 

Mehrmals, wie elektrische Zucke im ünterleibe, 
welche in die Finger fahren und sie krumm 
ziehen. [Stf] 
705. In den Gelenken der Finger, ein schiefsend 
brennender Schmerz, (n. 32 St.) [Hg.] 

Die hintersten Finger -Gelenke (Knebel) span- 
nen beim Biegen, Vormittags. 

In den Gelenken der (linken) Finger, zie- 
hende Schmerzen. [Stf.] 

Flüchtiges Reifsen im linken Zeigefinger. 

9* 



132 Cmistkum. Aeizsloff. 

Reifsen im Mittelhand-Knochen des rechten und 
linken Daumens. 
710. Schmerz unter den Fingernägeln heim Zufas- 
sen. 

In den Fingerspitzen, z. B. des Daumens, bald 
dieser, bald jener Hand, ein Schmerz wie 
von Quetschung, oder als wollten die Fin- 
gerspitzen aufspringen, (n. 3^ St.) [Stf.] 

EVeifsen in allen Spitzen der Finger der rechten 
und linken Hand — Zittern der Hände. 

Knebelndes Stechen im rechten Handgelenke 
und dem zweiten und dritten Finger. 

Stiche im kleinen Finger, die dann welter 

herauf gingen, wie Messerstiche, wobei es 

ihm so weh wird und bange ums Herz. (n. 

16 Tagen.) 

715. Jucken zwischen den Fingern, (n. 4 Tagen.) 

Auf dem linken Handrücken, Jucken. [Stf.] 

Viel Jucken in den Handtellern. 

Jucken an beiden Händen. 

Jucken an den hintersten und den Mittel -Ge- 
lenken der Finger linker Hand. [Fz.] 
720. Eine juckende Flechte auf dem Rücken des 
Ringfingers. 

Die Spitze des Daumens wird geschwürig. (n. 
einigen Tagen.) 

Drückender Schmerz über der Pfanne des Hüft- 
Gelenks, der sich bei Bewegung nicht ver- 
mehrt. 

Ziehend drückender Schmerz in der rechten 
Hüfte, beim Sitzen und Gehen. 

In der Gegend der Hüfte, über der Pfanne, ein 



Causticum. Aetzstoff. 133 

sehr heftiger Schmerz, als würden die Mus- 
keln mit einer kalten Zange gepackt — eine 
Art Zwicken und Kneipen mit Kälte-Gefühl, 
welches sich in ein Brennen endigt, auch 
in der Ruhe. [Hg.] 
725.1m (linken) Hüft-Gelenke, ein höchst schmerz- 
haftes Gefühl, wie vom Vertreten, oder als 
hätte er es verrenkt oder verstaucht, ruck- 
weise, so dafs er einige Schritte wie lahm 
gehen mufste, welches unversehens vergeht 
und wiederkommt, (auch n. | St.) [Stf.] 

In der Gegend der Hüfte, ein hrickelnd hren- 
nender Schmerz. [Hg.] 

ReICsen in der Pfanne des Hüft- Gelenks. [Hrn.] 

Reifsen vom Hüft-Gelenke herab im Beine, heim 
Sitzen und Gehen, (n. 10 St.) 

Ziehn im rechten Beine, mit Halsweh, Abends. 
730. Stiche in der linken Hüfte, wie am Knochen. 

Scharfe, langsame Stiche vom Hüft-Gelenke an 
abwärts und von der Kniescheibe an weiter 
nach unten zu, schmerzhafter in der Ruhe, 
als beim Gehen, (n. 2 St.) 

Zuckende Schmerzen von den Hinterbacken die 
Oberschenkel herab, (n. 5 Tagen.) [Rh] 

Wundheit oben zwischen den Beinen. 

Jucken an der rechten und linken Hüfte. [Fz.] 
735. An den Hinterbacken, eine juckende Flechte, 
(n. 6 Tagen.) [Rh] 

Jucken an den Hinterbacken und hinten am 
Oberschenkel. [Rh] 

Jucken an den Beinen. [Stf.] 

In beiden Hinterbacken, beim Sitzen, Schmerz 
wie von einer Prellung oder wie erböllt. 



134 Causticum. Aetzstoif. 

Die Beine schlafen ihm leicht ein. 
740.Früh, im Bette, eine lästige Unruhe in 
beiden Beinen, Stunden lang. 

Unruhe im linken Beine, die Nacht; sie wufste 
nicht, wo sie es hinlegen sollte, (n. 16 Tagen.) 

Beim anfangenden Steigen (z. B. auf einer Lei- 
ter) zittern die Beine, wenn er aber stehet 
und fort arbeitet, hören sie auf zu zittern. 

Im obern Theile des Oberschenkels, nach in- 
nen zu, Empfindung von übermäfsiger Mü- 
digkeit, am schlimmsten bei Ruhe des Glie- 
des, die ihn den Schenkel stets hin und her 
zu bewegen nöthigt. [Fz.] 

Schmerz in den Muskeln der Beine, wie ver- 
lähmt oder verdreht (Nachmittags u. Abends). 
745. Die Oberschenkel sind wie gelähmt beim Sitzen 
und Gehen. [Fz.] 

Zerschlagenheits-Schmerzin den O ber- 
und Unters chenkeln, früh, im Bette. 

Viel schmerzhafte Schwere in den Beinen. 

Früh, nach dem Erwachen im Bette, ungehenre 
Müdigkeit der Beine, die nach dem Aufstehn 
verschwindet, (n. 3 Tagen.) 

Schmerz in den Beinen, mehr wie in den Kno- 
chen ziehend. 
750. Ader - Knoten (Wehadern, varices) an den 
Beinen. 

Muskel -Zucken in beiden Beinen. 

Muskel - Zucken über dem linken Knie. 

Schnelle Hitze, innen am linken Oberschenkel. 

Bisse in der Mitte des linken Oberschenkels 
beim Sitzen, die beim Aufstehn vom Stuhle 
vergehen. [Fz.] 



Caiisticum. AetzstofF. 135 

755. Bei Gewitter, arges Zietn nnd ReiTsen von den 
Zehen bis in die Oberschenkel heran, in 
beiden Beinen. 

In den Ober- und Unterschenkeln ist die Haut 
voll dunkelrother Aederchen, wie marmorirt. 

.Tücken an den Oberschenkeln. 

Oben, an der Inseite der weibh'chen Oberschen- 
kel, wo sie einander beim Gehen berühren, 
schmerzhafte W^undheit. 

Oben, innen am Oberschenkel, neben dem Ho- 
densacke, wie wund oder aufgerieben; es 
juckt und beim Reiben schründet es. (nach 
40 St.) 
760. Stechendes Jucken am Oberschenkel, nach au- 
fsen zu. [Fz.] 

Ein Stich im linken Oberschenkel bis zur Brust 
herauf, Abends, beim Gehen. 

Bei der Arbelt, ein Stich im Knie. (n. 10 Tagen.) 
' Pieifsen und Stechen in den Knieen, dafs er 
nicht auftreten, auch die Nacht nicht davor 
schlafen kann. 

Ein langsamer, reifsender Stich vom Fufsknor- 
ren bis an's Knie und über dem Knie bis 
ans Hüft- Gelenk, doch so, dafs das Knie 
unschmerzhaft blieb, (n. ^ St.) [Htn.] 
765. Viel Jucken auf der Kniescheibe und auf dem 
Fufs rücken. 

Jucken, besonders in der rechten Kniekehle, (n. 
3 Tagen.) [Rl.] 

Schmerz am Knie, als wenn äufserlich ein Ge- 
schwür daran wäre (ein Schmerz, der sich 
bis zum Oberschenkel verbreitet), (n, 27 Ta- 
gen.) 



136 Causticum. Aetzsloff. 

Erst ziehender, dann zuckender Schmerz im Knie. 

[Ri.] 

Reifsen im rechten Knie. (n. 48 St.) 
770. Ziehender und zuckender Schmerz in der lin- 
ken Kniescheibe, (n. 2 Tagen.) [R.].] 
Beim Gehn, ein schmerzhaftes Knacken im 
Knie, als würde es zerbrochen oder ver» 
renkt. 
Beim Gehn, ein Schmerz im Fufs-Gelenke, als 

würde es verrenkt oder zerbrochen. 
Der rechte Unterfufs schmerzt im Gelenke, wie 
verrenkt, wenn sie einen falschen Tritt thut, 
oder ihn herüber und hinüber biegt, wobei 
es auch im Gelenke knackert. 
Beim Aufrichten schmerzt die Kniescheibe wie 
steif, (n. 4 Tagen.) [Pvl.] 
775. Steifheit in dem Fufs-Gelenke. 

Spannender Schmerz und Steifheit in der Knie- 

kehle, beim Gehen. [Rh] 
Nach dem Spazieren, aufserordentliche Müdig- 
keit des Knie -Gelenks und Schwere der 
Füfse. [Fz.] 
Im Sitzen und beim Anfange des Gehens, 
Strammen in den Kniekehl -Flechsen, wie 
Klamm, was sich beim Weitergehn verliert. 
Müdigkeit der Knie -Gelenke, mehr beim Trep- 
pensteigen als beim Gehen auf dem Ebe- 
nen. [Fz.] 
780. Klamm in der Wade, früh im Bette, (n. 20 
St.) 
Ein stumpfes, sumsendes Eingeschlafenheits-Ge« 
fühl in beiden Unterschenkeln und Knieen, 
früh. (d. 4. Tag.) 



Causticum. Aetzstof£ 137 

Ziehen in den Knie- und Fufs - Gelenken, (n. 
12 St.) [Stf.] 

Zieh -Schmerz im Unterschenkel. 

Klammartiges Ziehen die ganze äufsere Seite 
des rechten Unterschenkels herab, im Sitzen 
und Stehen. [Fz.] 
785* Ein ziehender Schmerz im Unterfufs - Gelenke ; 
beim Sitzen und beim Auftreten ist's, als 
wenn der Unterschenkel zusammenknicken 
wollte. [Fz.] 

Ziehn im rechten Fufse, Abends, (n. 10 St.) 

Reiften auf dem linken Fufsrlicken. 

Heftiges Reifsen in der grofsen Fufszehe. 

Im hintern Gelenke der grofsen Zehe, ein ar- 
ger, drückender Schmerz. 
790. Heftige Nadelstiche im vordersten Gelenke der 
grofsen Zehe, bei und aufser Bewegung. 

Ein langer Stich in der grofsen Zehe. [Rl.] 

(Das Geschwür am Unterschenkel ist mit einem 
entzündeten, harten Hofe umgeben, und giebt 
mehr Blut als Eiter von sehr stinkendem 
Gerüche von sichj der Schmerz macht die 
Nächte schlaflos.) 

Ein harter Druck auf dem Schienbeine herab. 

Auf dem Schienbeine, ein rother, schmerzhafter 
Fleck, der sich in die Länge ausbreitet und 
beim Abheilen juckt. 
795. Abends, spät, schwillt der rechte Fufs, vorzüg- 
lieh der vordere Theil desselben, und wird 
heifs, mit Brenn-Gefühl und innerm Jucken, 
als wenn er erfroren gewesen wäre, und 
schmerzt auch so, bei äufserm Drucke, wie 
unterköthig. (n« 24 St.) 



138 Causticum. Aetzstoff. 

Nagel -Geschwür wühlend brennenden Schmer- 
zes neben dem Nagel der linken grofsen 
Zehe, mit wildem Fleische, (d. 3. Tag.) 

Feine Stiche in der grofsen Zehe. 

Die grofse Zehe schmerzt wie verbrannt. 

Wohlliistiges Jucken im vordem Gelenke der 
grofsen Zehe, bei und aufser Bewegung. 
800. Kitzeln in den Zehen, als wären sie erfroren 
gewesen. 

Klamm im ünterfufse. (n. 4 Tagen.) 

Im ünterfufs -Gelenke entsteht, nach Gehn, beim 
Sitzen, ein Schmerz wie ermüdet and zer- 
malmet, welcher sogleich verschwindet, wenn 
er wieder geht. (n. 9 Tagen.) 

Weh in den Fufs sohlen, wie ein Nerven- 
Leiden. 

Brennen in den Fufssohlen. (n. 2 St.) 
805. In den Fufssohlen, ein sumsend brennendes 
Kriebeln. 

Spannen in der Achill -Sehne und Ferse, (n. 
20 Tagen.) 

Beim Ausdehnen, Klamm in der rechten Achill- 
Sehne und Fufssohle. 

Starkes Jucken auf dem Fufsriicken. (n. 16 Ta- 
gen.) 

Beim Auftreten, früh, die Ferse wie boll und 
taub. (n. 24 St.) 
810. Einiges Reiben verursacht grofse Blasen an den 
Füfsen. 

Der grofse Zeh schmerzt wie geschworen. 

Die Ferse wird geschwürig. 

Eine Frefs- Blase an der Ferse, die sich unter 
vielem Jucken allmäiig wieder verliert. 



\lausticuTn, Aetzstoffi 139 

Heftige Sliche im Hühnerauge der kleinen Zehe, 
(n. 4 Tagen.) 
815. Bohrender Schmerz im Hühnerauge. 

Im Hühnerauge, brennender Schmerz. 

Kalte Füfse. [Fz.] [Hg.] 

Die Füfse sind sehr kalt. 

Schmerzhafte Kälte der Hand und der Fiifs- 
sohle. 
820. Kälte der Hände und Füfse. [Fz.] 

Die ganze linke Körper -Seite wird kalt. (n. 2 
Tagen.) 

Frostschauder in der ganzen rechten Körper- 
Seite. 

Kriebeln in den Armen und Beinen, als woll- 
ten sie einschlafen, (n. 5 Tagen.) [Bl.] 

Kälte und Eingeschlafenheit der ganzen linken 
Körper- Seite. 
825. Auf der ganzen linken Körper-Seite (auch am 
linken Fufse und am Kopfe) sind die wei- 
chen Theile wie abgestorben und tanb und 
als wenn kein Blat in der Haut wäre. 

Die ganze rechte Körper-Seite ist wie zerschla- 
gen. 

Wenn sie eine Viertelstunde sich nicht bewegt, 
im Sitzen oder Liegen, wird sie in allen Ge- 
lenken ganz steif und hat Mühe, wieder in 
Bewegung zu kommen. 

Nach langsamem Spazieren im Freien wird er 
erhitzt und lebhaft aufgeregt. 

Nach Spazieren, fliegende Hitze und Unbehag- 
lichkeit. (n. 4 St.) 
830. Er schwitzt sehr stark beim Gehen im 
Freien. 



140 Causticum. Aetzstoff. 

Nach Spazieren, Schweifs auf dem Rücken und 
auf dem ünterleibe, lang' anhaltend. 

Nach etwas Gehn im Freien, Mattigkeit und 
Unlust zur Arbeit, (n. 6 St.) 

Die Schmerzen scheinen heim Gehn in freier Luft 
und Ahends schhmmer zu werden. [Stf.] 

Im Zimmer verschwinden die Beschwerden, wel- 
che heim Gehn in freier Luft entstanden, 
und hlofs etwas drückender Kopfschmerz in 
der Stirne blieb zurück. [Fz.] 
835. Grofse Verkältlichkeit; nach einem paar Au- 
genblicken in Zugluft, sogleich Frösteln über 
den ganzen Körper. 

Gröfsere Empfindlichkeit gegen die freie Luft 
(im Mai) als im ^Vinter. 

Sehr empfindlich gegen Zugwind; er ist ihm 
sehr unangenehm und erregt ihm seine drük- 
kenden Schmerzen. [Rh] 

Sehr empfindlich gegen Kälte, (n. 10 Tagen.) 

Oft innerliche Kälte, mit kalten Händen und 
Füfsen. 
840. Er ist immer entweder frostig oder in Schwel» 
fse. 

Die Erstwirkungen scheinen später einzutreten, 
als nach Einnahme andrer antipsorischer Mit- 
tel. 

Jeder Körpertheil, den er anfühlt, schmerzt wie 
zerprügelt, (n. 2 Tagen.) [R-L] 

Wo sie hingreift, brennt's. 

Hie und da am Körper klemmender Schmerz. 
[Rl.] 
845. Bald hie, bald da am Körper, flüchtige Schmer- 
zen, die ihr stechend, aber auch zusammen- 



Causticum, Aetzstoff, 141 

ziehend denchten (nach Aufhören der Re- 
gel). 

Eine Art Stich-Schmerz in den Gelenken, nach 
Erkältung. 

Fast in allen Thellen des Körpers, stechende 
Schmerzen, (die ersten Tage.) 

Ein schnell vorüber ziehender Schmerz im rech- 
ten Zeigefinger und der linken zweiten Zehe. 

Ziehen in mehren Theilen des Körpers, was 
sich zu einem Reifsen erhöht. 
850. Gichtische Schmerzen in allen Glie- 
dern, (n. 4 St.) 

Reifsen in allen Gliedern, bald in diesem, bald 
in jenem, bald heftiger, bald gelinder, doch 
fortwährend, (n. 1 St. und so mehre Tage 
hindurch.) 

Reifsen, vorzüglich in den Gelenken und von 
ihnen aus durch verschiedene Knochen des 
Körpers , auch in mehren zugleich ; der 
Schmerz wird durch einen Druck von au- 
fsen nicht vermehrt. 

Reifsen in mehren Gliedern des Körpers; von 
den Gelenken aus verbreitet sich das Rei- 
fsen nach den Knochenröhren hin, in den 
Gelenken aber war's am schlimmsten. [Hrn.] 

Ziehn in den Fingern, Sohlen und Zehen. 
855. Ziehen in den Gliedern hie und da. [Stf.] 

Druckschmerz in den Armen und Oberschen- 
keln. 

Zerschlagenheits- Schmerz in den Armen und 
dem ganzen Körper, beim Sitzen, was bei 
der Arbeit und in freier Luft vergeht, (n, 
12 Tagen.) 



142 Causticum, AetzstofT 

Knoten (Knottcrn) anter der Haut, bis zur Grö- 
fse einer Haselnufs, an der rechten Brust, 
unterm rechten Arme, auf der rechten .Seite 
des Rückens und in der Ellbogen- Beuge, 
welche beim Berühren stechend, beim stark 
Aufdrücken wund schmerzen (n. 24 Tagen); 
späterhin schmerzen sie, unberührt, von selbst, 
stechend, was sich heim Betasten nicht ver- 
mehrt. 

Ein Ausschlags -Knötchen (am Zeigefinger) wird 
zur Warze. 
860. Ausschlag, wie Spitz-Pocken (bei einem Säugling). 

Ausschlag grofser Blasen auf Brust und R.ük- 
ken, mit Brust- Beängstigungen und Fieber, 
aus Frost, Hitze und Schweifs bestehend. 

Grofse, schmerzhafte Blasen auf der linken Seile 
der Brust und des Bückens, welche aufpla- 
tzen; Alles unter grofser Fieberhitze, Schweifs 
und Beängstigung. 

Blüthen -Ausschlag an verschiedenen Thei- 
len des Körpers, mit nagend fressendem Jük- 
ken; nach dem Kratzen brennt es. [Hrn.] 

Nachts, trockne Hitze und Jucken am ganzen 
Körper. 
865. Jucken an verschiedenen Theilen des Körpers. 
[Fz.] 

Jucken am ganzen Körper. [Fz.] 

Stichartiges Jucken über die Haut. 

Ein fein stechendes Jucken, wie von Flöhen, 
was zum Kratzen zwingt, auf dem Bücken, 
den Achseln, den Armen und Oberschen- 
keln, besonders aber auf dem Rücken der 
Finger. 



Causticurn. Äetzstoff, 143 

Alte, braune Leberflecke werden erhaben and 
jucken fressend. [Stf.] 
870. Auf der Stirne, dem Nacken, den Schulterblät- 
tern, den Armen, dem Unterbauche, beson- 
ders an den Oberschenkeln und in den Knie- 
kehlen, Nadelkopf grofse Ausschläge, ohne 
Feuchtigkeit, in der Spitze hohl, welche hef- 
tig jucken und nach dem Kratzen brennen; 
vorzliglich in der Wärme und am meisten 
in der Bettwärme jucken sie, aufser der 
VV^ärme aber und vor dem Kratzen stecken 
sie, kaum sichtbar, in der Haut, von weifs- 
licher Farbe, kommen aber beim Kratzen 
schnell hervor, und hinterlassen nach dem 
' Aufkratzen rothe Flecke von grofserem Um- 

fange, 5 Tage lang. (n. i>6 St.) 

Anfall: erst Schmerz im Rücken, wie Ziehen 
und wie zerschlagen, was dann ins Kreuz 
und von da in den Bauch ging, wo sich viele 
Blähungen mit grofsen Schmerzen anhäufen, 
die später abgehen, zugleich mit Abgang von 
Weifsflufs. (n. 25 Tagen.) 

Krampf- Schmerz (Mutter-Krämpfe) bald im Un- 
terbauche, bald im Magen, der Brust, oder 
im Kreuze, die sie zwangen, sich vorwärts, 
krumm zu biegen; ohne die heftigsten Schmer- 
zen konnte sie sich nicht gerade richten; 
selbst die Kleider konnte sie nicht auf der 
Magen -Gegend vertragen; auch das leicht 
Verdaulichste in der geringsten Menge durfte 
sie nicht essen, ohne, eine Stunde darauf, 
die heftigsten Schmerzen im Unterleibe und 
im Magen zu bekommen; blofs aufgelegte 



144 Causticiim. Aetzsiöff. 

Wärmsteine macliten Erleichterang, doch 
nur auf Augenblicke; es war Alles wie voll- 
gestopft im üntei leibe (eine Art Drücken), 
als wenn er zerspringen sollte, bei stetem 
Drange zum Aufstofsen, was aber nicht er- 
folgte, (n. etlichen Tagen.) 

(Krampf- Anfall: Im Schlummer, Abends, im 
Bette, fühlte er, dafs er die Zunge nicht 
recht bewegen konnte, richtete sich, scbreiend, 
auf, fiel aber wieder zurück, streckte Arme 
und Beine aus, dann bewegte er sie, ver- 
kehrte die Augen, knirschte mit den Zähnen ; 
es lief ihm Speichel aus dem Munde, er war 
eiskalt; dann kam nach ^ Stunde die Besin- 
nung wieder, aber es trat eine sehr grofse 
Aengstlichkeit ein; | Stunde darauf kam die 
Aengstlichkeit wieder, bei flüchtigen Gedan- 
ken und lallender Zunge; auf einen Schluck 
kaltes Wasser gab sich Alles wieder.) 

Krampf- Anfall: Früh im Bette, Hitze; nach 
dem Aufstehn fuhr's ihm so kühl in den 
Arm; da bekam er zuerst einen Ruck in den 
Arm und zugleich auch starke Zuckungen 
am Oberkörper, im Rumpfe und in den Ar- 
men, bei unverminderter Besinnung, jedoch 
mit Bänglichkeit. (n. 13 Tagen.) 
875. Abends, Zucken in den Gliedmafsen. 

Anfall: es kam ihm, Abends im Zimmer, in den 
Kopf — der Kopf drehte sich unwillkürlich 
hin und her; es ward ihm duselig und bange; 
die Augen wurden ihm blöde und er bekam 
Hitze im ganzen Körper; sobald er aber an 

die 



Causticum. Aetzstoff. 145 

die freie Luft kam, verschwanden alle diese 
Zufälle, (n. 29 Tagen.) 

Er fiel beim Gehen im Freien plötzlich hin, 
ohne Bewufstseyn, stand aber auch gleich 
wieder auf. (n. 1 St.) 

Ein anhaltendes Fippern in der Haut der rech- 
ten Körper- Seite und an verschiedenen an- 
dern Theilen. (n. 18 Tagen.) 

Abends, unerträgliche Unruhe in den Gliedern, 
(n. 11 Tagen.) 
880. Beim Sitzen, Unruhe im Körper und Beängsti- 
gung am Herzen ; sie mufs aufstehn und herum 
gehen. 

Zitterig. [RL] 

Allgemeines Zittern. 

Früh, beim Erwachen, Empfindung von Zittern 
im ganzen Körper. 

TViederholtes Gähnen, Dehnen und Ren- 
ken der Glieder, (n. 1 St.) [Stf.] 
885. Heftiges Gähnen den ganzen Abend, ohne 
sonderliche Schläfrigkeit. (n. 12 St.) [Stf.] 

Häufiges, heftiges Gähnen, welchem oft 
ein abgebrochnes Schlucksen vorausging, von 
Vormittag 11 Uhr bis Nachmittag 3 Uhr. 
[Br.] 

Dehnen und Renken der Gliedmafsen, 
besonders Nachts. 

Er wankt hin und her, und es deuchtet ihm, 
als schwanke er noch mehr, als er wirklich 
schwankt, beim Gehen, doch ohne Schwin- 
del — eine Art Unfestigkeit der Glieder, 
wie bei Trunkenheit. [Fz.] 
IV. 10 



146 Causticmn. Aelz Stoff. 

Nach dem Niederlegen zu Bette, ein Anfall von 
Ohnmacht, (n. VI St.) 
890. Ohnmachtartiges Sinken der Kräfte. 

Schwäche in allen Gliedern, dafs er kaum ge- 
hen konnte und die Hände im Sitzen ge- 
streckt liegen lassen mufste. [Hg.] 

Sehr müde; er möchte kein Glied rühren. [Rh] 

Sehr matt, mit Schweifs beim Gehen, Nachmit- 
tags, (n. 48 St.) 

Mattigkeit und Aengstlichkeit. 
895. Sie fühlt sich schwächlich und nach einer klei- 
nen Arbeit, gleich abgespannt. 

Lähmige Schwäche der Gliedmafsen. (n. 
3 St.) 

Nach wenigem Gehn, eine Müdigkeit, dafs er 
die Beine nicht erschleppen konnte, (n. 2 
Tagen.) [Rl.] 

Mittags, grofse Müdigkeit, die sich beim Gehn 
im Freien verlor. 

Früh, im Bette, Müdigkeit, wie zum wieder Ein- 
schlafen; nach dem Aufstehn vergeht sie. 
900. Schlaffheit und kaum zu überwindende Schläf- 
rigkeit, (n. 24 St.) [Hg.] 

Tags, sehr schlafmüde. (n. 16 St., 6 Ta- 
gen.) 

Er schläft nach dem Mittags -Essen ein, und 
wird Abends sehr zeitig schläfrig, (n. 3 Ta- 
gen.) [Rl.] 

Nachmittags, ungewöhnliche Schläfrigkeit. [Stf.] 

Sie schläft länger, als gewöhnlich und ist früh 
kaum zu ermuntern, (n, 3 Tagen.) 
905. Früh, sehr verschlafen, (n. 9 Tagen.) 

Langer Früh- Schlaf. [Rl.] 



Causticum. Aelzstoff. 147 

Schlafsucht. [Hg.] 

Ungemeine Neigung zu schlafen; sie könnte 
alle Stunden schlafen, aber der Schlaf er- 
quickt sie nicht. 

Schläfrigkeit, besonders im Sitzen; doch auch 
im Gehen. [Hg.] 
910. Abends sehr müde, mufs sich legen und kann 
doch vor 1 Uhr nicht einschlafen, wegen 
Munterkeit; es thaten ihr die Beine weh, 
als wie zu schwer. 

Schlaflosigkeit, die Nacht. 

Er wacht alle Nachte um 2 Uhr auf und kann 
nicht wieder einschlafen. 

Nachts, Schlaflosigkeit wegen trockner Hitze. 

Er schläft bis Mitternacht; dann kann er nicht 
wieder einschlafen wegen Zerschlagenheits- 
Schmerz des ganzen Körpers, drei Nächte, 
(n. 12 Tagen.) 
915. Nachts that die Seite, die Hüfte und der Ober- 
schenkel, worauf er lag, wie zerschlagen, 
oder gedrückt weh, und er mufste sich oft 
umwenden. 

Nachts kann sie nicht schlafen, wegen schmerz- 
hafter Schwere in den Beinen, (n. 3 Ta- 
gen.) 

Sie erwacht die Nacht in halbem Bewufstseyn 
mit Magendrücken, was sie früh, bei vollem 
Erwachen, nicht mehr fühlte. 

Beim Erwachen aus dem Abend-Schlafe, grofse 
üebelkeit. 

Nächtliche Mund -Trockenheit, (n. 12 Tagen.) 
920. Nacht -Schlaf, von trocknem Husten unterbro- 
chen. 

10'*' 



148 Causticmru Äetzstoff. 

Die ganze Nacht, stechende Kopfschmerzen, be- 
sonders in den Augenhöhlen, (n. 6 Tagen.) 
Er kann sich die Nacht, im Bette, nicht rühren 

vor Stich -Schmerz im rechten Oberarme. 
Nachts, schlaflos wegen Zieh -Schmerz in den 

Armröhren. 
Nachts schmerzen die Arme, im Achsel -Gelenk 
und im Ellbogen, wie eingeschlafen, worüber 
sie oft erwachte; früh, nach dem Erwachen, 
schmerzten sie am meisten. 
925. In der Bettwärme, unerträgHches Reifsen im 
rechten Oberarme, besonders ipi Achsel- Ge- 
lenke. 
Sie schläft 16 Nächte sehr unruhig und weint 

mitunter im Schlafe. 
Schlaf voll Träume. 
Viele verworrene Träume. 
Aergerliche Träume. 
930. Nachts, ärgerliche, sehr erinnerliche Träume, 
(n. 5 Tagen.) [Ptl.] 
Unruhiger Schlaf und Träume voll Streitigkeit. 

(erste Nacht.) [Lr.] 
Mehrmaliges Aufschrecken, (die 4. u. 5. Nacht.) 
Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe, 
wie durch Schreck, (die erste Nacht.) 
[Lr.] 
Oft Aufschrecken im Schlafe, (n. 3, 12 
Tagen.) 
935. Er lacht im Traume laut. 

Schreckhafter Traum, von dem sie sich nach 
dem Erwachen aus Angst nicht wieder er- 
holen und nicht wieder einschlafen konnte, 
(d. 21. Tag.) 



Causticurn. Aetzstoff. 149 

ünrnhe, Nachts, im Bette, mit heftigem, sehr 
ängstlichem Weinen nnd undeutlichen Wor- 
ten. 

Er schwatzte nach Mitternacht wimmernd im 
Schlafe: komm her! komm her! und schlief 
dann so leise, dafs man keinen Odem hörte. 

Der Knabe kann viele Abende nicht einschla- 
fen, weil er beständig an ängstliche Dinge 
denken müsse; mit Mühe kann man ihn 
Abends bewegen, zu Bette zu gehen. 
940. Aengstliche Träume. 

Alle Nächte sehr unruhig; wenn sie eine kurze 
Zeit geschlafen hatte, ward sie von grofser 
Angst und Unruhe aufgeweckt, die ihr kaum 
erlaubten, 10 Minuten auf einer Stelle lie- 
gen zu bleiben; sie mufste sich dann setzen; 
ihr Kopf warf sich unwillkürlich von einer 
Seite zur andern, bis sie ermattet wieder 
einschlief, (n. 12 Tagen.) 

Angst und Unruhe läfst ihn die Nacht nicht 
schlafen, (n. 20 Tagen.) 

In der Nacht, im Schlafe, macht er viele 
Bewegungen mit den Armen und Bei- 
nen. 

Früh, beim Erwachen, Beängstigung. 
945. Früh, beim Aufstehn ist sie nicht munter und 
sehr matt; sie mufs sich setzen beim An- 
kleiden; nach einiger Zeit wird sie wieder 
munter. 

Unruhiger Schlaf die Nacht, mit allgemeinem, 
starkem Schweifsc. (n. 15 St.) [Hg.] 

Er wacht früh um 4 Uhr auf in starkem Schwei- 
fse über den ganzen Körper, ohne Durst 



150 Causticum, Aetzstolf. 

(n. 6 St.) und ein äLnIicher Anfall von Früh- 
schweifs 24 Stunden darauf. [Br.] 
Oefteres Aufwachen aus dem Schlafe mit ge- 
lindem Schweifse über und über, der sich 
heim Wachen etwas mehrte, (die erste Nacht.) 

Sie mufste sich die Nächte immer wenden, und 
hatte am Morgen gelinden Schweifs. 
950. Oefteres Erwachen aus dem Schlafe, wo er je- 
desmal Schauder empfand. [Lr.] 

Mitternacht, ein starker innerlicher Frost, be- 
sonders in Armen und Beinen, mit zer- 
schneidendem Schmerze im Rücken, bis früh, 
dann allgemeiner Schweifs mit Sumsen und 
Schwere im Kopfe; konnte dann nicht auf- 
dauern bis Mittag, (n. 29 Tagen.) 

Empfindung, als ob ein kalter YV^ind zwischen 
die Schulterblätter, mitten auf dem Rück- 
grate bliefse, welcher Theil selbst am war- 
men Ofen kalt blieb. 

Frost über den ganzen Körper, in der freien, 
nicht kalten Luft. 

Täglich viel innerlicher Frost, (die erste Wo- 
che.) 
965. Frost in verschiedenen Theilen des Körpers. 
[F..] 

Ein anhaltender Fieberschauder auf dem Rük- 
ken. [Lr.] 

Häufiges Schaudern bald in diesem Arme, bald 
in jenem Beine, bald über den ganzen Kör- 
per. 

Schneller Schauder, welcher vom Gesicht aus, 
über die Brust bis^ an die Kniee ging. [Fa.] 



Causticum. Aetzstoff. 151 

Schauder vom Gesichte an, hinten über den 
Rücken herab, bis in die Kniee. [Fz.] 
960. Einzelne Schauder- Anfälle im Rücken bis fast 
über den Unterleib hin, ohne nachfolgende 
oder begleitende Hitze. 

Frost-Schauder über den ganzen Kör- 
per, ohne Durst und ohne Hitze dar- 
auf, (n. 2, 3, 22 St.) [Lr.] 

Nachmittags, 4 Uhr, erst Frost und Griefsehi 
in den Beinen bis in den Rücken, mit Mat- 
tigkeit, 3 Stunden lang; zuletzt Schweifs ohne 
Hitze und ohne Durst, (n. 6 Tagen.) 

Es ist ihm fieberhaft, bald Frösteln, bald Ge- 
sichts -Hitze. 

Einstündiger Fieberfrost, dann Hitze in der 
Stirne. 
965. Sie hatte die erste halbe Nacht Frost, bekam 
dann Hitze und gegen Morgen feuchte Haut; 
dann erst hatte sie etwas Ruhe und Schlaf, 
(n. 3 Tagen.) 

Alle Abende eine zweistündige Hitze, von 6 Uhr 
an. (n. 7 Wochen.) 

Eine über den ganzen Körper sich verbreitende 
Hitze, ohne Schweifs und ohne Durst (nach 
l^St.), darauf eine allniälig entstehende Kühle 
über den ganzen Körper, mit Gähnen und 
Renken der Arme. [Htn.] 

Früh lag er im Schweifse. 

Nachtschweifs, zwei Nächte nach einander, 
(n. 36 St.) 
970. Nachtschweifs, mehre Nächte nach einander, (n. 
11 Tagen.) 



152 Causticum. Aetzstoff. 

Sauer riecliender NacLtscbwelfs , über und über. 

(n. 26 Tagen.) 
ünaufgelegt zur Arbeit, (n. 10, 20 St.) 
Langes, verdrufsvolles Schweigen, (n. 6 St.) [Hg.] 
Er ist unzufrieden mit sich selbst, bei finstrer 
Miene. [Rl.] 
975. Yerdriefsb'chkeit. [Hg.] 

Sehr verdriefslich und träge. 
Den ganzen Tag verdriefslich und mit sich selbst 
uneinig, mifsvergnügt, besorgt, und gleich- 
wohl nicht unaufgelegt zu Geistes -Arbeiten. 

Reizbar, ärgerlich, keine Freude an Musik. 

Den ganzen Tag verdriefslich; Alles, was ihn 
umgab, machte einen widrigen Eindruck auf 
ihn. [Lr.] 
980. Die ersten 12 Stunden, heiter, leichte Gemüths- 
Stimmung, leichter Gedanken - Zuflufs *); 
nach 20 Stunden aber (früh nach dem Er- 
wachen und den ganzen Vormittag über) 
Eingenommenheit des Kopfs, ängstlich, zit- 
terig, schläfrig, drückend schwer im Hinter- 
kopfe und in der Stirne, schwer in den Glie- 
dern, unter fast beständigen Schmerzen in 
den Gelenken und Muskeln der Finger, Arme, 
Schultern, Kniee und Füfse. [Stf.] 

Sehr ärgerlich, (n. 48 St.) 

Aergerlich weinerlich. 

Das Kind ist weinerlich über jede Kleinigkeit. 



*) Soweit scheint es eine Heilwirkung der gegenwir- 
kenden Lebenskraft auf einen vorher vorhandenen, gegeii- 
theiligeii Geistes- und (jemütlis- Zustand gewesen zu seyn= 



Causticum. Aelzstofi'. 153 

Gemiith zuweilen fröhlich und bald darauf är- 
gerlich. 
985. Gereizt, ärgerlich. [Rl.] 

Sehr üble, reizbare Laune, (n. 4 Tagen.) 

Zänkerei, (n. |^ St.) 

Er ist mürrisch und höchst aufgelegt zum Zan- 
ken und Poltern. [Hg.] 

Er ist mifsmüthig und leicht sehr heftig nach 
dem Mittags -Schlafe. 
990. Niedergeschlagen und verdriefslich , ohne ärger- 
lich zu seyn. (d. 1. Tag.) 

Aufgelegt zum Zanken und Lärmen, ohne jedoch 
ärgerlich zu seyn. [Fz.] 

"Widerspänstigkeit. 

Wüthige Rechthaberei und Zanksucht. 

Unbändige üebelnehmigkeit. 
995. Seine Nerven sind sehr angegriffen; er ist em- 
pfindlich, zum Zorne geneigt, dabei leichter 
frostig und von Bewegung leicht erhitzt. 

Unruhe des Gemüths, als stünde ihm etwas Un- 
angenehmes bevor, was ihn an aller Arbeit 
hinderte, Abends. [Br.] 

Gemüth betrübt und etwas ängstlich. 

Den ganzen Tag, eine Aengstlichkeit, 
als wenn er etwas Böses begangen 
oder zu fürchten hätte, oder ein Un- 
glück sich ereignet hätte. [Lr.] 

üebertrieben mitleidig: bei Erzählung der Lei- 
den Andrer und ihnen angethaner Grausam- 
keit, ist sie aufser sich vor W^einen und 
Schluchzen und kann sich nicht zufrieden 
geben. 



154 Causticum. Aetzstoff. 

1000. Verzagtheit, Unlust, höchste Ähmattung und 
Hinfälligkeit. [RL] 

Muthlos. 

Nächtliche Furchtsamkeit. 

Aeufserste Furchtsamkeit und Aengstlichkeit: 
sie hatte so grofse Angst vor einem nahen 
Hunde, der ihr nichts that, dafs sie am gan- 
zen Leibe zitterte; jedes Geräusch auf der 
Strafse setzte sie in Bangigkeit, und wenn 
sie Knaben klettern sah, gerieth sie in grofse 
Unruhe, dafs sie Schaden nehmen möchten. 

Er beschäftigt sich mit Todes -Gedanken, mit 
Unruhe und grofser Sorge. 
1005. Aengstlichkeit und Furcht macht, dafs sie 
wünscht, nicht mehr zu leben. 

Wenn sie die Augen zumacht, hat sie nichts 
als fürchterliche Fratzen und verzerrte Men- 
schen-Gesichter vor sich. 

Grofse Aengstlichkeit den Tag über. (n. 13 Ta- 
gen.) 

Bei allen Vorfällen, grofse Befürchtungen. 

Früh im Bette, von 5 bis 7 Uhr, sehr ängst- 
lich, (n. 16 Tagen.) 
1010. Bei Körper-Beschwerden wird es ihm ängstlich. 

Die gröfste Angst, 12 Stunden lang. 

Obgleich (z. B. politische) Zänkereien an ihn 
gebracht wurden, so blieb er doch ziemlich 
ruhig, fühlte sich zwar emplmdlich werden, 
vermied aber doch, davon zu sprechen, und 
in Leidenschaft zu gerathen. ( d. ersten Stn.) 
[Stf.]*) 



*) Heilwirkung. 



Causticum, Aetzstoff. 155 

Den ganzen Tag hindurch heitere Laune und 
sehr gesprächig; er wünschte sich immer mit 
Jemand zu unterhalten. [Lr.] *) 

Den ganzen Tag gröfsere Heiterkeit und Zu 
friedenheit mit sich selbst. [Lr.] **) 



•) Heilwirkung. 
**) Heilwirkung. 



156 



Conium maculatum, Flecken- 
Schierling. 

(Der aus dem ganzen, eben zu blühen anfangenden Kraute 
frisch ausgeprefste , und mit gleichen Theilen Wein- 
geist gemischte Saft, wovon man, wie die Homöopa- 
thik mit allen ihren, auf diese Weise unverderblich 
erhaltenen Pflanzen - Säften thut, zwei Tropfen in ein, 
mit 100 Tropfen Weingeist auf zwei Drittel angefüll- 
tes Gläschen fallen läfst, dasselbe, verstopft, mit zwei 
Arm -Schlägen schüttelt und hiervon einen Tropfen 
ferner durch 27 andre solche ( 100 Tropfen Weingeist 
enthaltende) Gläschen verdünnt und jede Verdünnung 
mit zwei Schüttet -Schlägen potenzirt zu decillionfa- 
cher (x) Kraft -Ent Wickelung.) 



t\\xs dem, was in den sechsziger und siebenziger 
Jahren des vorigen Jahrhunderts von Störck und 
seinen vielen Nachahmern in zahlreichen Büchern 
von den grofsen Erfolgen des conium maculatum 
geschrieben worden ist, ersieht man gar leicht die 
nicht geringe Arzneikräftigkelt dieser Pflanze, Al- 
lein, so oft auch wunderbare Hülfe durch ihren Ge- 
brauch bei den scheufslichsten Krankheiten, wenig- 
stens anfänglich, zuwege gebracht ward, so oft, ja 
noch weit öfter, stiftete auch ihre Anwendung In 
den beliebten grofsen, oft wiederholten Gaben Scha- 



Conium mac, Schierling. 157 

den, nicht selten unersetzlichen Schaden, und tödtete 
Menschen in nicht geringer Zahl. 

Das Räthsel, so viel Aufsehn erregende, so freu- 
dige als traurige Erfahrungen meist redlicher Beob- 
achter sich dergestalt ins Angesicht einander wider- 
sprechen zu sehen, konnte hlofs in den neuern Zei- 
ten die Homöopathie lösen, welche zuerst zeigte, 
dafs, um mit heroischen Arzneien wohlthatig zu ver- 
fahren und wirklich zu heilen, nicht (wie leider bis- 
her) jede unerkannte Krankheit so geradezu mit 
öftern, möglichst grofsen Gaben des heftigen, unge- 
kannten Mittels bestürmt werden dürfe, sondern: 
„ dafs nach vorgängiger Ausprüfung und Erforschung 
„der eigenthümlichen Wirkungen desselben an ge- 
„ Sunden Menschen das Arzneimittel nur in solchen 
„Krankheits -Zuständen, deren Symptome mit denen 
„der Arznei grofse Aehnlichkeit haben, anzuwenden 
„sei mittels kleinster Gaben der höchsten Yerdün- 
„nung mit angemessener Kraft Entwickelung ver- 
„bunden." 

So Etwas kontrastirt freilich ungemein mit je- 
nen halsbrechenden bis zu 140 Granen des Dick- 
saftes (Extraktes) oder bis zu einem YV^einglase voll 
frisch ausgeprefsten Schierlings -Saftes gesteigerten, 
und wohl sechs Mal täglich wiederholten Gaben je- 
ner Zeit; dafür wird aber auch vom ächten Homöo- 
pathiker keine Fehl -Cur mehr damit begonnen — 
werden nicht ferner Kranke zu Hunderten, wie da- 
mals, mit dieser Arznei zu Tode gemartert. 

Jene vielen, abschreckenden Beispiele liefsen 
mich nicht eher, als seit einem Jahre, diese Pflanze 
als eine der wichtigsten antipsorischen Arzneien er- 
kennen. Jetzt gebe ich ihr durch Aufnahme aus 



158 Conium mac. Schierling. 

dem vierten Bande der reinen Arzneimittellehre, nach 
Vervollkommnung ihrer Prüfung, hier erst ihre rechte 
Stelle. 

Oft müssen ihrer Anwendung erst einige andre 
antipsorische Mittel vorangegangen seyn, wenn sie 
ihre W^ohlthätigkeit zeigen soll. 

Am besten gieht man sie zu ein paar, mit der 
decillionfachen Kraft-Entwickelung befeuchteten, fein- 
sten Streukügelchen (-^-^) auf die Gabe für 30, 35 
Tage Wirkungsdauer, die bei ihr etwas kürzer beob- 
achtet wird, als bei den andern antipsorischen Arz- 
neien. 

Mehr oder weniger Riechen an versüfstem Sal- 
petergeist, in einigen Fällen auch Avohl etwas Kaf- 
fee-Trank mindert allzu stürmische Wirkungen der- 
selben. 

Am hülfreichsten zeigte sie sich, wenn übrigens 
die am meisten charakteristischen Zeichen der pso- 
rischen Krankheit ihr Aehnliches treffend unter den 
Schierlings-Symptomen fanden, auch wohl das Uebel 
in abgesonderten Anfällen erschien, vorzüglich aber, 
wo folgende krankhafte Zustände zugegen waren: 
Schwindel beim Umsehen, als wollte der Kranke auf 
die Seite fallen ; chronischer Stich-Kopfschmerz ; An- 
fälle reifsenden Kopfwehs zum Liegen; Kopf-Schwere; 
Stiche im Oberkopfe; dunkle Punkte und farbige 
Streifen vor den Augen im Zimmer; Kälte -Gefühl 
in den Augen, beim Gehn im Freien; Jucken unter 
den Augen und beim Reiben, beifsendes Brennen; 
Kurzsichtigkeit; (Weitsichtigkeit;) Blenden der Au- 
gen vom Tageslichte; Gesichts-Hitze; juckende Blü- 
then im Gesichte; Jucken im Gesichte; Stechen im 
Ohre beim Gehen ins Freie; Reifsen und Stechen 



Com'um mac. Scbierling. 159 

in und um die Ohren; Sumsen und Klingen in den 
Ohren; ziehendes Stechen im Ohre herauswärts; 
Brausen im Ohre; Anhäufung von Ohrschmalz; ver- 
härtete Ohr-Drüsen- Geschwulst; morgentliche Na- 
sen -Verstopfung; Verstopfung beider Nasenlöcher; 
jahrelange Nasen -Verstopfung; lästiges Gefühl von 
Nasen -Trockenheit; Eiter-Flufs aus der Nase; trok- 
kene, schälige Lippen; Zieh-Schmerz in guten Zäh- 
nen vom Gehn in freier Luft; Stich-Schmerz in den 
Zähnen; unwillkürliches Nieder -Schlucken; Kratzen 
im Halse; häufiges leeres Aufstofsen den gan- 
zen Tag; lautes Aufstofsen; Aufstofsen nach dem 
Geschmackc der Speisen; Soodbrennen zum Halse 
herauf; Vollheit im Hals -Grübchen, es will aufsto- 
fsen und kann nicht; Brod will nicht hinunter, es 
schmeckt nicht; üebelkeit der Schwangern; Heifs- 
hunger; nach dem Essen, Brennen im Schlünde her- 
auf; Magendrücken beim Essen; Zusammenziehen- 
der Magenschmerz; Magen-Kram pf; Blähungs- 
Versetzung; Kollern und Knurren im Bauche; be- 
klemmendes Zusammenziehen des ünterbauches; 
Wundheits- Gefühl im ünterleibe, beim Gehen auf 
Steinpflaster; Früh, beim Erwachen, Vollheit im Un- 
terleibe; Winden und Wühlen in der Nabel- Ge- 
gend; Leibschneiden bei Biähungs-Abgang; mit Blut 
bezogener Stuhl; nur aller zwei Tage harter Stuhl- 
gang; Durchfall; L e ib ve rs topfung mit v ergeb- 
lichem Drange zum Stuhle; Schneiden in 
der Harnröhre beim Wasserlassen; Drücken 
auf die Blase, als wollte der Urin gleich fort; beim 
Harnen stockt der Abgang plötzlich und fliefst nur 
erst nach einer Weile wieder; dicker, weifstrüber 
Harn; Impotenz und Mangel an Erektionen; unge- 



160 Comum mar. Schierling. 

niigllclie, kurzdauernde Ruthen -Steifigkeit; unkräfti- 
ger Beischlaf; Mutter-Krämpfe; Pressen nach 
unten und Stechen in der Schei^^e; Stiche in den 
Schamlefzen; Mutter -Krämpfe, es fängt über der 
Scham an zu wühlen, spannt den ganzen Bauch auf, 
kommt in die Brust und sticht in der linken Seite; 
Jucken an und in der Scham; Pressen nach unten 
und Zieh -Schmerz im Oberschenkel bei der Regel; 
allzu schwaches Monatliche; Husten bei Skrophel- 
Kranken; Engbrüstigkeit früh beim Erwachen; Früh- 
Engbrüstigkeit; Kurzathmigkeit beim Gehen; Sti- 
che im Brustbeine; Rucke in der Brost; Drücken 
und Zusammenpressen über den Hüften; Spannung 
Im Nacken; ^Vundhelts- Schmerz in den untersten 
Halswirbeln; Achseln wie wund gedrückt; Schweifs 
der Handteller; Zieh -Schmerz in den Hüften; Mü- 
digkeit in den Knieen; Verkältlichkeit der Füfse; 
Fafs -Kälte; Nessel- Ausschlag von starker Körper- 
Bewegung; öftere, rothe, juckende Flecke am Kör- 
per; alte, feuchtende Flechten; braune Flecke am 
Körper; hysterische und hypochondrische Paroxys- 
men; Anfall: es kommt stichlicht vom Magen her 
unter den linken Rlbben hin und sticht bis in den 
Rücken; Mattigkeit Im ganzen Körper, vorzüglich 
in den Beinen; jähllnge Erschlaffung beim Gehen; 
Tags-Schläfrlgkeit; Abend-Schläfrlgkelt, mit Zuziehn 
der Augenlider; Abends im Bette, spätes Einschla- 
fen; schwärmerischer Schlaf ; viele nächtliche Träume; 
Schreckbaftigkelt; Unlust zur Arbelt; Hypochon- 
drie; Muthlosigkelt; Neigung zum Aerger, Unmuth 
und Trübsinn; Reizbarkeit. 

Die Herren Doktoren: Franz [Fz.], Grofs 
[Gfs.], Langhammer [Lr.], Rummel [Rh] und 

Wis- 



Conium mac, Schierling. 161 

licenus [Ws.j haben einige Beiträge za dieser 
Prüfung geliefert, 

Schwindel im Kreise herum, wenn er vom 
Sitze aufsteht. 

Schwindel nach Bücken, heim Wiederaufrichten, 
als wollte der Kopf zerspringen. 

Schwinde], am schhmmsten im Liegen, als ginge 
das Bett im Kreise herum. 

Früh, heim Aufstehn aus dem Bette, Schwindel. 
(n. 13 St.) [A. Seht.] 
5. Schwindel heim Treppen- Ahstelgen; sie mufste 
sich anhalten, und wufste auf einen Augen- 
blick nicht, wo sie war. 

Schwindel, der den Kopf angreift. [Fothergill, 
Med. obs. III. S. 400.] 

Schwindel, dafs ihm Alles um den Ring zu ge- 
hen schien. [Boerhave, PraeL ad Inst, 
VI. S. 255.] 

"Wanken. [Van Ems, in Boerhave Praelect, 
de m. n, I. S. 236.] 

Trunkenheit, [ßlerchen, Tal omKraftskadorJ] 
10. Mangel an Gedächtnifs. 

Gedächtnifs - Verlust. [W. Bowley, seventy 
four cases. Lond. 1779.] 

Nach Erwachen aus dem Mittags -Schlafe, Un- 
hesinnlichkeit. 

Er kann sich beim Sprechen nicht gehörig aus- 
drücken und nicht recht besinnen. 

Eingenommenheit des Kopfs, (n. 1 St.) 
15. Dummheit: der Kopf ist eingenommen; 
schweres Begreifen dessen, was man 
liest. 
IV. 11 



162 Conium mac. Schierling, 

Betäubung: er versteht das Gelesene schwer. 

Nach dem Trinken wird's ihm dummlich im 
Kopfe. 

Nach festem Schlafe, beim Erwachen, schwer 
eingenommener Kopf. 

Es ist ihr zwei Tage lang wirhlich und duselig. 
20. Beim Gehen sehr düseh'g. 

( Schlagflufs.) [Lange, dubia cicuta vexata. 
Heimst, 1764.] 

V^ässeriger Schlagflufs. [Collin, Annas med, 
III. Vindoh, 1764. S. 104.] 

Schwere des Kopfs. [ Wa t s o n, Thilos, transact,'] 

Kopf- Schwere. 
25. Beim Gehen in freier Luft, einfaches Kopfweh; 
es ist ihm dumm; auch früh bis zum Früh- 
stück. 

Beim Gehen in freier Luft, Kopfweh, ein dum- 
pfes Drücken; er mufste die Stirne reiben, 
(n. 24- St.) 

Empfindung in der rechten Gehirn -Hälfte, als 
wenn ein grofser fremder Körper darin wäre 

Ein drückender Schmerz in der rechten Gehirn- 
Hälfte, nach hinten zu. (n. 3 St.) 

Allmällg erhöheter, einseitiger Kopfschmerz, wie 
ein Abwärtsdrücken, wie von etwas Schwe- 
rern darin und wie zerschlagen, durch Bewe- 
gung der Augen nach der kranken Kopf- 
Seite vermehrt, (n. 2, 3 St.) 
30. Kopfschmerz beim Auftreten; sie fühlt jeden 
Tritt im Kopfe. 

Bei jedem Tritte im Gehen, ein Knipsen im 
Scheitel, ohne Schmerz, doch nicht im Si- 
tzen. 



Conium mac, Schierling. 163 

Früh, heim Erwachen, eine Art Kopfschmerz, 
wie in epidemischen Fiehern, als wäre das 
Gehirn zerrissen, vorzüglich nach dem Hin- 
tcrhanpte zu. (n. JO St.) 

Kopfschmerz früh, heim Erwachen, wie zu voll, 
als wollte der Kopf zerplatzen. 

Tägliches Kopfweh wegen allzu kleiner, mit 
Drängen verbundener, obgleich täglich öfte- 
rer Stuhl -Abgänge. 
35. Heftiges Kopfweh, mit Schwindel, woran sie, 
traurig und ohne zu sprechen, auf einer 
Stelle sitzend, drei, vier Tage lang zubrachte, 
[Lange, a. a. O. S. 13.] 

Links im Hinterhaupte (beim Gehen), langsa- 
mes Reifsen. (n. |- St.) [Fz.] 

Früh, reifsender Schmerz durch die Schläfe, (d. 
4. Tag.)^[Fz.] 

Reifsendes Kopfweh in der Schläfe -Gegend und 
Drücken in der Stirne, nach dem Essen, (d. 
3. Tag.) [Fz.] 

Reifsender Schmerz in den Schläfen beim Es- 
sen. [Fz.] 
40. Reifsende Stiche vom linken Seitenbeine bis in 
die Stirn -Gegend herab. 

Ziehen an den Schläfe -Knochen. 

Ziehender Schmerz in den Schläfen beim Be- 
rühren. [Fz.] 

Beim vorgebogenen Sitzen entsteht von Zeit zu 
Zeit ein Gefühl von Schwere im Hinterhaupte, 
das öfters vergeht und wiederkommt; durch 
Aufrichten verging es jedesmal, (n. 2^ St.) 
[Ws.] 

11 * 



164 Conium mac, Schierling. 

Scharfer Druck auf einer kleinen Stelle der Kopf- 
bedeckungen. 
45. Drücken in beiden Scbläfen. (n. etlichen St.) 
[Rl.] 

Drückendes Kopfweh über den Augen, von in- 
nen heraus, (n. 4 St.) [WsJ 

Kopfschmerz (änfserlich), wie zusammengezo- 
gen, oben auf dem Stirnbeine, der beim Bük- 
ken und Auflegen der eignen Hand vergeht, 
mit Frostigkeit, Schwindel und verdriefslicher 
ünbesinnlichkeit. (n. l-J- St.) [Fz.] 

Nach jedesmahgem Essen, ein Spannen im Ko- 
pfe und wie ein Zusammendrücken von bei- 
den Schläfen aus; er mufs sich mit dem Ko- 
pfe vorne auflegen, auf den Tisch. 

Drückender Schmerz äufserlich an der Stirne. 
(n. 3 St.) [Lr.] 
50. Drückend betäubendes Kopfweh äufserlich an 
der Stirne. (n. 11, 54 St.) [Lr.] 

Oben auf dem Stirnbeine, Kopfschmerz, drük- 
kend wie von einem Steine, (d. 3. ^^^') 

Kopfschmerz, ein VS^uchten und Greifen in der 
Stirne, wie aus dem Magen, und eine so 
grofse Empfindlichkeit des Gehirns, dafs es 
schon von Geräusch und vom Sprechen 
schmerzhaft erschüttert ward. 

Früh, nach dem Aufstehn, Kopfschmerz: es 
sticht zur Stirne heraus. 

Kopfschmerz: Stechen in der Stirne, den gan- 
zen Tag; doch durfte sie sich nicht legen. 
55. Kopfschmerz wie Nadelstiche, wohl eine Stunde 
lang. 



Conium mac, Schierling. 165 

Kopfschmerz: Stechen zur Stirne heraus, mit 
Neigung, sich zu legen, Vormittags. 

Stiche in der Stirne. 

(Mittags) stechender Schmerz zur Stirne 
h eraus. 

Mehre Ausschlags - Knötchen über der Stirne, 
wovon eins so grofs wie eine Haselnufs wird, 
binnen 15 Tagen, und bei Berührung an 
seiner Spitze schmerzt, (d. 1. Tag.) 
60. Ein Ausschlags -Knötchen auf der Stirne, für 
sich spannenden Schmerzes, bei und nach 
dem Berühren in seinem Umfange umher 
reifsend schmerzend, (d. 2. u. 3. Tag.) [Fz.] 

Ausschlags - Blüthe auf der Stirne, für sich span- 
nend ziehenden Schmerzes, (d. 4. Tag.) [Fz.] 

Juckendes Fressen an der Stirne, das durch Rei- 
ben nur auf kurze Zeit vergeht, (n. 4^ St.) 
[Ws.] 

Ausfallen der Kopfhaare. 

Erweiterte Pupillen, (n. 1 St.) [Fz.] 
65. Verengerte Pupillen (Heilwirkung), (n. 3| St.) 
CL"-.]_ 

Weitsichtigkeit (bei einem Kurzsichtigen): er 
konnte ziemlich entfernte Gegenstände deut- 
lich erkennen, (n. 3^ St.) [Lr.] 

GrÖfsere Kurzsichtigkeit, als in gewöhnlichen 
Zeiten: er konnte nur ganz nahe Gegen- 
stände erkennen (Nachwirkung), (n. 29 St.) 
[Lr.] 

(Gesichts -Täuschung: die Gegenstände sehen 
roth aus.) [Greding, verm. Sehr. S. 118.] 

Gesichts - Schwäche. [Gatacker, Essays 011 
med, subj.'] 



166 Coniurn mac, Schierling. 

70. Verdunkelung der Augen. [Baylies, Andree.] 

Blindheit, gleich nach dem Schlafe, in der Son- 
nenhitze. [Amatus Lusitanus, Cent. V. 
Cur. 93.] 

Nachmittags nach Klage über Kopf- und Au- 
gen-Schmerz, verliert das Kind auf einige 
Zeit die Sehkraft; und auch später kehrt die 
kurz dauernde Blindheit zurück. [Gfs.] 

Vor dem rechten Auge schwebt wie ein Faden. 

Beim Gehen im Freien ist's ihr düstrer vor den 
Augen, im Zimmer heller. 
75. Beim Lesen einer nahe gehaltenen Schrift schie- 
nen sich die Zeilen auf und nieder zu bewe- 
gen, (n. 13 St.) 

V^^olken und lichte Flecken vor den Augen. 

Rothe Augen. [Baylies.] 

Gelbliches Augenweifs. (d. 10. Tag.) 

Hitze in den Augen. 
80. Hervorgetretene Augen. 

Mattes Aussehn der Augen. [Gfs.] 

Fippern des obern Augenlides. 

(Früh) StecKen im innern Winkel der Augen, 
deren Lider zusammengeklebt sind. 

Brennen auf der innern Fläche der Augenlider. 
85. Früh, schwieriges Oeffnen der Augenlider; sie 
sind zugezogen. [Bl.] 

Augen, früh voll Augenbutter. 

Jucken um das linke Auge. 

Juckendes Stechen in den innern Au- 
genwinkeln, durch Reiben nicht zu 
vertilgen, (n. {| St.) [Ws.] 

Beifsender Schmerz im innern Augen- 
winkel, als wäre etwas Aetzendes 



Coniurn mac. Schierling. 167 

hineingekonimen; das Auge thränt. 

(n. 44- St.) [Ws.] 
90. Drllcken wie von einem Sandkorne im äufsern 
Augenwinkel. 

Drücken im Äuge, wie von einem Sandkorne, 
vorzüglich Vormittags; das Weifse im Auge 
ist rotb und entzündet; die ausdringenden 
Thräncn beifsen an den Augenlidern. 

Drucken in den Augen, am meisten beim 
Lesen. 

Wenn sie Abends im Bette die Augen zum 
Schlafen schliefst, so macht diefs keine an- 
genehme, sondern unangenehme Empfindung, 
ein schmerzhaftes Drücken. 

Gegen Abend, Brennen in den Augen mit Drük- 
ken über den Augenhöhlen, (n. 6 St.) 
95. (Ziehender Scbmerz in den Augen, mit Röthe 
der Augen.) 

Bewegung der Augen, als Vv^enn sie herausge- 
drückt würden. [Fothergill.] 

Lang anhaltendes, stechendes Jucken in der 
rechten Wange und an der linken Seite des 
Gesichts herab, was nur durch wiederhohes 
Kratzen vergeht, (n. 2^ St.) [Fz.] 

Ein feiner Stich fabrt durch die rechte Gesichts- 
Seite neben dem Jochbeine, (n. 2^ St.) 
[^Ys.] 

Feine Stiche fabren durch den rechten Backen 
nach dem Mundwinkel zu. (n. 56 St.) [Ws.] 
100. Gesichts -Geschwulst. [Lande utte, Journal de 
Medecine, XV.] 

BläuHches, geschwollenes Gesicht. [Störck, lib. 
de Cicutay Cap. 2.] 



168 Conium mac, Schierling. 

Bläue des Gesichts. [Sim. Paulli, Quadrip, 
Botan. Ciciita maJorJ] 

Kranke, blasse Gesichts -Farbe, (d. 7. Tag.) 

Früh, grofse Gesichts -Blasse. 
105. (Nächtlicher Gesichts -Schmerz.) 

Nach dem "Waschen des Gesichts nnd Abtrock- 
nen schrlindet die Haut des Gesichts, als 
wäre sie wund. 

Auf einem alten Leberflecke an der Backe ent- 
steht ein Blüthchen. 

Geschwulst am Jochbeine und obern Zahnflei- 
sche mit Spann -Schmerz, (d. 3. Tag.) 

Reifsend stechender Schmerz, dicht vor dem 
Ohre am Backen, Abends. 
110. Hinter den Ohren und am Warzenfortsatze, 
schmerzhaftes Spannen der Haut , selbst 
ohne Bewegung, (n. tj St.) [Ws.] 

Stiche hinter beiden Ohren, besonders im sitz- 
förmigen Fortsatze, und hierauf stumpfer 
Schmerz an dieser Stelle, (n. 5 St.) 

Scharfe Stofse zum Innern Ohre heraus, vor-^ 
züglich und stärker beim Schlingen, (n. |- 
St.) [Ws.] 

Kneipend stechender Schmerz im Ohre beim 
Trinken, 

Empfindung, als wenn das innere Ohr ausein- 
ander gezwängt würde. 
115. Ein jählinger, scharfer Druck im Ohre, fast wie 
Ohrzwang. 

Im äufsern Ohre, theils ziehender, theils relfsen- 
der Schmerz. 

Heftiges Jucken im äufsern Ohre. 

Blutrothes Ohrschraalz. 



Contum mac. Schierling. 169 

Schmerzhaft empfindliches Gehör, hei 
Geräusch Schreck verursachend. 
120. Er fährt von jedem Schalle zusammen. 

Wenn sie schnaubt, fährt's ihr vor die Ohren, 
und sie sind dann wie zugestopft. 

Geräusch vor dem rechten Ohre, wie von ei- 
nem Wasserfalle, ^ Stunde lang. (n. 14 St.) 

Geräusch im Ohre, als wenn das Blut durch 
das Gehirn rauschte. 

Klopfen des Blutes im Ohre. 
125. Helles Klingen im Ohre. 

W^uhhern und Brummen in beiden Ohren. 

Zucken in der Nase. 

Ein augenblickliches Zucken an der Wurzel 
der Nase. 

Juckendes Kriebeln in der Nase. (n. 1^ St.) 
[Ws.] 
130. In der Nasen -Scheidewand, heim Aufdrücken, 
stechender Wundheits-Schmerz, als wäre da 
eine Ausschlags -Blüthe. 

Uebermäfsig feiner Geruch. 

Hinten in der Nase, eine Art Theer- Geruch, 
den er auch zu schmecken wähnt. 

Blutsturz aus der Nase, [Ehrhardt, Di'ss, de 
Cicuta, Argent. 1763. — Lange, a.a.O.] 

Oefteres Nasenbluten. 
135. Beim Niefsen, Nasenbluten. [Gfs.] 

Kriebeln auf dem Rücken der Nase, (n. 14- St.) 
[Ws.] 

Juckendes Kriebeln auf der Nasenspitze und in 
den Nasenlöchern, (n. 3^ St.) [Ws.] 

Ein Eiterblüthchen in der Falte neben dem rech- 
ten Nasenflügel. 



170 Conium rnac. Schierling. 

Zittern der Unterlippe. [Störe k, a. a. O.] 
140. Jucken an der Oberlippe, (n. 4 St.) [W^s.] 

Blasen am Rande des Rothen der Oberlippe, 
schriindenden Schmerzes. 

Lippen -Geschwüre nach Fieber. [Greding, a. 
a. O.] 

Am Kinne, feine Stiche, aufwärts durch die 
Kinnlade, (n. \ St.) [Ws.] 

Arges Jucken um das Kinn. 
145. Bald nach dem Trinken zieht's ihm von den 
Kinnbacken nach dem Ohre und nach dem 
Kopfe hin, doch eben nicht schmerzhaft. 

Ziehen an der rechten Seite des Halses herab, 
bis an das Achsel-Gelenk, in der Ruhe. (d. 
3. Tag.) [Fz.] 

Beim Gehen im Freien, Ziehen im Nacken, (n. 
1 St.) [Fz.] . ^ 

Zuckende Schauer vom Nacken gegen den Kopf, 
^(d. 4. Tag.) 

(Vermehrte Geschwulst des Kropfes.) 
1 5v). Kinnbacken - Yerschliefsung ( trismus ). [ E h n- 
hardt, a. a. O.] 

Zähneknirschen. \_Medic, Obs. and Incj. IV. 
Loiid, 1771. S. 44.] 

Bei Bewegung des Unterkiefers, bohrende Na- 
delstiche zwischen den linken Zahnfächern, 
(n. 4'1 St.) [Lr.] 

Beim Kaltessen (nicht beim Kalttrin- 
ken) Ziehen im hohlen Zahne und 
durch die Schläfe, (n. 3 St.) [Fz.] 

Zieh -Schmerz von den untern rechten Zähnen 
bis ins Jochbein. 
155. Zucken und Nagen in den Zähnen. 



Conium mac. Schierling. 171 

Leiclites Bluten des Zahnfleisches. 

Zahnfleisch der Backzähne hlutet. 

W^enn sie im YV^inde geht, mufs sie viel schluk- 
ken. 

Verhindertes Schh'ngen. [Ehrhardt, a. a. O.] 
160. Halsweh: es thut heim Schlingen wund weh. (d. 
2. Tag.) 

Krämpfe im Schlünde. [Ehrhardt, a. a. O.] 

Zungen -Schmerz. [Sim. Paulli, a.a.O.] 

Steife , geschwollene , schmerzhafte Zunge. 
[Störe k, a. a. O. Cap. I.] 

Schwere Sprache. [Andre e.] 
165. Sprachlosigkeit. [Störe k, — Ehrhardt, a.a.O.] 

Trockne Zunge. [Baylies.] 

Trockenheit des Mundes. [Störck a. a. O. 
Cap. IL] 

Durst. [Baylies, — Fothergilh] 

Heftiger Durst, ohne Hitze, den ganzen Tag. 
(n. 74 St.) [Lr.] 
170. Viel Durst , alle Nachmittage. 

Speichelflufs. [Bierchen, a.a.O.] 

Starker Speichelflufs. [Valent. in Hu fei. Jour- 
nal, XXIX, IIT.] 

Appetitlosigkeit. [Andry, — Pharm, heb., — 
Lange, — Landeutte, a. a. O.] 

Gänzliche Appetitlosigkeit nnd grofse Magen- 
Schwäche. [Lange, a. a. O. S. 9.] 
175. Sogleich verminderter Appetit an Speisen und 
Tahakrauchen. 

^lel Appetit zu, Sauerm. 

Säuerlicher Geschmack im Munde. 

Fauliger Geschmack im Munde, heim Essen und 
Schlingen. 



172 Conium mac. Schierling. 

Znweilen entsteht von freien Stücken ein bittrer 
Geschmack im Halse, (n. 11 St.) [Fz.] 
180. Bitterkeit im Munde, und vorzüglich im 
Halse, (d. 4, 6. Tag.) 

Nach dem Frühstück, bitter saurer Geschmack. 

Oefteres Aufstofsen. 

Unvollständiges Aufstofsen , welches Magen- 
Schmerz erzeugt. 

Oefteres leeresAufstofsen, vorzüglich früh. 
185. Saures Aufstofsen, Abends. 

Säuerliches Aufstofsen, mit Brennen im Magen. 

Fauliges Aufstofsen. [Schmucker.] 

Aufstofsen nach dem Geschmack der Speisen, 
selbst 6 Stunden nach dem Essen. 

Aufstofsen mit Geschmack des Genossenen. 
190. Viel leeres Aufstofsen, ohne Geschmack 
und Geruch. 

Ranziges Soodbrennen. 

Abends, Soodbrennen. 

Schlucksen. 

Nach dem Essen, Brecherhchkcit und Schluck- 
sen darauf, doch hat er gehörigen Geschmack 
und guten Appetit. 
195. Uebelkeit, Kopfschmerz und Schleim-Erbrechen, 
(d. 3. Tag.) [RI.] 

Brecherlichkcit und Aufstofsen, mit Mattigkeit. 
[Greding.] 

Uebelkeit, Brecherlichkcit. [Störck, — Fother- 
gill, a. a. O.] 

Oeftere Uebelkeit und gänzliche Appetitlosigkeit. 
[Lange, a. a. O. S. l4, 37.] 

Brecherlichkcit. [ C u 11 e n.] 



Conium mac, Schierling. 173 

200. Früh- üebelkeit, die nach erfolgtem Stuhlgange 

vergeht. 
Nachmittags, bei Kopfschmerzen, Uehelkeit und 

Schleim -Erbrechen, worauf viel Aufstofsen 

erfolgt, [Rl.] 
Heftiges Erbrechen. [Ehrhardt, a. a. O.] 
Oefteres Erbrechen mit gänzlicher Appetitlosig- 
keit. [Lange, a. a. O. S. 33.] 
Nach dem Frühstück, eine grofse Mattigkeit und 

eine Abspannung der Bauchmuskeln. 
20v5. Nach dem Essen, Uehelkeit mit Sattheits- Ge- 
fühl. 
Nach dem Essen mindert sich das Ziehen im 

Kopfe und die Eingeschlafenheit des Gehirns. 

(n. U St.) [Fz.] 
Nach dem Essen, Beklemmung und hartes Drük- 

ken änfserlich auf dem Brustbeine, (n. A-h St.) 

[F..] 
Nach dem Essen, Auftreibung im Oberbauche 

mit Drücken im Magen, was bänghch den 

Odem versetzt. 
Beim Essen und Trinken, Schweifs. 
210. Nach dem Mittags-Essen, Kopfweh im Nacken, 

im Scheitel und in der Stirne, ein Drücken 

mit Uehelkeit. 
Nach dem Essen, saures Aufstofsen. 
Nach dem Essen bekommt sie den ganzen Mund 

voll sauren Wassers. 
Nach dem Essen sc hw ulkt ihr Saures 

aus dem Magen auf. 
Nach Essen ist's ihr ganz sauer im Munde. 
215. Nach dem Frühstück, versagendes Aufstofsen. 



174 Conium mac. Schierling. 

W^enn sie etwas gegessen hat, kommt wie aus 
dem Magen eine Art matter Hitze durch die 
Arme his in die Finger; da werden die Hände 
blafs und sterben ab (gefühllos, kalt). 
Nach Genufs weniger Milch, schnelles Aufblä- 
hen des Unterleibes. 
Nach dem Essen (Abends), Bauchschmerz in 
der Nabel -Gegend, als wären die Gedärme 
zerschlagen, (n. 12 St.) [Fz.] 
Eine halbe Stunde nach dem Essen, ziehender 
Schmerz im ünterleibe, in der Nabel- Ge- 
gend. [Fz.] 
220. Nach dem Mittags -Essen, ziehendes Leibweh 
im Ünterbauche, im Sitzen, (d. 3. T.) [Fz.] 
Früh, nach dem Essen, Leibweh, und den gan- 
zen Tag eine grofse Vollheit im Magen und 
auf der Brust, (d. 4. Tag.) [Fz.] 
Ein Druck in der Herzgrube, als wenn's drin 
herumzöge, und dann in der Brust-Seite ei- 
nige Stiche, auch früh. 
Drücken und Aengstlichkeit wie von Vollheit in 
der Herzgrube, mit Stichen untermischt, und 
durch Einathmen und Körper-Bewegung ver- 
mehrt. 
Drücken von der Herzgrube herauf bis in den 
Schlund, als wollte ein runder Körper her- 
aufsteigen, (d. 2. Tag.) 
225. Zieh -Schmerz von der Herzgrube bis in den 
Schlund herauf, mit kurzem, schwierigem 
Athem, früh nach dem Aufstehn und nach 
dem Stuhlgange, (d. 11. Tag.) 
Zusammenzieh -Schmerz mit Kälte -Empfindung 



Conium macu Schierling. 175 

im Magen und Kälte im Rücken weckte sie 
früh aus dem Schlafe. 

Empfindung im Magen, wie roh und wund. 

Früh, heim Liegen und Umwenden im Bette, 
unterkölhig wander Schmerz in der Herz- 
grube, drei Morgen, (d. J3. Tag.) 

Krampfhafte Schmerzen im Magen. 
230. Kardlalgie. \]?harm, heb. a. a. O.J 

Krampfiges Kneipen im Magen. [Fothergill, 
a. a. O.] 

Feine Stiche in der Herzgrube, (n. | St.) [V^^s.] 

Aus dem Schlafe weckt sie ein Kneipen im Ma- 
gen, was die Brust zusammenzieht, unter 
Zusammengreifen im Rücken (und vielem 
Autstofsen). 

Zuerst entsteht Kneipen im Magen, was dann 
dumpf in die Gedärme übergeht. 
235. Der Magen ist oft durch Blähungen aufgespannt. 

Aufblähung des Magens. 

Schmerzhafte Spannung um die Hypochondern, 
wie von einem zusammenschnürenden Bande, 
(n. 2 St.) 

Früh, liegend im Bette, Stich -Schmerz im lin- 
ken Hypochonder, mit Athem- Beklemmung, 
der durch Aufrichten vergeht. 

In Absätzen erfolgender Stich -Schmerz in der 
Leber- Gegend, (n. IQ St.) 
240. Stich in der Leber - Gegend, der den Athem 
hemmt. 

Stiche in der Leber-Gegend, (d. 20. Tag.) 

Schart ziehende Rucke unter den rechten Ribben. 

Schartes Ziehen im vordem Leberflüß:el. 



176 Coniiim mac. Schierling. 

Schmerz wie ein Rifs in der Leber-Ge- 
gend. 
245.1m Gehen empfindet er einen Druck -Schmerz 
in der Leber. 
Drückender Schmerz in der rechten Seite des 
Unterleibes und der Brust, durch Einathmen 
vermehrt, (n. 16 St.) 
Abends, nach Essen, arge Aufgetriebenhelt und 
Härte des Bauchs; der Nabel hervorgetreten, 
was ihren Schlaf beunruhigte. 
Beim tief Athraen strammts in der rechten 

Bauch -Seite. 
Drückend spannender Schmerz im linken Hypo- 
chonder, bis in die Unterbauch -Seite. 
250. Nach dem (Mittags-) Schlafe wird ihm der Un- 
terleib aufgetrieben. 
Nachmittags, Unterleib voll und aufgetrieben. 

(d. 2. Tag.) 
Schneidende Stiche im Unterleibe, wie mit einem 

Messer, (d. 4. Tag.) [RL] 
Im Unterlelbe flüchtig stechende Schmerzen, (d. 

8. Tag.) 
Stich In der linken Bauch -Seite, (d. 2. Tag.) 
255. Stechen wie mit einem Messer Im Unterleibe. 
Dumpfes Relfsen auf einer kleinen Stelle, dicht 

unter dem Nabel. 
Früh, mehre Morgen, absetzend wundartig rei- 
fsender Schmerz von der Magen -Gegend 
bis in die Bauch -Seite, als wenn Alles im 
Unterleibe herausgerissen würde. 
Relfsen Im Unterbauche, über der Scham bis 

zum Bauchringe. 
Knurren und Kollern im Bauche. 

260. 



Conium mac. Schierling. 177 

260. Nach zweislündigem Froste mit Kopfweh und 
üebelkeit, früh, erfolgt Leibschneiden. [RL] 

Schneiden in der linken Bauch -Seite, als träte 
da ein Knollen auf. 

Aufser dem Essen, anhaltender Druck tief im 
Unterhauche, wie von etwas Schwerem. 

Beklemmung im Unterleibe. 

(Drücken im Unterbauche, drauf auch Gähren 
darin.) 
265. Drücken und Greifen im Unterleibe. 

Krampf im Unterbauche, (d. 6. Tag.) 

Früh, beim Sitzen^ zieht's ihm im Unterbauche 
und drückt nach dem Oberbauche zu. 

Nach dem Trinken, eine ziehende Empfindung 
im Unterleibe. 

Früh nach dem Aufstehen, ziehender Bauch- 
schmerz in der Nabel-Gegend, (d. 3. Tag.) 
_[Fz.] 
270. Beim Gehen, ziehender Banchschmerz. (n. 3 
St.) [Fz.] 

Bauch -Schmerz: ziehender Zerschlagenheits- 
Schmerz der Gedärme, im Sitzen, (n. 9-J 
Si.) [Fz.] 

Zuckende Zusammenziehung und Anspannung 
des Unterleibes gegen die Brust herauf, 
drückenden und kneipenden Schmerzes, ei- 
nige Minuten lang. (d. 2. Tag.) 

Zusammenzieh -Schmerz im Unterbauche, wie 
Nachwehen, welcher zu Stuhle drängt, (d. 
ersten 2 Tage.) 

Beim Gehen thut's über den Hüften web. 
275. Beim Lachen thut's im Unterleibe weh. 
IV. 12 



178 Conium mac. Schierling. 

Jedesmal nach dem Essen, Kneipen tief im ün- 

terbauche, bei gutem Appetite. 
Leibschneiden mit Durchfall, (d. 12. Tag.) 
Sogleich leichter Abgang der Blähungen. 
Heftiger Abgang vieler Blähungiin. 
280. Abgang einer Menge von Blähungen, (n. 18 

St.) 
Vor Abgang der Blähungen, Schneiden 

im Leibe. 
Abends, kolikartige Blähungs- Auftreibung des 

Bauchs, nebst Kälte des einen Fufses. 
Kneipendes Bauchweh, doch nicht unmittelbar 

vor, und nicht gleich nach dem Stuhlgange. 
Schneidendes Bauchweh tief im ünterleibe, bei 

Appetit und Nacht -Schlaf. 
285. Stechen im Oberbauche, früh beim Erwachen, 

ärger beim Bewegen. 
Heftige Leibschmerzen mit Frost. [Störck, 

a. a. O.] 
Die heftigsten Kolikschmerzen. [StÖrck, lib. 

de ColchicOi S. 89.] 
Ungeheure Bauchschmerzen. [Kaltschmidl, 

Progr. de Cicuta, Jen, 1768. S. 5.] 
Etliche Stöfse von innen gegen die Bauchmus- 
keln, wie in Schwangerschaft vom Kinde. 
290. In den Bauchmuskeln, links unter dem Nabel, 

fahren in kurzen Absätzen scharfe Stiche 

herauf, (n. 3 St.) [Ws.] 
Feines Kneipen in den Bauchmuskeln über dem 

Nabel, beim Vorbiegen des Körpers, (n. 3 

St.) [Ws.] 
Stechen im Schoofse, beim Aufstehn vom Si- 
tze. 



Conium mac, Schierling. 179 

Schmerz im rechten Schoofse, wie geschwollen 
und beim Befühlen wie unterköthig. 

Heranstreibende Schmerzen in der Brachstelle. 
_(d. 2. Tag.) 
295. Beifsen im Schamberge, im Sitzen. [Fz.] 

Häufiger Drang zum Stuhle, ohne Erfolg. 

Immer Beiz zu Stuhle; er kann aber täglich nur 
zweimal etwas verrichten, und es ist dünn. 

Täglich öfteres Drängen zu Stuhle, wobei je- 
desmal etwas Stuhl, aber sehr wenig, abgeht. 

Oefteres Noththun, es geht aber nur wenig wei- 
cher Koth ab, und der Leib wird mehr auf- 
gebläht darauf. 
300. Oeftere Durchfall -Stühle, wie Wasser, und zu- 
gleich viel Harn-Abgang und viel leeres Äuf- 
stofsen. (n. 24 St.) 

Mit Leibweh, flüssiger Stuhl mit harten Thei- 
len gemischt und mit geräuschvollen Win- 
den abgehend, (d. 7. Tag.) 

Stuhlgang mit sehr stinkendem Schleime. 

Sehr häufig Durchfall -Stühle, wie W^asser, und 
viel Unverdautes dabei, mit einem Kneipen 
im Magen, was sich durch den Unterleib 
verbreitet, (d. 4. Tag.) 

Vier flüssige Stühle mit harten Klümpchen. (d. 
6. Tag.) 
305, Der Stuhlgang geht ihm unbewufst im Schlafe 
ab. (d. 2. Nacht.) 

Unverdauter Stuhlgang, (d. 9. Tag.) 

Es geht Unverdautes mit dem Stuhlgange ab. 

Beim Früh -Stuhlgange geht Blut mit ab. 

Vor jedem Stuhlgange, ein kurzes Schneiden im 
Bauche. 

12* 



180 Coniiim mac. Schierling. 

310. Beim Stuhlgänge jedesmal Frösteln. 

Durchfall. [Landeutte, — Ehrhardt, a. a. 
O.] 

Schwächender Durchfall. [Störck, de Cicuta, 
Cap. IL] 

Es gehen kalte Blähungen von ihm ab. 

Leibes -Verstopfung. [Andree.] 
315. Geschwulst des Unterleibes. [Landeutte, — 
Ehrhardt.] 

Geschwollene Gekrösdrüsen *). [Kaltschmidt, 
a. a. O.] 

Eine äufserst verengerte Stelle im Grimmdar- 
me*). [Kaltschmidt, a. a. O.] 

Beim Stuhlgange, Brennen im Mastdärme. 

Mehrmals Stiche im After, aufser dem Stuhl- 
gange, (d. 5. Tag.) 
320. Pressen, Drängen und Schneiden im Mastdarme, 
bei Abgang von Winden mit dem Stuhl- 
gange. 

Jucken am After. 

Rother Urin. [Baylies.] 

Es brennt ihn in der Harnröhre, früh 
gleich nach dem Harnen, eine halbe 
Stunde lang. 

Brennen in der Harnröhre beim üriniren. (d. 
11. Tag.) 
325. Brennen in der Harnröhre. [Störck, a. a. O,] 

(Heftiger Stich in der Harnröhre her bis in ihre 
Mündung.) 

Zuckende Stiche in die Harnröhre hinter. 



*) Nach dem Tode beobachtet, auf kurzen Gebrauch 
des Schierlings in grofsen Gaben. 



Conium mac, Schierling. 181 

(Ein scharfer Druck auf die Blase.) 

Klammartigcs Drücken in der Gegend des Bla- 
senhalses, von aufsen nach innen, mit schar- 
fen Stichen, bald nach dem Harnlassen, wel- 
ches viele Stunden anhält, im Gehen stärker, 
als im Sitzen, (n. 48 St.) [Ws.] 
330. Grofse Schmerzen in der Harnröhre während 
des Lassens eines Urins, der stets einen trü- 
ben, zähen Schleim bei sich führt. [Lange, 
a. a. O. S. 28, 30.] 

Harnflufs mit grofsen Schmerzen. [Lange, a* 
a. O. S. 2i.] 

Schneiden des Harns beim Lassen. 

Harnunterdrückung, Ischurie. [Baylies.] 

Strangurie. [Lange, a. a. O. S. 16. — Ehr- 
bar dt, a. a. O.] 
335. Harnflufs. [Bierchen, — Gatacker.] 

Häufiges üriniren die Nacht, (n. 10 St.) 

Mehre Nächte nach einander mufs er früh um 
2 ühr zum Harnen aufstehn. 

Nachts unwillkürliches Bett -Pissen. 

Sehr oftes Harnen mit ünaufhaltbarkeit des 
Urins, (d. 3. Tag.) 
340. Ocfterer Drang zum Harnen , alle halbe Stun» 
den. 

Nach dem Harn<>n, ein beifsiges Harndrängen, 
(n. I St.) [Fz.] 

Blutharnen. [Hall er, in Götting. Anzeigen 
1775. St. 62.] 

Oefteres Blutharnen mit Engbrüstigkeit. [Lange, 
a. a. O. S. 15.] 

Schleim-Außflufs aus der männlichen Harnröhre, 
auch nach dem Harnen, (d. 4., 5,, 6. Tag.) 



182 Conium rnac. Schierling. 

345. Beim Unniren, Pressen auf die Bährmutter und 
Schneiden. 

Aufser dem Harnen, Reifsen durch die Ruthe. 
(d. 4. Tag.) [Fz.] 

Jucken an der Ruthe, der Vorhaut und Eichel, 
wogegen Reiben nicht hilft. 

Schmerz, als schnitte ein Messer mitten durch 
den Hodensack, zwischen den Hoden durch 
bis über die YV^urzel der Ruthe herauf, oft 
auf kurze Zeit wiederkehrend, (n. 50 St.) 
[Ws.] 

Abends, kneipende und reifsende Schmerzen in 
den Hoden, (d. 11. Tag.) 
350. Unbändiger Geschlechts -Trieb. [L im p recht, 
Acta Nat, Cur. I. obs. 52,] 

Drei Nächte nach einander, eine Pollution (dar- 
auf Erwachen des Geschlechtstriebes). 

Pollution, (die erste Nacht.) 

Schon beim Tändeln mit Frauenzimmern ent- 
geht ihm der Samen. 

Beim Pressen auf den Stuhl geht Vorsteher- 
drüsen-Saft ab. 
355. Am Scbamberge eine grofse Ausschlags-Blüihe, 
welche bei Berührung sehr schmerzt, (d. 3. 

Tag.) 

Arges Jucken an der Scham, Tag und Nacht, 
auch in der Scheide; sie mufs reiben; am 
schlimmsten gleich nach der Regel; nach 
dem Reiben schmerzt's wie Herunterpressen 
der Bährmutter. 

Schneiden zwischen den Schamlefzen beim Har- 
nen. 

Unterdrückt die kaum eingetretene Regel, wor- 



Conium mac. Schierling. 183 

auf, Tag und Nacht, Zieh-Schmerz den Rük- 
ken herab bis ins Kreuz erfolgt, (d. 24. Tag.) 

Unterdrückung der Monatreinigung. [Andry, — 
Andree, — - Greding.] 
260. Verbindert die Wiederkehr der Regel um 7 
Tage. 

Yor Eintritt der Regel, immer trockne Hitze im 
ganzen Körper, ohne Durst. 

Vor Eintritt der Regel, ein ängstlicher Traum. 

Vor Eintritt des Monatlichen lag es ihr in al- 
len Gliedern; sie war sehr weinerlich und 
unruhig, sorgHch und ängstlich über jede 
Kleinigkeit. 

Vor Eintritt der Regel, Stechen unter der letz- 
ten rechten Ribbe , in der Leber - Gegend, 
am meisten im Liegen, die Nacht, und vor- 
züglich beim Athemholen. (d. 23. Tag.) 
365. Regel erscheint den 17ten Tag. 

Nach Eintritt der Regel, Zusammenzieh-Schmerz 
im ünterbauche, der beim Gehen im Freien 
verging. 

Scheideflufs. (d. 2. Tag.) 

Scheideflufs weifsen, scharfen Schleims, welcher 
Rrennen verursacht *). [Baylies.] 

Vor Abgang des Schleimflusses aus der Scheide 
kneipt's im Bauche. 



370. Oefteres Niefsen, ohne Schnupfen, (u, 51 St.) 

[Lr.] 



*) Soll sehr krältig für deigteicheii helfen. 



184 Co räum mac. Schierling. 

Häufiger x\usflufs des NasenscMeims , meKre 
Tage j wie bei Schnupfen. 

Aus der Nase tropft blofs W^asser. 

Schnupfen und Husten, wovon sich etwas 
löst, was aber nicht ausgeworfen 
wird, bis er es später bei leichtem 
Husten auswirft. [Rh] 

Heftiges Katarrhal-Fieber, mit Hals-Entzündung 
und Appetitlosigkeit, (n. v/enigen Tagen.) 
[Gfs.] 
375. Heiserkeit. 

Ein trocknes Fleckchen im Kehlkopfe, wo es 
kriebelt und kitzelt zum trocknen, fast unun- 
terbrochenen Husten. 

Jucken imHalse und Reiz zum Hüsteln, 

Es kratzt und kriebelt in der Brust heran und 
nöthlgt zum trocknen, fast beständigen Hu- 
sten. 

Der Husten wird arger im Liegen, und giebt im 
Anfange viele Stöfse wie zum Erbrechen. 
380. Husten, wovon es ihm in den Kopf fährt. [Rh] 

Beim Husten klagt das Kind über Leibweh. 

Beim Husten sticht's ihr im Kopfe. 

Trockner Husten mit Heiserkeit. 

Der Husten ist locker, sie kann aber nichts aus- 
werfen. 
385. Trocknes Hüsteln. [Störck, a. a. O.] 

Nächtlicher Husten. [Störck, a. a. O.] 
Gewaltsamer Husten. [Lange, a. a. O.] 

Keuchhusten und Engbrüstigkeit. [Lange, a. 

a. O. S. 22.] 
Nach th eher Keuchhusten. [Landeutte, a. a. 

0.3 



Contum mac. Schierling. 185 



b' 



390. Keuchhusten mit blutigem Schleim-Auswurfe *). 

[Lange, a. a. O. S. lt.] 
Der heftigste Husten, wobei er das Bett hüten 

mufs. [Störck, lih. de Stram,, Hjosc, et 

Acoji, S. 93.] 
Husten, wie von einem Kilzel hinter der Mitte 

des Brustbeins, ohne Auswurf, (n. 24 St.) 

[Lr.] 
Stärkerer Husten, wie von Kitzel in der Mitte 

des Brustbeins, mit Auswurf, (n. 24 St.) [Lr.] 
Eiter- Auswurf aus der Brust. [Störck, üb. de 

Cicuta, Cap. IL] 
395. Sie ist so voll auf der Brust; und wenn sie 

dann willkürlich hustet, so will nichts los, 

und davon sticht's oben im Brustbeine. 
Langsamer Athem. 

Schwerathmigkeit. [Lande utte, a. a. O.] 
Kurzer Odem, in Ruhe und Bewegung, (d. 7. 

Tag.) 
Kurzer, keuchender Athem. [Störck, a. a. O.] 
400. Engbrüstigkeit. \WIed. Obs. andlngidr, — Lange, 

a. a. O. S. 21.] 
Oeftere Engbrüstigkeit. [Lange, a. a. O.] 
Ein Erstickungs- Anfall, als setze sich Schleim 

oben im Halse vor. [Bh] 
Anfälle, wie von Erstickung, mit Empfindung, 

als setze sich etwas oben in der Kehle vor. 
Schwieriges Athmen und heftige Brustschmer- 
zen, (nach drei- bis vierwöchentiichem Ge^ 

brauche.) [Lange, a. a. O. S. 11,] 
405. Das Athmen, besonders das Einathmen, wird 



*) Nach mehrwöchentlichem Gebrauche, 



186 Coniurn niac, Schierling. 

ibm sehr schwer; es ist, als ob sich die Brust 
nicht gehörig ausdehnte, (n. 4 St.) [Fz.] 

Abends im Bette, äufserst schwieriges Athmen, 
ein langsames, schwieriges Einathmen. (n. 
17 St.) [Fz.] 

Abends, wenn er im Bette auf der Seite Hegt, 
Athem- Beklemmung mit nel Brustschmerz, 
ein Ziehen und Reifsen durch die ganze Brost, 
und harter Druck oben auf dem Brustbeine, 
welcher beim Einathmen den Athem benimmt, 
(d. 3. Tag.) [Fz.] 

Spannung über die Brust, und beim Einathmen 
Drücken darin. 

Den ganzen Tag, Brustschmerz, Drücken auf 
dem Brustbeine und ein bald reifsender, bald 
stechender Schmerz um die Brustwarze und 
die Brüste, mit häufiger Beklemmung und 
Kürze des Athems. (d. 4. Tag.) [Fz.] 
410. In der Gegend des Herzens, zuweilen Drücken, 
als wollte es ihm das Herz abdrücken, mit 
Athem -Beklemmung, (d. 3. Tag.) [Fz.] 

Drückendes Schneiden auf beidenSeiten der Brust, 
durch Einathmen verstärkt, (n. 14 St.) [Ws.] 

Früh, drückender Schmerz auf dem Brustbeine, 
mit erschwertem Athem, im Stehen, (d. 3. 
Tag.) [Fz.] 

Klammartiges Reifsen an der rechten Brust-Seite, 
(n. 37 S.) [Lr.] 

Brennen in der Brustbein -Gegend. [StÖrck, 
a. a. O.] 
415. Steifheit im Brustbeine bei Körper -Bewegung. 

Schmerz im Brustbeine , wie eingedrückt. 



Coniurn mac. Schierling. 187 

Zerschlagenheils - Schmerz vorn auf der Brust 
und im Rücken. 

Beim Gehen im Freien, Nadelstiche an der rech- 
ten Brust -Seite, (n. 12 St.) [Ln] 

Pochend stechender Schmerz ohen in der linken 
Brust, mehr nach der Mitte zu. 
420. An heiden Seiten der Brust, fein stechendes 
Drücken, am stärksten, wenn er sich vorn 
auflegt, (n. 9 St.) [Ws.] 

Seitenstich. [Störck, a. a. O.] 

Starke Stiche in der Seite, wie Messerstiche, 
mit lautem Jammer darüher. 

Heftige Brustschmerzen. [Lange, a. a. O. 
S. 34.] 

Heftiger Brustschmerz mit sehr starkem Hu- 
sten *). [Lange, a. a. O. S. 18.] 
425. Trockenheit der Brust. [Störck, a. a. O.] 

(Entzündung der Brust - Skirrhen.) [Lange, 
a. a. O. S. 33.] 

Feine Stiche in der Brust, unter der linken Ach- 
selhöhle, (n. I St.) [Ws.] 

Die rechte ihrer Brüste wird hart, schmerzt heim 
Befühlen sehr, und in der Nacht sticht es 
darin. 

Jucken ihrer heiden Brüste; heim Reihen wird 
die Haut rothschälig und von brennender 
Empfindung. 
430. Angenehmes, aber heftiges Jucken an den bei- 
den Brustwarzen, (n. 4 St.) 

Stechendes Jucken über die ganze Brust, was 



*) Wogegen Mohnsaft half. 



188 Conium mac. Schierling. 

durch Kratzen stets nur auf kurze Zeit ver- 
ging. (n. 1 St.) [Ws.] 

Auf der Brust, Ausschlags -Blüthen, die hei Be- 
rührung schmerzen. 

Knochenfrafs am Brustbeine. [Kaltschmidt, 
a. a. O.] 

Nach Trinken, starkes Herzklopfen. 
435. Sichtbares, öfteres Herzklopfen. [Gfs.] 

Stiche im Kreuze und Ziehen durch die Len- 
denwirbelbeine, im Stehen, (n. 3^ St.) [Fz. 
a. a. O.] 

Zieben durch die Lendenwirbelbeine, im Ste- 
hen, (n. I St.) [Fz.] 

Kreuzschmerz beim Zurückbiegen. 

Kreuzschmerzen. 
440. Früh beim Erwachen, Hitz- Gefühl den Rücken 
herab. 

Spannender Schmerz im Rücken. [Störck, a. 
a. O.] 

Unter beiden Schulterblättern, schmerzhaftes 
Spannen in den Muskeln, in der Ruhe, das 
durch Emporheben der Arme sehr verstärkt 
wird. (n. 24 St.) [Ws.] 

Stumpfe Stiche zwischen den Schulterblättern. 

Ziehender Schmerz im rechten Schulterblatte. 
445. Ein dehnender Schmerz im Nacken in der Ruhe 
mit Trockenheits- Empfindung im Schlünde. 
[Seht.] 

Im Nacken, wo er in die rechte Schulter über- 
geht, klopfendes Ziehen, (n. 8 St.) [Fz.] 

Zieh -Schmerz im Arme, herauf und hinunter,^ 
meist bei Bewegung des Arms, 



Conium mac. Schierling. 189 

' Im Oberarme, lähmig ziehender Schmerz, in der 
Ruhe. (n. 14 St.) [Fz.] 

Reifsen durch die Oberarme, Abends im Bette, 
(d. 1. Abend.) [Fz.] 
450. Abwechselnd Reifsen und Stechen im Ober- 
arme, in der Ruhe, das durch Bewegung 
zwar vergeht, aber wiederkommt, (n. 3 Ta- 
gen.) [Fz.] 

Reifsender Schmerz im Ellbogen (beim Gehen 
im Freien). 

Schwere in den Ellbogen -Gelenken, mit feinen 
Stichen. 

Schneidender Schmerz an der linken Ellbogen- 
Beuge, von innen heraus, in der Ruhe. (n. 

5a St.) [Ws.] 

Dumpfes Ziehen in den Vorderarmen, in der 
Ruhe stärker, als bei Bewegung, (n. 72 St.) 
[Ws.] 
455. An der Aufsen- Seite des linken Vorderarms, 
Zerschlagenheits- Schmerz, am stärksten bei 
Berührung, (n. 62 St.) [Ws.] 

In den Muskeln der Vorderarme, klammartiger 
Schmerz , vorzüglich beim Aufstützen der 
Arme, (n, 4 St.) [Ws.] 

Juckendes Kriebeln am Vorderarme, das durch 
Reiben nur auf kurze Zeit vergeht, (n. 1 
St.) [Ws.] 

Absterbeil der linken Hand, besonders im Hand- 
teller. 

Im Hand -Gelenke, lähmig ziehender Schmerz, 
in der Ruhe. (n. I4 St.) [Fz.] 
460. Feine Stiche in den Hand-Gelenken, (n. 10 Mi- 
nuten.) [Ws.] 



190 Coniurn rnac. Schierling. 

(Stechender Venenkungs- Schmerz In der Ge- 
lenkung des Mittelhandknochens des linken 
Daumens mit der Handwurzel , vorzüglich 
beim einwärts Biegen desselhen.) 

Knacken im Ellbogen- und Hand -Gelenke, be- 
sonders Abends. 

Scharfe Stiche in den Mittel- Gelenken der Fin- 
ger (in der Ruhe), (n. 8 St.) [Ws.] 

Nadel -Stiche unter den Fingernägeln, (d. 7. 
Tag.) 
465. Schneidende Stöfse im hintern Gelenk diQS Dau- 
mens, (n. 48 St.) [Ws.] 

Scharfes Ziehn an dem einen oder dem andern 
Finger. 

Beim Schneiden mit der Scheere, krampfhafte 
Steifheit der Finger. 

Jucken auf dem Rücken der Finger. 

Gelbe Flecke an den Fingern, (n. 5 Tagen.) 
470. Gelbe der Fingernägel, (n. 6 Tagen.) 

Nagel -Geschwür mit Entzündung und pochend 
unterküthigem und brennendem Schmerze, 
(d. 8. Tag.) 

Abends, beim Gehen, die rechte Hüfte, wie ver- 
renkt. 

Ungeheures Jucken zwischen den Hinterbacken 
(in der Kerbe). 

Schmerz in den Sitzknochen während des Auf- 
stehns vom Sitze, nicht im Sitzen. 
475. Lang anhaltender, tiefer Stich oben an der Ein- 
fügung des grofsen rechten Gesäfs- Muskels, 
(n. 34- St.) [Fz.] 

Im Sitzen, einige stumpfe Stiche am obern Ende 
des linken Oberschenkels, nahe am Trochan- 



i 



Coniurn mac, Schierling. 191 

ter, die nicht im Gehen hindern, (n. ^ St.) 
[Ws.] 

Brummen und Sumsen in den Beinen. 

Geschwollene Schenkel. [Landeutte, a. a. O.] 

Beim Sitzen, Nadelstiche in den Muskeln des 
linken Oherschenkels. (n. 26 St.) [Lr.] 
480. Juckende Nadelstiche an der hintern Seite des 
Oherschenkels, im Sitzen am stärksten, (n. 
8 St.) [Ws.] 

Dumpfes ZIehn im rechten Oberschenkel, in 
der Ruhe, welches durch Bewegung erleich- 
tert ward. (n. 1| St.) [Ws.] 

Beim Gehen im Freien, klammartiger Schmerz 
in den vordem Muskeln des rechten Oher- 
Schenkels. (n. 13 St.) [Lr.] 

Feines Einkrallen an der hintern Seite des 
Oherschenkels. (n. 12 St.) [Ws.] 

Dumpfes Beifsen vorne in beiden Oberschen- 
keln, heim Gehen. 
485. Beifsender Schmerz ums Knie -Gelenk. 

Lähmiger Schmerz In der Kniekehle, wie in der 
Wassersucht des Knie -Gelenks. 

Gicht -Schmerz im Knie den ganzen Tag. (d. 
15. Tag.) 

Stumpfer Schmerz im linken Knie beim Auf- 
treten. 

Um das Knie, arger Ermüdungs-Schmerz^ eine 
halbe Stunde lang. 
490. Dampfer Schmerz beim Auftreten im linken 
Knie. (d. 2. Tag.) [Rl.] 

Beifsen um die Kniescheibe herum, im Sitzen. 

(n. 2i St.) [Fz.] 
Beim Gehen und selbst beim Stehen im Freien, 



1.92 Conium mac. Schierling. 

ungelieurer Schmerz zum laut Schreien, um 
das ganze linke Knie, als wenn die Knle- 
scheihe zerschlagen und zerbrochen wäre, 
worauf ihm heim Anstrengen im Gehen über 
und über heifs ward, wie Angst -Hitze, (n. 
10 St.) [Lr.] 

Beim Gehen im Freien, Stiche auf die äufsere 
Sehne des Beugemuskels in der rechten 
Kniekehle, (n. 1 St.) [Fz.] 

Reifsen auf dem Schienbeine, Abends im Bette, 
(d. 1. Abend.) [Fz.] 
495. Klammartiges Reifsen bald am rechten, bald am 
linkpn Schienbeine, beim Gehen im Freien, 
(n. 37 St.) [Lr.] 

Schienbein schmerzt wie zerschlagen, (d. 4. Tag.) 

Beim Ausstrecken des Unterschenkels, im Si- 
tzen, ein glucksender Druck auf dem Schien- 
beine, (n. 3^ St.) [Fz.] 

Die (vor 12 Tagen durch Stofs) beschädigte 
und bisher unschmerzhafte Steile am Unter- 
schenkel wird blau und fleckig, und bekommt 
bei der mindesten Bewegung Schmerz, wie 
Messerstiche, heim Gehen aber und beim 
Befühlen schmerzt sie wie zerschlagen. 

Die Nacht, ein Zucken und eine Unruhe in 
den Füfsen, und nach dem Zucken dersel- 
ben jedesmal Schauder. 
500. Spannender Steifheits - Schmerz in den Wa- 
den. 

Ziehen an der Innern Seite der linken Wade 
und auf dem rechten Fufsrücken. (n. 8 St.) 

Rei- 



Conium mac. Schierling. 193 

Reifsen im ünterfufs- Gelenke, von Mittag bis 
Abend, scblimmer im Sitzen als beim Ge- 
ben. 

Reifsen an der innern Seite des Unterfufses, 
den Unterschenkel herauf, im Freien. 

Dumpfer Schmerz im ünterfufs- Gelenke. [Rl.] 
505. Reifsen auf dem Fufsrücken, Abends im Bette, 
(d. 1. Abend.) [Fz.] 

Vom äufsern Fufsknöchel an dumpfes Reifsen 
den Unterschenkel herauf, in freier Luft. 

Ein anfänglich feines, dann starkes Stechen an 
beiden Fufsknöcheln des rechten Fufses, wel- 
ches zwei Tage anhielt und die Nacht aus 
dem Schlafe weckte, auch zuletzt bis an die 
W^ade ging; beim Sitzen langsamere, beim 
Gehen häufigere und stärkere Stiche. 

Beim Auftreten thut die Fufssohle kriebelnd 
weh; beim Gehen sticht sie mehr. 

Reifsen in den Fufssohlen beim Gehen. 
510. Auf den Fufssohlen, starkes Jucken und ein 
juckendes Ausschlags -Blüthchen. 

Früh, Reifsen im Ballen der grofsen Zehe, im 
Stehen und Sitzen, (d. 3. Tag.) [Fz.] 

Im Liegen, beim Erwachen aus dem Schlafe, 
ein brennend relfsender Schmerz am hintern 
Gelenke der grofsen Zehe. 

Brenn-Schmerz unter den Zehen, beim Sitzen, 

Betäubung und Unempfmdlichkelt der Füfse. 
515. Einschlafen der Beine beim Sitzen. 

Beim Aufstehn früh zittern die Füfse. 

Ausschlag von Eiterbläschen an den ünterfüfsen. 

Erregt das Podagra. [Clark, in Essays and 
Obs. phjs. and liter, III. Edinb, 1771.] 
lY. 13 



194 Conium mac, Schierling. 

Die Geschwulst der Füfse ist schmerzbaft, nnd 
vergeht auch Im Schlafe nicht. 
520. Empfindung wie von Zerschlagenheit in allen 
Gelenken, in der Ruhe, aber wenig oder gar 
nicht hei Bewegung. 

Hie und da am Körper, langsame, juckend bei- 
fsende (brennende) Stiche. 

Dicht auf einander folgende, juckende Floh- 
stiche über den ganzen Körper, hie oder 
da, doch einzeln, nie zwei auf einmal. 

Abends im Bette, ein fressendes, jedesmal mit 
einem Stiche anfangendes Jucken, blofs auf 
der rechten Körper -Hälfte, vorzügHch wenn 
er darauf liegt, welches eine Unruhe in al- 
len Gliedern erregt, durch Kratzen leicht be- 
sänftigt wird, aber schnell auf einer andern 
Stelle wieder erscheint. 

Jucken an den Gliedmafsen. [Störck, a. a. O.] 
525* Stichlichte Empfindung über den ganzen Kör- 
per. 

Jucken an den Oberschenkeln und Armen. 

Feiner, kaum sichtbarer Ausschlag im Gesicht, 
auf dem Rücken und dem übrigen Körper, 
juckend, wie ein Laufen unter der Haut. 

Kriebeln und unangenehmes Jucken in den Drü- 
sen. [Störck, a. a. O.] 

Kriebeln in dem leidenden Theile» [CollinJ 
530. Stechen in der Drüsen -Geschwulst. 

Schründend stechender Schmerz um die Drüsen* 
Geschwulst herum, 

Abends werden die Drüsen schmerzhaft. [Störck, 
a. a. O.] 



Conium mac. Schierling. 195 

Vermehrte, unerträgliche Schmerzen im leiden- 
den Theile. [Lange, a. a. O. S. 9. 25. 33.] 
Stinkende Jauche des Geschwürs. [Störck, a. 
a. O.] 
535. Die Ränder des Geschwürs werden schwärzlich, 
und gehen eine stinkende Jauche von sich. 
[StÖrck, a. a. O.] 
Bluten des Geschwürs. [Greding.] 
Vermehrter Schmerz im Geschwüre. [StÖrck, 

a. a. O.] 
Spannender Schmerz im Geschwüre. [Störck,] 
In das Geschwür fährt Schmerz vom Husten. 
[StÖrck, a. a. O.] 
540. Kalter Brand eines Theils des Geschwüres. 
[Greding.] 
In den Knochen, vorzüglich in der Mitte der 
Knoqhenröhren, verborgener Beinfrafs, mit 
brennend nagendem Schmerze. [Störck, a. 
a. O.] 
Entzündung der ganzen Körperhaut: sie schmerzt 

brennend. [Baylies.] 
Reifsen durch verschiedene Theile des Körpers. 

_(d. 4. Tag.) [Fz.] 
Reifsen in allen Gliedern, fast wie Verrenkungs- 
Schmerz. 
545. Bläue des ganzen Körpers. [Ehrbar dt, a. a. O.] 
Wassersucht. [Tartreux, Epist. apol. S, StJ] 
Petechien. [Sim. Paulli, a.a.O.] 
Faulige Auflösung der Säfte. [Reis mann.] 
Schwindsucht. [Reismann, — Colli n.] 
550. Nervenschwäche. [Schmucker.] 

Gelühls- Täuschung: beim Gehen ists ihm, als 

13* 



396 Com'iim mac. Schierling. 

hemmte Etwas seine Schritte, und dennoch 
ging er sehr schnell, (n. 8 St.) [Fz.] 
Die Schmerzen vom Schierling entstehen mei- 
stens in der Ruhe und, nur in seltner Wech- 
sel-Wirkung, heim Bewegen. [Fz.] 

Die Beschwerden kommen am schlimmsten die 
Nacht, nnd wecken aus dem Schlafe. 

Behende Bewegung und Zittern des Körpers, 
besonders stark in den Armen, (d. 5. Tag.) 
555» Er fühlt sein Blut sehr unruhig im ganzen Kör- 
per. 

Die Haut des Körpers deuchtet ihm heifser, als 
sie wirklich ist. 

Anhaltender Mangel an Lebens -"Wärme, fast 
stetes Frösteln. 

Nach dem Mittags-Schlafe wenig Lehens- W^arme 
— Frösteln. 

Gefühl von Mangel an Lebens- W^ärme und 
Traurigkeit. 
560. Grofse Verkältlichkeit (selbst im Zimmer beim 
Sitzen nach Spazieren, v/obei er geschwitzt 
hatte). 

ungemein erhöhete Verkältlichkeit. 

Er wird von dem mindesten Geistigen 
berauscht, (d. 3. Tag.) 

Selbst gewässerter W^ein stieg ihm in den Kopf. 

Früh, im Bette, fühlt er sich matt und krank, 
mifsmüthig und schläfrig und der Magen 
schmerzt ihm. (d. 2. Tag.) 
565. Früh, nüchtern, eine W^üslheit im ganzen Kör- 
per, wie nach einer schweren Krankheit, mit 
Appetidosigkeit, wie übersättigt; die Speisen 
ekelten ihn an. . 



Conium mac. Schierling. 197 

Nachmittags, Schwere und WabLlichkeit im gan- 
zen Körper, 

Anfall: allein zu Hause kam ihr eine Neigung 
zum ^Veinen an, der sie nachgab, was in 
ein lautes Schluchzen ausartete; dann ent- 
stand Flimmern vor den Augen und ganz 
undeutliches Sehen; sie mufste sich heim 
Gehen anhalten; darauf Abspannung in allen 
Gliedern und dumpfes Kopfweh. 

Anfälle, gewöhnlich nach dem Essen: es fängt 
mit Gähnen an, es sticht im Brustbeine und 
drückt zugleich in der Herzgrube, selbst bei 
Berührung, und geht dann in den Rücken, 
wo es in der Nieren -Gegend sticht. 

Pulsartiges Zucken im ünterlelbe und im Kreuze. 
570. Eine Art Steiligkeit des Körpers; die Bewegung 
der Glieder, des Nackens u, s. w. erregt ein 
widriges Gefühl. 

Grofse Mattigkeit. 

Abends und früh, eine auffallende Mattigkeit 
im ganzen Körper. 

Früh, beim Erwachen, Mattigkeit, die sich nach 
dem Aufstehen verliert. 

Abspannung des Geistes und Körpers, (d. 4. Tag.) 
575. Allgemeine Zerschlagenhelt. (n. 16 St.), 

Das Stehen ist sehr beschwerlich. 

So müde, dafs sie sich hinlegen niufs, 

Ermüdungs- Schmerz in den Gelenken. 

Ein Gefühl von Umklammerung der Bein- und 
Arm -Knochen, welches matt macht, 
380. Müdigkeit und Schwere in den Bejnen, vorzüg- 
lich den Knieeu, als sollten sie zusammen- 
sinken: sie zittern. 



198 Coniurn mac, Schierling. 

Beim Erwachen von der Mittags -Ruhe, Kraft- 
losigkeit; die Arme und Beine sind wie ab- 
geschlagen. 

Sehr leichtes Verheben, 

Schwäche des ganzen Körpers. [Whytt, a. a. 
O.] 

Sinken aller Kräfte. [Störck, a. a. O.] 
585. Lähmung. [Andry, — Andree,] 

Nach einem kleinen Spaziergange fühlt er sich 
sehr erschöpft und ermattet, und ist wie ge- 
lähmt, wobei die verdriefsliche, hypocbondri- 
sche Gemüths- Stimmung wieder eintritt, (n. 
10 St.) [Fz.] 

Ohnmächten. [Lange, a. a. O. S. 9. — Pharm, 
heb, a. a. O.] 

Die kräftigsten und muntersten Personen verlo- 
ren heim anhaltenden Gebrauche des Schier- 
lings alle Kräfte, und mufsten das Bett hü- 
ten. [Lange, a. a. O. S. 9.] 

Verlust aller Kräfte (bis zum Tode). [Lange.] 
590. Trägheit mit ünempfindlichkeit gepaart (torpor). 
[Sim. PauUi, a. a. O.] 

Stumpfheit aller Sinne. [Sim. Paulli.] 

Pulslosigkeit. [Sim. Paul II.] 

Den Puls fühlt er im ganzen Körper. 

Oefteres Gähnen, als wenn er nicht ausgeschla- 
fen hätte, (n. 72 St.) [Lr.] 
595. Früh, wenn er aufstebt, ist er schläfrig. 

Er kann sich zur gewöhnlichen Zeit des Erwa- 
chens und Aufstehens nicht aus dem Schlafe 
finden, und Ist noch lange wie verschlafen. 

Früh, beim Erwachen, müde und schläfrig, 2 
Stunden lang. 



Conium mac, Schierling. 199 

Früb, drückender Schmerz in den Knochen des 
Oberarms und Oberschenkels, der ihn za 
schlafen zwingt. 

Schläfrig am Tage, und doch kann er nicht 
schlafen am Tage. 
(00. Tages -Schläfrigkeit: er kann sich heim Lesen 
nicht munter erhalten, (n. 3., 8 St.) [Ws.] 

Schlummersucht. [Watson, — Sim. PauUi, 
a. a. O.] 

Schlafsucht (Nachmittags): er konnte sich 
mit aller Mühe des Schlafs nicht ent- 
halten, er mufste sich legen und schla- 
fen, (n. 54 St.) [Lr.] 

Abends, grofse Schläfrigkeit und Unaufgelegt- 
heit zu Allem, (d. 3. Abend.) [Fz.] 

Abends im Bette, Reifsen bald in diesem, bald 
in jenem Gliede. (d. i. Abend.) [Fz.] 
605. Er schläft erst nach Mitternacht ein. 

Schlaflosigkeit. [Reimann, — Lange, a. a. 

0.], 
Er kann die Nacht vor Unruhe und Hitze nicht 

schlafen; er wirft sich im Bette herum. 

Schlaf ruhig, vorzüglich früh sehr fest und län- 
ger, als gewöhnlich*), (d. !2. Nacht,) [Fz.] 

Belaubter, allzu tiefer Schlaf, nach welchem der 
Torher kaum merkbare Kopfschmerz sich im- 
mer mehr verstärkt, (n. 2 St.) 
610. Abends, im Bette, Pulsiren in der rechten Kopf- 
Seite. 

Sie wird verdriefslich und schläft ein (n, 4 St.); 
im Schlafe, Zuckungen in den Armen und 



* ) Hei 1 - Nachwirkung ? 



200 Conium mac, Schierling. 

Händen; die Augen Öffnen sich stier und 
drehen sich hin und her. 

Schreckhafte Träume die Nacht. 

Viele Träume von Todten und von Lebenden, 
die todt seyn sollen. 

Träume von kläglichen Krankheiten, 
615. Traum voll Beschämung. 

Im Schlafe, lebhafte, wohllüstige Traumbildo*. 
(d. 1. Nacht.) [Lr.] 

Lebhafte, angstvolle Träume, (d. 2. Nacht.) [Ir.] 

Nacht- Schlaf voll furchtsamer Träume, (c. 3. 
Nacht.) [Fz.] 

Schlaf gegen Morgen voll furchtsamer Triume. 
(d. 1. Nacht.) [Fz.] 
620. Nach Mitternacht, wie im halben Erv^achen, 
sehr ängstliche, fast bis zur Todesangst stei- 
gende Gedanken. 

Träume voll Aerger und Schlägerei. 

Feindliche und ängstliche Träume. 

Nachts, Alp -Drücken. 

Im Schlafe, heftiges "Weinen mit Thränen. 
625. Die Nacht arges Jucken am After, an den Hin- 
terbacken, im Mittelfleische und neben dem 
Hodensacke; er mufste oft deshalb aufstehn. 

Es wird ihm die Nacht im Bette zu heifs; er 
mufs aufstehn und auf dem Sopha die Nacht 
zubringen. 

Unterbrochener Schlaf. 

Er wacht früh zeitiger auf. 

Zittern. [Baylies, — Güllen, — Ehrhardt.] 
630. Zittern aller Glieder. [Fothergill, — Schmu- 
cker *).] 

*) Zuweilen lebenslang. 



Coniwn mac. Schierling. 201 

Immerwährendes Zittern. [Andry.] 
Sehnenhüpfen. [Ehrhardt, a. a. O.] 
Convulslonen. [Andry, — W^atson, — Cnllen.] 
Convulsionen des leidenden Theiles und des 

ganzen Körpers, mit Gefahr, zu ersticken. 

[Lange, a. a. O. S. 14.] 
635. Schauder, (sogleich.) 

Schauder. [Störck, a. a. O.] 

Frost -Schauder über den ganzen Körper, ohne 

weder gegenwärtige, noch nachfolgende Hitze. 

(n. 15 St.) [Lr.] 
Frost- Schauder über den ganzen Körper, ohne 

Hitze und ohne Durst, (n. 50 St.) [Lr.] 
Von Zelt zu Zeit Schauder über den ganzen 

Körper, hierauf schneller Puls mit Hitze und 

Durst. [Störck, a. a. O.] 
640. Früh, Kälte und Frostigkeit des Körpers, mit 

schwindlichter Zusammengeschnürtheit des 

Gehirns, und gleichgültiger, niedergeschlage- 
ner Gemüths- Stimmung, (n. 2., 3 St.) [Fz.] 
Früh, Frost zwei Stunden lang, mit Kopfschmerz 

und Üebelkeit. (d. 3. Tag.) 
Mehre Tage nach einander, früh (um 8 ühr), 

anderthalbstüudiger Schauder. 
Frieren, mit Zittern in allen Gliedern, so dafs 

sie sich immer in der Sonne aufhalten mufs. 
Bei Üebelkeit, Frieren mit ganz kalten Händen 

und heifsem Gesichte. 
645. Frösteln von 3 bis 5 Uhr, Nachmittags, 
Fieber. [Andree, — Collin.] 
Eintägiges Fieber. [Landeutte, a. a. O.] 
Grofser, langsamer Puls, zwischen denen, ohne 

Ordnung, mehre kleine, schnelle erfolgen. 



202 Conturn mac. Schierling. 

Langsamer, schwacher Puls. [Sim. Paulli, a. 
a. O.] 
650. An Stärke und Geschwindigkeit ungleicher Puls. 
[Störck, a. a. O.] 

Geschwinder Puls. [Ehrhardt, a, a. O.] 

Verschiedene Fieher- Anfalle. [Tartreux, a. 
a. O.] 

Schleichendes Fieher mit gänzlichem Appetit- 
Yerluste. [Lange, a, a. O. S. 25.] 

Hitziges (tödtliches) Fieber. [Lange, a. a. O. 
S. 32.] 
655. Fieber: starke Hitze mit grofsem Schweifse und 
Durste, bei Appetitlosigkeit, Durchfall und 
Erbrechen. [Greding.] 

Nachmittags, üeberlaufen von Wärme -Gefühl 
über den ganzen Körper, ohne Durst. [Fz.] 

Hitze. [Baylies, — Fothergill.] 

Innere Hitze, vorzüglich im Gesichte, und Röthe 
desselben, ohne Durst, (n. -^ St.) [Ws.] 

Empfindung innerer und äufserer Hitze (nach 
dem Schlafe). 
660. Immerwährende Hitze. 

Ungeheure Hitze, [ßaylies.] 

Nachmittags (5, 6 Stunden nach Frost -Schau- 
der und Kälte) überläuft ihn Empfindung glü- 
hender Hitze in allen Gliedern, wobei die 
Benommenheit des Kopfs und die gleichgül- 
tig traurige Gcmüths- Stimmung verschwin- 
det, und die lebhafteste Theilnahme an Al- 
lem, was ihn umgiebt, an die Stelle tritt, (n, 
7, ö St.) [Fz.] 

Ausdünstung. [Gatacker.] 

Er ward roth im Gesichte und am ganzen Kör- 



Coniurn mac. Schierling. 203 

per, ohne sonderliche Hitze, schwitzte aher 
über und über, vorzüglich an der Stirne. 
665. Abends, starker Schweifs, im Sitzen, ohne Ver- 
anlassung, mit Hitze im Gesichte. 

Blofs beim Anfange des Schlafs, sobald sie die 
Augen zuthut, kommt gleich einiger Schweifs, 
selbst am Tage, wenn sie im Sitzen schlum- 
mert. 

Das Kind verlangt zeitig Abends ins Bett, ist 
dann sehr heifs und schwitzt stark, im un- 
ruhigen Schlafe, über und über, unter star- 
kem Zittern und kurzem, röchelndem, stöh- 
nendem Athem. [Gfs.] 

Nacht- Schweifs. 

Starker Schweifs nach Mitternacht. 
670. Beim Erwachen aus dem Schlafe fühlt er sich 
in gelindem Schweifse über dem ganzen Kör- 
per, (d. 3. Nacht.) [Lr.] 

Oertllcher, stinkender, beifsender Schweifs mit 
einem Ausschlage von weifsen, durchsichti- 
gen Blüthchen, welche, mit einer scharfen 
Feuchtigkeit angefilllt, zu einem Schorfe wer- 
den, der Krätze ähnlich. [Störck, a. a. O.] 

Aengstlichkeit. [Schmucker.] 

Hysterische Aengstlichkeit. [^Medic. Obs. andinq. 
a. a. O.] 

Anfall von Hysterie, mit Frost und einer Art 
krampfhafter Bewegungen. [Greding.] 
675. Aengstlichkeit in der Gegend der Herzgrube. 
[Störck, a. a. O.] 

Sie wird leicht von Kleinigkeiten gerührt und 
zum Weinen bewegt. 

Trübe Verstimmung, (d. 1. Tag.) [Rh] 



204 Conium rnac. Schierling. 

Verdnefslich , über Kleinigkeiten ärgerlich. 
Immerwährender Mifsmuth und Aerger. 
680. Aeufserst verdriefsliche und ängstliche Gedan- 
ken nach dem Essen, früh, mit Eingenom- 
menheit des Kopfs in der Stirne. (n. 29 St.) 

Alle Nachmittage von 3 bis 6 Uhr, sehr mifs- 
müthig, als wenn ihn eine grofse Schuld 
drückte, dabei gelähmt in allen Gliedern, 
gleichgültig und untheilnehmend. 

Leicht erregter Aerger und Zorn, 

Es fallen ihm ärgerliche Dinge ein. 

Mehr traurig, als heiter, 
685. ünaufgelegt zu Arbeit. 

Gleichgültig. 

Gemüth ohne alle angenehme Gefühle. 

Beim Gehen im Freien, hypochondrische Gleich- 
gültigkeit und Niedergeschlagenheit, (n. 1 
St.) [Fz.] 

Furchtsam, weinerlich, verzagt, (d. 4. Tag.) 
690. Scheu vor Menschen bei ihrer Annäherung und 
dennoch Scheu vor allein seyn. 

In tiefes Nachdenken versunken , dachte er be- 
fürchtend über Gegenwart und Zukunft nach, 
und suchte die Einsamkeit. [Lr.] 

Mürrisches Wesen: Alles ^ was ihn umgab, 
machte einen widrigen Eindruck auf ihn. 
[Lr.} 

Verdriefsliche Gemüths - Stimmung : er weifs 
nicht, womit er sich beschäftigen soll; die 
Zeit vergeht ihm zu langsam, (n. 8 St.) 
, [Ws.] 

Er ist früh voll Phantasieen. (n. 24 St.) 



Conium mac, Schierling. 205 

695. Heiteres Gemüth: er hatte Lust zu sprechen*), 
(n. 10 St.) [Lr.] 
Früh, wohl, heiter und kräftig**), (n. 24 St.) 

[Fz.] 
Gemüth heiter und frei***), (d. 3., 4 Tag.) 

[Fz.] 
Verwirrte Gedanken. [Van Eems.] 
Dehriuni. [Andry.] 
700. Wahnsinn, Delirium. [Cullen.] 



*) Die vorgängige, entgegengesetzte Gemüths-Stim- 
mung verschwand durch Heil - Gegenwirkung des Oi'ga- 
nisni's. 

**) Wechselnde Heil -Gegenwirkung des Organismus. 

***) Heil- Gegenwirkung des Lebens. 



206 



Kali (carhonicum) ^ Gewächs- 



Laugensalz. 



(Man drückt ein Loth mit etlichen Tropfen "Wasser be- 
feuchteten, gereinigten Weinstein in Form einer klei- 
nen Kugel zusammen, die man in ein Stückchen Pa- 
pier wickelt und trocknen läfst, dann aber über und 
zwischen glühenden Kohlen eines Rostes (oder eines 
Zug- Ofens) allmälig bis zum Glühen bringt, sie nun 
heraus nimmt, in eine Untertasse von Porcellän legt, 
und, mit Leinwand bedeckt, im Keller die Feuchtig- 
keit der Luft anziehn läfst, wovon das Laugensalz zum 
Theil zerfliefst , und wenn es ein paar Wochen da 
stehen kann, auch die letzte Spur Kalkerde absetzt. 
Ein klarer Tropfen hie von *) wird nach der obigen 
Anleitung (im zweiten Theile dieses Buchs) mit drei- 
mal 100 Granen Milchzucker binnen 3 Stunden zur 
millionfachen Pulver -Verdünnung (Kali ~T) gerieben, 
ein Gran von letzterer aber durch 30 Verdünnungs- 
Gläschen bis zur deciliionfachen Kraft -Entwickelung 
(Kali x) erhoben.) 

JL^iese Arznei ist ein Antipsorlknm von hohem Be- 
lange, und läfst sich durch kein anderes ersetzen, 
wie man in folgenden Symptomen erkennen wird. 



*) So wird es zu unserer Absicht ein hinreichend rei- 
nes Gewächs- Laugensalz seyn. Ich bin, um diefs einmal 



Kali. 207 

Am Lülfreichsten erwies sich das so zubereitete 
Kali, wo folgende Krankheits- Zustände vorherrsch- 
ten: (Schwindel, wie aus dem Magen;) Düselig- 
keit; damisch im Kopfe; Gedächtnifs- Mangel; An- 
drang des Blutes nach dem Kopfe; Sausen im Ko- 
pfe; Kopfweh heim Fahren; drückender Schmerz im 
Hinterkopfe; Dürre des Kopfhaares; Haar -Ausfallen; 
grofse Verkälth'chkeil des äufsern Kopfs; fliegende 
Gesichts -Hitze; Gesichts -Gelbe; Gedunsenheit des 
Gesichts; Blenden der Augen vom Lichte; schwe- 
bende Flecke vor dem Gesichte; Augen- Thränen; 
früh Zuschwären der Augen; Gehör-Schwäche; stum- 
pfes Gehör; Stiche im Ohre; Stechen zu den Ohren 
heraus; stumpfer Geruch; Zahnweh blofs beim Es- 
sen; stechendes Zahnweh; Schleim -Rachsen; saurer 
Mund - Geschmack; verdorbner Mund - Geschmack; 
Bittergeschmack im Munde ; häufiges Aufstofsen ; 
saures Aufstofsen; üebelkeit; brecherliche Aengst- 
lichkeit; Heifshunger: grofse Neigung zu Zucker; 
üebelkeit beim Essen; Magen -Vollheit nach Essen; 
Spannung über den Magen herüber; Drücken in der 



für allemal zu erinnern, beflissen gewesen, das arzneiliche 
Material zu homöopathischem Beliufe, wo es sich nur ir- 
gend thun hefs, auf dem einfachsten, ungekünsteltsten Wege 
zu erlangen und dazu die Vorschrift zu geben, damit jeder 
Arzt, an jedem Orte, gleichen Stoff sicli verschaflen könne. 
Viele mühsame und kostbare chemische Apparate und Ar- 
beiten, um eine absolute chemische Reinheit der Substan- 
zen zu erzwingen, mufste ich unterlassen, zur Vorschrift 
der Erlangung unsrer einfachen Arzneien zu machen, nicht 
etwa blofs, um Ostentation und puristische Pedanterei zu 
meiden, die ohnehin hier übel angebracht wäre, sondern 
hauptsächlich und einzig aus vorhin angeführter Rücksicht, 
die mir die höchste war. 



208 Kali. 

Leber; Schmerz beim Bücken, wie von Verstauchung 
der Leber; üntbätigkeit und Kälte im ünterleibe; 
wehenartige Kolik; viele Bläbungs- Erzeugung; Blä- 
bungs -Versetzung; Mangel an Blahungs- Abgang; 
steter Blahungs -Abgang; Jucken am After; After- 
Blutknoten; üntbätigkeit des Mastdarms; schwieriger 
Abgang des allzu dick geformten Stuhlganges; Druck- 
Schmerz im Mastdarme vor Abgang einer Blähung; 
Hartlcibigkeit und schwieriger Abgang des Stuhls; 
Leib -Verstopfung; verstopfter Leib einen Tag um 
den andern; Schleim beim Stuhle; Aengstlichkeit 
vor dem zu Stuhle Gehen; oftes Pissen Tag und 
Nacht; schlafender Geschlechts-Trieb; Mangel an 
Geschlechts -Trieb; Mangel an Erektionen; Mangel 
an Pollutionen; allzu zeitiges Monatliche; juckender 
Ausschlag und Wundheit zwischen den Beinen beim 
Monallichen; Scheid e-Flufs; verstopfte Nasenlö- 
cher; Stockschnupfen; Husten; Nacht-Husten; Eiter- 
Auswurf; Eiter- Auswurf beim Husten; Brust- 
Krampf beim Husten; schwieriger Athem; Pfeifen auf 
der Brust; Früh- Engbrüstigkeit; krampfhafte Engbrü- 
stigkeit; Herzklopfen; Kreuzschmerz; Kreuzschmerzen 
von einem Falle; Zieh-Schmerz vom Kreuze bis in die 
Mitte des Bückens; Zieh-Schmerz im Bücken; Steif- 
heit zwischen den Schulterblättern; Steifheit im 
Genicke; Schwäche der Nackenmuskeln; Druck auf 
den Schultern ; Eingeschlafenheit der Oberarme ; 
Kraftlosigkeit in den Armen; Mattigkeit der Arme 
früh im Bette; Steifheit des Ellbogen - Gelenks ; 
Hände -Zittern beim Schreiben; lähmiger Schmerz 
im Hand- Gelenke; nächtliches Ueifsen in den 
Beinen; knebelnder Schauder an den Schienbeinen; 
Kälte der Füfse Abends im Bette; Steifheit des Fufs- 

Gelen- 



Kali. 209 

Gelenkes; Brenn -Schmerz in den Beinen; stinken- 
der Fufs- Schweifs; Eingeschlafenheit der Glieder; 
Neigung zu Schauder am Tage; leicht Verhehen; 
Mangel an Ausdünstung und Unfähigkeit 
zu schwitzen; Flechten; grofse Neigung zu Schweifs 
heim Gehen; zeitige Ahen d - Schläfrigkeit 5 
Träume; schwärmerischer Schlaf; ängstlicher, traum- 
voller Schlaf; Zucken im Schlafe; Hitze früh im 
Bette; Nacht-Schweifs; Acrgerlichkeit; Schreck- 
haftigkeit. 

Selten wird ein Kranker mit geschwüriger Lun- 
gensucht ohne dieses Antipsorikum genesen. Oft 
ist nach Kali die Salpeter- Säure homöopathisch an- 
gezeigt. 

Die Gabe ist: 1, 2 feinste Streukügelchen mit 
der höchsten Kraft -Entwickelungs -Flüssigkeit ange- 
feuchtet. Wo aber auch diese bei sehr empfindli- 
chen Körpern zu viel Erregung macht, da dient Rie- 
chen an versüfstem Salpetergeist und oft noch kräf- 
tiger Riechen an der Tinktur des rohen Kaffees. 
Nicht selten dient statt jener Gabe bei empfindli- 
chen Personen das blofse Riechen an ein Senfsamen 
grofses Streukügelchen mit der decillionfach erhöhe- 
ten Kali- Flüssigkeit befeuchtet. 

Die Beiträge sind vom Herrn Reglerungsrath, 
Freiherrn von Gersdorff [Gff.] und vom Herrn 
Dr. Rummel [Rl.]. 



Es ist ihm schwindlich Im Kopfe, am 
meisten früh und Abends, (d. 7., 9. Tag.) 
[Rl.] 

Schwindel, besonders nacb dem Essen, 

lY. 14 



210 Kali. 

Sehr schwindelige, aach im Sitzen, (n. 30 St.) 

CRI-] 

Schwindel Im Sitzen: ein hin und her 
Schwanken (vor dem Essen). 
5. Schwindel beim umdrehen. [I^H.] 

S c ii w i n d e 1 heim j ä h 1 i n g e n YV enden des 
Körpers und Kopfs. 

Eine solche Bewufstlosigkeit, ein paar Minuten 
lang, beim Sitzen, dafs er von seinen Sinnen 
nicht wufste, und hingefallen seyn würde, 
wenn er sich nicht angehalten hätte, (n. 18 
Tagen.) 

Er ist wie berauscht, (n. 4 Tagen.) 

Eingenommenheit des Kopfs, oft. 
10. Kopf- Eingenommenheit, wie nach einem Rau- 
sche und als wären die Ohren verstopft, mit 
üehelkeit fast bis zum Erbrechen, (n. 3 Ta- 

Er ist Abends wie dumm und wüste Im Kopfe. 

(n. 4 Tagen.) [Rh] 
Es wird ihm schwer, seine Aufmerksamkeit auf 

einen bestimmten Gegenstand zu richten *). 

[Gff.] 



*) Dieses, so wie alle ferner unter diesem Zeichen 
hier vorkommenden Symptome, erfolgten nach wenigen, 
Mohnsamen grofsen, mit der dccillionfachen Krafi-Entwik- 
kelung des Kali befeuchteten Streukügelchen, ein paar Mal, 
nach 3, 4 Zvvischentagcn wiederholt, bei einem kräfdgen 
Manne. Ein Gleiciies war auch bei Nalruni murialicum 
X der Fall, beim Zeichen [Sr.], so dafs ich in den neue- 
sten Zeiten zu Arznei-Prüfungen nur die höcliste Potenzi- 
rung der niedrigsten Verdünnung als die hierzu dienlichste 
fand. 



Kali. 211 

Er findet oft das gehörige Wort und den rech- 
ten Ausdruck nicht und verspricht sich oft. 
[Gff.] 
Er delirirt Tag und Nacht. 
15. Das Blut steigt ihr nach dem Kopfe, und da- 
von wird sie wie herauscht. 
Bei vielem Sprechen bekommt sie eine ünhe- 
. Sinnlichkeit im Hinterkopfe, die durch Zu- 
drücken der Augen vergeht. 
Schwäche im Kopfe. 

Anfälle von einseitigem Kopfweh, rechts und 
links, mit Mattigkeit und Abspannung 
fast zur Uebelkeit, Abends, (d. 5. Tag.) [Gff.] 
Kopfweh, wie von etwas Beweghchem im Ko- 
pfe; bei Bewegung des Kopfs schlimmer. 
20. Ein wubberndes Dröhnen an (in) der rechten 
Schläfe. 
Ein kriechender Schmerz über der Stirne, 
Ziehen in der Stirne, Vormittag und 

Mitternacht, (d. 2., 30. Tag.) [Gff.] 
In der linken Schläfe, absetzend klem- 
mender Schmerz, auch Reifsen. (d. i3., 
23. Tag.) [Gff.] 
Klemmendes Gefühl im ganzen Oberkopfe, be- 
sonders links, (d. 21. Tag.) [Gff.] 
25. Pressen oben auf dem Kopfe, Abends. [Bl.] 
Pressen und Drücken in der rechten 
Stirne und Schläfe, (d. U., 19., '20. Tag.) 
[Gff.] 
Abends, bei Schlafengehn, Drücken in der Stirne 
mit uebelkeit und Wabblichkeit, als hätte 
er sich den Magen überladen — von Buhe 
erleichtert, heim Gehen verschlimmert 

14* 



212 Kali. 

Drückendes Kopfweh in der Stirne, beim 
Spazierengehn, Nachmittags, mit Aer- 
gerlichkeit. (d. 13., 19., 20. Tag.) [Gff.] 

Drückender Kopfschmerz in der rechten Schläfe 
von früh bis Mittags, (n. 11 Tagen.) [Rh] 
30. In der linken Schläfe drückender Kopfschmerz, 
(d. 6. Tag.) [Gff.] 

Reifsendes Ziehn und Drücken im Vor- 
derkopfe bis in die Augen und die 
Nasenwurzel, (d. l4., 17., 18., 21. Tag.) 
[Gff.] 

Heftiges Drücken und Ziehn in der Stirne, 
Abends. [Rh] 

Reifsendes Ziehen in der linken Kopf- 
Hälfte, über, vor und in der Schläfe, 
(d. 12., 19., 25. Tag.) [Gff.] 

Ziehendes Reifsen auf dem Wirbel des 
Kopfs, (d. 33., 34. Tag.) [Gff.] 
35. Abends, Relfscn von der linken Schläfe ins Kie- 
fer-Gelenk, (d. 14. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im linken Stirnhügel, (d. 25. Tag.) 
[Gff.] 

(DrQck-Schmerz im Hinterkopfe nach dem Nak- 
ken zu, der im Freien vergeht.) 

Drücken über den Augen. 

Am Hinterkopfe, ein klopfender Schmerz. 
40. Klopfendes Reifsen, rechts, am Hinterkopfe, 
dicht am Nacken, (d. 16. Tag.) [Gff.] 

Zuckender Kopfschmerz, den ganzen Tag. (die 
ersten Tage.) 

Einzelne, reifsende Stiche an der linken Schläfe 
bis ins Jochbein, (d. 22. Tag.) [Gff.] 

Stechen im Vorderkopfe. 



Kali. 213 

Stechen in den Schläfen. 
45. Einzelne Stiche in der Stirne, früh. 

Stiche oben an der Stirne und über den Schlä- 
fen, bei Bewegung des Unterkiefers. 

Stiche vom Genicke in den Hinterkopf herauf. 

Beim Auftreten und beim Bücken, Stiche im 
Hinterkopfe, wie auf der Oberfläche des Ge- 
hirns. 

Stechender Schmerz äufserlich am Kopfe und 
im Genicke, mit stechender Geschwulst des 
Backens und Stechen der Zähne. 
50. Kopfschmerz, wie brennende Hitze im Kopfe. 

Grausamer Kopfschmerz durch die Augen. 

Kopfschmerz, durch Sitzen im Bette erleichtert, 
durch Liegen verschlimmert. 

Früh, beim Erwachen, Kopfschmerz, eine Vier= 
telstande lang, mehre Morgen. 

An der rechten Schläfe, schmerzloses, glucksen- 
des Muskel- Zucken. [Gff.] 
55. Frost am Kopfe. 

An der rechten Kopf- Seite, eine schmerzhafte 
Beule, als wollte sich da ein Blutschwär bil- 
den, (n. 6 Tagen.) [Ptl.] 

Auf dem linken Stirnhügel eine grofse, rothe, 
beim Berühren schmerzhafte Blüthe, welche 
später Eiter fafst. (n. 32 Tagen.) [Gff.] 

Auf dem Haarkopfe, Blüthen. 

Jucken auf dem Haarkopfe. 
60. Die Kopfhaut juckt und thut beim Kratzen wund 
weh. [R!.] 

Trockenheit der Kopfhaare. 

Haar -Aus fallen. 

(Es ruckte ihm den Kopf einige Mal auf die 



214 Kali. 

linke Seite, ohne ünbesinnlichkeit; darauf 
ward der Nacken wie steif.) 

In der linken Augenbraue, Gefühl, als 
wollte da ein Schwär entstehen, 
Abends, im Bette, (d. 8., 13. Tag.) [Gff.] 
65, Eine Ausschlags -Blüthe in der linken Augen- 
braue, (n. 10 Tagen.) [Ell.] 

Drückendes Reifsen in der Gegend der rechten 
Augenbraue, (d. 26. Tag.) [Gff.] 

Fippern und Zucken in der rechten Augenbraue. 

Geschwulst zwischen den Augenbrauen (der Gla- 
belle), (d. 21. Tag.) 

Zwischen den Augenbrauen und den Lidern, 
Geschwulst wie ein Säckchen. 
70. Früh, beim Erwachen, schweres Oeffnen der 
Augenlider. 

Es zieht ihr die Augenlider mit Gewalt zu. 

Blaue Ränder um die Augen. 

Druck auf den Augenlidern. 

Starke Geschwulst des obcrn Augenlides gegen 
die Nase zu. (d. 17. Tag.) 
75. Brennen in den Augenlidern. 

Der Knabe klagt über Kälte in den Augenlidern. 

Jucken am rechten Auge, am Rande des Lides. 

(Das rechte Auge ist geschwollen.) 

Drücken in den Augen. 
80. Druck auf die Augen und in den Augenhöh- 
len, mit Schläfrigkeit, Mittags, (d. 36- Tag.) 

Drücken in den Augen und trockner Eiter in 

den Wimpern. 
Schmerz als würden die Augen eingedrückt. _ 



Kali. 215 

Die Augen schmerzen beim Lesen, wie einge- 
drückt. 

Wundheils -Gefühl in den Augenlidern, beim 
Erwachen, bald nach Mitternacht, (d. 25. 
Tag.) [Gff.] 
85. Der linke, äufsere Augenwinkel ist oft wund. 

Schriindender Schmerz im Auge. (n. 4 T^gen.) 

im 

Der äufsere Augenwinkel ist wund, brennenden 

Schmerzes. 
Brennen in den Augen. 

Brennend beifsondc Empfindung in den Augen. 
90. Flüchtige , stechend beifsende Augenschmerzen. 

(d. 36. Tag.) [Gff.] 
Die Augen sind sehr heifs anzufühlen. 
Beide Augen sind entzündet im Weifsen, mit 

Brenn -Schmerz, (n. 5 Tagen.) 
Das Augenweifs wird roth, voll Aeder- 

eben. 
Die Augen schwären in den W^inkeln. 
95. Die Augen sind früh zugeschworen, (n. 16 St.) 
Bohrender Schmerz in den Augen. 
Reifsend drückender Schmerz im In- 
nern des rechten Auges, (d. V>., 26* 

Tag.) CGff.] ■ 
Reifsen im linken Auge, Abends, vor Schlafen- 

gehn. 
Nachts, scharfer reifsender Schmerz in 

derrechten Augenhöhle und im Auge. 

(d. 30., 3i. Tag.) [Gff.] 
100. Mehre Stiche im Augapfel, 

Stiche in der Mittrti des Auges. 



216 Kali. 

Trockenheits-Gefühl der Augen, (n. 2 Tagen.) 

Thränen, besonders des rechten Auges, und Bei- 
fsen im innern Winkel, (d. 27. Tag.) [Gff.] 

Das Auge thränt öfters, und das Kerzenlicht 
wirft Abends Strahlen. 
105. Schmerzhafte Empfmdh'chkeit der Augen gegen 
Tageslicht; ihr Zimmer mufs verdunkelt wer- 
den. 

Licht-Funken vor den Augen. 

Aus den Augen fahren Funken, beim Husten, 
(n. 5 Tagen.) [Rl.] 

Bunte Farben schweben vor den Augen. 

Beim Lesen schweben schwarze Punkte und 
Ringel vor den Augen. 
110. Wenn er auf Schnee sieht, scheinen weifse 
Tropfen vor dem Gesichte herabzufallen. 

Vor dem Gesichte schwebt ein schwarzes Kü- 
gelchen. 

Früh ist das rechte Auge verdunkelt, etliche 
Minuten lang. (n. 8 Tagen.) 

Kälte der Ohren im heifsen Zimmer, (n. 2 Ta- 
gen.) 

Hitze in den Ohrläppchen. [Rl] 
115. Jucken am Ohrläppchen. 

Heftiges Jucken im Ohre. (n. 4 Tagen.) 

Die äufsern Ohren sind roth und heifs und 
jucken sehr. 

Das Ohr ist inwendig geschwollen und entzün- 
det und schmerzt rings herum, (n. 3 Ta- 
gen.) 

Reifs en im Ohre — drauf läuft es, und es 
fliefst gelbes, flüssiges Ohrschmalz oder Eiter 
heraus. 



Kali. 217 

120. In dem Ohre geht ein Geschwür auf. (n. 5 

Tagen.) [Rl.] 
YV^undheit und Eitern hinter den Ohren, vier 

Wochen lang. (n. 21 Tagen.) 
Starkes Reifsen in und hinter dem Ohre. 
Flüchtiges Reifsen in dem linken Ohre und um 

dasselbe, wie im Knochen, (d, 11. Tag.) 

_C(itf.] 

Reifsen hald in dem einen, bald in dem andern 
Ohre. 
125. Klemmendes Gefühl im linken, äufsern Ohre, 
(d. 19. Tag.) [Gff.] 

Zwängen im rechten Ohre. (d. 10. Tag.) [Gff.] 

Ohrzwang. 

Ohren -Stechen und Ohrenzwang, (d. 3. Tag.) 
[Gff.] 

Stechendes, kriechendes Gefühl im Innern des 
rechten Ohres, welches mit einem ähnlichen 
im Magen und in der Speiseröhre zusam- 
menhängt, (d. 30. Tag.) [Gff.] 
130. Zieh -Schmerz in dem einen, dann in dem an- 
dern Ohre. (n. 4 Tagen.) [RL] 

Reifsen im Innern des rechten Ohres, (d. 22. 
Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der rechten Ohrmuschel, (d. 24. Tag.) 
[GffJ 

Oefteres Knacken im Ohre. 

Ohr-Sausen. 
J35. Starkes Rrausen in den Ohren. 

In dem einen Ohre ein starkes Klingen, 
m dem andern ein Sumsen. 

Das rechte Ohr fiel ihm (Abends, beim Sitzen) 
plötzlich zu, und das linke fing an klingend 



218 Kali. 

zu rauschen, so dafs ihm der Kopf etwas 

wackelte. 
Es fallt ihm jähh'ng vor das eine Ohr (kurze 

Zelt), (n. 3 Tagen.) [Rl.] 
Verstopftheits- Gefühl der Ohren. [Rl.] 
J40. Das Gehör ist ihm wie abgestumpft, Abends, 
(n. 15 Tagen.) 
Fippern am linken Ohre. (n. 10 Tagen.) 
Ein Fippern in der Gesichts -Haut und darauf 

Jucken; er mufste reiben, aber nach dem 

Reiben brannte es wie Feuer. 
Brennendes Jucken im Gesichte. 
Brennend rothe Backen, Abends, 1^ Stunden 

lang, darauf grofse Gesichts -Blässe. 
145. Langdauernde Gesichts -Hitze und Röthe, bei 
eiskalten Füfsen. 
Gesichts- Blässe und Mattigkeit. 
Sehr blasses, hohläugiges Ansehn, besonders in 

freier Luft, wo das Kind wie erfroren aussieht. 
Drückendes Ziehen in den Backen - Muskeln, 

nahe am Unterkiefer, (d. 18. Tag.) [Gff.] 
Dicker Backen mit reifsendem und stechendem 

Schmerze. 
150. Ein klemmendes Reifsen im rechten Jochbeine, 

was sich bis in den Gaumen verbreitet, (d. 

i9. Tag.) [Gff.] . ' _ . 

Reifsen im linken Jochbeine, später im Innern 

des linken Backens, (d. 24. Tag.) [Gff.] 
Am rechten Backen, unterwärts, Geschwulst 

mit Stichen, welche bei Berührung schmerzt. 
'Der Backen wird dick und roth und mit kleinen 

Ausschlags-Blüthchen besetzt, so auch an der 

Nase. 



Kali. 219 

Unterhalb des Ohres, vorwärts am Backen, ein 
nnschmerzhafter Haut -Knoten, (d. 15. Tag.) 
[Gff.] 
155. Im Gesichte entstehen und vergehen Blüthchen. 

AnsschlagsBlüthen im Gesichte. 

Blüthen im Gesichte, mit Eiter in ihrer Spitze. 

An der linken Seite der Nase, etwas über dem 
Nasenflügel, ein flaches, kleines Geschwür, 
beim Berühren schmerzhaft, (d. l5.Tag.) [Gff.] 

Auf der Nase und an den Ohren, Ausschlags- 
Blüthen. 
160. Die Nase ist roth und heifs, mit vielen weifsen 
Blüthchen besetzt. 

Die Nase wird dick und roth, vorzüglich Nach- 
mittags dicker und röther. 

Jucken in der Nase. 

Brennendes Beifsen oben in der linken Nasen- 
Hälfte bis an s Siebbein. (d. 23. Tag.) [Gff.] 

Brennen im linken Nasenloche. 
165. Klemmen in der Nasenwurzel und der Nase 
überhaupt, besonders rechter Seite, (d. 23. 
Tag.) [Gff.] _ - _ , 

Das rechte Nasenloch ist alle Morgen blutig. 

Im linken Nasenloche, ein Ausschlags-Blnthchen. 
(n. 5 Tagen.) [Rh] 

(Sie schnaubt etwas Stinkendes aus der rechten 
Nasen -Höhle.) 

Nasenbluten. 
170. Empfindlicher Geruch, (n. 5 Tagen.) 

Die Oberlippe ist dick und geschwürig. 

Geschwulst der Oberlippe; sie springt in Schrnn- 
den auf, ist bei Berührung sehr empfindlich 
und blutet leicht, (die ersten Tage.) 



220 Kali. 

Ein Schorf auf der Oberlippe. 

üeljer der Oberlippe, neben dem linken Nasen- 
flügel, eine beim Berühren schmerzhafte Blü- 
the. (d. 36. Tag.) [Gff.] 
175. Jucken um die Ränder der Mundlippen. 

Blüthen an den Lippen, beifsend juckender Em- 
pfindung. 

Auf beiden Lippen, um den ganzen Mand, spi- 
tzige, juckende, kleine Blüthen, welche feuch» 
ten. (n. 9 Tagen.) 

Die Unterlippe schält sich. (d. 34. Tag.) [Gff.] 

Das Rothe der Unterlippe ist voll Bläschen, die 
beim Berühren schmerzen und jucken. 
180. Wundheit des Rothen der Lippen; sie sind 
früh, beim Erwachen, zusammengeklebt und 
wie zugeschworen. 

Schründender Schmerz, wie wund, rings um den 
Mund, an den Kanten des Rothen der Ober- 
und Unter -Lippe, was bei Berührung sehr 
schmerzt. 

Krampfhafte Empfindung in den Lippen. 

JückenamKinne. 

Klamm -Schmerz an der rechten Kinnlade, un- 
weit des Kiefer-Gelenkes, (d. 13. Tag.) [Gff.] 
185. Ein unleidlicher Krampf (Klamm?) in den Kinn- 
backen, der gleichsam hinten die Kehle (den 
Schlund?) mit zuzog. 

In den Hals -Drüsen, Gefühl, als habe er sich 
verkältet, (d. 3. Tag.) 

Die Unterkiefer -Drüse schmerzt beim Befühlen. 

(Stechen in den Hals -Drüsen.) 



Kali. 221 

Zuckender Schmerz in der linken Hals -Seite, 
(n. 2 Tagen.) [Rl.] 
190. Drückendes Zlehn an der rechten Hals -Seite. 

Reifsen unten in der rechten Hals -Seite, (den 
24. Tag.) [Gff.] 

In der Hals -Drüsen -Geschwulst, ein Kitzel; 
sie mufste mit der kalten Hand darauf drük- 
ken, es zu erleichtern. 

Geschwulst des Unterkiefers und der Unterkie- 
fer-Drüsen und wackelige Zahne. 

Der eine Zahn ist hervorstehend und schmerzt 
sehr beim Kauen, (n. 2 Tagen.) 
195. Zahnschmerz, nur beim Essen — ein Klopfen 
in allen Zähnen. 

Zahnweh beim Genufs irgend einer Speise, au- 
fserdem nicht. 

Schmerz der Zähne, wenn er W^armes oder 
Kaltes draufbringt. 

Zahnweh: ein stets aufliegender Schmerz, als 
wäre etwas in den hohlen Zahn gekommen 
(dabei zog es hinter den Ohren und auf 
dem Kopf), was sich durch kaltes W^asser 
nur auf einen Augenblick minderte; endlich 
zuckt es darin und der Schmerz war plötz- 
lich weg. 

Zahnschmerz, als wäre etwas in den hohlen 
Zahn gekommen; es zieht unerträglich bis 
ins Auge und ins Ohr, nur in Anfällen, 
welche ^ Stunde aussetzen; er kommt nur 
beim Mittags- und beim Abend-Essen — oft 
schon beim ersten Bissen. 
200. Drückendes Zahnweh in der Wurzel eines hin- 



222 Kali. 

tersten (hohlen) Backzahns, Ahends. (d. 3., 
4. Tag.) [Gff.] 

In verschiedenen Zähnen und dem Zahnfleische, 
ein heftig (juckend) fressender Schmerz; das 
Stöhren mit dem Zahnstocher hilft nicht. 

Gefühl von Stumpfheit der Vorderzähne und 
Stiche darin, heim Abend -Essen, (d. 32. 
Tag.) [Gff.] 

Arge Stiche in den Zähnen. 

Einzelne Stiche, hie und da in den Vor- 
derzähnen, Abends, (d. 21., 23. Tag.) 
[Gff.] 
205. Siechen in den Zähnen und dem Zahnfleische; 
dann Backen-Geschwulst stechenden Schmer- 
zes, (n. 14 Tagen.) 

Zahnschmerz, vorzüglich die Nacht, als würde 
mit glühendem Eisen hineingestochen. 

Bei Geschwulst des Unterkiefers und des Zahn- 
fleisches, ein brennender Schmerz im Zahne, 
mit untermischten Stichen, am schlimmsten 
die Nacht, bei innerlichem Froste, (n. 32 
Tagen.) 

Zahnschmerz brennenden Gefühls, und bei Be- 
wegung puckt's darin und klopft. 

Ziehen in den Wurzeln aller obern Vorder- 
zähne, (d. i4. Tag.) [Gff.] 
210. Ziehn in den Wurzein der untern Vorderzähne, 
Abends, (d. 15. Tag.) [Gff.] 

Ziehen in den linken Backzähnen, Abends, (d. 
3., 19., 23. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im Zahnfleische, dicht über den vorder- 
sten Schneidezähnen, (d. 13. Tag.) [Gff.] 

Starke Zahnfleisch- Geschwulst über den obern 



Kali. 223 

Backzähnen, wobei auch die linke Mandel 
und die Drüsen am Halse angeschwollen 
sind. (d. 9. Tag.) 

Wundheit an der innern Seite des Zahnfleisches 
der Vorderzähne. 
215. Geschwür am Zahnfleische. 

Es scheint ihr aus den Zähnen zu riechen. 

üehler Geruch aus dem Munde, wie alter 
Käse, (alle Morgen.) 

Wundheit des innern Mundes. 

W^undheit am Zungenhändchen. 
220. YV^undheit an der Spitze der Zunge. 

Schmerzhafte Bläschen auf der Zunge und am 
Zahnfleische. 

Ein schmerzhaftes Blüthchen an der Zungen- 
Spitze. 

Früh, weifse, trockne Zunge, wie von etwas 
Herbem. 

Trockenheits-Gefühl im Munde, mit Zusammen- 
laufen des Speichels im Munde; er mufs viel 
spucken. 
225. Das Wasser lauft ihm im Munde zusammen. 

[Ri.] 

Mehr Schleim -Ausrachsen als gewöhnlich, (d. 
19. Tag.) [Gff.] 

Trockenheit ganz hinten im Halse. [Rh] 

Stechen und Beifsen hinten am Gau- 
men, wie von allzu grofser Trocken- 
heit vor Schnupfen- /Ausbruch, beim 
Schlingen vermehrt, f r ü h u n d A h e n d s. 
(d. 8., 9., 29., 30., 41. Tag.) [Gff.] 

Kratzig und scharrig im Halse, (n. 8 Ta- 
gen.) 



224 Kali. 

230. Wandheits- Schmerz Im Halse. 

Ein ängstliches Drücken im Halse. 

Reifsendes Drücken am Schlünde, (d. 9. Tag.) 
[Gff.] 

Im Halse fühlt er einen Knäutel. 

Früh, zäher Schleim hinten im Schlünde, der 
sich weder gut hinunterschlucken, noch aus- 
räuspern läfst; es hleibt immer das Gefühl, 
als stecke ein Schleimpflock im Halse, (den 
18. Tag.) 
235. Böser Hals auf der linken Seite; er fühlt da 
einen Knoll im Halse und beim leer Schlin- 
gen sticht's. [Ell.] 

FauHger Geschmack im Munde. 

Bitterkeit im Munde. 

Früh, Bittergeschmack. 

Hals -Bitterkeit, (n. 24 St.) 
240. Ein widerlicher Wasser- Geschmack im Munde. 

Süfsllcher Geschmack im Munde, 

Aufstofsen nach dem Geschmacke des Genos- 
senen. 

Gleich früh, viel Aufstofsen und "Wabbligkeit 
den ganzen Tag. (n. 3 St.) [Kl.] 

Wahhligkeit, üebelkeit, Speichel-Zusammenlauf 
im Munde (Durchfall). [Rh] 
245. Vormittags, eine Stunde lang, üebelkeit. 

Es ward Ihm so wabbllg, als sollte er eine Ohn- 
macht bekommen. 

Es wird ihr leicht brecherlich, besonders nach 
Tische. 

Bei jedem Aerger, bei jeder Freude, überhaupt 
bei jeder Innern Bewegung, kommt es ihr 
zum Brechen, so auch zu jeder Tagszeit — 

doch, 



Kali. 225 

doch, wenn sie nocli nüchtern Ist, nnr Wür- 

Er erbricht sich mehrmals, ohne sich den Ma- 
gen überladen oder verdorben zuhaben; den 
folgenden Tag ist er matt und ohne Appe- 
petlt. (n. 13 Tagen.) 
250. Das Kind wird, früh, glühend roth im Gesichte, 
bricht sein Frühstück weg, wird dann lei- 
chenblafs, nach nochmaligem Erbrechen wie- 
der wohl, bleibt aber sehr matt, zwei Tage 
lang. 

Ekel vor Allem. 

Milch bekommt ihr nicht. 

Abscheu vor schwarzem Brode. (n. 5 St.) 

Grofses Verlangen auf saure Gerichte. 
255. W^enig Appetit. [Gff.] 

Starker Hunger. 

Arger Durst, Vormittags. 

Latschig im Munde, wenig Appetit; doch schmeckt 
das Essen. 

Das Essen, besonders das Fleisch, widersteht 
ihm, dennoch schmeckt es dann; doch kann 
er nicht viel geniefsen. [Gff.] 
260. Das Essen schmeckt nicht, er ifst ohne Hunger. 

Mittags, vor und nach dem Essen, Gesichts- 
Blässe, Uebelkeit, Schwindel, mit Aufstofsen, 
Mattigkeit in den Beinen und kalten Händen 
und Füfscn, einige Stunden lang — und den- 
noch etwas Appetit, (d. 38., 39. Tag,) [Gff.] 

Beim Essen (von gebratenem Fisch) wird's ihr 
übel, zum Erbrechen. 

Beim Essen, leicht Verschlückern. 
IV. 15 



226 Kali. 

Beim Essen, Anwandlnng von Schlaf, 
(n. 2, 4 Tagen.) 
1265. Nach dem Essen wird sie müde; es klopft in 
der Herzgrube und der Kopf thut weh. 

Nach dem Essen, Kitzel zmn Husten, (n. 6 Tagen.) 

Nach dem Essen, Frost. 

Beim Mittags -Essen, verdriefsllche, ärgerliche 
Stimmung und Zieh -Schmerz im Kopfe, (d. 
30. Tag.) [Gff.] 

Nach dem Mittags -Essen, ein Zusammenschnü- 
ren im Kopfe, wie ein Reif um den Kopf. 
270. Nach dem Frühstücke, sauer bittrer Geschmack 
im Munde. 

Nach dem Essen, saures Aufstofsen. 

Nach Genufs von blähenden Speisen (Gemüsen), 
ein Brennen vom Magen herauf, bis in den 
Schlund (Soodbrennen?). 

Nach Genufs der Suppe„ Mittags und 
Abends, so wie nach Genufs warmen 
Kuchens, früh, Kneipen und Unruhe 
im Leibe. [Gff.] 

Nach dem Essen, Aufgetriebenheit des 
Unterleibes. 
275. Nach wenigem Essen, gleich Vollheit 
und starke Aufgetriebenheit des Un- 
terleibes. [Gff.] 

Nach dem Mittags - Essen, stumpfes Stechen 
rechts im Oberbauche, (d. 14. Tag.) [Gff.] 

Nach dem Frühstück, drückendes Blähungs- 
Lelbweh, durch Winde -Abgang vergehend, 
aber bald wiederkommend, (d. 'i9.Tag.) [Gff.] 

Bei gutem Appetite drückt sie keine Speise im 
Magen, aufser wenn sie Brod ifst. 



Kali. 227 

Schwere im Magen. 
280. Vormittags, Aufstofsen, dann Brennen im Ma- 
gen, (d. 12. Tag.) 

Brennen im Magen. 

Pochen in der Magen- Gegend, welche bei Be- 
rührung schmerzt. 

Ein Klopfen in der Herzgrube, wie ein arges 
Herzklopfen, eine Viertelstunde lang; die 
Herzgrube hebt sich sichtbar; meist früh. 

W egen pressenden Schmerzes in der Herzgrube 
mufs sie sich legen. 
285. Nachmittags, Wühlen in der Herzgrube; dann 
stiefs ihr eine grofse Menge bitterliches Was- 
ser aus dem Magen auf, drei, vier, fünf Mal 
(Würmerbeseigen?). 

Drücken unter der Herzgrube, früh (um 8, 9 Uhr) 
und Nachmittags (2, 3 Uhr), beim Zurück- 
biegen des Rumpfs, und auf's Essen wird's 
gelindert. 

Ein krampfhaftes Zusammenziehn in der Herz- 
grube und quer über die Brust weg. 

Beim Aus- und Einathmen, Wundheits-Schmerz 
in der Herzgrube. 

Einfacher Schmerz in beiden Hypochondern, mit 
Knurren in der Gegend, (n. 1 St.) 
290. Ein Druck über den Magen herüber und unter 
den Hypochondern, Abends, im Bette, eine 
halbe Stunde lang. 

Früh, nach dem Aufstehn zieht's und schneidet's 
ihr quer durch den Magen weg. 

In der linken Seite des Oberbauchs zieht ein 
schneidendes Gefühl aus dem untern Theile 

15* 



228 Kali. 

der linken Brust, wo es zugleich stiebt, (d. 
20. Tag.) [Gff.] 

Stiche in der Herzgrube und den Hypochondern, 
die den Athem benehmen. 

Klopfen, links, neben der Herzgrube. 
295. Zucken, rechts, neben der Herzgiube. (n. etli- 
chen Stunden.) 

Zuckendes feines Stechen in der rechten Seite 
des Unterleibes. 

Stechen in der rechten Unterleibs - Seite , wie 
wenn man im Schlafe den Urin verhalten 
hat, durch V^inde- Abgang erleichtert. 

Früh, stumpfer Stich in der rechten Seite unter 
den Rlbben. [Gff.] 

Scharfe Stiche in der Leber- Gegend, (den 20. 
Tag.) [Gff.} 
300. Klemmend stechender Schmerz in der 
Leber-Gegend. [Gff.] 

Ueber dem Nabel zuweilen ein Stechen, wie von 
Blähungen. 

Stumpfe Stiche in der Leber- und rechten Lei- 
sten-Gegend, (d. 11. Tag.) [Gff.] 

Beim Lachen sticht's in der rechten Bauch-Seite. 

Stechen in der Leber- Gegend, was wie Milz- 
stechen gefühlt wird. 
305. Beim Athemholen, Stechen unter der letzten 
rechten Ribbe. (d. 1. Tag.) 

Stechen, ohne Bezug auf Athmen, unter der 
letzten rechten R.ibbe, 4 Tage lang. 

Stechendes Reifsen in der rechten Seite unter 
den kurzen Ribben. [Gff.] 

Brenn -Schmerz in der Leber- Gegend, (die er- 
sten Tage.) 



Kali. 229 

Druck nach der Leber zu, wie von der 
rechten Brust aus, zugleich mit Klopfen in der 
Magen-Gegend, die bei Berührung schmerzt. 
3i0. Verwandelt den Druck in der Leber in Schwere 
der Leber. 

Leberschmerz beim Gehen, mehre Tage nach 
einander. 

Oft stumpfes Stechen in einer kleinen Stelle 
der Leber -Gegend, auch beim Befühlen thut 
es wund weh. (d. 18. Tag.) [Gff.] 

Die Leber schmerzt wie wund gedrückt. 

Leib sehr aufgetrieben. 
315. Dickheit des Unterbauchs. 

Leibweh mk vielem Aufstofsen. 

Leibweh mit vielem Aufstofsen und Speichel- 
Spucken. 

Blähungs- Kolik; nach Aufstofsen und Winde- 
Abgang beruhigt sich's. 

Leibweh von Blähungen. 
320. Leibweh wie Blähungs -Versetzung. 

Blähungs-Yersetzung. (auch n. 20 Tagen.) 

Drückende Aufblähung des Unterleibes, dabei 
Gefühl von Vollheit, Mattigkeit und Unlust 
zu jeder Bewegung und geistiger Beschäfti- 
gung, (d. 29. Tag.) [Gff.] 

Drücken und V^^ühlen im Unterleibe unter dem 
Nabel, wie von versetzten Blähungen; er 
mufs dabei vorgebückt sitzen; es wird schlim- 
mer beim Gehn in freier Luft. (n. 19 Tagen.) 

Schneiden, links, im Oberbauche, (d. 20. Tag.) 
[Gff.] 
325. Arges Schneiden in den Gedärmen; er mufs, 
um sich zu erleichtern, vorgebückt sitzen und 



230 Kali. 

mit beiden Händen aufdrücken, oder sich weit 
zurücklehnen — gerade sitzen darf er nicht. 

Aufgetriebener, harter Unterleib; die Nabel- 
Gegend ist, bei Berührung, schmerzhaft em- 
pfindlich. 

Die Bauchmuskeln schmerzen beim Berühren. 

Aufgetriebener Unterleib. [Gff.] 

Leibkneipen und Leib- Auftreibung. 
330. Gegen Mittag, Kneipen im Oberbauche, (d. 25. 
Tag.) [Gff.] 

Anfangs, Blähungs-Versetzung, nachgehends un- 
gemein viel Blähungs- Abgang. 

Eine schwere Last im Unterbauche, mehr drük- 
kenden als kneipenden Schmerzes und beim 
Gehen am unerträglichsten, (n. 3 St.) 

Im Unterbauche, wie gespannt und wie schwer 
darin, im Sitzen und Gehen. 

Schmerz in der rechten V^^eiche, als sey da et- 
was geschwollen. [R.I.] 
335. Drücken im Unterbauche, (d. 20. Tag.) [Gff.] 

Abends, drückendes Leibweh im Oberbauche bis 
unter die Herzgrube, (d. 35. Tag.) [Gff.] 

Abends, drückender Schmerz im linken Unter- 
bauche, auf einer kleinen Stelle, (d. 39. Tag.) 
[Gff.] 

Drücken im Unterleibe. 

Kneipender Druck, links im Oberbauche, wie 
von einer versetzten Blähung, (d. 11. Tag.) 
[Gff.] 
340. Schneiden, wie von herumziehenden Blähungen, 
im Oberbauche 5 beim Spazieren gingen die 
Winde ab. (d. 20. Tag.) [Gff.] 

Zusammenziehender Leibschmerz. 



Kali. 231 

Früh, klemmendes Leibweh im Oberbauche, (d. 

14. Tag.) [Gff.] 
Klemmendes Leibweh im ünterbauche. (d. 30. 

Tag.) [Gff.] 
Kähendes und krampfhaftes Zusammenziehn des 

Unterleibes. 
345. Stumpfe Stiche und Drücken in der linken Seite 

des Oberbauchs, (d. 10., 20. Tag.) [Gff.] 
Stumpfes Stechen neben dem Nabel, rechts, (d. 

J9. Tag.) [Gff.] 
Stiche imünterleibe, Vormittags und Abends 

wieder. 
Stechen In der linken Bauch -Seite unter den 

Ribben. (d. T2. Tag.) [Gff.] 
Scharfe Stiche und stechendes Reifsen 

in der linken Seite, unter den kurzen 

Ribben. (d. ö., 9., 17., 24. Tag.) [Gff.] 
350. Einige heftige Stiche im ünterbauche. (n. 6 St.) 
Absetzendes Reifsen oder stumpfe Stiche In der 

hnken Unterbauch -Seite, nahe an der Hüfte. 

(d. 11. Tag.) [Gff.] 
Zwickend schneidendes Stechen tief im linken 

Unterbauche (wie von versetzten Blähungen) 

bis in den After und d^s Mittelfleiscb, durch 

Abgang von Blähungen wenig erleichtert, 

durch Einzlehn des Bauchs peinlich erhöht. 

(d. 19. Tag.) [Gff.] 
Klopfen Im Unterleibe. 
Zuckungen Im Unterleibe. 
355. Beifsen, welches zuweilen einzeln zuckend ist, 

in der rechten Dünnung, oder im Bauche 

rechter Seite, Abends, (den 16., 17. Tag.) 

[Gff.] 



232 Kali. 

Absetzend gluckerndes Heraasdrücken in der 
rechten Leistengegend, (d. 27. Tag.) [Gff.] 

Schmerz in der rechten Leistengegend beim Ein- 
ziehn des Unterleibes, (d. 29. Tag.) [Gff.] 

Leibschmerz, wie innerlich wund, mit Pressen 
gegen die Geburtstheile, wie zum Monatli- 
chen; dabei Kreuzschmerz. 

Die Blähungen setzen sich schmerzhaft auf die 
Blase, (n. 2 Tagen.) 
360. Oefteres Leibschneiden, als wolle Durchfall kom- 
men. 

(Vor dem Mittags -Essen) Gurren im Ober- 
bauche, wie vor Durchfall, und leises Leib- 
weh, (d. 1. Tag.) [Gff.] 

Leibkneipen und Unruhe im Bauche, mit dün- 
nem Stuhlgänge. 

Schmerzliches Ziehen im Unterleibe, mit Hart- 
leibigkeit. 

Unruhe im Unterleibe und sehr harter Stuhl. 
365. Viel Abgang von Blähungen, (n. 14 Ta- 
gen.) 

Bei einer Blähung geht ungefühlt einiger dün- 
ner Stahl mit ab. 

Ungenüglicher Stuhl nach vielem Pressen. [Gff.] 

Ungenügender, weicher Stuhlgang. [Bl.] 

Die Ausleerung ist zähe, weichlich und dunkel- 
farbig. [Gff.] 
370, Stuhl so zähe, als könne er ihn nicht los wer- 
den. [Rh] 

Er halte oft noth zum Stuhle; es ging aber nur 
wenig fort. 

Oeftcrer Drang zum Stuhle; es ist, als könne 
er nicht Alles los werden, (n. 24 St.) 



Kali. 233 

Vergeblicher Drang zum Stuhle, mit Gefühl, als 
sey der Mastdarm zu schwach, sich auszu- 
leeren. 

Es geht nicht genug Stuhl ah; der meiste bleibt 
zurück. 
375. Schaflorberähnlicher Stuhl, der nur mit Schmerz 
und Anstrengung abgeht. 

Hartleibig, (n. 3 Tagen.) 

Der Stuhl ist hart, und Mastdarm -Aderknoten 
schwellen an und treten heraus. 

Arger Durchfall, mit vielem Leibschneiden, (n. 
4 Tagen.) 

Durchfall - Stuhl mit beifsenden Schmerzen im 
After, (n. 8 Tagen.) 
380. Blut beim Stuhlgänge, mehre Tage. (n. 11 Ta- 
gen.) 

Vor dem Stnhlgange jedesmal stichlichtes Kne- 
beln im After. 

Vor und bei dem Stuhlgange fliefst weifser 
Schleim aus dem After. 

Nach schwerem, geringem Stuhle, Drücken im 
ünterleibe. [Gff.] 

Zwängen im After. [Gff.] 
385. Zwang im Mastdarm und After. 

Stechendes Reifsen und Schneiden im 
After, (d. 4., 11., 25., 32., 34., 35., 40. Tag.) 
[Gff.] 

Stechen im Mastdarme. 

Abends, knebelnd stechender Schmerz im After, 
(d. 8. Tag.) [Gff.] 

Nadelstechen am After. 
390. Am After, Stechen und geschworene Blüthchen. 

Brennendes Schneiden im After. [Gff.] 



234 Kali. 

Brennen im After, dafs er davor nicht schlafen 

konnte, (n. 21 Tagen.) 
Bei und nach dem trocknen Stuhle, Brennen 

im After. [Gff.] 
Brennen im After, ohne Drang. 
395. Abends, Schrunden im After. [Gff.] 

Kriebeln am After, (n. 6 Tagen.) [Rh] 
Jucken im After. [Gff.] 
Jucken am After nach dem Abend -Essen. 
Heftiges Jucken am After und Hodensacke. 
400. Entzündete After- Aderknoten, (n. 24 St.) 

Nach dem Stuhlgange (früh) beifsendes Wund- 

heits- Gefühl über und an dem After, (den 

13. Tag.) [Gff.] 
Grofse, schmerzende After- Aderknoten, (d. 1. 

Tag.) 
Trüber Harn. [Gff.] 
Viel Drang zum Uriniren. 
405. Sie mufs oft harnen, jedesmal nur wenig, aber 

allemal darauf noch mehr Drang dazu, der 

fast schmerzhaft ist. (n. 48 St.) 
Ungemein viel Urin -Absonderung, (die ersten 

Tage.) 
Es that ihm noth zum Harnen, es dauerte aber 

lange, ehe er den Urin los werden konnte; 

er flofs sehr langsam. 
Sie mufs Nachts zum Harnen aufstehn. 
Er mufs oft harnen; es drückt ihn auf der Blase, 

bis er den Urin läfst; er mufs aber lange 

warten, bis er kommt; Nachts mufs er 3, 4 

Mal zum Harnen aufstehn, ob er gleich nur 

wenig trinkt. 



Kali. 235 

4l0. Sie mufs drücken, ehe der ürin beim Harnen 
kommt. 

Nach dem Harnen kommen noch einige Tro- 
pfen nach. 

Abgang einiger Tropfen Urin, zwei, drei Minu- 
ten nach dem Harnen. 

Bei einer eifrigen Beschäftigung, mnfs sie schnell 
einige Tropfen Urin lassen. 

Nach dem Uriniren, Abgang einer milchfarbi- 
gen, flockigen, gernchlosen Flüssigkeit (Vor- 
steher-Drüsensaft?). 
415. In der Harnröhre, aufser dem Harnen, ein ab- 
setzend schneidender Schmerz; er wird dann 
auch reifsend in der Eichel und besonders 
in der Mündung derselben, (d. 7. Tag.) [Gff.] 

Schneiden in der Blasen -Gegend. 

Beim Uriniren, schneidendes Reifsen im Blasen- 
halse, beim Drücken auf den Urin erhöht, 
(den 36. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im ßlasenhalse, aufser dem Harnen, (d. 
37. Tag.) [Gff] 

Brennen in der Harnröhre beim Har- 
nen. 
420. Brennen und Beifsen in der Harnröhr -Mündung 
und dem obern innern Theile der Vorhaut, 
früh im Bette, bald nach dem Urinlassen, 
(d. 20., 21. Tag.) [Gff.] 

Brennend belfsender Schmerz während und nach 
dem Harnen. 

Oefteres Ziehn und scharfes Reifsen im vordem 
Theile der Harnröhre, (d. 18., 19. Tag.) [Gff.] 

Reifsender Schmerz in der Harnröhre. 



236 Kali. 

In der Harnröhre, kneipende Risse, (n. 12 Ta- 
gen.) 
425. Hodensack scbmerzhaft, wie geqnetsclit. 

Jucken am Hodensacke. [Rl.] 

"Wundheit am Hodensacke, (n. 17 Tagen.) [Rh] 

Kneipen im linken Hoden und im Schambeine. 

Strammen im linken Hoden. 
430. Die Hoden und der Samenstrang sind geschwol- 
len und heifs anzufühlen. 

Strammen an dem Zeugungsghede. (n. 24 Ta- 
gen.) 

Scharf ziehende Schmerzen durch die männliche 
Ruthe. (n. 12 Tagen.) [Rl.] 

Reifsendes Zichn im männlichen Gliede. (den 
23. Tag.) [Gff.] 

Glucksen in der Eichel, (n. 2 Tagen.) [Rh] 
435. Reifsen in der Eichel (d. 20. Tag.) [Gff.] 

Ungestüme Erektionen, (n. 24 St.) 

Die ersten 18 Tage gar keine Erektionen. 

Reger Geschlechts -Trieb. [Gff.] 

Arger Geschlechts-Trieb, (n. 3 Tagen.) 
440. Erregt die Geschlechtstheile mit Brenn -Gefühl. 

Zwei Nächte nach einander Pollution. (1., 2. 
Nacht.) 

Ermattende Pollution, (d. 3., 4., 7. Nacht.) 

Die sonst häufigen Pollutionen kommen selte- 
ner, (n. 14 Tagen.) 

Die ehemaligen Pollutionen bleiben 42 Tage 
aus. 
445. Die Nacht auf einen Beischlaf^, geile Träume 
und Pollution. [Rh] 

Beischlaf ohne Samen -Ergufs. (n. 10 Tagen.) 



Kali. 237 

"Weibliche Abneigung vor Beiscblafe. (die er- 
sten Tage.) 

Sie ist leicht zum Beischlafe zu reizen, (n. 29 
Tagen.) 

Während des Beischlafs, kneipende Schmerzen 
in der Scheide. 
450. Während des Beischlafs, W^undheits- Schmerz 
in der Scheide. 

Brennend beifsende Blüthen an der Scham. 

•Lücken und Brennen in der Scham. 

Brennendes Stechen an der Scham. 

Stiche quer durch die Scham. 
455. Kneipender Schmerz in den Schamlippen. 

Auf der linken Seite der Schamthelle, Reifsen 
durch den Unterleib bis in die Brust heran. 

Eine Woche vor Eintritt der Periode bekommt 
sie solche innere Unruhe, als sollte schon 
wieder das Monatliche kommen, (n. 16 Ta- 
gen.) 

Vor der Regel, viel Hitze, grofser Durst und 
unruhige Nächte. 

Früh, vor Eintritt der Periode, aus dem Schlafe 
erwacht, wohllüstige Gefühle, wie beim Bei- 
schlafe. 
460. Das Blut des Monatlichen scheint sehr scharf; 
sie wird beim Abgange desselben inwendig 
an den Dickbeinen wund und voll Aus- 
schlag; auch ist der Geruch des Blutes übel 
und scharf. 

Bei der Regel, heftiges .Tücken am ganzen Kör- 
per. 

Während des Monathchen schläft sie nach dem 
Früh -Erwachen wieder ein, geräth aber in 



238 Kali. 

einen höchst unangenehmen Zustand zwi- 
schen Schlaf und Wachen; peinhch hört 
sie da Dinge, die sie ängstigen, ob sie da 
gleich weifs, dafs sie nur Traum sind; sie 
ist aber nicht im Stande, die Augen aufzu- 
thun, und nur mit grofser Anstrengung ge- 
lingt's ihr, sich aus diesem widerlichen Halb- 
schlafe heraus zu reifsen. 

Die im fünften Monate Schwangere bekommt 
(nach einiger Aergernifs), Nachts, einen star- 
ken Blut- Abgang, mit Stücken geronnenen 
Blutes, aus der Scheide, bei dompfem Kopf- 
schmerz und gelber Gesichtsfarbe, und den- 
noch erfolgt keine Fehlgeburt. 

"Während der Regel leidet sie sehr an Blähun- 
gen, hat einen übeln Mund -Geschmack und 
es stöfst ihr oft nach Galle auf. 
465. Bei dem Monatlichen, ein arges Pressen vorn 
im Ünterbauche, als wollte da Alles aus den 
Geburtstheilen heraus, zugleich mit argem 
Pressen im Kreuze, was kaum auszuhalten 
ist. 

Nach Beendigung des Monatlichen , Abends, 
Kälte im Bücken, und Erwachen nach Mit- 
ternacht mit Magenkrampf und Kälte im Ma- 
gen, was bis gegen Mittag anhielt, (n. 19 
Tagen.) 

Gelblicher Scheide-Flufs, mit Jucken und Bren- 
nen in der Scham. 



Leicht kommt Verschlückern beim Essen; es 
geräth etwas von der Speise in den Luft- 
röhrkopf. 



Kali. 239 

Rauhe Stimme. 
470. Sehr rauh im Halse mit vielem Niefsen. 

Ungeheures Niefsen, wohl 30 Mal in einem 

Tage (bei Fliefs- Schnupfen). 
Heiserkeit, als wenn etwas im Halse stäke, mit 

Reiz zum Räuspern. 
Erst Heiserkeit, dann ungeheurer Fliefs -Schnu- 
pfen. 
Starker Fliefs -Schnupfen. 
475. Arger Fliefs -Schnupfen, mit vielem Niefsen, 

Rücken- und Kopf-Schmerz, (n. 10 Tagen.) 
ungeheurer Fliefs -Schnupfen, (n. 29 Tagen.) 
Fast den ganzen Tag, vorzüglich aber Abends, 

Fliefs - Schnupfen. 
Arger Stock - Schnupfen , dafs er fast keinen 

Athem kriegen konnte. 
Häufiger Stock -Schnupfen, auch Abends, im 

Bette, mit Kriebeln im Halse, (vom 11. Tage 

an.) [Gff.] 
480. Es steckt etwas, wie ein Pflock, in der Kehle; 

durch Husten löset es sich ab und die Kehle 

wird frei. 
Vom Winde, kratzig auf der Brust. 
Husten und rauher Hals. (n. 24 St.) 
Kitzel im Kehlkopfe zum Husten, mit starker 

Heiserkeit. [RL] 
Husten von Kitzeln im Halse, (d. 20. Tag.) 

[Gff.] 
485. Kriebeln im Halse, was zum Räuspern 

und Husten reizt, mit Gefühl von fest 

sitzendem Schleime, früh und Abends, (d. 

12., 22., 29. Tag.) [Gff.] 
Scharriger, kratziger Husten. 



240 ' Kali. 

Husten Abends im Bette, 

Von Abends (9 Uhr) an mufste sie bis früh, 
alle 5 Minuten, husten. 

Oefteres Husten vor Mitternacht, am Tage aber 
nicht. 
490. Kächziger Husten, mit einigem Auswurf, meist 
nur die Nacht und früh, mit Schnupfen da- 
bei. 

Früh nüchtern, starker Husten, der sich nach 
dem Frühstück gab. 

Früh, Räuspern, mit Auswurf. 

Schon früh, um 3 Uhr, fängt sie an zu husten, 
was sich alle halbe Stunden wiederholt. 

Viel Husten früh, mit Auswurfe, doch am mei- 
sten Abends. 
495. Trockner Husten, fast blofs die Nacht, mit Ste- 
chen in der Kehle. 

Vom Husten stach's in der Kehle (bei Fliefs- 
Schnupfen). 

Beim Husten, ein rauher Schmerz im Kehlko- 
pfe. 

Beim Husten, reifsendes Kratzen auf der Brust. 

Kitzel im Halse zum Husten, der die Brust an- 
greift. 
500. Beim Husten fahren Funken aus den Augen. 

Husten so sehr anstrengend, dafs ihr die Sinne 
vergehn. 

Beim Husten, Uebelkeit. 

Der Husten bringt sie leicht zum Erbrechen. 

Kitzel-Husten. 
505, Husten beim Violinspielen. 

Trockner Husten schnell kommend und schnell 
vergehend. 

Husten 



Kali. 241 

Husten mit vielem Auswurfe. 

Früh, kurzathmig. 

Athem-Yersetzung weckt ihn die Nacht aus dem 
Schlafe. 
510. Schnärcheln auf der Brust, Nachts, heim Lie- 
gen auf dem Rücken. 

Athem -Beengung, 

Beklemmung der Brust, mit stöhnendem tief 
Athmen. 

Gegen Abend, Beängstigung in der Brust. 

Neigung zum tief Athmen. 
515. Ein schneidendes Gefühl unten in der Brust, 
besonders der linken, das sich in den Ober- 
bauch zieht, doch in der linken Brust ste- 
chend zurückbleibt, (d, 20. Tag.) [Gff.] 

Früh-Schmerz in der Brust, besonders 
um die Herzgrube herum, fast schnei- 
dend, wie von da sich stammenden 
Blähungen. [Gff.] 

Stumpfes Stechen tief in der linken Brust, un- 
ter den kurzen Bibben. (d. 16. Tag.) [Gff.] 

Stechender Druck in der linken Brust beim tief 
Athmen. 

Zuweilen ein drückender Stich in der rechten 
Brust, mehre Tage. 
520. Absetzendes Drücken vorne in der Brust, be- 
sonders rechts, durch Einathmen vermehrt, 
durch Aufstofsen vermindert, (d. 7. Tag.) 
[Gff.] 

In der linken Brust und Herz -Gegend, viel 
Drücken, (d. 8. Tag.) [Gff.] 

Klemmendes Drücken in der rechten Brust, (d. 
26. Tag.) [Gff.] 
IV. 16 



242 Kali. 

Stumpfes , kneipendes Stechen in der rechten 
Brust. [Gff.] 

Seitenstechen heim Athemholen. 
525. Ein Stich in der linken Brust. 

Zuweilen ein Stich an der rechten Brust. 

Stumpfes Stechen, Drücken und Reifse« unter- 
halb der Achselgrube. [Gff.] 

Abends, Reifsen im Brustknochen, links über 
der Herzgrube. [Gff.] 

Reifsen in der linken Seite auf den untersten 
kurzen R.ibben. [Gff.] 
530. Ein wunder, aber doch reifsender Schmerz, et- 
was unter der linken Achselgrube , durch 
starkes Athmen erhöht und erregt. [Gff.] 

Zieh -Schmerz über die Brust, (n. 4 Tagen.) 

Reifsender Schmerz in der rechten Brust, (d. 
9. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der linken Brust, (d. 17. Tag.) [Gff.] 

Brust schmerzhaft, wie zerschlagen. 
535. Lautes Sprechen greift die Brust sehr an. 

Schwäche der Brust. 

Kitzelnde Empfmdung in der rechten Brust, 
(n. 16 Tagen.) 

Oben in der rechten Brust, ein Gluckern, wie 
Muskel -Hüpfen, (d. 2'i. Tag.) [Gff.] 

Herzklopfen, wenn er hungrig ist. (n. 10 Ta- 
gen.) 
540. Oefteres starkes Herzklopfen, mit Beäng- 
stigung. 

Oefteres Aussetzen der Herzschläge. 

Im oder am Herzen Schmerz, als wenn da Bän- 
der, woran das Herz hinge, fest zusammen- 
gezogen wären, im Umfange eines Guldens 



Kali. 243 

(ein klemmender Schmerz), am bemerkbar- 
sten bei starkem Einatbmen oder Anfhusten, 
nicht aber bei Körper -Bewegung, (n. eini- 
gen St.) 

In der Gegend des Herzens, ein gelindes Bren- 
nen, (n. 2 Tagen.) 

Zuckender Schmerz an der untersten linken 
Ribbe. 
545. (Reifsendes Stechen in den Brüsten.) 

Jucken an der rechten Fleisch- Brust; nur beim 
Reiben zeigt sich feiner Ausschlag. 

Nach einigem Gehen oder Stehen, Kreazschmerz. 

Arge Kreuzschmerzen mit wehenartigem Bauch- 
schmerz und Abgang von Scheideflufs. 

Schmerz im Kreuze blofs beim Zurückbiegen; 
in der Ruhe nicht. 
550. Oefters Schmerz gleich über dem Kreuze, beim 
Sitzen, (d. 26. Tag.) [Gff] 

Zieh-Schmerz im Kreuze. 

Klopfen im Kreuze. 

Steifheit im Kreuze. 

Jucken unten am Kreuze. 
555. Kitzelnder Müdigkeits-Schmerz liber dem Kreuz- 
beine. 

Zuweilen ein Stich vom Kreuze her durch die 
linke Bauch-Seite nach der Brust zu. 

Stiche in der rechten und linken Nie- 
ren^Gegend. (d. 11., 29. Tag.) [Gff.] 

Ein Athem hemmender Rifs in den Lenden- 
muskeln. _ 

Relfsen in der rechten Nieren -Gegend, (d. 13. 
Tag.) [Gff.] 
560. üeber dem Kreuze, rechts neben dem Rück- 

16* 



244 Kali. 

grate, ein brennendes Reifsen. (d. 18. Tag.) 
[Gff.] 

Arge Kückenschmerzen. 

Steif im Rücken; sie kann sich nicht bücken. 

Drücken in der rechten und linken Nie- 
ren-Gegend, (d. 7., 8., 15., 19. Tag.) [Gff.] 

Wundes Drücken in der rechten Nieren -Ge- 
gend, (d. 6. Tag.) [Gff.] 
565. Drückendes Ziehn im Rücken, 

Früh, Drücken im Rücken, über der rechten 
Nieren -Gegend, (d. 20. Tag.) [Gff.] 

Rückenschmerz, als hätte er sich verhoben. 

Im Rücken ein zusammenziehender Schmerz, 
nach körperlicher Arbeit, in der Ruhe. 

Der Rücken schmerzt wie zerschlagen 
in der Ruhe, bei Bewegung nicht. 
570. Brennend drückender Schmerz im Rücken, 
schlimmer beim Gehn in freier Luft. (n. 19 
Tagen.) 

Stiche, rechts, im Rücken durch die rechte 
Brust hindurch, (d. 25. Tag.) [Gff.] 

Ein scharfer, reifsender Stich unter dem rech- 
ten Schulterblatte. [Gff.] 

Im linken Schulterblatte, stumpfes Stechen. [Gff.] 

Im linken und rechten Schulterblatte, klemmen- 
des Siechen. [Gff.] 
575. Drücken im linken Schulterblatte. 

Stechendes und drückendes Reifsen nahe beim 
rechten Schulterblalte. (d. 10., 38. Tag.) [Gff.] 

Scharfer Druck oben auf dem Rücken, (d. 34. 
Tag.) [Gff.] 

Ziehendes Drücken in den Schulterblättern. 

Spannendes Drücken, wie heftige Ermüdung 



Kall 245 

vom rechten Schnlterblatte bis ins Kreuz, 
an der rechten Seite in den Rücken hinein 
für sich, auch früh im Bette, besonders aber 
beim Fahren, (d. 9., 31., 40. Tag.) [Gff.] * 
580. Bas linke Schulterblatt schmerzt, wie verrenkt. 

Früh, Reifsen im rechten Schulterblatte, (d, 4. 
Tag.) [Gff.] 

Erst zwischen den Schulterblättern wie ein Druck, 
darauf von da ein Brennen bis zum Kamm 
des Beckens, gleich in Ruhe, wie in Bewe- 
gung; das Brennen fühlt man auch beim 
Auflegen der Hand. 

Spann -Schmerz unterm linken Schulterblatte, 
beim Athmen. 

Bei starker Arbeit, ein Stich von der Spitze 
des linken Schulterblattes bis in die Herz- 
grube, (n. 7 Tagen.) 
585. Schmerz im Genick beim rückwärts Biegen des 
Kopfs. 

Früh, Reifsen, rechts im Genick. 

Steifheit im Nacken, früh im Bette, (n. 3 Tagen.) 

Er konnte 8 Tage lang den Arm vor Schmerz 
nicht gerade in die Höhe heben — es spannte 
ungeheuer — wohl aber konnte er ihn rück- 
wärts auf den Rücken bringen, drauf liegen 
und das Gelenk anfassen, ohne Schmerz, 

Ziehen in der rechten Achsel, (d. 17. Tag.) 
[Gff.] 
590. Klemmendes Reifsen in der rechten Achsel, (d. 
20. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im linken Achsel-Gelenke, [auch 
Gff] 

Klemmender Druck im rechten Achsel-Gelenke, 



246 Kali. 

schmerzlicher heim Athemholen. (d. 20. Tag.) 
[Gff.] 
. Drückendes Zlehn und Spannen In der rechten 
Achsel mit Lähmigkeits- Gefühl im rechten 
Arme. (d. 34. Tag.) [GlT.] 

Früh, arger Schmerz in der linken Achsel; er 
konnte den Arm nicht in die Höhe hehen 
— es spannte sehr. 
595. Bei heftiger Bewegung des linken Arms und 
von starkem Drücken damit, Schmerz in der 
Achsel. 

Zerschlagenheits- Schmerz unterm rechten Ach- 
sel-Gelenke, vorzüglich heim Bewegen und 
heim Befühlen. 

Empfindlichkeit und Brennen in der rechten 
Achseigruhe. (d. 15. Tag.) [Gff.] 

Jucken in der Achseigruhe. 

Achseigruhen - Schweifs. 
600. In der rechten Achseigruhe, ein stumpf schnei- 
dender, auch reifsender Schmerz, (d. 24. 
Tag.) [Gff.] 

Der Arm ermüdet leicht heim Schreiben, (n. 3 
Tagen.) 

Schwäche und Kraftlosigkeit in beiden 
Armen. 

Die Arme sind wie gelahmt, (die ersten Tage.) 

Ein lähmiger Schmerz in beiden Oberarmen, 
am meisten bei Bewegung. 
605. Früh, beim Erwachen, lähmiges Spannen und 
Ziehn an der linken Achsel bis In den Un- 
terarm, mit Neigung desselben zum Einschla- 
fen, (d. 34. Tag.) [Gff.] 

Schmerz in beiden Oberarmen, als hätte er 



Kali. 247 

einen Schlag darauf bekommen, besonders 
beim Aufbeben des Arms. (n. 16 Tagen.) 

Geschwulst des Oberarms und dei; Hände, bei 
Schwäche des ganzen Arms. 

Schmerzhaftes Puisiren im linken Ober- 
arme, in Pausen. 

Muskel-Hüpfen am linken Oberarme. 
(d. 18., 19., 21., 25. Tag.) [Gff.] 
610. Ein mehrmah'ges Zucken des linken Armes. 

Eine Ausschlags- Bliilhe boch oben am Ober- 
arme; sie juckt und thut weh. (d. 12. Tag.) 
[Gff.] 

Zieh -Schmerz Im linken Arme. (n. 24 St.) 

Reifsen im linken Oberarme, zuweilen 
bis in die Achsel, (d. iL, 16., 20. Tag.) 

Reifsen im linken Arme von oben bis ins Hand- 
Gelenk. 
615. Reifsen Im obern Theile des rechten Oberarms 
und im Ellbogen, (d. 12., 22. Tag) [Gff.] 

Stechendes Reifsen Im linken Oberarme. 

Stechen im rechten Oberarme. 

Beide Arme werden in der Kälte wie einge- 
schlafen und starr; auch nach starker Bewe- 
gung schlafen sie ein. 

Einschlafen der Arme und Hände, früh Im Bette; 
sie sind (mit dem Gefühle eines Innern Fres- 
sens) wie erstarrt und gelähmt; kein Gefühl 
ist dann in der Hand, eine halbe Stunde 
lang. 
620. Der Arm, auf welchem er die Nacht liegt, schläft 
ein. 



248 ^ Kall. 

Beim Ausstrecken des rechten Arms, wenn er 
gebogen gewesen, schmerzt's im Ellbogen, 
als wäre er steif. 

Reifs en in derlinken und rechten Ell- 
bogen-Beuge, (d. 3., 6., 22. Tag.) [Gf£] 

Ziehn undReifsen im linken und rech- 
ten Ellbogen, zuweilen mit Wärme- 
Gefühl darin. (d.lO.,17.,32.,40.Tag.) [Gff.] 

Reifsende Stiche in der linken Ellbogenbeuge. 



625. Früh j im Bette, in beiden Ellbogen -Beugen, 

starke Stiche, was nach Aufstehn aus dem 

Bette vergeht. 
Sehr heftiges, kurzes Ziehn aus dem rechten 

Arme in die Hand. (n. 2 Tagen.) [Rl] 
Reifs en im obern Theile des rechten 

und linken Unterarms, (d. 3.5 IL? 18. 

36. Tag.) [Gff.] 
Ein lähmiges, dumpf schmerzendes Ziehn aus 

dem linken Unterarme in die Hand, Abends. 

_CR1;] 
Zieh -Schmerz im Unterarme. 

630. Reifsen in der Mitte des linken Unterarms. 

(d. 24. Tag.) [Gff.] 
Spann- Schmerz am Unterarme. [Gff.] 
Reifsen im rechten und linken Unterarme gegen 

das Hand -Gelenk hin. [Gff.] 
Reifsen im rechten und linken Hand -Gelenke. 

(d. 11., 20. Tag.) [Gff.] 
Stumpfes, drückendes Reifsen in der 

rechten, dann in der linken Hand, 

zwischen Daumen und Zeigefinger. 

(d. 6., 12., 21. Tag.) [Gff.] 



Kali. 249 

635. Heftiges Rcifsen vom linken Handrücken In die 
Finger, (d. 23. Tag.) [Gff.] 

Reifsen im äofsern Knöchel des Hand-Gelenks, 
(d. 29. Tag.) [Gff.] 

Kraftlosigkeit in den Händen. 

Früh, heim Schreiben, zittern die Hände. 

Jucken an der Handwurzel. [Rh] 
640. Abends, starkes Jucken in den Handtellern, 
nahe an den Fingern, (d. 1. Tag.) [Gff.] 

Juckende Bläschen im Handteller. 

Stechen am rechten Hand -Gelenke, heim Be- 
wegen, dann auch in der Ruhe einige scharfe 
Stiche, (d. 31. Tag.) [Gff.] 

Kalte Hände. 

Schmerz in den Mittelhandknochen beim Zu- 
greifen. 
645. Brennen auf der linken Hand, wie von einer 
glühenden Kohle. [Rh] 

Brenn-Schmerz wie von einer glühenden Kohle 
an zwei Fingern der linken Hand. [Rl.] 

Der rechte Daumen ist ihr taub und gefühllos, 
einige TVochen lang. 

Früh, im Bette, zieht es ihm die Finger ein- 
wärts, ruckweise auf und zu; dann trat Taub- 
heit der Finger ein, eine schwer Beweglich- 
keit derselben und Frostigkeit daran. 

Gegen Morgen im Bette, schläft ihr der Dau= 
men ein, eine Minute lang. 
650. Die Daumen werden, vom Stricken, wie läh- 
mig. 

Früh -Schmerz, wie wund im vordersten Gliede 
des Mittelfingers, besonders unter'm Nagel, 
beim Berühren nicht vermehrt. [Gff.] 



250 Kali. 

Reifsen im mittelsten Gelenke des Zeigefingers. 
_(d. 6. Tag.) [Gff.] 

Reifsen nnter dem Nagel des rechten und lin- 
ken Daumens. [Gff.] 

Brennendes Reifsen in der Spitze des Zeigefin- 
gers, (d. 10. Tag.) [Gff.] 
655. Reifsendes Ziehn in der Spitze des kleinen Fin- 
gers. [Gff.] 

Reifsen in den Gliedern und Gelenken mehrer 
Finger. [Gff] 

Flüchtiges Reifsen in den Fingern und zugleich 
in den Zehen. [Gff.] 

Stechendes Reifsen unter dem Nagel und in der 
Spitze des Zeigefingers, (d. 2'2., 32. Tag.) 
[Gff.] 

Stumpfes R.eifsen im Daumen -Ballen, (d. 19., 
24. Tag.) [Gff.] 
660. Reifsen unter den Fingernägeln, (d. 34. Tag.) 
[Gff.] 

Auf dem kleinen Finger entsteht eine Blase. 

Brennen in der Spitze des kleinen Fingers. 
[Gff.] 

Brennen am Rande der Nagel -Einfassung am 
Mittelfinger, (d. 19. Tag.) [Gff.] 

An der Einfassung des Nagels des Zeigefingers, 
eine Entzündung; es dringt beim Aufdrük- 
ken dünner Eiter heraus, sieben Tage lang, 
(d. 11. Tag.) (Nagel -Geschwür.) [Gff.] 
665. In den Hinterbacken, Maskel- Zucken. 

Reifsen am und im Hinterbacken, unweit des 
Hüft -Gelenks. [Gff.] 

Stumpfer Schmerz im Hinterbacken. [Gff.] 



Kali. 251 

Anfälle von klemmendem Relfsen im Hinter- 
jjacken. [Gff.] 

Jncken zwischen den Hinterbacken. 
670. Hinterbacken und Oberschenkel schmerzen vom 
Sitzen, wie unterköthig. 

Klemmendes Reifsen im Hüft -Gelenke, (d. 13. 
Tag.) [Gff.] 

Schmerz oben im linken Hüftknochen, beim Ge- 
hen und beim Befühlen, wie von einem Stofse. 
(d. 8. Tag.) [Gff.] 

Reifsender Schmerz in der linken Hüfte, von 
Zeit zu Zeit. 

Reifsen, zuweilen kriebelndes in der linken nnd 
rechten Hüfte, oder den Bedeckungen der- 
selben, (d. J9., 21., 30. Tag.) [Gff.] 
675. Reifsen in den Hüften und Knieen, auch 
im Sitzen. 

Reifsen am hintern Theile des Oberschenkels, 
dicht am Hinterbacken, nacb den Geschlechts- 
theilen zu. [Gff.] 

Reifsen am obern, Innern Tbeile des Oberschen- 
kels. [Gff.] 

Wundheit zwischen den Beinen. 

Drücken in den Untergliedmafsen, wie In den 
Knochen, bald hie, bald da. 
680. Abends, ünriihe in den Beinen; er mufste sie 
oft ausstrecken, (n. 4 Tagen.) 

Abendsj'ünrube in den Beinen; sie mufste 

herumgehen. 
Brenn-Schmerz In beiden Beinen, aucb 

wohl mit empfindlichen Stichen. 
Schwere der Beine. 
Kraftlosigkeit in den Beinen; sie knicken. 



252 Kali. 

685. Das ganze Bein, besonders der Unter- 
schenkel, hat grofse Neigung einzu- 
schlafen, mit einem tauben Gefühl 
darin. [Gff.] 

Kriebeln und Eingeschlafenheit im rechten Beine. 

Bei langem Sitzen will bald das eine, bald das 
andre Bein einschlafen. 

Ziehender Schmerz im Oberschenkel, (n. 11 
Tagen.) [Rl.] 

Zieh -Schmerz im linken Oberschenkel bis zum 
Knie herab. 
690. Im ganzen Oberschenkel, ein lähmi- 
ges Ziehn, oft zum Reifsen erhöht, 
schlimmer beim Stehen und in der 
Bett-Wärme oft, nur des Abends und 
Nachts. [Gff.] 

Muskel-Zucken in den Oberschenkeln. 
[Gff.] 

Beim Steigen, ein ziehender Schmerz im Ober- 
schenkel, als wollte derselbe zerbrechen. 

Der ganze Oberschenkel ist wie lähmig und als 
wollte er einschlafen. [Gff.] 

So lafs in den Oberschenkeln, als hätte er sich 
durch Gehen angegriffen, viele Tage, meist 
Nachmittags. 
695. Auf der Mitte des Oberschenkels, eine Stelle, 
die bei Berührung wund schmerzt. 

Steifheit in den Knieen. (n. 2 Tagen.) 

Yerrenkungs- Schmerz im Knie beim Aufstehn 
vom Sitze, einige Minuten lang. (n. 7 Ta- 
gen.) 

Zieh -Schmerz, beim Gehen, vom Knie in dem 
Oberschenket heran. 



Kali. 253 

Lähmiger Schmerz im rechten Knie, heim Ge- 
hen, (d. 6. Tag.) [Gff.] 
700. Bei starkem Gehen wurden die Kniee wie 
schmerzhaft eingeschlafen ; er konnte sie 
nicht wohl hiegen. 

Im Knie lähmiges Gefühl heim Sitzen. [Gff.] 

Ritzender Schmerz in den Knieen beim Gehen 
und Sitzen. 

Oftes Reifs en in den Knieen. [Gff.] 

Reifsen in der Kniekehle. [Gff.] 
705. Abends, Reifsen im Knie und Knie - Gelenk, 
mit ^^^ärme darin. [Gff.] 

Beim Gehen, besonders beim Ausstrecken des 
Beins, Stampfer Schmerz an der Seite des 
Kniees. [Gff.] 

Ausschlag in der Kniekehle. 

Jucken am Knie. 

Ziehn und Reifsen in den Knochen der 
Unterschenkel. [Gff.] 
710. Reifsen unterm Knie, im obern Theile des Schien- 
beins. [Gff.] 

Zieh -Schmerz im rechten Unterschenkel bis zum 
rechten Unterfafse, mehre Tage. 

Lähmiges Ziehen in den Unterschenkeln. 

Reifsen im rechten und linken Schien- 
beine; beim Befühlen schmerzt die 
Beinhaut derselben und beim Gehen 
spannt sie. [Gff.] 

Heftiges Jucken an den Unterschenkeln, Abends. 
[Rl] 
715. Jucken am Schienbeine. [RL] 

Stechen in der Schienbeinrohre. 



254 Kali. 

Rcifsen im obern Theile der Wade. (d. 20. Tag.) 
[Gff.] 

Waden -Klamm im rechten Beine, (n. 20 St.) 

Reifsen in den Gelenken der Unter füfse. 
(d. 1., 3., 7., 20., 27. Tag.) [Gff.] 
720. Kalte Füfse im Bette. 

Kalte Füfse bei Hitze im Gesiebte. 

Fufs - Geschwulst. 

Spannen in beiden Füfsen, fast ohne Geschwulst. 

Früh im Bette, arges Jucken um das Fufs -Ge- 
lenk. 
725. Wenn die Füfse kalt sind, bat sie Reifsen in 
den Fufsknöcbeln, was beim Warmwerden 
derselben aufhört. 

Es schofs ihr, beim Geben, in den einen Fufs- 
knöcbel, als ein Stich; es war, als sollte der 
Fufs brechen; sie mufste stehen bleiben, (n. 
8 Tagen.) 

Stiche unter dem Fufsknöchel. 

Reifsen dicht über dem Knöchel des ünterfufses. 
(d. 20. Tag.) [Gff.] 

Ein klemmendes Ziehn, wie von grofser Müdig- 
keit, im ünterfufse. [Gff.] 
730. Ziehendes Reifsen im ünterfufse, bis in die Ze- 
hen, (d. 7. Tag.) [Gff.] 

Reifsen in der inwendigen Seite des 
Fnfses und der Fufs sohle. [Gff.] 

Reifsen im Rücken des ünterfufses bis in die 
Zehen, (d. 12. Tag.) [Gff.] 

Stechen auf dem Fufsrücken. 

Einige Stunden nach dem Aufstehen, früh, ent- 
steht ein arger Schmerz im linken Fufs -Ge- 
lenke beim Auftreten, ein Ziehen und Ste- 



Kali. 255 

eben; besonders um und über dem Innern 
Knöchel ist, Abends, der Schmerz am schlimm- 
sten, da pnckt es drin nnd in der Ferse sticht s; 
sie darf dann den Fnfs nicht rühren, sie mnfs 
ihn immer in der Schwebe halten, er ist wie 
zu schwer, und an der Stelle ist er etwas 
geschwollen und heifs anzufühlen, (n. 19 Ta- 
gen.) 
735. Nadel- Stechen unter der Ferse. 

Ein Kriebeln in den Fufssohlen nach den Ze- 
hen zu. 

Schmerzhafte Empfindlichkeit der Fufssohlen — 
ein knebelndes Brennen drin. 

Fufssohlen - Schweifs. 

Reifsen in den Zehen, (d. 4., 7., 11., 20. 
Tag.) [Gff.] 
740. Reifsen in dem hintern Gliede der gro- 
fsen Zehen. (d.U., 16., 19., 34. Tag.) [Gff.] 

Während des Gehens, ein Schmerz wie ver- 
renkt im hintern Gelenke der grofsen Zehen, 
beim Aufrichten derselben am empfindlich- 
sten, (d. IL, 33. Tag.) [Gff.] 

Stechen wie mit Nadeln im Ballen des grofsen 
Zehes. [Gff.] 

Jucken mit feinen Stichen in der Spitze des 
grofsen Zehes. 

Heftiges .lücken unterhalb des Nagels des gro- 
fsen Zehes, bei Berührung schmerzhaft. [Gff.] 
745. Schmerz an der Seite des Nagels des grofsen 
Zehes, als wollte er ins Fleich wachsen, (d. 
14. Tag.) [Gff] 

Reifsen in den Spitzen der grofsen Ze- 
hen, (d. 17., 21., 36. Tag.) [Gff.] 



256 Kali. 

Die Spitzen der Zehen schmerzen sehr beim Ge- 
hen. 

Kitzelndes Kriebeln in den Zehen und der Fnfs- 
sohle. [Gff.] 

Jucken an der untern Fläche der Zehen. [Gff.] 
750. Kitzelndes Stechen in den Spitzen der Zehen. 
[Gff.] 

Entzündete, rothe (Frost-) Beulen, drückenden 
Schmerzes. 

Die Hühneraugen sind schmerzhaft empfindlich. 

Die Schmerzen kommen früh, um 2, 3 Uhr, so 
dafs er nicht davor liegen bleiben kann, und 
sind stärker, als am Tage bei Bewegung. 

Die Glieder schmerzen, wo er sie auf- 
legt, (n. 4 Tagen.) [Rh] 
755. Eingeschlafenheit des Arms und Beins, worauf 
sie liegt. 

Alle Muskeln am Körper schmerzen wie zerschla- 
gen. 

Beim Drücken auf irgend eine Stelle des Kör- 
pers schmerzt sie wie unterköthig. 

Zieh -Schmerz im ganzen Körper, bald da bald 
dort, im Genick, den Schulterblättern, den 
Händen und Knieen. (n. 10 Tagen.) 

Zieh -Schmerz in allen Gliedern, mit dem Ge- 
fühle, als wenn er lange krank gewesen wäre, 
bei grofser Gesichts-Blässe und Abmagerung, 
(n. 9 Tagen.) 
760. Arges Ziehen im Unterleibe, und in den Armen 
und Beinen; in den Oberarmen, wie zer- 
schlagen — in der Buhe am schlimmsten, 
(die ersten Tage.) 

Ein Rifs in der Fontanell- Narbe. 

Druck- 



Kali. 257 

Druckschmerz m den Gelenken und ZiehscLmerz 
in den Röhrknoclien. 

Druckschmerz in den Gelenken der Kniee, der 
ünterfüfse and der Hände, blofs in der Rahe. 

Leerheits- Gefühl im ganzen Körper, wie hohl, 
765. Er fühlt den Puls im ganzen Körper bis in die 
Zeh -Spitzen. 

Y^allung im Blate und Hitze im Kopfe. 

Abends, vor Schlafengehn, Wallung im Blute 
und beklommen und beengt. 

Jucken hie und da am Körper, besonders an 
den Unterschenkeln ; beim Kratzen wird's 
leicht blutrünstig. [R!.] 

Früh und Abends, heftiges Jucken am 
ganzen Körper, besonders auf dem 
Rücken, wo sich kleine Blüthchen 
zeigen, (v. 3. Tage an.) [Gff.] 
770. Arges Jucken am Bauche und an den Ober- 
schenkeln. 

Brennendes Jucken im Gesichte, am Rücken und 
auf dem Kopfe. 

An vielen Stellen des Körpers, hie und 
da (auch in den Achselgruben), oft 
ein Brennen in der Haut, wie von ei- 
nem Zugpflaster. [Gff] 

Brennendes Jucken am ganzen Körper, im Ge- 
sichte, an den Händen, auf dem Schienbeine 
u. s. w., bald hie, bald da. 

Stechen und Fressen in der Haut des ganzen 
Körpers. 
775. Abends, vor Schlafengehn, Jucken am ganzen 
Körper, was sich im Bette verlor. 

Beim still Sitzen, ein kriebelndes Gefühl In den 
lY. 17 



258 Kali. 

Gliedern, besonders in den Beinen, mit Zie 
hen in den Unterschenkeln, was ihn in eine 
unruhige Stimmung versetzt. [Gff.] 

Eine alte \Varze (im Gesichte) fängt an zu 
jucken. 

Ausschlags -Knötchen hie und da am Körper 
und auch im Gesichte. [Rh] 

Er schwitzt stark beim Gehen. 
780. Er schwitzt stark bei jeder Geistes -Beschäfti- 
gung, beim Lesen u. s. w. 

Vormittags friert er, und Abends hat er heifse 
Hände. 

Der Puls geht etwas langsamer als gewöhnlich, 
(d. !29. Tag.) [Gff.] 

Sehr frostig, besonders nach Tische und ge- 
gen Abend. 

Grofse Scheu vor freier Luft. 
785. Von Spazieren in freier Luft, heftige Kopfschmer- 
zen, einige Stunden lang. (n. 28 Tagen.) 

Leicht Verkältung. (d. 3. Tag.) 

Sehr verkältlich. 

Sehr leicht Verkältung nach erhitzender Bewe- 
gung: er wird appetitlos, bekommt Fieber- 
Schauder, Durchfall mit Leibkneipen, unru- 
higem Schlaf u. s. w. 

Nach Erkältung, rechtseitiges Kopfweh und Hi- 
tze in den Augen. 
790. Anfall von Erkältung: er bekommt Abends Fie- 
ber, Schweifs gegen Morgen mit heftigem 
Kopfschmerz, und nach dem Aufstehn ist 
ihm wüste im Kopfe. 

Sie hat von jedem Luftzuge Erkältungs - Be- 
schwerden. 



Kali. 259 

Anfall von Yerkällung im Luftzuge: im Zimmer 
wird ihr dann heifs auf einen Augenblick; 
hierauf Schwere in den Gliedern, Reifsen im 
ganzen Körper und am Kopfe mit Sausen 
vor den Ohren, und Kälte des ganzen Kör- 
pers, dann sauer riechender Schweifs die 
Nacht durch, (n. 31 Tagen.) 

Anfall: es kam ihm zwischen die Schultern, wie 
Reifsen, drauf ward ihm das Genick steif, 
und da er den Kopf bewegen wollte, ruckte 
es ihm den Kopf mehrmals rückwärts. 

(Anfall: Uebelkeit und Erbrechen, mit Zerschla- 
genheits- Schmerz des Unterleibes — sclilim- 
mer beim Aufdrücken, bei grofser Hinfällig- 
keit, Kopf- Eingenommenheit, Schläfrigkeit 
und einigen wässerigen Stühlen, worauf Leib- 
Verstopfung erfolgt.) 
795. Anfall: nach körperlicher Arbeit, in der Ruhe, 
zusammenziehender Rückenschmerz; er mufs 
sich legen; drauf starker Schweifs die Nacht 
hindurch und früh, Stuhlgang mit Blut und 
Schleim, doch ohne Schmerzen. 

Fippern in den Muskeln, hie und da, mehre 
Tage. [RL] 

(Zucken in den Gliedern.) (d. 8. Tag.) 

Beim Spazieren, zitterige Ermüdung erst in den 
Knieen, dann Zittern in den Bauchmuskeln 
und den Armen. 

Von Spazieren leicht ermüdet und zitterig in 
Händen und Beinen. 
800. Plötzliche Zitterigkeit. [Rl.] 

Starkes Zittern. 

17* 



260 Kali. 

Er durfte sich nicht bewegen, sonst war's ihm 
gleich wie ohnmächtig, (n. einigen Stn.) 

Er fühlt sich alle Morgen sehr schwach, als 
sollte er ohnmächtig werden, oder in Schwin- 
del verfallen, (die ersten 6 Tage.) 

Viel Sprechen greift sie an. 
805. Anfall; bei der Rückkehr von einem mäfsigcn 
Spaziergange wandelt sie auf einmal eine 
solche Schwäche an, dafs sie mit Mühe ihre 
W^ohnung erreichen kann, wobei es ihr in 
der Magen -Gegend so warm wird und ihr 
die Schweifs -Tropfen (im Winter) auf der 
Stlrne stehen und die Beine zittern; nach 
kurzem Ausruhn ist alle Schwäche vorüber. 

Anfall: eine Abspannung im ganzen Körper, 
vorzüglich im Kreuze, die Halsmuskeln wie 
erschlafft. Arme und Beine so schwach, als 
sollte er zusammensinken, und matt ums 
Herz, wie ohnmächtig, (n. einigen Stn.) 

So schwer in den Gliedern, dafs sie keinen 
Fufs fortsetzen konnte. 

Mattigkeit und Schlaffheit in den Gliedern. 

Kitzelnde Mattigkeit in allen Gliedern. 
810. Trägheit, (n. 2 Tagen.) 

Auf den Nachmittags -Schlaf ist er sehr matt, 
lafs und übelig. (n. 2 Tagen.) [Rh] 

Abends, Mattigkeit und Abspannug, fast bis zur 
üebelkeit. [Gff.] 

Das (vierjährige) Kind will immer getragen seyn. 

Das Stelgen einiger Tritte ist sehr beschwerlich, 
Gehen auf dem Ebenen, unbeschwerlich. 
815. Schwerheit des Körpers, vor dem Aufstehn, im 
Bette, was nach dem Aufstehn vergeht. 



Kali. 261 

Er ist frlib nicht ausgeschlafen. 

Sehr verschlafen, spät erwachend, (d. 3- Tag.) 

Er schläft zu lange, ist dann wüst im Kopfe, 
sehr lafs und fühlt Schnupfen und Drücken 
in den Augen. 

Früh, nach gutem Schlafe aufgestanden, mufs 
er sich hald wieder legen und nach dreistün- 
digem Schlafe ist er wieder wohl. 
820. Ungemeine Tags-Schläfrigkeit; sie schläft 
im Sitzen gleich ein. 

Nachmittags und Abends, unbezwingliche Schlaf- 
sucht. 

Abends, zeitige Schläfrigkeit. (n. 10 Ta- 
gen.) [Rh] 

Abends, zeitige Schläfrigkeit und mürrisches 
Schweigen. [Gff] 

Nach Gehen Im Freien kann er, Abends, nicht 
gut einschlafen. 
825. Er kann Abends vor II, 12 Uhr nicht 
einschlafen, ohne Ursache. 

Er kann. Nachts, im Bette, vor i, 2 Uhr nicht 
einschlafen, ohne Ursache und ohne Be- 
schwerde. 

Sie wacht früh um 1, 2 Uhr auf, und kann aus 
Munterkeit nicht wieder einschlafen. 

Sie wacht viel früher, als gewöhnlich, auf, und 
kann dann nicht wieder einschlafen. 

Er erwacht Jedesmal früh um 4 Uhr und er- 
wacht dann öfters. 
830. Sie kann Nachts, nach Erwachen, vor lauter 
Gedanken nicht wieder zum Schlafe kom- 
men. 

Nachts, liegend im Bette, oft Drang des Blutes 



202 Kaii. 

nach dem Kopfe, znweilen so, als wollten 
ihm die Sinne vergehen, 

(Nachts, Steifheit des Genicks.) 

(Nachts, Zähne -Knirschen im Schlafe.) 

Ahends, nach dem Hinlegen, fahr er, wachend 
im Bette, mit Schander am ganzen Körper 
zusammen. 
835. Zwei Nächte nach einander bewegte sich im 
Schlafe der ganze Körper, wie zur Epilepsie: 
Zucken in den Armen und Strampeln mit 
den Beinen (doch kein Röcheln), nach dem 
Erwachen aber wufste er nichts davon. 

Im Schlafe zuckt er mehrmals und bebet. 

Er schnarcht im Schlafe und zuckt mit den 
Gliedern. 

Er erschrickt im Schlafe. 

Erschrecken beim Einschlafen. 
840. Abends, beim Einschlafen, ein Ruck durch den 
ganzen Körper, dafs er zusammenfuhr. 

Nachts scbläft ihm das rechte Bein und der 
linke Arm ein. 

Brenn -Schmerz an den Beinen die Nacht im 
Bette. 

Nachts, ungeheurer Schmerz im ganzen Körper 
wie Hammerschläge. 

Nachts, Brennen und Drücken im Magen, (d. 
20. Tag.) [Gff.] 
845. Nachts, Aufstofsen der Mittags genossenen Spei- 
sen. 

Nachts,, viel Winde- Abgang. 

Drei Nächte nach einander von Blähungen ge- 
quält. 



Kali. 263 

Er kann die Nacht nicht schlafen vor Brennen 
am After, (n. 36 St) 

Die erste Woche, alle Nächte von 3 his 5 Uhr, 
Durchfall (von der ersten Nacht an). 
850. Die Nacht weckt ihn ein klopfender Schmerz 
im Oherarme auf, eine Stande lang dauernd. 

Sie mufs Nachts viel Schleim ausspucken, oft 
halbe Stunden lang in einem Striche. 

Sie wacht früh um 2 Uhr auf, mit Beängsti- 
gung ums Herz, und kann dann nicht wie- 
der einschlafen. 

Athem- Versetzung weckt ihn aus dem Schlafe. 

Eine Art von Alpdrücken: Traum, als wenn 
ein Stein auf ihm läge und ihm zugleich die 
Kehle nach und nach zugezogen würde, un- 
ter vergehlichem Bemühn, zu erwachen, (d. 
37. Tag.) [Gff] 
855. Nachts, Stechen in der rechten oder linken Seite. 

Nachts, Spannen in der rechten oder linken 
Seite. 

Er kann die Nacht vor Jucken am Hodensacke 
nicht schlafen. 

In der unruhigen, traumvollen Nacht, viele Erek= 
tionen. (d. 16. Nacht.) [Gff.] 

Nachmitternacht, heftige Erektionen, welche im 
Schlafe stören , ermatten und mit einer Pol- 
lution drohen, die jedoch nicht erfolgt. [Gff.] 
860. Nächtliches Leibschneiden, zwei Stunden lang, 
ohne Stuhlgang darauf, dann, früh, Kreuz- 
und Brust- Schmerz, und Nachmittags, alle 
Glieder wie zerschlagen. 

Nachts, kneipendes Leibweh, in ^Absätzen, mit 
üebelkeit und beständigem Aufslofsen. 



264 Kali. 

Nach Mitternacht, heftiges Stechen in der lin- 
ken Brust, der Herz -Gegend, zuweilen bis 
in den Rücken, erträglich blofs beim Liegen 
auf der rechten Seite; bei jedem Versuche, 
sich auf die linke Seite zu legen, unerträg- 
lich; die zweite Nacht erwacht er sehr früh 
mit dem heftigsten Bruststechen, mit Kurz- 
athmigkeit auf der linken Seite liegend, un- 
erträglich in höchster Ruhe nur, und verge- 
hend, wenn er sich auf die rechte Seite legt; 
in der dritten Nacht wieder, wenn er auf 
dem Rücken lag. (d. 18., 19., 20. Nacht.) [Rh] 

Schlaf unruhig, wegen drückenden Schmerzes 
auf der Seite des Körpers, auf der er lag. 

Nachts, zweimal erwacht von Klamm im rech- 
ten Oberschenkel und der Wade. 
865. Nachts, im Bette, bei jedem Heranziehn des Un- 
terschenkels, Anfälle von Klamm in der 
Wade und der Sohle. 

Nachts, beim Erwachen, Gefühl von grofser Er- 
müdung der Unterschenkel, mit Reifsen und 
Ziehen darin, besonders in den Unterfufs- 
Gelenken. [Gff.] 

Schlaf gestört von grausigen Träumen. 

Aengslliche Träume: es ziehn gefährliche Ge- 
stalten vor ihr vorüber, wovon einige sich 
auf sie legen wollten, (die ersten 8 Nächte.) 

Im Schlafe, allerlei schreckliche Figuren vor den 
Augen. . 
870. Aengstlicher Traum; sie schreit nach Hülfe. 

Träume von Räubern, (n. 11 Tagen.) [Rh] 

Träume von kranken Theilen am Körper, (n. 
15 Tagen.) [Rh] 



Kali. 265 

Träume von Verstorbenen, als lebten sie, und 
Zank mit ibnen. 

Sie richtet sich im Bette auf, schlafend, spricht 
allerlei Ungereimtes zu ihrem Manne und 
kann sich lange nicht besinnen, wufste aber, 
dafs es der Mann sey. 
875. Er spricht im Schlafe, (n. 3 Tagen.) 

Sein Schlaf besteht in Schwärmerei ; auch 
spricht er im Schlafe. 

Das Kind wirft sich Nachts unruhig herum und 
weint. 

Er weint die Nacht heftig im Traume. 

Der Schlaf ist unruhig und traumvoll. [Gff.] 
880. Schlaf unruhig; er wirft sich herum unter vielen 
Träumen, 

Er fällt. Nachts, aus einem Traume in den an- 
dern. 

Der ganze Nacht-Schlaf ist voll lebhafter Träume 
von Geschäften. 

Er schläft gleich ein, fangt aber auch gleich an 
zu träumen. 

Unruhiger Schlaf mit Träumen und öfterm Er- 
wachen. 
885. Nachts, Träume und öfteres Erwachen, (n. 10 
Tagen.) [Rh] 

Sie hat oft wohllüstige Träume, (die ersten 14 
Tage.) 

Nacht- Schlaf, blofser Schkimmer. 

Der Nacht -Schlaf ist halb wachend. 

Neigung zu frühem Erwachem, ohne Munterkeit. 
890. Abends, Frost am Wirbel des Kopfs und am 
ganzen Körper, (n. 12 Tagen.) 

Schauder im Rücken, früh im Bette. 



266 Kali. 

Vier Tage lang, steter, innerer Frost, ohne 
Hitze und ohne Darst, bei eiskalten Füfsen, 
mit Eingenommenheit des Kopfs, angegriffen 
wie krank und ohnmächtig; dabei Geschwulst 
des Unterkiefers und Zahnfleisches und bren- 
nender Zahnschmerz mit Stichen, (nach 32 
Tagen.) 

Fieber: gegen Abend, ein heftiger Frost, etliche 
Minuten lang; er mufs sich legen; dann üe- 
belkeit und Erbrechen und krampfhafter Brust- 
schmerz die ganze Nacht hindurch, mit kur- 
zem Athem, unter vieler, innerer Beängsti- 
gung und vielem Schweifse am Kopfe, (n. 
6 Tagen.) 

Tägliches Abend -Fieber: um 6 Uhr, erst ein- 
stündiger Frost, mit Durste, dann, mit argem 
Fliefs- Schnupfen, Hitze ohne Durst, darauf 
gelinder Schweifs - Duft bei gutem Schlafe; 
hernach früh, scharrig im Halse, übler Mund- 
Geschmack und Appetitlosigkeit; jeden Mor- 
gen war das linke Auge zugeschworen. 
895. Steter Frost mit argem Durste und zugleich in- 
nerlicher Hitze, mit heifsen Händen und Ekel 
vor allen Genüssen, (n. 14 Tagen.) 

Erst Frostigkeit, dann Gesichts -Hitze, (nach 2 
Tagen.) [Rl.] 

Fieber: nach Erhitzung bis zu starkem Schwei- 
fse, im kalten Bette sich verkältet; davon ein 
brennender Kopfschmerz, mit Hitze im Ge- 
sichte und argem Schauder am ganzen Kör- 
per, der kaum auszuhalten ist, und dann, un- 
ter dreitägigem Schweifse, so arger Stock= 



Kali, 267 

schnupfen, dafs er fast keinen Odem schö- 
pfen kann. (n. 38 Tagen.) 

Sie hat trockne Hitze an den Wangen und Hän- 
den und kurzen Athem. 

Fieber: alle Vormittage, um 9 Uhr und Nach- 
mittags um 5 Uhr, eine halbe bis ganze Stunde 
lang, tiefes Gähnen mit allgemeiner Hitze 
und argen Brust- und Kopfschmerzen und 
Pulsiren im ünterleibe. 
900. Abends, Frost und Hitze abwechselnd und die 
Nacht drauf Schweifs, (d. 3. Tag.) 

Nacht-Schweifs, (die ersten 3 Nächte, und 
n. 2 St. und n. 6 Tagen.) 

Früh, im Bette, Schweifs. 

Man sieht es ihm an der Miene an, dafs er un- 
gewöhnlich verstimmt ist, noch ehe er es selbst 
recht merkt. [Gff.] 

Yerdriefslich ohne Ursache, (d. 5. Tag.) 
905. Er ist immer verdriefslich und ärgert sich über 
Alles. 

Empfindlich reizbar. 

Gemüth reizbar ärgerlich, (d. 2., 22. Tag.) 

Gemüth gereizt. 

Mittags und Abends ist die niedergeschlagene 
und ärgerliche Stimmung am schlimmsten. 
[Gff.] 
910. Er wird leicht ärgerlich. 

Höchst ärgerliche Stimmung, (d. ersten 14 Tage.) 

Sie hat an nichts Freude und ist sehr ärgerlich. 

Höchst mürrische Gemüths-Stimmung; jede Klei- 
nigkeit ärgert und jedes Geräusch ist unan- 
genehm. [Gff] 



268 Kali. 

Früh, nach dem Erwachen, ärgerliche, zornige 
Gedanken , so dafs er mit den Zähnen 
knirscht, (n. 4 Tagen.) 
915. Er wird leicht zum Zorn erregt. [Gff.] 

Widerwärtiges Gemiith: sie verlangt mit Unge- 
stüm, ist mit nichts zufrieden, ist aufser sich 
und wüthig böse, wenn nicht Alles nach ih- 
ren Wünschen geht; weifs oft selbst nicht, 
was sie eigentlich haben will. 

Widerwärtige Stimmung; er ist eigensinnig und 
weifs oft selbst nicht, was er will. 

Sie ist immer mit sich selbst im ^Widerspruche, 
weifs nicht, was sie will, und fühlt sich höchst 
unglücklich. 

Gemüths- Stimmung sehr wechselnd — bald gut 
und beruhigt, bald sehr aufbrausend und über 
Kleinigkeiten in Zorn, oft hoffnungsvoll, oft 
verzagt. 
920. Leicht schreckhaft, vorzüglich bei leiser Berüh- 
rung des Körpers. 

Von einer eingebildeten Erscheinung (z. B. als 
flöge ein Vogel nach dem Fenster) erschrickt 
sie mit einem lauten Schrei. 

üebereiltes Denken und Handeln^ 

ünentschlossenheit. 

Arbeit -Scheu. [Gff.] 
925. Unruhe im Gemüthe. 

Befürchtend und ängstlich über ihre 
Krankheit. 

Sie macht sich trübe Vorstellungen von der 
Z ukunft. 

Nach körperlicher Ermüdung in freier Luft ist 
das Gemüth trübe und weinerlich. [Gff.] 



Kali. 269 

Er befürchtet, nicht genesen zu können. 
930. Gemüth voll Befürchtungen. 

Bänglichkeit und Abneigung vor Gesellschaft. 

Täglich ängstlich. 

Sehr verzagt und kleinmüthig. 

Furchtsam, allein zu seyn. 
935. Furchtsamkeit, Abends im Bette. 

Weinerliche Stimmung; sie hätte beständig in 
Thränen zerfliefsen können, (n. 20 Tagen.) 

Niedergeschlagenheit, (d. 1. Tag.) 

Es ist ihm sehr schlaff zu Muthe. 



270 



Natrum muj^iaticum, Sal culinare, 
Kochsalz. 

( Ein Quentchen gewöhnliches Küchensalz wird, um es von 
den Neben -Salzen zu befreien, in drei Quentchen sie- 
dendem, destillirtem Wasser aufgelöst, durch Druck- 
papier geseihet, und in einer Wärme von 40° R. dem 
Krystallisiren durch Abdünstung überlassen. Von den 
dann auf Druckpapier klingend trocken gewordenen 
Krystallen (mit Pyramidal -Vertiefungen an den sechs 
Würfel - Seiten ) wird Ein Gran zur Million -Verdün- 
nung gerieben und hievon Ein Gran aufgelöst und zur 
potenzirten Decillion -Verdünnung gebracht. Alles nach 
der Anleitung im zweiten Theile dieses Buchs.) 



._?J_an hat fast gar keine reine Erfahrung von wirk- 
licher Heilkräftigkeit des Kochsalzes in Krankheiten 
der Menschen, und, wo man es ja zuweilen, z. B. im 
Blutspeien und andern Blutstürzen, mit schnellem Er- 
folge eingab, wirkte die ungeheure Gabe davon (ein 
voller Efslöffel auf einmal verschluckt) offenbar nur 
als ein ableitender, heftiger Gegenreiz auf den Ma- 
gen und die Gedärme, wie etwa der, stärkern Schmerz 
erregende Senf-Brei, auf die Waden oder die Arme 
gelegt, zuweilen Zahnschmerzen zum schnellen, tem- 



)orärcn Nachlassen zwingt. 



Natrum mur. Kochsalz. 271 

Wenn ferner, wie die Erfahrung zeigt, Alles, 
was Krankheiten zu heilen Kraft hahen soll, auf der 
andern Seite auch das Befinden gesunder Menschen 
zu heeinträchtigen fähig seyn mufs, so wäre schwer 
einzusehen, wie sich des Kochsalzes, seit vielen Jahr- 
tausenden, alle, selbst nur halb kultivirte Nationen 
der Erde zum täglichen Gebrauche, um ihre Speisen 
schmackhafter zu machen, in nicht ganz geringer 
Menge hätten bedienen können, ohne in dieser langen 
Zeit nachtheilige Wirkungen auf das Menschen -Be- 
finden (als Winke auf dessen Heilkraft hin) wahr- 
zunehmen, wenn es dergleichen offenbar und deut- 
lich zu äufsern vermöchte — denn nur unwahrschein- 
lich leitet Lind den Scharbock auf langen Seereisen 
von dem Genüsse des Salzfleisches her, indem da 
noch viele andre, krankmachende Ursachen zusam- 
menkommen, diese Kachexie auszubilden. 

W^enn man also annimmt, dafs das Kochsalz 
in seiner natürlichen Beschaffenheit, beim gewöhnli- 
chen, mäfsigen *), täglichen Gebrauche keine schäd- 
lichen Einwirkungen auf die menschliche Gesundheit 
äufsert, wird man auch keine Heilkräftigkeit in Krank- 
heiten von ihm erwarten können. Und gleichwohl 



*) Dafs sehr salzige Dinge, im lieber mafse genos- 
sen, Hitze und Durst erregen, hingegen eine Messerspitze 
voll Salz den wegen Mangel an Getränken sehr durstigen 
Gesunden den Durst stillt — diese einzige Erfahrung sclieint 
eine leise Andeutung einiger Schädlichkeit des rohen Koch- 
salzes zu geben, so wie einige, derselben entsprechende 
homöopathische Heilkraft desselben zu verrathen. Doch 
mufs man bedenken, dafs auch andre, indifferent schei- 
nende Genüsse durch Uebermafs schaden. 



272 Nalriim niur, Kochsalz. 

liegen die gröfsten Heilkräfte in demselben ver- 
borgen. 

Giebt es demnach irgend einen , auch dem 
Schwachsichtigsten einleuchtenden Beweis, dafs die 
der Homöopathik eigne Zubereitung der Arzneisub- 
stanzen gleichsam eine neue YV^elt von Kräften, die 
in der Natur bisher verschlossen lagen, an den Tag 
bringt, so ist es gewifs die Umschaffung des in ro- 
hem Zustande indifferenten Kochsalzes zu einer he- 
roischen und gewaltigen Arznei, die man nach die- 
ser Zubereitung Kranken nur mit grofser Behutsam- 
keit reichen darf. Welche unglaubliche und doch 
thatsächhche Umwandlung! — eine anscheinend neue 
Schöpfung ! 

Das reine Kochsalz, so zur decillionfachen Kraft- 
Entwickelung gebracht, ist eine der kräftigsten anti- 
psorischen Arzneien, wie die hier folgenden, eigen- 
thümlichen Wirkungen desselben auf den gesunden 
menschlichen Körper zu erkennen geben, kann aber 
psorisch Kranken fast nie ohne Nachtheil zu mehr 
als 1 , 2 feinsten Streukügelchen auf die Gabe ge- 
reicht werden, welche mit der decillionfachen Kraft- 
Entwickelungs -Flüssigkeit (also mit natr. rnur. -^) 
befeuchtet worden waren. Aber, lange Zeit durch 
allöopathische Reizmittel herabgebrachte, sehr ge- 
schwächte und sehr erregbare chronisch Kranke er- 
tragen, selbst in Fällen, wo diese Arznei möglichst 
homöopathisch angezeigt war, oft nicht einmal diese 
kleinsten Gaben — man kann sie daher zu dieser 
Absicht nur einmal an ein so befeuchtetes, Hanfsa- 
men grofses Streukügelchen riechen lassen, zur Gabe 
für 15, 20 Tage Y^irkungs -Dauer. 

Vorzüglich heilkräftig hat sich diese Arznei er- 
wiesen, 



Natrum mur, Kochsalz. 273 

wiesen, wo unter andern folgende Zustände zugegen 
waren : 

Schwindel, wo sich alle Gegenstände vor den 
Augen drehen, zum vorwärts Fallen; Schwindel, 
mit Rucken im Kopfe und CJnbesinnlichkeit; Denk- 
Unvermögen ; Düseligkeits - Kopfschmerz ; K o p f - 
Schwere; tägliche Kopf- Schwere, besonders im 
Hinterhaupte, die Augenlider zuziehend; Kopfweh, 
als sollte der Kopf zerspringen; reifsend stechender 
Kopfschmerz, zum Liegen zwingend; Stiche in dem 
Seitenbeine; Kopfschmerz früh beim Erwachen; Zie- 
hen und Klopfen in der Stirne; Schlagen im Kopfe; 
hämmernder Kopfschmerz; Schorfe auf dem Haar- 
kopfe; Ausschlags-Biüthen an der Stirne; Stiche über 
den Augen; Druck -Schmerz über den Augen; beim 
Gehen und Bücken Schwarzwerden vor den Augen; 
beim Antritt reifsenden und stechenden Kopfwehs, 
jählinge Verdunkelung der Augen; wie Flor vor den 
Augen, dafs er gar nicht sehen kann; angehende 
Amaurose; Trübsichtigkeit, wie Federn vor den Au- 
gen; schwarze Punkte und Lichtstreifen vor den 
Augen; Langsichtigkeit ; Zusammenlaufen der 
Buchstaben beim Lesen; abendliche Verschlie- 
fsnng der Augenlider; Thränen der Augen; scharfe 
Thränen; Schrunden in den Augen; Entzündung der 
Augen; klebrige Materie in den äufsern Augenwin- 
keln; nächtliches Zuschwären der Augen; Ohr- 
Sausen; Brummen und Sausen in den Ohren; Ohr- 
Stiche ; nnterküthiger Schmerz in den Backenkno- 
chen, beim Kauen ; Nasen-Trockenheit; Geruchs- 
Mangel; Geschwulst der Oberlippe; Schrunden in 
der Oberlippe; aufgeborstene Oberlippe; Blut- 
Blasen an der Inseite der Oberlippe, bei Berührung 
IV. 18 



274 Natrum mur. Kochsalz. 

sciimerzhaft; (itteres Anschwellen der Unterkiefer- 
Drüsen; Kropf; Zahnfistel; Blasen auf der Zunge; 
langwieriges Halsweh, als müsse sie üher einen KnoU 
wegschlucken; früh, Schleim- Auswurf; Bitterkeit im 
Munde; Aufstofsen; widriges Aufstofsen nach Fett- 
und Milch - Gen ufs; saures Aufstofsen; Sood- 
Brennen; Brennen aus dem Magen herauf; Wür- 
merheseigen, mit windendem Gefühle um den 
Magen; Üehelkeit; Ekel vor fetten Speisen; Erbre- 
cVien der Speisen; verlorner Appetit zu Brode; Ap- 
petitlosigkeit; ühermäfsiger Mittags- und Ahend- Ap- 
petit; steter Durst; Heifshunger, mit Volllieit und 
Sattheit nach wenigem Essen; Drücken in der Herz- 
grube; Magendrücken; Magenkrampf; Magen- 
drücken mit üehelkeit und jählingem Sinken der 
Kräfte; Schmerz in der Herzgrube beim Aufdrücken; 
' geschwollene und beim Anfühlen unterkothig schmer- 
zende Herzgrube; Greifen in der Herzgrube; 
beim Essen, Schweifs im Gesichte; nach dem Essen, 
leeres Aufstofsen; nach dem Essen, üehelkeit; nach 
dem Essen, Soodbrennen; Klamm im Zwerchfelle 
beim Bücken; tägliches Leibschneiden; Aufge- 
triebenheit des Unterleibes; Blähungs-Ver- 
setzung; lautes Kn urren im Unterleib e; Bauch- 
Geschwulst; Storren in der linken Bauchseile; allzu 
öfter Stuhlgang; langwierig weicher Stuhl; Leib- 
Verstopfung einen Tag um den andern; langwierige 
Leib-Verstopfung; leerer Drang zum Stuhle; schwie- 
riger Stuhl- Abgang, mit reifsend stechenden 
Schmerzen im After und Mastdarm; After- Blutkno- 
ten; Schrunden und Klopfen im Mastdarm; Brennen 
im Mastdarme beim Stuhlgange; Nacht-Harnen ; un- 
willkürlicher Abgang des Urins beim Gehen, Husten, 



Natrum mur. Kochsalz. 275 

Niefsen; Schleim-Flufs aus der männliclien Harnnihrej 
übermäfsige Erregtheit der Geschlechtslheile; iiber- 
mäfsige Erregtheit der Phantasie zur Begattung; Im- 
potenz; Jucken in der Schaam; allzu spätes und 
geringes Monatliche; allzulange anhaltendes 
Monatliche; (allzu starkes Monatliche;) vor, bei 
und nach dem Monatlichen, Kopfschmerz; Aerger- 
lichkeit vor der Regel; vor Eintritt der Regel, 
Schwermuth; bei Eintritt der Regel, Traurigkeit; 
Weifs-Flufs; Heiserkeit; Niefsen und Schnu- 
pfen; (versagendes Niefsen;) Stock- S chn upfen; 
belegte Brust, mit Husten; Schnärcheln auf der Brust; 
Früh -Hasten; langwieriger kurzer Husten; Kitzel- 
Husten beim Gehen und tief Alhmen; beim Husten, 
Kopfschmerz, der die Stirne zersprengen will; Roh- 
heit auf der Brust; Kurzath migkeit beim schnell 
Gehen; Engbrüstigkeit bei Hände- Arbeit; Brust- 
Beengung; Spann -Schmerz in der Brust; Stechen 
in der Brust beim tief Athmen; Brust- Stechen beim 
Husten; Stechen in einer der Brüste; Herzklopfen 
mit Aengstlichkeit; Schneiden im Kreuze; scharfes 
Durchziehn in den Hüften und dem Kreuze; Spann- 
Schmerz im Rücken; Drücken im Nacken; wühlen- 
der Schmerz im Oberarme; Mattigkeit der Arme; 
lähmige Schwere des Arms; Stiche im Hand-Gelenke; 
Eingeschlafenheit und K riebein der Finger; 
Hüft- Schmerz wie verrenkt; Zieh -Schmerz in den 
Beinen; Flechten in den Kniekehlen; schmerz- 
hafte Verkürzung der Flechsen der Knie- 
kehle; Mattigkeit in den Knicen und YV^aden; Ge- 
schwür-Schmerz am Fufsknöchel beim Auftreten und 
Befühlen; Fufs - Geschwulst; drückendes Ziehn in 
den Gliedmafsen; Beschwerden von vielem Sprechen; 



276 Natrum miir. Kochsalz. 

böse Folgen voa A erger; Nachtbeile von sauern Spei- 
sen; JNachtheile von Brod- Essen,- Verkälllichkeit; 
leichtes Verrenken und Verheben; öfterer, innerer 
Frost; stete Frostigkeit und Mangel an Le- 
bens-Wärme; Magerkeit; Schwerfälligkeit des Kör- 
pers; Mattigkeit; Trägheit nach dem Friih-Auf- 
stehn ; Tags - Schläfrigkeit ; schwärmerischer 
Schlaf; ängstlicheTräume mit Weinen ; Nacht- 
Durst; Nachts, schwere Träame und stundenlanges 
Wachen; Nachts, nach Erwachen nicht wieder ein- 
schlafen können ; Frlih-Schweifs ; ärgerliche Reiz- 
barkeit; Aengstlichkeiten ; Traurigkeit; Schreckhaf- 
tigkeit. 

Das so zubereitete natrum muriaticum läfst sich 
nach einem Zwischen -Mittel auch mit Vortheil wie- 
derholen, wenn es noch homöopathisch angezeigt ist. 

Kampher hat wenig antidotische Kraft gegen 
allzu stürmische Wirkungen dieses Antipsorikums; 
öfteres Riechen an versüfstem Salpetergeist aber bei 
weitem mehr. 

Einige Beiträge sind von Herrn Dr. Rummel 
in Merseburg [Rh], mehre von Herrn Dr. Röhl 
in Querfurt [Rbl.], die meisten aber von Herrn 
Dr. Schreter in Ungarn [Sr,] *). 



*) Alle diese Beiträge enthalten Prüfungen, an zum 
Theil sehr robusten, gesunden Personen veranstaltet, bei 
zwei- und dreimaliger Einnahme von 6 feinsten Streukü- 
gelclien, mit der decillionfaclien Kraft-Entwickelung (natr. 
mur. x) befeuchtet. Blofs in so hoher potenzirter Ver- 
dünnung entwickeln auch alle andre Arzneien bei ihrer 
Prüfung an Gesunden möglichst alle ihre Befindens -Ver- 
änderungs - Kräfte. 



Natrum mur. Kochsalz. 277 

Schwindel beim Umdrehen, (d. 4. Tag.) [Rl.] 

Schwindel beim Gehen, (d. ]. Tag.) 

Schwindel beim Gehen; es drehte sich Alles 
vor ihr im Kreise herum. 

Schwindel, früh, beim Aufstehen aus dem Bette 
und beim Gehen. 
5, Schwindel, der den Kopf niederdrückt, im Si- 
tzen. 

Beim Bücken und wieder Aufrichten, Taumel, 
die Augen verfinsternd. 

Kopf- Schwäche, wie nach vielem Herumdre- 
hen im Kreise. 

Eingenommenheit des Kopfs, nach starkem Ge- 
hen. 

Auf Nachdenken, Eingenommenheit des Kopfs. 
10. Die Eingenommenheit des Kopfs wird bald zu 
Druck- Schmerz in einer der Schläfen, hei 
trockner Hitze des Körpers. 

Leerheit des Kopfs, mit Bangigkeit. 

Ein gedankenloses für sich Seyn. • 

Gedankenlosigkeit; sie sagt etwas Falsches. 

Er kann mit aller Mühe die Gedanken nicht 
beisammen halten, um über einen Gegen» 
stand nachzudenken, so sehr schweifen sie 
umher, immer auf andre Gegenstände, (d. ]. 
Tag.) [Sr.] 
15. Zerstreutheit; er weifs nicht, was er vorzüglich 
sagen soll. 

Mangel an Selbstständigkeit. 

Mangel an Besonnenheit. 

Eine Art Dummheit und Gedankenlosigkeit, mit 
Schläfrigkeit, am schlimmsten Nachmittags, 
von 3 bis 7 ühr. 



278 Natnim miir. Kochsalz. 

Er ist so ungeschickt: etwas Kleines, was er 
hält, fällt ihm ans der Hand, mit gröfsern 
Dingen stufst er hie und da an. (d. 2. Tag.) 
[Sr.] 
20. Unhesinnlichkeit: er ging zur Tlulre hinaus, 
ohne es zu vvollcn, und auf Befragen, Wo- 
hin? kam er erst zur Besinnung. 

Er ist trödelig und von langsamer Besinnung 
und Entschliefsung. (n. 2 St.) 

ünentschlossenheit hei seinen Arbeiten; er kann 
sich nicht gut zurecht finden. [Sr.] 

Gedächtnifs sehr vergänglich und schwach; es 
bleibt ihm Alles nur wie ein Traum im Sinne. 

Gedächtnifs -Verlust: er wnfste nichts von ge- 
stern, und glaubte den Verstand verloren zn 
haben, (d. 5. Tag.) 
25. Vergefslich; es fällt ihm schwer ein, wenn er 
über etwas nachdenken will. (d. 2. Tag.) [Sr.*] 

Was er eben schreiben wollte, fällt ihm nicht 
wieder ein. (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Gedächtnifs-Mangel: weil er sich nicht erinnern 
konnte, seine (stündlich bei ihm gegenwär- 
tige) Mutter gesehn zu haben, glaubte er, 
sie sei gestorben. 

Dumpfer Kopfschmerz, fast stets. 

Dumpfes Pressen in der Stirne mit Düsterheit. 

[Sr.] 
30. Vormittags, eine lästige Empfindung im Kopfe, 
als sei etwas im Gehirne verdreht, vorzüg- 
lich bemerkbar beim Drehen ^gs Kopfs, (d. 
22. Tag.) 
Kopfschmerzen beim Drehen und Wenden (^as 
K(5rpers. 



Natrum rnur. Kochsalz. 279 

Beim schnnll Laufen, eine Erschütterung im 
Gehirne, wie ein augenhiickh'cher Rnck oder 
Druck. 

Kopfschmerz beim Laufen und bei starker Kor- 
per-Bewe«^nn^. 

Bei schnellen Bewegungen , Schmerz in der 
Stirn e. 
35. Kopfschmerz von kalter Luft. 

Kopfschmerz, der beim Spazieren vergeht. 

Schwerer, drückender Kopfschmerz in 
der Stirne über beiden Augen, (d. 13. Tag.) 

Ein Drücken im Gehirne, was zu den Augen 
heraus wollte, beim Aufdrücken der Hand 
erleichtert. [Sr.] 

Kopfweh; Druck-Schmerz über dem linken Auge. 
40. Drücken im Hinterkopfe, (d. 6. Tag.) 

Druck-Schmerz in der Stirne. (n. etlichen St.) 

Kopfweh; ein Drängen und Drücken in der 
Stirne. 

Drücken von beiden Schläfen zusam- 
men, als wenn der Kopf in einem 
Schranbestocke eingespannt wäre, 
(d. 3. Tag.) [Sr.] 

Kopfschmerz, als würde das Gehirn von allen 
Seiten zusammengedrückt, bei Schwere des 
Kopfs. 
45. Druck auf den Scheitel und Zusammenpres- 
sen in den Schläfen, vorzüglich beim 
Lesen und Schreiben. [Sr.] 

Kopfschmerz, früh, ein Zusammenziehn im gan 
zen Gehirne. 

Schmerz, als wenn der Kopf auseinander pla- 
tzen sollte. 



280 Natrum rnur. Kochsalz. 

Von einem rührenden Abschiede, ein sich Im- 
mer mehr erhöhender Kopfschmerz, wie von 
einer grofsen, Innern Spannung im Gehirne. 

Beim Aufstützen des Kopfs auf einen Arm Ist 
ihm der Kopf wie eingeschlafen: ein dum- 
pfer Druck In Stirne und Augen. 
50. Vollheit Im Kopfe, welche die Augen gleichsam 
herausdrückt. 

Kopfschmerz, früh, beim Aufstehn, ein feines 
Ziehn und Pucken in der Stirne, hin und 
her. 

Kopfschmerz; feines Ziehn von der Nasenwur- 
zel In die Höhe, bei Schwere des Kopfs. 

An der Seite des Kopfs und Hinterkopfs, ein 
bohrender Kopfschmerz. 

Fein klopfender Kopfschmerz In der Stirne. (d. 
15. Tag.) 
55. Arger Kopfschmerz: Pochen mit Hitze Im Ko- 
pfe und Gesichte und Uebelkeit und Erbre- 
chen, (d. 17. Tag.) 

Kopfschmerz mit Uebelkeit, von früh bis Abend, 
(d. 2. Tag.) 

üebelkelts- Kopfschmerz: ein besonders in der 
Stirne drückender Kopfschmerz mit Uebel- 
keit, vom Nachmittag bis Schlafengehn stei- 
gend. 

Gehirn ist wie lose; beim Schütteln des Kopfs 
sticht's In den Schläfen. 

Stumpfer Stich-Schmerz Im Seltenbeine, Abends 
beim Essen, (d. 2. Tag.) [Rbl.] 
60. Ein dumpfer Stich vom Oberkopfe durchs Ge- 
hirn, bis In den Gaumen. 



Natrum mur, Kochsalz. 281 

Stechen von der Stirne bis zum Hinterkopfe, 
das ihr allen Appetit benimmt. 

Auf dem A^irbelj feines Stechen und Brennen. 

Fein stechender Schmerz am Seitenbeine und 
an der Stirne. 

Feine Stiche wie mit Nadeln über der Stirne. 
[Sr.] 
65. An verschiedenen Stellen des Kopfs , stumpf 
stechender und wie am Knochen nagender 
Schmerz. 

Kälte-Empfindung auf dem Scheitel, mit schmerz- 
hafter Empfindlichkeit der Kopfhaut und Zu- 
drücken der Augenlider. 

Leichte Yerkälllichkeit der Kopfhaut; er mufs 
den Kopf stets einhüllen. 

\Venn er des Tags den Kopf unbedeckt läfst, 
so bekommt er nächtliche Nasen-Yerstopfung. 

Schweifs am Kopfe nur früh beim Aufstehn aus 
dem Bette. 
70. Auf dem Haarkopfe Jucken; er mufs öf- 
ters kratzen, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Auf dem Kopfe und im Nacken, arges Jucken. 

Auf dem Kopfe und im Backenbarte Jucken; 
er mufs kratzen. [Sr.] 

(Der Haarkopf riecht übel, wie dumpfig; die 
Haare kleben zusammen.) 

Juckender Ausschlag an der Haar -Grenze des 
Nackens und der Schläfen, so wie in den 
Augenbrauen. 
75. Schorfe auf dem Kopfe. [Rbl.] 

Die Haare gehn ihm aus, so wie er sie nur 
anfafst; selbst die Haare des Backen- 
bartes gehn stark aus. (d. 2. Tag.) [Sr.] 



282 Notrum mur. Kochsalz. 

Die Kopfhaare gelin auv«;. 

Bewegungen der Kopf-Haut vom Nacken gegen 
die Stirne und wieder zurück. / 

(Der Kopf deuchlet ihm wie dick und innerllcL 
geschwollen.) 
80. Ein kleiner harter Knoten in der Mitte der 
Stirne und am Nacken, welche bei Berüh- 
rung brennend schmerzen. 

Empfindung, als sei der Kopf wie umstrickt, (d. 
J6. Tag.) [Rhl.] 

Nachmittags viel Hitze im Kopfe und im Ge- 
sichte. 

Blut -Wallung nach dem Kopfe, mit Schweifs 
an der Stirne, Mittags, (d. 5. Tag.) [Sr.] 

Frieselartiger Ausschlag in der Stirnhaut, den 
man blofs beim Anfühlen bemerkt. [Sr.] 
85. Fett glänzendes Gesicht. 

Erdfahles Gesicht. [Sr.] 

Gelbliche Gesichts -Farbe, mit vielem Schmerz 
im rechten ünterbauche. 

Geschwulst der linken Gesichts-Seite und der 
Lippen. 

Ausschlags-Blüthen im Gesichte. 
90. Auf der linken Wange ein Schwär. 

Der linke Augenhöhlen-Rand schmerzt, doch 
blofs beim Berühren, als wenn er sich dran 
gestofsen hätte. [Sr.] 

Drücken über dem rechten Auge, wie von Ge- 
schwulst, was durch Aufziehn der Augen> 
brauen erhöhet wird, anderthalb Tage über. 

Ein Blutschwär über dem Auge, aus welchem 
viel Eiter kam. 



Natriirn rniir, Kochsalz. 283 

Zittern des obern und nntern Augenlides, einige 
W^ochen lang. 
95. Starkes Angen -Fippern. 

Zucken im äufsern Winkel des linken Anges, 
vorzüglich Abends, (d. 4. Tag.) 

Das rechte Augenlid zieht sich unter Druck- 
Schmerz, wenn sie einschlafen will, krampf- 
haft wieder auf, dann zittert das obere Lid. 

(Krampfhaftes Zuziehn der Augenlider, friih beim 
Aufstehn, und in der Abend -Dämmerung; 
auch wenn sie sie zuläfst, fühlt sie die Zu- 
sammenziehung. ) 

Bei der Abend-Dammcrnng, Drücken im Auge. 
100. In freier Luft (beim Fahren), Trocken heits-Ge- 
fiihl in den Augen, wie wenn man lange ge- 
weint hat. [Sr.] 

Die Augen jucken, er wird zum Reiben ge- 
nöthigt. [Sr.] 

JückenimAuge. 

Jucken im äufsern W^inkel des linken Auges, 
(n. I St.) 

Arges Jucken im linken innern Augen = 
winkel. 
105. Ein juckender Stich - Schmerz unterm linken 
Auge. (n. 10 St.) 

Stechen im rechten Auge. (d. 7., 14. Tag.) 

[Rl.] _ 

Stechen in den Augenwinkeln, (n. 4 St.) 
Drückender Schmerz in den Augenlidern. 
Drücken im Auge. 
HO. Druck im rechten Auge. (d. 2. Tag.) [Sr.] 

W^enn er auf etwas scharf sieht, schmerzt das 
Auge wie ein Drücken. 



284 Natriim mur. Kochsalz. 

Ein bohrender Schmerz im Auge. 

Die Augen brennen ihr Abends sehr. (d. 17. 
Tag.) 

Trocknes Brennen der Augen, Abends beim 
Schreiben. [Sr.] 
115. Brennen im innern Augenwinkel, was zum Rei- 
ben nothigt. [Sr.] 

Die Augen entzünden sich und thränen bei je- 
dem kleinen W^inde. 

Scharfe Thränen, die den Augenwinkel roth 
und wund machen. 

Beifsende Thränen. 

Schründender Schmerz in den Augen. 
120. Wundheit am rechten untern Augenlide. 

Die untern Augenlider sind fast anhaltend ge- 
schwürig und sehr roth. 

Im innern YV^inkel des rechten Auges, ein gro- 
fses Gerstenkorn. 

Ein Blüthchen am Rande des untern Lides — 
nicht in den Meibomschen Drüsen. 

Das Auge ist früh zugeklebt. 
125. Trübheit der Augen. 

Früh, Trübsichtigkeit. 

Getrübter Blick, als wenn er die Augen auswi= 
sehen müfste. (n. 6. St.) 

Trüber BHck, als wären die Augen mit Schleim 
bezogen. 

Vor den Augen ist es ihm dunkel und trübe, 
(d. 4. Tag.) 
130. Alle Gegenstände deuchten ihm, wie mit einem 
dünnen Schleier überzogen. 

Unsicherheit im Sehen, die Gegenstände ver- 
wischen sich im Sehen. 



Natrum mur. Kochsalz. 285 

Es vergehn ihm die Augen, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

BeimLesen und Schreiben vergehn ihm 
die Augen, und im rechten fühlt er einen 
Druck, der sich bis in den Kopf verbreitet, 
was aber nach etwas Herumgehn verschwin- 
det. [Sr.] 

Früh werden die Augen nicht sobald klar. 
135. Auf weifse Gegenstände schauend wird ihr Al- 
les undeutlich vor den Augen, wie Federn. 

Die Gegenstände sind nur auf der einen Hälfte 
sichtbar, auf der andern Hälfte aber dunkel. 

Kurzsichtigkeit. (d. 4., 9. Tag.) 

Sie kann nicht deutlich in die Ferne sehen; es 
ist wie ein Regen vor ihren Augen. 

Sie wird langsichtig. 
140. Ein kleiner feuriger Punkt vor dem Auge, wel- 
cher mitgeht, wohin sie siebet. 

Beim Gehen im Freien kommen ihm feurige 
Punkte vor die Augen. 

Sie sieht um alle Gegenstände einen feurigen 
Zickzack. 

Viel Licht- und Schaiten-Punkte vor den Augen. 

Zerschlagenheits- Schmerz im Jochbeine, beson- 
ders beim Berühren. 
145. Zieh -Schmerz im rechten Backenknochen, (n. 
1 St.) 

Die Haare des Backenbartes gehn aus. 
[Sr.] 

Drückender Schmerz in den Backenknochen und 
am Ohre. 

Ein zusammendrückender Schmerz im Kiefer- 
Gelenk vor dem Ohre, am stärksten bei auf- 
gesperrtem Mimde. [Sr.] 



286 Natriim rnur. Kochsalz. 

Dampfe Stiche im Kiefer -Gelenke. [Sr.] 
150. Hinter dem Ohre, ein Drücken, wenn er schnell 
trinkt, (d. 3. Tag.) [Sr.] 

Das linke, schwache Ohr wird heifs, mehre 
Abende. 

Heifses Ohr oder Ohrläppchen, mehre Tage. 
[Rl.] 

Jucken am Ohrläppchen. 

Hinter dem rechten Ohre, Jucken und drauf 
anhaltendes Brennen. [Rhl.] 
155. Jucken im Innern des rechten Ohres. 

Empfindung eines fortwährenden juckenden Sti- 
ches im rechten Ohrläppchen. 

Ziehende Stiche im rechten Ohre. 

Dumpf ziehender und stechender Schmerz im 
Ohre und von da am Halse herab bis ins 
Achsel -Gelenk. 

Wühlender, stumpfer Stich-Schmerz im rechten 
Ohre ohne und bei Schlingen. 
160. In's Ohr ziehender Zahnschmerz, mit vielen Sti- 
chen. 

ünschmerzhaftes Knacken im Ohre beim Kauen. 

Sausen in den Ohren, früh im Bette und beim 
Sitzen. 

Singen im linken Ohre, (sogleich.) 

Ein plötzliches Rauschen durch die Ohren. 
165. Im linken Ohre, wie ein Stofs, und darauf lan- 
ges Klingen drin. 

Schwerhörigkeit, (d. 6-, 7., 17. Tag.) 

Der Ohrgang Ist geschwollen; das Ohr läuft 
aus. 

Das rechte Ohr läuft aus, viele Tage lang. 

Bohrender Schmerz in den Nasen-Knochen, be- 



Natrurn mur. Kochsalz. 287 

sonders in der Nasenwurzel und gegen das 
Wangenbein zu. [Sr.] 
170. Weifse Bliithchen um die Nase. 

Jucken am linken Nasenflügel. 

Viele, schründende Bläschen auf der Nasenwur- 
zel, die zu Schorfen wurden. 

Beim Schneuzen der Nase bläst sich einige Mal 
am linken innern Augenwinkel, an der Na- 
senwurzel eine Stelle (Thränensack?) wie 
mit Luft auf; nachher blieb die Stelle wie 
wund schmerzend, vorzüglich beim Berühren, 
Nachmittags, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Fippern und Zucken in den Muskeln an der 
linken Seite der Nasenwurzel. 
175. Die eine Hälfte der Nase wird wie gefühllos 
und abgestorben. 

Der linke Nasenflügel ist entzündet, roth, heifs 
und geschwollen; er schmerzt wie wund und 
noch mehr beim Ausschneuzen, (d, 2. Tag.) 
[Sr.] 

Trockenheits-Gefühl in der Nase. (d. 7. Tag.) 

Sie schnaubt viel geronnenes Blut aus. 

Die Nase blutet beim Bücken. 
180. Arges Nasenbluten beim Husten, Nachts, wobei 
ihm alle Glieder wie zersclilagen schmerzen. 

Wundhelts- Gefühl der Mundwinkel beim Oeff- 
nen des Mundes. 

Ein geschwüriger Mundwinkel. 

Geschwulst der Unterlippe und der Zungen- 
Spitze und arges Brennen daran, was sie 
Nachts aus dem Schlafe weckte. 

Die Lippen sind ringsum geschwollen und mit 
grofsen Blasen besetzt, das Rothe der Lip- 



288 ' Natrum mur. Kochsalz. 

pen wund und geschwürig und die Zunge 
mit schründenden Bläschen besetzt. 
185. Ausschlag auf dem Rothen der Ober- und Un- 
terlippe, schründenden Schmerzes. 

Viele Blasen am Rothen der Unterlippe, bren- 
nenden und schründenden Schmerzes, wenn 
die Lippe nafs ward. 

Auf dem Rothen der Unterlippe, Blasen, die zu 
Schorfen werden. 

Abends wird die Unterlippe spröde, schalt sich 
und wird schmerzhaft empfindlich und springt 
beim Niefsen in der Mitte auf. 

Die Oberlippe bekommt in ihrer Mitte einen 
sehr schmerzenden Rifs, eine tiefe Spalte. 
190. Reifsend stechender Schmerz von der Oberlippe 
über den Backen bis ins Ohr. 

Kriebeln und Taubheit in den Lippen, beson- 
ders Abends. 

Jucken im Backenbarte; er mufs kratzen. [Sr.] 

Ausgehn der Haare am Backenbarte und am 
Schamberge. [Sr.] 

Am Kinne, ein rother, juckender Fleck, der nach 
dem Reiben geschwürig ward. 
195. Schmerz in den Unterkiefer -Drüsen, als wenn 
sie geschwollen, gedrückt oder gequetscht 
wären, (n. 30 St.) 

In den Unterkiefer -Drüsen, Schmerz beim Vor- 
bücken. 

Schmerz in den Halsdrüsen beim Husten. 

Am Halse in der Gegend des Kehlkopfs, Zieh- 
Schmerz. 

Steifhelts- Schmerz an der rechten Hals -Seite; 
sie konnte den Kopf nicht wenden, (den 2. 
Tag.) 200. 



Natrum rnur, Kochsalz. 289 

200. Bultschwäre am Halse. 

Zieh -Schmerz im Unterkiefer, (d. 10. Tag.) 

Zahnfleisch-Geschwulst, hei Berührung schmerz- 
haft und leicht Mutend. [Sr.] 

Bluten des Zahnfleisches, viele Wochen lang. 
[Sr.] 

Entzündung und Geschwulst des Zahnfleisches, 
mit geschwollenen Backen, 
205. Zahnfleisch -Geschwulst, alle Morgen ein paar 
Stunden lang; sie konnte auf der Seite nicht 
kauen. 

Geschwulst und Wundheits - Schmerz auf der 
Hinterseite des Zahnfleisches der ohern Vor- 
derzähne. 

Zahnfleisch für Kaltes und Warmes sehr em- 
pfindlich. 

Bluten des Zahnfleisches. [Sr.] 

Zahnfleisch höchst empfindlich; es sticht drin, 
wenn sie mit der Zunge dran stöfst. 
210. Grofse Empfindlichkeit der Zähne. 

Beim Einziehn der Luft, empfindlicher Zahn- 
schmerz. 

Schmerz der Zähne heim Anstofsen mit der 
Zunge und beim Kauen. 

Lockere Zähne. 

Stumpfheit der Zähne. 
215. Die Zähne werden heim Drücken wie taub; es 
ist, als wären sie länger und pafsten nicht 
recht auf einander. [Sr.] 

Schmerz der Zähne, als stecke etwas darin, was 
heraus wollte. 

Heftiges Ziehen in der rechten Zahnreihe, (d* 
15. Tag.) 
IV. 19 



200 Natrum mur. Kochsalz. 

Dampfes Ziehn in den Zähnen, [Sr.] 

Ziehender Zahnschmerz, mit Stichen untermischt, 
selbst bis ins Auge, einen Tag um den an- 
dern. 
220. Stechen, blofs in den hohlen oder angefresse- 
nen Zähnen. 

Fein stechender Zahnschmerz, alle Vormittage, 
eine Stunde lang, bald in diesem, bald in 
jenem Zahne. 

Stechen in den Zähnen und zugleich an der 
Kopf-Seite, dabei staches zum Ohre heraus, 
den ganzen Tag. (d. 10. Tag.) 

Schmerz in einem Vorderzahne, Stechen und 
Klopfen. 

Schmerz in einem obern Vorderzahne, klopfend 
und brennend bohrend. 
225. Bohren in dem einen Zahne. 

Ein Drücken und Brechen erst im linken Wan- 
genbeine, dann in die linken Zähne, zuletzt 
in alle übergehend, so dafs es ihm war, als 
könne er die ganzen Zähne nicht mehr zu- 
sammenbringen. [Sr.] 

Drücken und Pressen in den rechten obern Zäh- 
nen, einige Stunden lang. [Sr.] 

Dumpfes Drücken in einem hohlen Zahne. 

Zahnschmerz, wie W^undheit. 
230. Zahnschmerz in einer Zahnlücke und den Ne- 
benzähnen, der durch Berühren und festes 
Andrücken gemildert wird. ^ 

Schwere Zunge. 

Sprechen fällt ihm schwer; er kann nur mit An- 
strengung sprechen, wie Schwäche in den 
Sprach-Organen, von den Hypochondern aus. 



Natrum mur, Kochsalz. 291 

Zunge, wie taub und wie steif in der einen 
Hälfte. 

Kriebeln in der Zunge, sie ist wie eingeschla- 
fen. 
235. Geschwulst unter der Zunge stechenden Schmer- 
zes. 

Blasen an der Zunge, die beim Essen bren- 
nend schmerzen. 

Blasen und Wundheit im Munde,, welche sehr 
schmerzen. 

Geschwürige Stellen im Munde, am Zahn- 
fleische und an der Zunge, worin die Spei- 
sen und Getränke Beifsen verursachen. 

Beim Gähnen, ein Stich hinter der rechten Man- 
del nach dem Ohre zu. 
240. Halsweh, wie ein Pflock im Halse beim Schlin- 
gen. 

Stechende, bisweilen kneipende Schmerzen im 
Halse, vom Kehlkopfe bis ins Ohr. 

Haisweh: Stechen auf der linken Seite im Halse, 
bei leer und Speise -Schlingen. 

Beim Trinken (nicht beim Essen) giebt es ihr 
einen Ptuck in der Gegend des Schildknor- 
pels, die auch beim Befühlen schmerzt, als 
wenn da ein Pflock stäke. 

Laues Getränk deuchtet ihm beim Schlingen 
kalt im Schlünde, gleich als wäre derselbe 
heifser als gewöhnlich. 
245. Schlund wie verengt; Schlingen geht schwer. 

Bei häufigem Gähnen schnürt es ihm die rechte 
Hals -Seite zusammen; der Schmerz ging bis 
in den Nacken, der davon ganz steif ward, 
(d. 3. Tag.) [Sr.] 

19* 



292 Natrum mur, Kochsalz. 

Schmerz im Halse, wie von Geschwulst der Un- 
terkiefer-Drüsen, die doch nicht vorhanden 
ist. 
Trockenheit im Schlünde, (d. 3. Tag.) [Sr.] 
Die Zange ist ganz trocken, ohne Durst. 
250. Zunge, früh, gelblich belegt, mit fadem Ge- 
schmacke im Munde, (d. 3. Tag.) [Sr.] 
Durst, und doch fast keinen Appetit zum Trin- 
ken. 
Viel Abend-Durst, (d. 3. Abend.) [Sr.] 
Abends, Durstlosigkeit und wässriger Geschmack 
im Munde, nebst Mangel an Harn-Absonde- 
rung, (d. 2. Tag.) 
Fader, wässeriger Geschmack im Munde, bei Ap- 
petitlosigkeit, und doch schmeckt die Speise 
ziemlich gut, wenn er ifst. 
255. Wässeriger, geschmackloser Speichel im Munde, 
(sogleich.) 
Das \Yasser läuft ihm immer im Munde zusam- 
men; er mufs immer spucken. 
Abends, im Bette, Zusammenlaufen vielen Spei- 
chels im Munde, wovon er sich verschlük- 
kert, was einen heftigen Husten-Stofs zuwege 
bringt, (d. 1. Abend.) 
Er verschlückert sich leicht. 
Klebriger und pappiger Geschmack im Munde, 
und doch Appetit und guter Geschmack der 
Speisen, (n. 4, 5 Tagen.) 
260. Viel Schleim im Halse. 

Früh, bittrer Geschmack im Munde. [Sr.] 
Mundbitterkeit. [Sr.] 

Hachsen grünen Schleims aus dem Rachen, zwei 
Morgen über. [Rbl.] 



Natrum muT. Kochsalz. 293 

Beim (gewohnten) Tabakrauchen, beständiges 
Schleim-Rachsen. [Sr.] 
265. Unvollkommnes Aufstofsen. 

Leeres Aufstofsen von Zeit zu Zeit. (d. 1. Tag.) 

- [Sr.] _ , 

Leeres Aufstofsen nach jedem Genüsse, und im 
Freien auch ohne vorgängigen Genufs. 

Aufstofsen nach dem Genossenen, noch nach 
mehren Stunden. 

Schlucksen. (d. 1. Tag.) [Sr.] 
270. Starkes Schlucksen. 

Im Halse, wie kratziger Sood. 

"Würmerbeseigen fast alle Tage, nach dem Es- 
sen; zuweilen ein zweites Mal, wenn das 
erste einige Zeit vorüber war. 

Alle Morgen von 7 Uhr an, bis Mittag, Uebel- 
keit und W^abblichkeit in der Herzgrube. 

Alle Morgen, früh um 8 Uhr, ein Wühlen in 
der Herzgrube, mit üebelkeit, zwei Stunden 
lang. 
275. Früh, brecherliche üebelkeit, einige Minuten 
lang. 

üebelkeit, gegen Mittag, als hätte er Heifshunger. 

"Viel Schleim-Rachsen mit brecherlicher üebel- 
keit beim (gewohnten) Tabakrauchen. [Sr.] 

Zu unbestimmter Zeit, aber öfters, üebelkeit, 
die ihn jedoch nicht am Essen hindert. 

Sie bekommt üebelkeit, sobald sie auf die 
schmerzende Stelle aufdrückt. 
280. Nach Trinken eines ihr angenehmen Getränks 
bekommt sie ungeheure üebelkeit, so dafs 
sie sich legen mufste, auf die rechte Seite, 
worauf sich dieselbe minderte. 



294 Natrum mur, Kochsalz. 

Nach dem Frühstücke, Reiz zum Ethrechen. 

(d. 3. Tag.) [Sr.] 
Nach dem warmen (ihr angenehmen) Früh-Ge- 
tränke, Uehelkeit und "Würgen zum Erbre- 
chen, mit gänzlichem Schwinden der Le- 
benskraft, doch ohne wirkliches Erbrechen. 
"Winden und Drehen im Magen mit ^Yabblich- 

keit zum Erbrechen, (n. -| St.) [Rbl.] 
KoHkartlge Schmerzen im Magen, mit Uehelkeit, 
früh beim Erwachen, (d. 12. Tag.) [Rl.] 
285. Gleich nach dem Essen wird es ihr sehr übel, 
in mehren Anfallen; es stöfst ihr oft bitter 
auf, 2 Stunden lang, und dabei war Ihr der 
Kopf sehr schwer. 
Nach dem Essen, Magendrücken, dann Wür- 
merbeselgen, dann Uehelkeit, dann Weg- 
brechen der Speise, zuletzt Gall- Erbrechen, 
unter Leibschneiden. 
Abends schmeckt das Bier fade und wässerig. 
Das Essen ist ihr zuwider, sie hat keinen Ap- 
petit. 
(Kaffee ist ihr zuv/lder.) 
290. Aller Appetit zum Rauchtabak, woran er 
sehr gewöhnt war, ist vergangen; er 
kann durchaus nicht rauchen. 
Tabakrauchen macht bei dem des Rauchens 

Gewohnten Schweifs und Zittern. 
Widerwille gegen Schwarzbrod. 
Das ihm gewöhnhch wohl schmeckende Was- 
ser bekommt für ihn einen fauligen Ge- 
schmack, (d. 1. Tag.) 
Abends, kein Appetit. 
295. Abends, Mangel an Efslust und wenn er g€- 



Natrum mur. Kochsalz. 295 

gessen hat, ekelt's ihn und es wird ihm fast 
übel. 

Nach Essen ohne Appetit, üebelkeit (und An- 
fall von Brost -Krampf). 

Abends, zuviel Appetit zum Essen. 

Früh, arger Durst; nach Trinken von etwas 
weniger, warmer Milch, gleich heifs im gan- 
zen Körper und etwas zitterig. 

Er hat im Munde Appetit; es ist als wenn er 
etwas essen wollte, aber er hat keinen Hun- 
ger. 
300. Sie hat keinen Hunger und keinen Appetit, doch 
auch keinen übeln Geschmack. 

Sehr wenig Appetit, er kommt aber beim Essen. 
(n. 3 Tagen.) 

Er mnfs oft essen, denn nach einer Stunde ist 
er schon wieder hungrig. [Sr.] 

Viel Appetit und doch wenig Geschmack an 
den Speisen, (die ersten Tage.) 

Oefteres Hunger- Gefühl. [Sr.] 
305. Nachmittags, nach Wasser-Trinken, Gefühl im 
Magen, wie von Hunger, doch ohne Appe- 
tit. [Rbl.] 

Leerheits - Gefühl im Magen, als wenn er gro- 
fsen Hunger hätte, und doch kein Appetit, 
(d. 1. Tag.) [Sr.] 

Der Magen schmerzt wie von Hunger, und doch 
ist er beim Essen gleich satt. (d. 11. Tag.) 

[Rl.] 

Nachmittags ist er wie übersättigt. 

Empfindung im obern Magenmunde und hinter 

dem Brustbeine, als stake da ein fremder 

Körper. 



296 Natrum mur. Kochsalz. 

310. Nach dem Essen, ein Zusammengreifen in der 
Herzgrube, 

Nachmittags (5 ühr), zusammenziehender Ma- 
genkrampf, mit Kälte-Gefllhl im Magen und 
Rücken, den ganzen übrigen Tag. (d. 4. 
Tag.) 

Nach dem Essen, wund drückende Emjifindung 
im Magen. 

Nach dem Essen, Säure im Munde, eine halbe 
Stunde lang. 

Nach jedem Genufs , Säure im Munde und 
Trockenheit im Halse. 
315. Zwei Nachmittage, brannte es aus dem Magen 
heran und es stlefs sauer auf. 

Nach dem Essen, Kollern im Bauche. 

Nach Essen und Trinken, kneipend schneiden- 
der Schmerz im ünterleibe. 

Nach dem Mittags-Essen, Aussetzen des Pulses. 

Nach wenig mehr als gewöhnlichem Abend -Es- 
sen, viel verworrene Träume von Verbre- 
chen, wobei er mit zur Verantwortung ge- 
zogen ward, 
320. Nach dem Essen, Druck-Schmerz in der Stirne. 

Nach dem Abendessen, Schmerz wie Zusam- 
menpressen in der Stirne. (n. 12 St.) [R-hl.] 

Nach dem Mittags-Essen, Neigung zum Liegen, 
Schläfrigkeit, und Unfähigkeit zu denken, 
(n. 6 St.) [Rbl.] 

Nach dem Mittags -Essen schläfrig, aber der 
Schlaf ist nur ein leiser Schlummer. [Sr,] 

Druck in der Herzgrube, als wenn etwas Festes 
im Magen \3i^ey was ihn oft zum tief Athmen 
zwingt, (n. 5 Min.) [Sr.] 



Natrum mur. Kochsalz. 297 

325. Nachmittags, wie bart geschwollen in der Herz- 
grube, auch liegt es quer über die Hypo- 
chondern fest. 

Es Hegt ihm so schwer und fest querüber, un- 
ter der Herzgrube. 

Druck -Schmerz unter der Herzgrube über dem 
Nabel, durch äufseres Aufdrücken gemindert, 
[Rbl.] 

Drücken in der Magen- Gegend, (d. 7. Tag.) 

Früh, Magen -Drücken, wie von Yerkältung. 
330. Vier und sechs Stunden nach dem Mittags -Es- 
sen, viertelstündiges Magen -Drücken, bis in 
die Brust hinein. [Rbl.] 

Brennen in der Herzgrube, anfallweise. [Rbl.] 

Theils Hitze, theils Kälte in der Herzgrube. 

(Angst -Gefühl in der Herzgrube.) 

Beim Stehen, Beklemmung in der Herzgrube. 
335. (Magen-Krampf vom Abend an, die Nacht hin- 
durch, bis den andern Morgen.) 

Klopfen, wie Herzschläge, in der Herzgrube. 

Drückend und stumpf stechender Schmerz in 
der Herzgrube, abwärts. 

In der Gegend der Herzgrube, kleine rothe 
Haut -Flecke, bei Berührung fein stechend 
nnd zum Reiben nöthigend, später sich in 
juckende Pusteln erhebend. [Rbl.] 

Schmerz links neben der Herzgrube, wie von 
einem erlittenen Stofse, auch bei Berührung 
fühlbar. 
340. Rechts neben dem Magen, kleine Stiche, alle 
Nachmittage um 2, 3 Uhr. 

Stechen in der Leber- Gegend, beim Sitzen, alle 
Nachmittage, um 2, 3 Uhr. 



298 Natrum mur, Kochsalz. 

Starker Druck -Schmerz in der Leber -Gegend. 
Zieh-Schmerz in der Leber -Gegend. 
Beim Biegen des Rumpfs auf die linke Seite, 
Empfindung von Steifheit in der Leber- Ge- 
gend. 
345. Schmerzhaftes Spannen in der rechten Banch- 
Seite. 
Kneipender Schmerz in der rechten Bauchseite, 
der die Lage auf die linke Seite unerträglich 
macht, (d. 15. Tag.) 
Kneipender Schmerz im rechten Hypochonder. 

(d. 19. Tag.) [Rbl.] 
Bohrend stechender Schmerz in der Nabel -Ge- 
gend, rechts, Abends, beim Sitzen, (n. 1| T.) 
In der linken Unterribben-Gegend, ein drücken- 
des Bohren und drauf ein düsterer, drücken- 
der Kopfschmerz. 
350. Im linken Hypochonder, Strammen, wie von ver- 
setzten Blähungen, Nachmittags. [Sr.] 
Im linken Hypochonder, ein stechendes Drücken, 

am meisten beim starken Gehn. 
Im linken Hypochonder, Stiche beim Athmen. 
Stechendes Kneipen über dem Nabel. [Rbl.] 
Im Oberbauche, Kneipen mit Magen -Schmerz. 
355. Kneipendes Drucken im Oberbauche. [Rbl.] 
Ziehend kneipender Schmerz in der linken Na- 
bel-Gegend bis in den Mastdarm und After. 
Täglich, öfteres Kneipen im ganzen ünterleibe, in 
den Bauch -Seiten und nach dem Kreuze zu. 
Früh, im Bette, Leibweh, wie Kneipen und wie 
wund, dann in dem Rücken und den Schul- 
terblättern, pressend und wie wund, was nach 
dem Aufstehn vergeht. 



Natrum rniir. Kochsalz. . 299 

Leibschneiden, früh, beim Aufstebn aus dem 
Bette. 
360. Leibschneiden von früh an, doch Nachmittags 
schlimmer. 

Kollern, mit Schneiden im Unterleibe. 

Der Unterleib tritt ihm öfters auf und ist wie 
voll. 

Von Getränke wird der Bauch stark aufgetrie- 
ben, und es schwappert darin, (d. Q. Tag.) 
[Sr.] 

Blähungs - Versetzung. 
365. Blähungs- Kolik, vorzüglich bei Bewegung, (fast 
sogleich.) 

Früh, beim Erwachen, Kolik, wie von krampf- 
haft im Unterleibe eingesperrten Blähungen, 
spannend drückenden Schmerzes, zugleich 
mit argem Jucken neben den Genitalien; 
nach kurzem Schlafe war die Kolik weg, ohne 
Winde -Abgang, und auch das Jucken war 
verschwunden, (n. 36 St.) 

Die Blähungen gehen im Bauche herum und in 
den Bauch -Seiten, ohne dafs ein \Yind ab- 
geht; dabei ist der Kopf schwer, im Ober- 
kopfe ist Sausen; es sumst vor den Ohren 
und beide Nasenlöcher sind verstopft. 

(Zuckende Zusammenziehungen des Unterleibes, 
früh, im Bette.) 

Beim Gehen schmerzen die Eingeweide des Un- 
terbanchs, als wären sie los und zu schwer 
und wollten unten herausfallen. 
370. Um die Hüften herum, Empfindung, als sey da 
Alles zu enge; sie mufste die ganze Klei- 
dung aufmachen. 



300 Natrum mur. Kochsalz. 

Alle Morgen, Drücken im Unterbauche, eine 
Viertelstunde lang. 

Unten am Bauche, in den Leisten, ein Schmerz 
beim Anfstehn vom Sitze und bei starkem 
Gehen, (n. 11 Tagen.) 

Der Leistenbruch tritt hervor. 

Auf Blähungs- Abgang erfolgt Durchfall, (d. 12. 
Tag.) [Rl.] 
375. Allzu häufiger W^inde-Abgang. 

Winde von Fauleier- Geruch. 

Unordentlicher, ungenüglicher Stuhlgang. 

Heftiger Drang zum Stuhle; es erfolgt aber 
keine Entleerung, (n. 36 St.) [Sr.] 

Oefteres Nöthigen zum Stuhle, dessen sehr we- 
nig erfolgt, (d. 6. Tag.) 
380. Heftiger Drang zum Stuhle; er konnte ihn kaum 
Augenblicke halten — breiartiger Stuhl, (d. 
2. Morgen.) [Sr.] 

Stuhlgang zu gehöriger Zeit, doch mit vieler An- 
strengung beim x\bgange. (die ersten Tage.) 

Die ersten Tage harter Stuhl, die folgenden 
Tage weicher. [Rbl.] 

Durchfall wie Wasser, (d. 2. Tag.) 

Stuhlgang mit Blut vermischt. 
385. Es geht geronnenes Blut mit dem guten Stuhl- 
gange ab. 

Vor dem Stuhlgange, Druck im Unterbauche in 
der Gegend der Blase. 

Vor jedem Abgange von Blähungen, Wundheits- 
Schmerz im Unterbauche. 

Vor jedem Stuhlgange, Wundheits- Schmerz im 
Unterbauche. 

Vor dem Stuhlgange, Leibschneiden. [Sr.] 



Natrum mur. Kochsalz. 301 

390. Beim Abgange des nicht harten Stahls oder 
einer Blähung, Schmerz wie Wehen im ün- 
lerleibe, ein Pressen nach unten; sie mufs 
sich mit den Händen anstämmen — aber 
nach Abgange des Stuhls ist der Schmerz 
gleich wieder weg. 

Nach dem Stuhlgange noch starkes, vergebliches 
Noththun. 

Nach dem Stuhlgange, Leibkneipen wie 
zu Durchfall, ohne Erfolg (früh). 

Drängen und Zwängen im Mastdarme, ohne 
Stuhlgang (nach Tische), (d. 3. Tag.) [Sr.] 

Oefteres Kneipen im Mastdarme, mit Noththun 
und dennoch nur Abgang von \Yinden, mit 
Schleim. 
395. Oefters Stiche im Mastdarme, besonders Nach- 
mittags. [Sr.] 

Kratzen im Mastdarme, bei hartem Stuhlgange. 

Nach hartem Stahlgange, Brennen im After, (d. 
19. Tag.) 

Nach wecihem Stuhlgange, Brennen im After, 
(d. 7. Tag.) 

Beizende Wundheit am After, nach dünnem 
Stuhlgange. 
400. Der Mastdarm ist beim zu Stuhle Gehen wie 
verengert, und mit der gröfsten Anstrengung 
erfolgt zuerst ein Stück harten Kothes, der 
den After aufreifst, dafs er blutet und wund 
schmerzt, worauf jedesmal flüssiger Stuhl er- 
folgt — einen Tag um den andern ist sie 
verstopft. 

Krampfhaftes Zusammenschnüren im After. [Sr.] 

Der After ist wund und heifs. 



302 Natrum mar, Kochsalz. 

Ausgetretener After mit Abgang vieler blutiger 

Jaiiche und Brennen am After, so dafs er 

die Nacht vor Schmerz nicht schlafen konnte. 

(n. einigen Stunden.) 
Stiche am After, den Mastdarm herauf, aufser 

dem Stuhlgange, (d. 1. Tag.) 
405. Abends im Bette, juckende Stiche im Mastdarme. 
Flechte am After. 
Heftige Schmerzen im After und in der Gegend 

der Blase. 
Drängen in der Harnblase, aufser dem üriniren. 

[Sr.] 
Drücken auf die Blase und Im Unterbauche, 
beim üriniren. 
410. Oftes, häufiges Harnen heifsen Urins. 

Er mufs Nachts vier Mal viel Urin lassen. 
Oefteres Drängen zum Harnen, wo er auch viel, 

gehörig gefärbten Urin läfst. [Sr.] 
Arges Drängen zum Harnen, Unaufhaltbarkeit 

des Urins, der reichlich abfliefst. (n. 10 St.) 
Es treibt ihn einige Mal so stark zum Urine, 

dafs er ihm fast unwillkürlich entgangen 

wäre. (n. 12 St.) [Sr.] 
415. Der Urin fliefst beim Gehen unwillkürlich ab. 

(n. 21 Tagen.) 
Beifsen in der Harnröhre beim Uriniren. 
Beim Harnen, brennende Empfindung in der 

Harnröhre. 
Brennen und Jucken in der Harnröhr -Mündung, 

Abends bei Schlafengehn. (d. 1. Tag.) [Sr.] 
Juckende Stiche in der Harnröhre, aufser dem 

Harnen, einige Tage nach einander. 



Natrum mur, Kochsalz, 303 

420. Jucken an der Hamröhr- Mündung, worauf es 
ihn zum üriniren trieb, (d. ^i. Tag.) [Sr.] 

Beim Drücken der Harnröhre schmerzt sie wie 
wund. [Sr.] 

Stechende Empfindung im männlichen Gllede, 
beim Harnen und aulserdem. (d. 26. Tag.) 

Sehr hellfarbiger Urin. (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Der Urin setzt bald ziegelmehlartigen Boden- 
satz ab. 
425. Im ürine rother Sand. 

Ein Ziehn in der Harnröhre nach dem üriniren. 

Einige Minuten nach dem üriniren entsteht 
Schneiden in der Harnröhre. [Sr.] 

Schneiden undBrennen nach demHarnen 
mit Ausflufs eines dünnen Schleims, 
der durchsichtige, steife Flecke im Hemde 
hinterläfst. [Sr.] 

Nach dem üriniren kommt eine milchartige Flüs- 
sigkeit hervor (Vorsteherdrüsen -Saft?). 
430. Nach dem üriniren kommt noch eine Flüssig- 
keit aus der Harnröhre, die ein Jucken und 
nachher ein Brennen verursacht, (d. 3. Tag.) 
[Sr.] 

(Ausflufs gelben Eiters aus der Harnröhre, wel- 
cher Flecke in der Wäsche zurückläfst, wie 
wirklicher Tripper, doch ohne Schmerz beim 
Harnen, nur mit einiger Spannung in den 
Schoofsdrüsen, die doch nicht sichtbar ge- 
schwollen sind.) (n. 29 Tagen.) 

Ein ihm höchst ungewohnter, nächtlicher Samen- 
Ergufs. (d. 2. Nacht.) 



304 Natrum mur, Kochsalz. 

Pollation (bei einem Ehemanne), (die 4., 10. 
Nacht.) 

Pollation mit Beifsen an der Eichel, 
435. Nach Pollutionen, Kälte in den Gelenken und 
Mattigkeit. 

Nach einer Pollution, Schneiden in der Harn- 
röhre. [Sr.] 

Keine Erektion und keine Pollution, fünf AYo- 
chen lang. 

Kurz nach dem Beischlafe, Pollution, und die 
dritte Nacht drauf wieder. [Rhl.] 

Mehr physischer Geschlechts - Trieb, (n. 8 Ta- 
gen.) 
440. Plötzlich im Sitzen sich einstellender Wohllust- 
Reiz, der heim Herumgehn verschwand, [Sr.] 

Geilheit, Abends im Bette. [Sr. ] 

Starke Erektion, (d. 5., 10. Tag.) 

Früh Erektionen, ohne Geschlechtstrieb. [Sr.] 

Nach der Früh -Erektion, Brennen in der Harn- 
röhre. [Sr.] 
445. Wenig Geschlechtstrieb, und beim Beischlafe, 
später Samen -Abgang, (d. 13. Tag.) [BL] 

Die Vorhaut zieht sich hinter die Eichel 
zurück, davon ein reibendes Trockenheits- 
Gefühl, wenn die Eichel die Kleider im Ge- 
hen berührt, (d. 3. Tag.) [Sr.] 

Zuckende Bewegung in der männlichen Ruthe. 

Ein Ruck im männlichen Gliede, aufser dem 
Harnen. [Sr.] 

Im Bauchringe bis in den Hoden, ziehendes 
Weh. 
450. Einige rothe Fleckchen an der Eichel. [Sr.] 

Jük^ 



Natrum miir, Kochsalz. 305 

Jucken und Kriebeln an der Eichel- 
krone, was znm Kratzen reizt. [Sr.] 

Jucken an der Eichel -Spitze, zum Kratzen nö- 
thigend. [Sr.] 

Rüthe der Spitze der Eichel. 

Starkes Jucken und Nässen an der Eichelkione. 
455. Jucken (zuweilen wie Stechen) an der Harn- 
röhr-Mündung, die wie mit Gummi (Vorste- 
herdrüsen-Saft?) fest verklebt ist. (d. 1. Tag.) 
[Sr.] 

Starkes Jucken am Hodensacke, nnter demsel- 
ben und in der Haut des linken Oberschen- 
kels auf einer rothen, entzündeten Steile, (n. 
7 Tagen.) 

Unerträgliches, beifsendes Jucken neben den 
Geschlechts -Theilen, was sich durch Reiben 
nicht legt, sondern Schründe-Schmerz erzeugt 
(n. 24 St.), viele \Yochen lang. 

Jucken im weiblichen Schamhügel. 

Ausgehn der Haare am Schamhügel. [Sr.] 
460. Das Monatliche erfolgt 4 Tage zu spät. (n. 27 
Tagen.) 

Das Monatliche ist nur ein Drittel so stark, als 
gewöhnlich, doch zur rechten Zeit, (d. 5. 
Tag.) 

Den ersten und zweiten Tag ist des Monatli- 
chen sehr wenig, den dritten Tag aber, nach 
Leibweh wie Wundheit, fliefst das Rlut in 
grofser Menge. 

Vor der Regel, Beängstigung. 

Früh, einige Stunden vor Eintritt der (verspä- 
teten) Regel wird es ihr ängstlich Tind weich- 
IV. 20 



S06 Natriim mur. Kochsalz. 

lieh; es kommt ihr süfslich im Schlünde 
heran, worauf sie etwas Blut mit dem Spei- 
chel ausspuckt. 
465. W^ährend des Monatlichen, etwas Aengstliches 
und Ohnmächtiges, hei kalten Backen und 
innerer Hitze. 

Bei der Regel, sehr harter Stuhlgang. 

Bei der Regel, reifsender Zahnschmerz; wenn 
aher freie Luft in den Mund kommt, Stiche 
in den Zähnen. 

Nach dem Monatlichen hleiht der Kopf einge- 
nommen und schwer , wie von Blutdrang 
nach dem Kopfe. 

Früh, Leihweh, wie zur Regel: ein Zusammen- 
zieh -Schmerz und Pressen nach unten zu, 
worauf Scheide -Flufs erfolgt, (d. 4. Tag.) 
470. Sehr starker Scheide-Flufs. (n. 8. St., n. 
2 Tagen.) 



Riechender Athem. 

Trockenkeits- Gefühl hinten nach den hintern 
Nasen -Oeffnungen (Ghoanen) zu. 

Trockenheit des Kehlkopfs, früh, beim Erwa- 
chen. 

Der Athem deuchtet ihm heifs zu seyn. 
475. Stockschnupfige Nasen-Yerstopfung, einiges Nie- 
fsen, rauhe Stimme, (d. 2. Tag.) 

Beim Ausathmen, heiserer, pfeifender Ton in 
der Luftröhre. 

Kratziges, scharriges Wesen im Kehlkopfe, wie 
nach ranzigem Soodbrennen. (n. 6. St.) 

Scharrig und kratzig am Kehlkopfe; die Stimme 
wird rauh. (n. 20 St.) 



Natrum miir. Kochsalz. 307 

Starke Früh -Heiserkeit. 
480. Früh, (nach gutem Schlafe) Heiserkeit und 
Husten nnd viel Schleim im Halse. 

Arge Heiserkeit, (die ersten Tage.) 

Mehre Tage, häufiges Nlefsen. 

In der rechten Nasen-Seite, ein Krie- 
Leln, (mit Druck im rechten Auge) wie es 
dem Nlefsen vorangeht — durch Schneuzen 
der Nase verging es nicht, es erfolgte aher 
auch kein Nlefsen. [Sr.] 

Niefsen und File fs -Schnupfen, nur einen 
Tag lang. (n. 24 St.) 
485. Arger Fllefs- Schnupfen, drei Tage lang (d. 9. 
Tag), dann Stock -Schnupfen. 

Stock -Schnupfen; heide Nasenlöcher sind ver- 
stopft. 

Ungeheurer Stock -Schnupfen, dafs er fast kei- 
nen Odem hekommen kann. (d. 14. Tag.) 

Sehr dicker Schleim geht aus der Nase. [Sr.] 

Katarrh und Kitzel -Husten, gleich als hätte er 
sich verkältet. 
490. Husten und Auswurf, Tag und Nacht. 

Husten, wobei der Knabe ath^mlos wird, bei 
Tag und Nacht. 

Leer Schlingen reizt ihn zum Husten. 

Früh-Husten. 

Husten, am schlimmsten Abends, von 8 bis 11 
Uhr. 
495. Nachts, stärkerer Husten, als am Tage. 

Rauhes, helsches Hüsteln. 

Es kitzelt in der Herzgrube zum Husten, bei 
grofser Engbrüstigkeit. 

Husten, der fast stets nur aus einem Husten- 

20* 



308 Natrum mur, Kochsalz. 

Stofse bestellt, mit Auswurfe zuweilen wie 

Eiter. 
Schnärcheln auf der Brust, mit Hüsteln und et- 
was Schleim -Auswurfe. 
500. Husten, wovon die Stirne zerspringen will. 

Beim Husten, Erbrechen des vorher Ge- 
nossenen. 
Beim Husten, Schmerz im Halse und in der 

Brust. 
Beim Husten, Schmerz in den Halsdrüsen und 

tief in der Brust. 
Beim Husten, Schmerz auf der linken Brust, 

wie Schneiden. 
505. Beim Husten, oft ein Wundheits- Gefühl im 

Kehlkopfe und in der Luftröhre. 
Von Gehn im Freien (in der Sonne) erregtes 

Mattigkeits - Gefühl in der Brust, was leise 

zu reden nöthigt. [Rbl.] 
Beim tief Athmen, Schmerz im Unterleibe. 
Schmerz in der Mitte des Brustbeins, durch 

tief Athmen vermehrt. 
Die Brust schmerzt ihr unterm linken Arme, 

sowohl beim Athmen, als bei Bewegung des 

Arms. 
510. Einfacher Schmerz im Brustbeine, in kurzen 

x\nfällen. 
Drücken vorne auf der Brust. [Sr.] 
Nach Stehen, oder nach vielem Sprechen, drük- 

kender Brustschmerz, | St. lang. 
Drücken in der linken Brust, (d. 15. Tag.) 
Früh, Druck- Schmerz in der Herz -Gegend. 
515. Im Brustbeine, eine Stelle, die beim Befühlen 

wie blau geschlagen schmerzt. 



Natrum mur, Kochsalz. 309 

ZerscLlagenhcits- Schmerz an der linken Brust, 
schon heim Yorhiegen und heim Athemho- 
len, den er jedoch heim Anfühlen nicht he- 
merkt. 
An der linken Brust -Seite, ein Fleck schmerz- 
haft, wie zersiofsen. 
Die Brust thut ihr äufserlich wie zerschlagen 

weh. 
An den untersten, linken Rihben, Schmerz wie 
zerschlagen, durch die anliegende Kleidung, 
so wie durch jeden Druck vermehrt. [Sr.J 
520. Früh, Spannung auf der Brust. 

Beim Dehnen und Strecken, eine Spannung in 
der Brust, heim tief Athmen noch schmerz- 
hafter. [Sr.] 
Spannender Schmerz am Schlüsselbeine und die 
Halsmuskeln herauf, selbst schmerzhaft heim 
Befühlen. 
In der Brust, YVundheits- Schmerz. 
Nadelstich-Schmerz in der Mitte des Brustbeins. 
525. Oefteres Seitenstechen. 

In der rechten Brust, Stechen und dabei Hei- 
serkeit. 
Athem hemmendes Stechen erst im Brustbeine, 
dann unter den rechten Rihben in der Le- 
ber-Gegend. 
Anhaltender Stich-Schmerz in der linken Brust, 
Abends, der ihr den Odem benahm, aber in 
der freien Luft verging. 
Stechen in der linken Seite und dabei unterm 
rechten Arme ein Spann -Schmerz, (d. 14. 
Tag.) 
530. Stumpfes Stechen in der linken Brust-Seite. [Sr.] 



310 Natrurn rnur, Kochsalz. 

Stechen in der rechten Seite mit Beklemmung. 
_ (d. 12. Tag.) 

Stich-Schmerz in der rechten Brust-Seite, blofs 
heim Gehen, mehre Minuten lang, so stark, 
dafs er die Hand aufdrücken mufs, um sich 
zu erleichtern. 
' Reifsend stechender Schmerz von der linken, 
obern Brust-Gegend bis in's Achsel-Gelenk. 

Heftiges Drücken unter dem Herzen, so als wenn 
vom Unterleib gegen die Brust zu gedrückt 
würde, (Abends, im Bette) mit Herzklopfen, 
weiches weniger stark als schnell war, ver- 
mehrt durch Liegen auf der linken und ver- 
mindert durch Liegen auf der rechten Seite, 
bis zum Einschlafen anhaltend. [Sr.] 
535. Ocfteres Herzklopfen zu 6, 8, 10 Schlagen. 

Herzklopfen, beim Stehen. 

Herzklopfen, mit Beängstigung. 

Alle Tage, Herzklopfen, zuweilen mit Aengst- 
lichkeit. 

Herzklopfen, mit Druck am Herzen, wie Herz- 
^ Abdrücken; beim Aufdrücken mit der Hand 

liefs es etwas nach, (sogleich.) [Sr.]] 
540. Flatternde Bewegung des Herzens. 

Quetschungs- Schmerz am Herzen, früh, beim 
Liegen im Bette. [Sr.] 

Die meisten Tage, ängstliches Herzklopfen (ohne 
ängstliche Gedanken) zu 5 Minuten, auch 
wohl zu ganzen Stunden, (n. 7 Tagen.) 

Die Brust ist sehr beklommen, wie zusammen- 
geschnürt, bei Brennen in den Händen, (d. 
8. Tag.) 

In der Brust, Bangigkeits - Gefühl. [Sr.] 



Natriim rniir. Kochsalz. 311 

545. Bänglichkeit, Aengstllcbkeit in der Brust, mit 
Druck in der Herzgrube, nach tiefem Ath- 
men am stärksten. [Sr.] 

Engbrüstigkeit. 

Brust -Beklemmung, mit Druck mitten im Brust- 
beine, bei Bewegung, eine Viertelstunde lang. 
[Rhl] 

Alle Tage, eine Art schmerzhafter Brust-Beklem- 
mung, wie Druck, beim gerade Richten, nach 
krumm Sitzen. 

Schmerz und Beklemmung auf der Brust, beim 
Athemholen. 
550. Im Zimmer, Beklemmung; er mufste, so schwach 
er auch war, in die freie Luft gehen, was 
ihn auch erleichterte. 

Früh, beim Erwachen, unangenehme Wärme in 
der Brust. 

Zuckungen unterm rechten Arme die Seite herab. 

Starkes Jucken äufserllch an der Brust. 

Am Kreuze, starkes Jucken, Abends, im Bette. 

555. Starkes Pulsiren im Kreuze, (d. 1. Tag.) 
Zuweilen ein Stich im Kreuze, (n. 26 Tagen.) 
^ Kreuzschmerz, beim Aufrichten nach langem 
Bücken. 
Nach einigem Bücken thut das Kreuz weh. 
Kreuzweh, wie zerschlagen, beim Bücken und 
wieder Aufrichten. [Sr.] 
560. Lähmiges Kreuzweh, am stärksten beim gerade 
Aufrichten. [Sr.] 
Lähmung im Kreuze, früh, beim Auf- 

stchu. 
Schwach im Kreuze, wie lendenlahm ; er konnte 



312 Natrum mur. Kochsalz. 

weder recht stehn, noch recht gehn, im Lie- 
gen ist's ihm am besten, den ganzen Tag, am 
schlimmsten nach dem Mittags -Essen. [Sr.] 

Früh, heim Aufstehn, Lähmigkeit im Kreuze und 
Rücken. 

Hitze in der Nieren - Gegend und Spannung, 
selbst im Sitzen; dann macht Spazieren bald 
müde. 
565. Blüthen- Ausschlag auf dem Rücken mit Jük- 
ken, Abends, im Bette. [Sr.] 

Im Rücken, ein Spannen, was zum Strecken und 
Dehnen nöthigt. 

Ein Strammen in der linken Rücken -Seite. 

Zieh -Schmerz in dem Rücken aufwärts, (den 
14. Tag.) 

Brennen im linken Schulterblatte, wie mit hei- 
fsem Wasser begossen. [Sr.] 
570. Beim Einziehn der Schulterblätter (nicht beim 
tief Athmen), ein Stich unter dem linken 
Schulterblalte. [Sr.] 

Zichn und Reifsen im rechten Schulterblatte, 
was zum tief Athmen nöthigt. [Sr.] 

Im Rücken und zwischen den Schulterblättern, 
arger Schmerz wie zerschlagen, doch blofs 
beim Sitzen, und am schlimmsten beim Lie- 
gen, beim Gehn aber und bei Handarbeit, 
kein Schmerz. 

Brech- Schmerz und Reifsen in den Schulter- 
blättern mit Steifheit des Rückens und Nak- 
kens. [Sr.] 

Storren und Sleifheit oben über den Rücken, 

575. Steifheit des Halses und Genicks. 



Natrum mun Kochsalz. 313 

Bei einigem Umdrehen des Kopfs tbut das Ge- 
nick weh. 

Im Nacken, Schmerz wie verstancht, wie Zer- 
schlagenheit oder Ermüdungs- Schmerz, (d. 
2. Tag.) 

Im Achsel -Gelenk, wie Verstanchthelt oder wie 
Ermüdungs - Schmerz. 

Schmerz im Achsel-Gelenke, wovor sie den Arm 
nicht bewegen kann. (d. 8. Tag.) 
580. Zerschlagenheits- Schmerz im Achsel -Gelenke, 
wovor er die Schulter nicht aufheben kann. 

Früh im Bette, bei Entblöfsung, im Achsel-Ge- 
lenke, Verkältungs- Schmerz, wie Spannen 
und Ziehn. [Rbl.] 

Um das rechte Achsel -Gelenk, beim Anfange 
des Delta -Muskels, ein wühlender Schmerz, 
früh beim Erwachen, wovon der Arm wie 
gelähmt war; das Anfühlen macht keinen 
Schmerz. 

Reifsen und Ziehn in der rechten Achsel, spä- 
ter auch im Oberarme. 

Reifsender Schmerz an der Hinterseite des Ach- 
sel-Gelenks und der Achsel-Grube, des Tags 
und Nachts im Bette. . 

585. In der rechten Achselhühle ist die Drüse sehr 
geschwollen. 

Dumpfes Stechen und Reifsen in der linken 
Achselhöhle. [Sr.] 

Ein beifsendes Brennen in beiden Achselhöhlen, 
wo es nach Kratzen anschwillt. 

Schmerz im Delta -Muskel des Oberarms, wenn 
sie etwas aufhebt. 

Zerscblagenheits-Schmerz im linken Ober- 



314 Natrum mur. Kochsalz. 

arme, am scLmerzlIcbsten im AcLsel- Ge- 
lenke, beim Heben und vor und hinter Be- 
wegen, nicht aber in der Ruhe. 
590. Ein Schmerz, wie von Zerbrechen, in den Arm- 
Knochen. [Sr.] 

Brennen im rechten Oberarme; die Hitze ist 
auch äufserlich fühlbar, (die ersten 8 Tage.) 

Er ist so matt in den Armen; sie sind 
sehr schwer und sinken nieder. 

Ziehn im linken Arme, den sie beständig aus- 
strecken und ausdehnen mufs. 

Im linken Arme, Kriebeln, Gefühllosigkeit, Ein- 
geschlafenheit (Abgestorbenheit); es fing in 
den Fingerspitzen an zu kriebeln. (n. 8 St.) 
595. Viele, runde, juckende Flechten-Flecke auf den 
Armen. 

An den Armen und Händen, juckende, weifs- 
liche Quaddeln ; von Reiben wurden sie 
roth und das Jucken ärger. 

Im rechten Arme von der Hand bis zum Ell- 
bogen, Eingeschlafenheit, wie Lähmung; das 
Hand -Gelenk knickt um, wenn sie mit der 
Hand etwas verrichten will. 

Im rechten Ellbogen-Gelenke, ein schmerzhaftes 
Knarren bei Bewegung. 

Ein Ruck im linken Ellbogen, dafs ihm die 
Hand von dem Schmerze gelähmt ward, der 
aber durch Ausstrecken des Arms aufhörte. 

[Sr.] 
600. Oefteres Rucken im linken Ellbogen, wobei ihm 
fast Alles aus der Hand fiel. [Sr.] 
Ein Ziehen, wie im Knochen der Ellbogen- 
Röhre. 



Natrurn mar. Kochsalz. 315 

Im Unken Yorderarm-Knochen, Schmerz wie zer- 
schlagen, beim Aufdrücken unleidlich stark. 
[Sr.] 

In den Unterarmen, Ermüdungs-Schmerz, (d. 2. 

Tag.) 

In den Vorderarm-Knochen, ein dumpfer Schmerz, 
der sich erhöht, wenn er die Hände herun- 
ter hängen läfst, und sich mindert, wenn er 
die Arme bewegt, (d. 3. Tag.) [Sr.] 
605. Lähmiges Reifsen an der Inseite des Unterarms. 
[Rbl.] 

Zerschlagenheits- Schmerz im Hand -Gelenke. 

Auf der linken Handwurzel und auf beiden Hän- 
den juckende Ausschlags -Blasen, als bilde 
sich eine Flechte. 

Am innern Rande des Hand-Gelenks, nach dem 
Daumen zu, ein Jucken; nach Kratzen ent- 
stehn Blasen. 

Beifsen und Jucken im linken Handteller; er 
mufste lange kratzen. [Sr.] 
610. Ein juckendes Brennen an der linken Hand, 
wie von Brennnesseln. 

Viele kleine Bläschen auf den Händen, die 
nach und nach vertrocknen, wo sich dann 
die Haut abschält. 

Ein juckender Stich-Schmerz auf der Hand und 
dem Rücken mehrer Finger, (n. 10 St.) 

Fein stichlichte Empfindung in der Hand, wie 
beim Einschlafen derselben. 

Die Haut der Hände wird trocken und aufge- 
rissen. 
615. Eine etwas aufgeriebene Stella auf der Hand 



316 Natrum mur. Kochsalz. 

entzündet sich und wird zu einer Eiter-Blase, 

Die Haut der Hände ist sehr trocken und spröde, 
vorzüglich an den Fingern bei den Nägeln. 

An der äufsern Kante der linken Hand, wie im 
Mittelhand - Knochen des kleinen Fingers, 
ein schnell kommender, ungeheuer reifsen- 
der Schmerz. 

Klamm in der linken Hand beim Anfassen eines 
kalten Steins. [Rbl.] 

Geschwulst der rechten Hand, einen ganzen Tag 
über. (d. 8. Tag.) 
620. Schweifsige Hände, viele Tage lang. (n. 
8, 10 Tagen.) 

Stechen in den Fingern. 

Arges Jucken an den Fingern, Abends im Bette, 
wovor er nicht einschlafen konnte. 

Die Finger-Gelenke lassen sich nur mit Schwie- 
rigkeit biegen. 

Zerschlagenhelts- Schmerz in den Knochen des 
vordem Gliedes der linken Finger, der beim 
Aufdrücken unerträglich wird. [Sr.] 
625. Verrenkungs-Schmerz im hintersten Gelenke des 
linken Daumens, (sogleich.) 

Arges Reifsen im hintersten Gelenke des linken 
Daumens, als würde es zerrissen. 

Ofte Anfälle von ritzendem Schmerze im Dau- 
men zurück und im Zeigefinger vor, worauf 
die ganze Hand wie gelähmt ward. 

Stechen im linken Daumen, (d. 14. Tag.) [Rh] 

Ein Stich im Finger-Gelenk des rechten 
Zeigefingers, wie mit einer Nadel, oder wie 
von einem feurigen Funken. [Sr.] 



Natrum mw, Kochsalz. 317 

630. Im recLten Zeigefinger, eine Spannung. 

Reifsen in der Strecke -Flechse des rechten Zei- 
gefingers in den Vorderarm heran. 

Juckend stechendes Reifsen im Mittelgelenk des 
Zeigefingers. 

Am dritten, linken Finger, beim Nagel, ein dan- 
kelroth marmorirter Fleck. 

Auf dem kleinen Finger, ein juckendes Bläschen. 
635. Es entstehn häufig Neidnägel an dem Finger, 
so oft er sich sie auch abschneidet. [Sr.] 

Nach Abschneiden der Neidnägel wird die Stelle 
neben dem Nagel etwas geschwollen und 
roth und schmerzt beim Aufdrücken wie 
wund. [Sr.] 

Der dritte und vierte Finger sind an der Seite 
des Nagels entzündet und schmerzend. [Sr.] 

Ueber den Hinterbacken, nach den Hüften und 
dem Schoofse zu, reifsend stechender Schmerz. 

In der linken Hüfte Rheuma; er konnte 8, 9 
Tage nicht gehen. 
640. In den Hüften, Lähmigkeits- Gefühl. [Sr.] 

Auf der linken Hüfte, Schmerz, wie zerstofsen. 

Im rechten Hüft -Gelenke, Stiche, auch im Si- 
tzen, doch mehr beim Gehn. 

Im Hüft- Gelenke, schmerzhafte Spannung; auch 
beim Befühlen that's weh. 

In beiden Hüften, Spannung, fast wie verrenkt, 
wovon er auch etwas beim Sitzen spürt. 
645. Yerrenkungs-Schmerz in der rechten Hüfte, wel- 
cher bald in das Kreuz übergeht, so dafs er 
nicht ohne Schmerz vom Sitze aufstehn, sich 
gerade strecken, oder gehen konnte, vorzüg- 
lich schlimm beim tief Athmen. 



318 Natriim miir, Kochsalz. 

Verrcnkungs - Schmerz oben im Oberschenkel, 
unter dem Schoofse. 

Verrenknngs- Schmerz in der linken Hüfte. 

(Nach Fahren im ^Vagen:) Reifs en im rech- 
ten Oberschenkel, (d. 4. Tag.) 

Absatzweise Zieh - Schmerz im rechten 
Oberschenkel bis ins Knie, in Ruhe und 
Bewegung, selbst Nachts, (d. i4. Tag.) 
650. Im linken Beine und Fufse, ein krampfhafter 
Zieh -Schmerz. 

Das ganze Bein herab, Zieh -Schmerz. 

Das linke Bein schläft bei der Mittagsruhe ein. 

Die Beine sind früh wie gelähmt. 

(Nach Schreiben) auf einmal, wie Lähmung in 
beiden Beinen, was sich darch angestrengtes 
Gehn verlor. 
655. W^achend, mehre starke Zuckungen in den Bei- 
nen, auch im Mittags - Schlafe. 

Abends spät, Unruhe in den Beinen, als wenn 
die Gelenke, z. B. der Kniee, allzu fest ge- 
bunden wären; er mufs sie oft ausstrecken. 

Am Oberschenkel, eine grofse juckende Aus- 
schlags-Blüthe, mit rothem Hofe, welche 
btim Kratzen wund schmerzt. [Sr.] 

In den Knieen, eine Mattigkeit, als wenn s\q 
einknicken sollten, (d. 2. Abend.) [Sr.] 

In beiden Kniekehlen, beim Aufstehn vom Sitze, 
und heim Gehn, eine Spannung von früh an, 
die sich den Tag über vermehrte, (n. 3 Tagen.) 
660. Im Knie, ein Schmerz wie Verrenkung des Ge- 
lenks, beim Gehen. 

Das linke Knie schmerzt beim Gehen, wie aus- 
gerenkt. 



Natriim miir. Kochsalz. 319 

Zusammendrückender Schmerz, wie von grofser 
Ermiidung in den Knieen und Fufs- Gelen- 
ken, and drauf ein dumpfes Ziehn in den 
ganzen Beinen. 

In den Knieen, Zlch-Schmerz im Sitzen. 

Abends, lähmiges Zlehn im linken Knie. [Rhl.] 
665. In den Kniekehlen, ein reifsendes Ziehn, am 
meisten im Gehn. 

üeber und unter dem Knie, stechend ziehender 
Schmerz, im Sitzen, (d. 18. Tag.) 

Stechen im linken Knie. 

Ein Gluckern unter der Haut des linken Kniees, 
wie von Wasser. 

Ein Blutschwär am Knie. 
670. Die Unterschenkel sind ihm zentner- 
schwer; wenn er die Treppe steigt, sind 
ihm die Beine wie zerschlagen. 

Frieseliger Ausschlag an den Unterschenkeln, 
aus inselförmigen Gruppen bestehend, und 
vorzüglich bei Berührung fressend juckend. 
[Rbl.] 

Krampfhaft lähmiges Ziehn im rechten Unter- 
schenkel, was sich zuletzt bis in den Ober- 
schenkel erstreckt; er hatte dann beim Stehn 
fast gar keine Kraft in dem Beiae, eine 
Stunde lang. [Sr.] 

Die Waden strammen bis zum Knie, blofs beim 
Sitzen, im Gehen nicht. 

Spannen der Waden im Gehen, als wä- 
ren die Muskeln zu kurz. 
675. In der linken W^ade, ein leises Klopfen. 

An der Aufsenseite der Waden, ein kleinkÖr- 



320 Natrum mur, Kochsalz. 

niger, frieselartiger Ausschlag, welcher sich 
his über die Oberschenkel verbreitet. 

Sehr kalte Füfse. (n. 1 St.) 

Verstauchungs - Schmerz im ünterfufs - Gelenke, 
mehre Tage. [Rbl.] 

Das Unterfufs-Gelenk ist wie verlähmt und wie 
innerhalb eingeschlafen, im Sitzen nnd Ge- 
hen; sie konnte den Fufs nur wenig bewe- 
gen. 
680. Das Unterfufs-Gelenk ist schmerzlos wie ver- 
lähmt, oder wie im Gelenke eingeschlafen, 
im Sitzen und Gehen. 

Im ünterfufse Klamm. 

Klammartiger Schmerz im linken ünterfufse. 
(d. 5. Tag.) 

Im linken ünterfufse, klammartig stechender 
Schmerz, wie vertreten, im Gehen. 

Ein feines Klopfen im ganzen ünterfufse. 
685. Der ganze Fufs thut weh, beim Gehen. 

Flüchtig reifsende Schmerzen im linken ünter- 
fufse. 

Lang dauernde Eingeschlafenheit des Fufses. 

Die Füfse sind ihr sehr schwer. 

Am rechten, innern Fufsknöchel schmerzt's, beim 
Auftreten, bis in die Wade heran, wie ge- 
schwürig; bei Berührung schmerzt es eben 
so, beim Sitzen aber nur spannend. 
690. Reifsen im Knöchel des rechten Fufses, früh, 
was so bis Abend zunimmt, dafs er die Nacht 
keinen Augenblick vor Schmerz schlafen kann; 
dabei auch Schmerz im Rücken. 

Das hintere Gelenk des grofsen Zehes ist roth 
und kalt, und schmerzt bei Berührung, wie 

Blut- 



Natriim mur. Kochsalz. 321 

Blutschwär; beim Stehn und Gehn sticht 
und reifst es drin, im Sitzen aber nicht, 

Jucken auf dem Fufsrücken. 

Jucken an den Zehen. 

Beim Auftreten auf die ganze Sohle entsteht 
ein klammartig stechender Schmerz. 
695. Dumpfe Stiche in den Hühneraugen. [Sr.] 

Bohrender Schmerz im Hühnerauge. 

Die alten Warzen fangen an schründend zu 
schmerzen. 

Er bekommt einige W^arzen im Handteller, 
welche beim Aufdrücken schmerzen. 

Quaddeln, die arg jucken. 
700. Nessel -Ausschlag nach starker Bewegung, eine 
Stunde lang juckend,, (d. 2. Tag.) 

Bückelchen und kleine Schwäre, hie und da am 
Körper. 

Viel Blutschwäre am Körper, (n. 14 Tagen.) 

Frieselartiger Ausschlag am ganzen Körper, mit 
Stichen in der Haut. 

Am Bauche und an den Beinen, Ausschlag klei- 
ner Blüthen. 
705. Jucken über den ganzen Körper, (die er- 
sten 3 Wochen.) 

Auf dem Rücken und an beiden Oberschenkeln, 
zum Kratzen nöthigendes Jucken. 

Nach vorläufiger Empfindung von Hitze im Ge- 
sichte und am Bauche und an den Armen 
und Beinen, rothe Flecke über den ganzen 
Körper, klein wie ein Nadelkopf und juckend 
nach dem Reiben ward der ganze Körper 
roth, von einer halben Stunde Dauer. 

Es durchläuft sie eine innere Hitze, etliche Mi- 
IV. 21 



322 Natrum mur, Kochsalz. 

naten lang, ohne Gesichtsröthe, und dabei 

sticht es ihr hie und da auf der Haut, zu- 
weilen mit Jucken, 
ungemeine und lang dauernde Hitze im Blute, 

nach Genufs wenigen Weins. 
710. Er schnaubt und spuckt Blut aus. 

Ein kleiner Stich im Finger fangt, mehre Tage 

nach einander, wieder zu bluten an. 
Sehr voller und schneller Puls beim aufrecht 

Stehn. 
Vorzüglich nach Trinken, schnellerer Puls und 

schnelleres Athmen. 
Jede Bewegung erregt den Puls. 
715. Der Puls wogt im ganzen Körper, auch in der 

Ruhe. 
Pulsiren im ganzen Körper, dafs sich oft alle 

Theile an ihm bewegen. 
Andrang des Blutes nach oben, nach Brust, 

Magen und Kopf^ mit Kälte der Beine. 
Gehemmter Blutlauf im Arme, beim Auflegen 

desselben und so oft in allen Theilen des 

Körpers. 
Aussetzen einiger Pulse. 
720. Bei der Mittags -Ruhe, Aussetzen der Herz- 
schläge. 
Hitze, mit Schweifs unter den Armen und auf 

den Fufssohlen. 
Fliegende Hitze und leichteres Schwitzen. 
Viel Schweifs am Tage. 
Stetes Schwitzen, auch im Mittags - Schlafe, nur 

im Nacht -Schlafe nicht. 
725. Er ist sehr frostig und schwitzt dennoch bei 

Bewegung leicht und stark. 



Natrum mur, Kochsalz. 323 

Den ganzen Tag frostig, 

Frost und kalte Hände, (sogleicli.) 

Kalte, nicht zq erwärmende Hände und Füfse. 

(n. 6 St.) 
Schauder; Empfindung wie von Gänsehaut. 
730. Frösteln und Schauder im Rücken, ohne Durst. 

Schauderig im Rücken, besonders beim Sitzen, 
(die ersten Tage.) 

Leichte Verkältlichkeit. (n. 24 St.) 

Zuckende Empfindungen im Rücken und Nak- 
ken gegen den Kopf. 

Zucken in den Gliedern; beide Arme werden 
vorwärts geruckt, (d. 5. Tag.) 
735. Muskel- Zucken hie und da. 

Häufiges und sichtbares Muskel-Zucken im Ober- 
arme und in den Beinen. 

Nachmittags, beim Hinlegen, bekommt er, wa- 
chend, ein Aufzucken des Oberkörpers, (d. 
11. Tag.) 

Wenn er schreiben wollte, zuckte er mit dem 
einen oder dem andern Gliede. 

Beim Spazierengehn wankt er nur so hin. 
740. Er ist beim Gehen sehr ängstlich, er möchte 
fallen. 

Scheu vor Gehen. 

Arge Steifheit aller Gelenke des Körpers. 

Krampfartige Empfindung in den Gliedern, be- 
sonders den Händen, als wenn die Arme 
eingeschlafen wären. 

Bei Bewegung schmerzen alle Muskeln beson- 
ders der Oberschenkel und Oberarme, als 
wenn das Fleisch von den Knochen los wäre. 

21* 



324 Natrum mur. Kochsal:^. 

745. Es schnürt ihr den Magen und die Brust sehr 
zusammen. 

Nagendes Drücken hald in der Herzgrube, bald 
um den Nabel, bald in der Brust, in Anfäl- 
len, den Abend über. [Bhl.] 

Stiche hie und da. 

Zerschlagenheits- Schmerz aller Glieder, (d. 2. 

Tag.) 

Er magert ab. 
750. Nach körperlicher Anstrengung tritt gleich eine 
Unfähigkeit zu denken und eine Theilnahm- 
losigkeit ein. 

Geist und Körper höchst abgespannt, bei vieler 
Efslust. (d. 3. Tag.) 

Abspannung aller Geistes- und Körper- Kräfte. 

Von Aergernifs, Stechen oben in der linken 
Brust, Appetitlosigkeit und Kopfschmerz; sie 
fühlt jeden Tritt im Kopfe, sie wird sehr 
matt und die Füfse werden schwer. 

Nach einem kleinen Verdrusse weint sie die 
ganze Nacht, hustet sehr und würgt sich zum 
Erbrechen vergeblich, (d. 20. Tag.) 
755. Die heftigen nächtlichen Schmerzen (z. B. von 
einem Blutschwäre im Rücken) benehmen 
ihm den Odem bis zum Ersticken und ver- 
ursachen ihm eine Art einseitiger Lähmung, 
so dafs ihm der rechte Arm und das rechte 
Bein die Dienste versagen. 

Früh, beim Aufstehn, eine Schwäche, gleich ei- 
ner Lähmung im Rücken und Kreuze und 
zuweilen über den Unterleib herüber. 

Sie hat eine unruhige Nacht und fühlt sich den 



Natrum mur, Kochsalz. 325 

Tag darauf matt, sieht elend aus und ist 
traurig, (n. 12 St.) 

Es ward ihm, früh, sehr übel und schwach, er 
sah leichenblafs aus und mufste sich nieder- 
legen, (d. 14. Tag.) 

Anfall: es lief ihr vom steifen Genicke in den 
Kopf, die Augen thaten ihr weh, es ward ihr 
sehr übel, unter Frost und Besinnungslosig- 
keit, (d. 8. Tag.) 
760. Anfälle wie Mutterstaupe: es zog ihr aus der 
linken Achsel nach dem Kopfe; es prefste 
dann in den Schläfen, als wölke der Kopf 
zerplatzen; das Gehirn schmerzte wie zer- 
schlagen und wie wund-, unter stetem Zieh- 
Schmerze aus der Achsel nach dem Kopfe 
und steter Uehelkeit wie vom Magen aus, 
zum Brechen; sie mufste sich legen, unter 
Froste, Lei Gesichts -Hitze, (d. 8. Tag.) 

Anfall: zur Zeit des Abend- Essens ward es ihr 
periodisch sehr übel (ohne dafs sie zuvor 
gegessen hatte) und sie bekam bei jedem 
Üebelkeits-Paroxysm einen argen Frost; nach 
dem Niederlegen ward sie im Bette bald 
warm, ohne folgende Hitze, und wachte die 
Nacht zweimal auf mit einem empfindlichen 
Ziehn in der Stirne hin und her, mit feinem 
Pochen dazwischen. 

Anfall: Drücken und Wühlen unter den rechten 
Ribben, mit Ziehn im Rücken nach dem 
Kopfe, was ihn die Nacht am Schlafe hin- 
dert; zugleich Stiche im Kopfe — was sich 
alles nach anhaltendem Sprechen und bei 



326 Natrum mur. Kochsalz. 

Körper- Anstrengung mindert, so wie, wenn 
Kollern entsteht und Winde abgehn; auch 
nach dem Essen wird's auf eine Stunde 
hesser, 

Anfall; sie wird ungemein aufgeregt; drauf fangt 
es, unter grofser Angst, an, in den Finger- 
spitzen zu kriebeln, dann in der Hand und 
im Arme; der Arm schläft ein, wie abgestor- 
ben, und das Kriebeln und die Gefühllosig- 
keit steigt, am Halse herauf, in die Lippen 
und in die Zunge (welche wie steif wird), 
während es in dem einen Zahne bohrt; drauf 
Kopf- Schwäche, mit fehlerhaftem Sehen; 
auch das Bein schläft ein und ist wie in 
den Gelenken abgestorben — meist gegen 
Abend, (n. 10. St.) 

Anfall: früh (nach Milch -Trinken) so übel und 
zitterig in den Gliedern, eine Stunde lang; 
es ward ihr schwindlig und schwarz vor den 
Augen; sie wäre gefallen, wenn sie sich nicht 
angehalten hätte. 
765. Anfall: Vormittags wird es ihm brecherlich und 
schwindlig, mit Wühlen in der Herzgrube 
und mit Frost, wie mit kaltem W^asser über- 
gössen; wo sie hinsah, ging Alles mit ihr 
im Kreise herum, als sollte sie vorwärts fal- 
len; der Kopf war so schwer, dafs sie kaum 
gehen konnte, und er deuchtete ihr schwerer 
als der übrige Körper. 

Grofse Abspannung des Körpers; die Kräfte 
reichen nicht zur gewohnten Arbeit zu, mehre 
"Wochen über. 



Natrum mur, Kochsalz. 327 

Am mattesten ist sie früh im Bette und beim 
Sitzen; im Gehen fühlt sie keine Mattigkeit. 

Beim Aufstehn, nach Sitzen, zittern ihr die Beine 
vor Mattigkeit, was sich heim Weitergehen 
bessert. 

Mattigkeit im ganzen Körper, z. B, bei Bewe- 
gung der Arme. 
770. Nach dem Schlafe, unerquickt. 

Müdigkeits- Schmerz in den Beinen, früh, beim 
Erwachen. 

Gleich nach dem Mittags -Schlafe, müde, mit 
zitteriger Hinfälligkeit. 

Kitzelnder Müdigkeits - Schmerz. 

Reiten greift ihn von Zeit zu Zeit immer mehr 
an. 
775. Nach wenigem Spazieren, sehr abgemattet, (d. 

Sie darf die Füfse durchaus nicht mit Gehen 

anstrengen, sonst wird's ihr vor Müdigkeit 

ganz schwach und übel. 
Grofse Mattigkeit, (d. 6. Tag.) 
Grofse Müdigkeit, täglich, und stetes Gähnen. 
Sehr häufiges Gähnen. [Sr.] 
780. Gähnen und Strecken, (n. -J St.) [Sr.] 

Nach gutem Schlafe, ungeheures, krampfhaftes 

Gähnen. 
Sehr müde am Tage und grofser Hang zum 

Schlafen. 
Sehr tagsschläfrig; es kostet ihr grofse üe- 

berwindung, sich früh vom Bette zu trennen 

(n. 10 Tagen.), etliche \Yochen lang. 
Tags-Schläfrigkeit; sie mufs gähnen, und 

ehe man sich's versieht, ist sie eingeschlafen. 



328 Natrum mur, Kochsalz. 

785. Er ward , Abends', sehr zeitig schläfrig und 

konnte sich doch früh spät ermuntern. [Sr.] 
Unbeschäftigt, schläft er gleich im Sitzen ein 

und wacht doch alle Augenblicke wieder 

auf. 
Er schläft, Abends, zeitig ein und erwacht spät 

am Morgen. [Sr.] 
Er wollte gern schlafen, und konnte nicht dazu 

kommen — ein Kampf zwischen Schlaf und 

"Wachen. 
Er legt sich ohne die gewöhnliche Abend-Schläf- 
rigkeit zu Bette, und schläft doch bald ein. 

(d. 3. Abend.) [Sr.] 
790. Eine innere Unruhe verwehrt den nächtlichen 

Schlaf. 
Nachts erwacht er mehrmals, mit Unruhe. 
Sie wacht alle Nächte zwei, drei Stunden in 

Aengstlichkeit. 
Er geht später, als gewöhnlich, schlafen und 

kann doch nicht einschlafen. [Sr.] 
Nachts, schlaflos. 
795. Er bringt zwei Nächte ganz schlaflos zu, doch 

ohne Beschwerde, (d. 11., 12. Nacht.) 
Er schläft sehr unruhig, und wirft sich herum, 

unter sehr lebhaften Träumen. 
Beim Nachmittags -Schlafe träumt er viel. 
Morgen-Schlaf voll unerinnerlicher Träume. (Ur 

20 St.) [Sr.] 
Allzu lebhafte Träume, Schwärmen im 

Schlafe. 
800. Schwärmerischer Schlaf. 

Er wacht die ersten zehn Nächte oft auf, träumt 

schwärmerisch und wirft sich im Bette herum, 



Natrum mur. Kochsalz. 329 

und ist dann am Tage so müde, dafs er 

nicht arbeiten kann. 
Nachts, viele und ängstliche Träume. 
Träume, deren Inhalt sie auch noch lange nach- 
dem Erwachen beschäftigt. 
Aengstlicher Traum, als würde sie geschlagen, 

was sie so ängstigte, dafs sie die Nacht über 

und über schwitzte und auch den ganzen 

Tag ängstlich blieb. 
805. Im Traume macht er sich selbst Vorwürfe über 

begangene Fehler, voll Unruhe im Traume 

und Angst. 
Ein sehr ängstlicher Traum, (d. 8. Nacht.) 
Schlaf mit ängstlichen Träumen; er steht Nachts 

schlafwandlerisch aus dem Bette auf und 

geht im Zimmer umher. 
Er weint im Traume. 
Sehr unruhig Nachts; er spricht im 

Schlafe. 
810. Traurige Träume; denselben Traum träumt er 

nach Erwachen und wieder Einschlafen auf 

gleiche Art wieder. 
Verliebte Träume. [Sr.] 
Von wohllüstigen Träumen, Pollutionen und 

lang dauernden Erektionen gestörter Nacht- 
Schlaf. 
Aergerliche Träume. 
Ekelhafte, grausige Träume. 
815. Schreckliche Träume von Mord und Feuer. 
Träume von Feuers -Brunst. 
Er schrickt Nachts, im Schlafe, mehrmals auf. 

(d. 5. Nacht.) 
Beim Einschlafen, als jemand ins Zimmer trat, 



330 Natrum mur, Kochsalz. 

erschrickt er so, dafs er heftiges Herzklopfen 
bekommt. [Sr.] 

Zucken im Schlafe. 
820. Im Mittags -Schlafe, ein zuckender Schlag, wie 
vom Herzen aus. 

Nachts, Anfall von Kurzathmigkeit und Herz- 
klopfen, doch ohne Aengstlichkeit. 

Alle Nächte, Leibschneiden, ohne Durchfall. 

Nachts, Blähungs-Versetzung, mit Schwere und 
Vollheit im Bauche. 

Vormitternacht, Leibschneiden mit Unruhe und 
beängstigendem Zusammenzieh -Gefühle in 
der Magen -Gegend, (n. 10 Tagen.) 
825. Er mufs die Nacht zum Harnen aufstehn. 

Er mufs Nachts unaufhörlich spucken. 

Nachts, Zieh- Schmerz im Rücken; sie mufste 
sich oft wenden, um sich zu erleichtern. 

Nachts, Stechen im Genick. 

Nachts, heftiges Stechen im linken Oberschenkel. 
830. Nachts, viel Unruhe in den Beinen. 

Nachts, Hitze, wovor sie nicht schlafen kann^ 
ohne Durst, bei wehenartigen Schmerzen im 
Unterbauche, (d. 7. Nacht.) 

Er erwacht Nachts mit Blut- Wallung. 

Nachts, beim Erwachen, heftiges Schlagen der 
Pulsadern, ohne Hitz- Empfindung. 

Er hat, die Nacht, grofse Hitze, trinkt viel und 
ist sehr unruhig, (n. 18 Tagen.) 
835. Nachts, unruhig wegen Kälte im Rücken. 

Auch am Tage, wenn er Frost- Schauder be- 
kommt, zeigt sich zugleich ein grofser Hang 
zum Schlafen ; er schläft und wird dann 
selbst im Sitzen warm und schwitzt etwas. 



Natrum rnur, Kochsalz. 331 

Früh, im Schlafe, fror ihn nnd dranf schwitzte 
er, karz vor dem Erwachen. 

Frösteln des Abends, mit Durst, zwei Abende 
nach einander. [Sr.] 

Abends, im Bette, Frost- Schauder, der ihn so 
schüttelte, dafs er an Händen und Füfsen 
zitterte und mit den Zähnen klapperte, ohne 
Durst und ohne nachfolgende Hitze; er schlief 
noch vor Ende des Frostes ein, zwei Abende 
nach einander. [Sr.] 
840. Frösteln, selbst Vormittags, mit sehr kalten Hän- 
den, woran ihn, im warmen Zimmer, so friert, 
dafs er Handschuhe anziehn mufs. 

Kurz vor dem Mittags -Essen^ eine plötzliche, 
so ungeheure Müdigkeit, dafs er sich nicht 
auf den Beinen erhalten konnte, sondern 
sich legen mufste, wo dann im Bette ein ar- 
ger Frost entstand, dann mäfsige Hitze und 
einige Stunden Schweifs. 

Abends, Hitze des Körpers, mit überlaufender 
Kälte und Schauder über den Rücken, ohne 
Durst, (d. 2. Abend.) [Sr.] 

Er schlief gegen Abend etwas, und erwachte 
bald mit Kopfschmerz und Fieber, wo ab- 
wechselnd erst Frost, dann Hitze, in mehren 
Anfällen auf einander folgten — doch mehr 
Hitze. 

Nach starker Erhitzung, im Bette, Frost und 
Dröhnen Im Kopfe, mit grofser Mattigkeit. 
845. Nach dem Mittags -Schlafe, Hitze, und drauf 
wieder Schauder bis Abend, (d. 2. Tag.) 

Abends, arger Frost, und die Nacht drauf, star- 



332 Natrum mur. Kochsalz. 

ker Schweifs über und üb er. wobei heftiges 
Jucken ausbrach. 

Fieber: Nachmittags, Frost und Kälte, mit vie- 
lem Dnrste, ohne Hitze drauf, (n. 6 St.) 

Fieber: früh um 8 Uhr, erst starker Frost bis 
Mittag, dann Hitze bis Abends, ohne Schweifs 
und ohne Durst in Frost und Hitze; sie lag 
ohne Besinnung, mit argen Kopfschmerzen, 
(n. 10 Tagen.) 

Schweifs vor Mitternacht. 
850. Sie erwacht die Nacht in starkem Schweifse. 

Allgemeiner Schweifs, (n. 24 St.) [Rbl.] 

Starker Nacht-Schweifs, mehre Nächte. 

Säuerlicher Früh - Schweifs. 

Grofse Gereiztheit, (sogleich.) 
855. Ungeduldiges Kopf - Kratzen. 

Hastigkeit. 

Aengstliche Hastigkeit. 

Leicht ärgerlich; kurz angebunden; er läfst sich 
nicht viel einwenden (mehre Abende). 

Er fühlt sich ärgerlich und vermeidet Gesell- 
schaft, weil er voraus sieht, dafs er Andern 
leicht Verdrufs machen könnte, (d. 2. Tag.) 
[Sr.] 
860. Er wird sehr leicht zornig. 

(Zornige) Leidenschaftlichkeit, (d. 1. Tag.) [Sr.] 

Böse, zornig, auffahrend* 

Sehr zornmüthig. (d. 2. Tag.) 

Vormittags maulfaul und träge und gegen Abend 
über jede Kleinigkeit hitzig auffahrend. [Sr.] 
865. Hitziges Auffahren, ohne besondre Veranlassung. 

Grofse Aufgeregtheit und darauf Eingeschlafen- 
heit und Absterben der Gliedmafsen. 



Natrum mur, Kochsalz, 333 

, Sehr sclireckhaft. 

Sein Gemüth wird sehr von einer Unterredung 
angegriffen. 

Scherz übelnehmend. 
870. Melancholische Stimmung: Beleidigungen, die er 
ehedem Jemandem und die man ihm zuge- 
fügt hatte, lagen ihm immer in Gedanken; 
er konnte sich nicht von ihnen losmachen, 
und diefs verstimmte ihn so, dafs er zu Nichts 
Lust hatte, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Sie nimmt Alles von einer bösen Seite und weint 
und heult. 

Hafs gegen Personen, die ihn früher beleidigt 
hatten, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Traurigkeit und Niedergeschlagenheit (auf Nes- 
sel-Ausschlag folgend). 

Gemüth sehr melancholisch. 
875. Den ganzen Tag, eine melancholische Nieder- 
geschlagenheit und traurige, bängliche, zag- 
hafte (nicht weinerliche) Stimmung, ohne 
Veranlassung und ohne einen Grund dazu 
angeben zu können, mit ununterbrochenem, 
nicht starkem Herzklopfen, ohne bemerkba- 
res körperliches Uebelbefmden. (n. 9 Tagen.) 

Gebeugtes Gemüth. 

Wehmüthig und kummervoll. 

Drei Vormittage, plötzliche Aengstlichkeit und 
Herzklopfen. 

Beängstigung, als hätte sie etwas Böses began- 
gen, mit Hitze und Nacht- Schweifs. 
880. Kummervoll; er quält sich selbst, indem er lau- 
ter unangenehme Ideen aufsucht — was ihn 
sehr schwächt. 



334 Natrum mur, Kochsalz. 

'Wenn sie jetzt an die längst vergangene Noth 
nur denkt, so treten ihr die Thränen in die 
Augen. 

Sie mufs unwillkürlich weinen. 

Schnelle, doch kurze Anfälle von Melancholie. 

Wenn ihn Jemand nur ansah, mufste er wei- 
nen, (d. 5. Tag.) 
885. Aus jedes Menschen Blicken schlofs er, dafs 
man ihn seines Unglücks wegen hedaure, 
und er weinte. 

Aengstllcher Drang zum ^^einen. 

Es kommen Augenblicke, wo ihr alle Hoffnung 
schwindet — Anfälle innerer Verzweiflung, 
die ihr alle Kräfte raubt. 

Es griff ihn nur noch mehr an, wenn man ihn 
tröstete. 

Traurige, thellnahmlose Stimmung. 
890. Er freut sich nur sehr überhingehend. 

Sehr zum YV^einen gestimmt, mit Arbeits-Unlust. 

Mitten in der Arbeit vergeht ihm plötzlich alle 
Lust dazu. [Sr.] 

Er tändelt nur, und ist zu keiner ernsthaften 
Beschäftigung zu bringen. [Sr.J 

Arbeits -Scbeu. 
895. Zu Nichts aufgelegt; er möchte nur die Hände 
in den Schoofs legen, oder schlafen, Nach- 
mittags, (d. 2. Tag.) [Sr.] 

Unlust zur Arbeit, obwohl aufgelegt zu schar- 
fem Denken, 

Wortkarg: es verdrofs ihn, zu antworten, wenn 
man ihn fragte. [Sr.] 



335 



Sulp hur, S chwefel. 

(Die aus einem Kolben in den Helm, in fein spiefsiger 
Gestalt aufgetriebenen, sogenannten Schwefelblumen 
— ßores sulphuris — durch Schütteln mit etwas 
Weingeist abgewaschen zur Wegnahme der etwa an- 
hängenden Schwefelsäure.) 

öchon im ersten Theile dieses Bnchs habe ich dem 
Schwefel *) sein ursprüngliches Recht als Antipsorl- 
kum vindicirt, und bejahe hier, dafs es eins der al- 
lernothwendlgsten, antipsorischen Mittel sey, was so- 
gar, hei frisch nach erfolgter Ansteckung ausgebro- 
chener Krätze innerlich gehörig gebraucht, allein und 
vollkommen das ganze Miasma heilt. Ob aber gleich, 
nach böslicher, äufserer Vertreibung des primitiven 
Ausschlags, der Schwefel bei älterer und alter, nicht 
nur latenter, sondern auch zu chronischen Krankhei- 
ten entwickelter Psora zur Heilung fast nie zureicht, 
so wird doch gewöhnlich (wenn, die Krankheit nicht 
schon von vorgängigem Schwefel -Mifsbrauche ver- 
hunzt worden war) durch Verordnung einer einzigen, 
angemessensten Gabe bester Schwefel- Bereitung ein 



*) Aus dem vierten Theile der reinen Arzneimittel- 
lehre, aber um Vieles vermehrt, in dieses Buch herüber 
genommen. 



336 Sulphur. 

grofser Schritt zu ihrer Heilung gethan — ja er ist 
zu ihrer Heilang fast unentbehrlich. 

Um desto trauriger ist die Erscheinung, dafs 
solche langwierige Krankheiten sehr häufig schon 
durch Mifsbrauch dieses grofsen Heilmittels gänzlich 
verdorben in die Hände des homöopathischen Arztes 
gelangen. Die AUöopathen nämlich bedienen sich, 
vorzüglich in den neuern Zeiten, desselben, nicht 
nm das innere, psorische Miasm zu heben, wovon 
sie bis zu meinen Zeiten keine Ahnung hatten, son- 
dern um andre partielle Zwecke (die sie für die 
Hauptsache hielten) zu erreichen, z, B. als ein Dia- 
pnoikum, um die verlorne unmerkliche Haut-Ausdün- 
stung wieder herzustellen, dann um Brust- Auswurf 
zu befördern, ferner als häufiges Ingredienz ihrer 
Laxirmittel, und so auch gegen sogenannte Hämor- 
rhoiden u. S'. w. in so Ungeheuern Gaben, zu 5, 10, 
15, 20, ja 30 Granen, vielmals und dicht nach ein- 
ander wiederholt, oder lassen die chronisch Kranken 
in schwefelhaltigen Mineralwassern täglich, zu halben 
Stunden, mehre \Yochen lang baden, und verderben 
so, durch dergleichen ungeheure Gaben dieses ho- 
möopathisch antipsorischen Arzneimittels die chroni- 
schen Krankheiten so aus dem Grunde, dafs (wie 
alle homöopathische Arzneien, in weit gröfserer als 
der angemessenen Gabe gereicht, zu than pflegen 
und der Natur der Sache nach thun müssen) nicht 
nur Verschlimmerung und dauernde Verschlimme- 
rung daraus entspringt, sondern auch, was am mei- 
sten zu beklagen ist, der Kranke nun fast nie wie- 
der, selbst nicht die feinste Gabe des besten Schwe- 
fel-Präparats ohne grofsen Nachtheil vertragen, ge- 
schweige Besserung oder Hülfe davon erlangen kann. 

Daher 



Suiphur. 337 

Daher sieht man gerade die wohlhabendsten 
Kranken, die sich (zum Bedauern!) rühmen, schon 
alles Erdenkliche gebraucht, und eine Menge war- 
mer Schwefel -Bäder, so wie die Recepte der ange- 
sehensten (allöopathischen) Aerzte durchgebraucht 
zu haben, von solchem Mifsbrauche dieses (an sich 
und homöopathisch angewendet unvergleichlichsten 
und heilsamsten) Antipsorikums gewöhnlich so zu 
Grunde gerichtet, dafs sie fast unheilbar zu achten 
sind. Tausendmal glücklicher dagegen ist der arme 
Drescher, oder das dürftige Tagelöhner -Weib, an 
die sich kein Curirer gewöhnlichen Schlages hängt, 
weil nichts an ihnen zu verdienen ist! Diese wer- 
den von den schrecklichsten chronischen Krankhei- 
ten, wie sie die Psora allein nur hervorbringen kann, 
vom verständigen Homöopathiker, der Regel nach, 
in der kürzesten Zeit und auf die leichteste Weise 
antipsorisch geheilt, selbst bei ihrer erbärmlichen 
Diät, die oft nur aus Mehl-Klofs, Kartoffeln und 
schwarzem Brode mit Speck und Salz besteht. Da 
vollendet oft eine einzige, feinste Gabe des besten 
Schwefel -Präparats die Hälfte der Kur — während 
der Reiche, durch den Mifsbrauch des Schwefels 
verdorben, nun nicht nur keine Besserung mehr von 
diesem herrlichen Antipsorikum, sondern blofs Scha- 
den davon zu erwarten hat, auch von der klein- 
sten Gabe. Denn je heilbringender und specifi- 
scher eine der Krankheit homöopathisch angemes- 
sene Arznei in der kleinsten Gabe der vollkommen- 
sten Zubereitung ist, um desto mehr Unheil brin- 
gend, um desto verderblicher wirkt sie im üebermafse 
und (wie bei der AUöopathie) in ungeheurem üeber- 
mafse und wiederholentlich gebraucht. 
IV. 22 



338 Sulphur. 

Nach der neuesten Verbesserung wird das vor- 
züglichste antipsorische Schwefel -Präparat so zube- 
reitet: Fünf Gran der so, wie oben gesagt, mit 
"Weingeist gewaschenen Schwefelblumen werden in 
ein Gläschen, was mit 100 Tropfen des besten Wein- 
geistes zu zwei Dritteln seines Raumes angefüllt ist, 
eingetragen, das Gläschen wird verstopft, mit zwei 
Arm- Schlägen geschüttelt und 24 Stunden zur Ab- 
setzung des Schwefel-Pulvers hingestellt, hierauf aber 
das Helle in ein reines Gläschen abgegossen {spir. 
vini sulphur atus , oder, besser, tinciura sulphuris zu 
nennen), aus welchem man dann Einen Tropfen in 
ein zweites Gläschen mit 100 Tropfen frischem Wein- 
geiste fallen läfst und es wieder zweimal schüttelt. 
Und so fährt man fort, das Produkt weiter zu ver- 
dünnen und jedesmal mit zwei Armschlägen zu po- 
tenziren, bis das letzte, drelfsigste Glas die poten- 
zirte Declllion-Verdünnung des ersten, angewendeten 
Tropfens (also tinct, sulph. x) enthält — nicht nur 
das gelindeste Schwefel -Präparat, sondern auch zu- 
gleich das in seinen antipsorischen Kräften möglichst 
entwickeltste. Ich ziehe es defshalb, aus Erfahrung, 
allen andern Schwefel -Bereitungen bei weitem vor. 
Man reicht hievon zur Gabe auf 40, 50 Tage Wir- 
kungs-Dauer, 1, 2, 3 mit dieser letzten Verdünnung 
befeuchtete, feinste Streukügelchen, deren 300 einen 
Gran wiegen {tinct, sulph» -"if-). 

Der so gegebene Schwefel hat sich in der Psora 
am heilbringendsten erwiesen, wo unter andern fol- 
gende Zustände zugegen waren: Schwindel im Si- 
tzen; Kopfbefangenheit; Kopfbefangenheit, schweres 
Denken; Gedächtnifsschwäche; klopfender, glucken- 
der Kopfschmerz; Kriebeln, Summen und Brummen 



Sulphur. 339 

im Kopfe; Langsichtigkeit; florig vor den Augen; 
Zuzielin der Augenlider früh; blasse, kranke Ge- 
sichtsfarbe; Brammen und Getöse vor den Ohren; 
Ohrensausen; Brausen in den Ohren; Trockenheit 
in der Nase; Nasenbluten; Leberflecke auf der Ober- 
lippe; abendliches Zahnweh; Zahnfleisch-Geschwulst 
mit klopfendem Schmerze; langwierige Empfindung 
eines Pflocks im Schlünde und Halse; übelriechen- 
des Aufstofsen die Nacht im Schlafe; Aufstofsen; 
Ausschwulken der Speisen; Weichlichkeit vor der 
Mahlzeit; üebelkeit nach dem Essen; früh, Uebel- 
keit; Würmerbescigen ; (ünschmackhaftigkeit der 
Speisen;) allzu starker Appetit; Heifsbunger; nach 
einigem Genufs, Beklemmung über die Brust, wie 
eine Last; ^^ühlen in der Herzgrube; Stechen in 
der linken Bauchseite beim Gehen; Stechen in der 
linken Seite des Nabels beim Gehen; Leibweh nach 
Trinken; Blähungs -Versetzung; harter Stuhl; nur 
alle Ü, 3 Tage, Stuhlgang; nächtliches Bett-Pissen; 
schwaches Geschlechts-Vermögen; Pressen auf die 
Geburtstheile; Kopfschmerz vor Eintritt des Monat- 
lichen; allzu frühes (n. 3 Wochen) Wiederkehren 
des MonatHchen; ''^Velfs-FIufs; Schnupfen; Kriebeln, 
zum Husten im Kehlkopfe; Nacht-Husten; schweres 
Athemholen; Engbrüstigkeit mit Pfeifen und Schnär- 
cheln auf der Brust und sichtbarem Herzklopfen; 
Vollheit der Brust; Brennen in der Brust heran; 
Drücken im Brustbeine; Kreuzschmerzen; Ziehen im 
Rücken; Ziehen im Ellbogen- und den Hand- und 
Finger Gelenken; Schwäche in den Knieen und Ar- 
men; Schwere der Beine; Steifigkeit des Fufs- Ge- 
lenks; kalte Füfse; Kälte und Steifheit der Zehen; 
Rothlauf am Unterschenkel; Nessel- Ausschlag; Ein- 

22^ 



340 Sulphur. 

geschlafenheit der Gliedmafsen; stechende Scbmer- 
zen; Gebücktheit des Kopfs beim Gehen; Angegrif- 
fenbeit vom Sprechen; Tages -Schläfrigkeit; Schläf- 
rigkeit nach dem Mittags - Essen ; unerquicklicher 
Schlaf; Schreck im Schlafe; schreckhafte, unruhige 
Träume und Schwatzen im Schlafe; Schwärmerei, 
die Nacht im Traume,- nächtliches Rucken und Zuk- 
ken des Körpers im Schlafe; alle Nächte, saurer 
Schweifs; starker Schweifs bei der Arbeit; Frostig- 
keit; Reizbarkeit, Aergerlichkelt und Niedergeschla- 
genheit; Schreckhaftigkeit. 

Schwindel, früh, mit wenigem Nasen^ 
bluten. 

Kurzer Schwindel zum seitwärts Fallen. 

Schwindel beim Bücken. 

Beim Gehen im Freien (nach dem Abendessen) 
Schwindel; sie durfte nicht nledersehen, auch 
sich nicht im mindesten bücken; sie mufste 
sich anhalten, um nicht zu fallen. 
5. Beim Gehen im Freien auf eine Anhöhe, ein 
8 Minuten langer Schwindel; er konnte nicht 
sicher auftreten, unter Benebelung der Sinne, 
(n. 4 Tagen.) 

Wenn sie beim Gehen vor sich hin sieht, wird's 
ihr bänglich, als wollte sie Schwindel befal- 
len, und es wird ihr gleich kriebhg vor den 
Augen. 

Beim Gehen über ein fliefsend Wasser, Schwin- 
del bis zum Umfallen, und wie gelähmt an 
allen Thellen. 

Beim Stehen, Schwindel (Abends) mit Drange 
des Blutes nach dem Herzen. 



Sulphur. 841 

Schwindel, wenn sie die Nacht auf dem Rücken 
Hegt. 
10. Abends, nachdem er eine Viertelstunde im Bette 
gelegen hatte, drehender Schwindel, als wollte 
er in Ohnmacht fallen, als ginge ihm Alles 
im Kopfe herum; zwei Abende nach einander. 

(Schwindel im Sitzen; beim Aufstehen Wanken.) 

Taumel im Kopfe. 

Befangenheit im Kopfe, wie wenn man nicht 
ausgeschlafen hat. 

Früh ist der Kopf eingenommen und geprefst 
in der Stirne, bis Mittag. 
15. Abends, Eingenommenheit des Kopfs. 

Nach Gehen in freier Luft, Eingenommenheit 
des Kopfs. 

Beim Gehen im Freien, Schwäche im Kopfe, 
wie Betäubung, mit dunkeln, unangenehmen 
Ideen, mehre Minuten lang, bald schwächer, 
bald stärker. 

Eine solche Kopfbetäubung, dafs sie glaubte, 
den Verstand verloren zu haben. [Morga- 
gni, de sedib, et caus. morb. LV. 9.] 

So vergefslich, dafs selbst das kurz vorher Ge- 
schehene ihm entweder gar nicht, oder nur 
dunkel erinnerlich war. 
20. (Vergefslich.) 

Grofse Dummheit und Düsterheit. 

Düseligkeit und Stechen im Kopfe. 

Schwere des Kopfs, so dafs jede Bewegung un- 
angenehm wird. 

Schwere im Kopfe, die sich nicht blofs beim 
Bewegen und Bücken, sondern auch im Si- 
tzen und Liegen fühlt. 



342 Suiphar. 

25. Alle Morgen, Kopfschmerz über den Augen, 
wie von Stockschnupfen; er mufs immer 
niefsen. 

(Kopfschmerz, wie von versetzten Blähungen.) 

Kopfschmerz mit üebelkeit. 

Druck vorn im Kopfe, wie nach Nachtschwär- 
merei, der nach einigen Tagen in glühen- 
des Reifsen übergeht, in der rechten Seite 
des Kopfs und der Zähne (durch Berührung 
mit kaltem A^asser verschlimmert). 

Drückender Kopfschmerz überm linken Auge 
(Nachmittags, -J- Stunde lang). 
30. Drückender Kopfschmerz in der Stirne, bei Be- 
wegung heftiger. 

Oeftcrer, minutenlanger Kopfschmerz: ein Zu- 
sammenkneipen des Gehirns von einer Schläfe 
bis zur andern. 

Gleich nach dem Abendessen, einseitiger, scharf 
drückender Kopfschmerz unterm linken Sei- 
tenbeine. 

Im ganzen Kopfe, Schmerz, als wäre der Kopf 
von aufsen gedrückt worden, z. B. von einem 
engen Hute. 

Kopfschmerz, wie ein Reif um den Kopf, und 
innen, wie eine im Gehirn von oben herab 
drückende Last. 
35. Kopfschmerz, wie von einem eisernen Bande 
um den Kopf, über die Stirne und die Ohren. 

Bei einer beengenden Kopfbedeckung, in der 
Stube, drückendes Kopfweh, weiches durch 
Entblöfsung des Kopfs vergeht. 

Spannen in der Stirne. 

Früh, nach dem Erwachen, im Bette, Kopf- 



Sulphur. 843 

schmerz; ein Spann -Schmerz in den Augen, 
blofs wenn sie die Augen aufhebt — mehre 
Morgen. 

Spannender Schmerz im Kopfe. 
40. Kopfschmerz, vorzüghch Abends spät und die 
Nacht im Bette: von Zeit zu Zeit ein sehr 
schmerzlicher Eindruck oben vom Scheitel 
bis tief ins Gehirn, welcher nöthigt, die Stirne 
zu runzeln und die Augen zusammenzuziehen. 

Ein nächtlicher Kopfschmerz: unerträglicher, un- 
abgesetzter, immer sich vermehrender Druck 
unten im Hinterkopfe, zugleich im Scheitel, 
zugleich mit Druck auf die Augen, die er 
schliefsen mufste, zugleich mit einer durch 
alle Bedeckung nicht zu tilgenden Frostig- 
keit bei gleichzeitigem, heftig stinkendem 
Schweifse, während dessen er im Zimmer 
vor Schmerz auf und ab wandeln mufste. 
(n. 5 Tagen.) 

Kopfschmerz in der Stirne, als wenn's da heraus- 
drücken wollte. [F. H — n.] 

Kopfweh, wobei es ihr die Augen gleichsam zu- 
zieht. 

Kopfweh, vorzüglich Vormittags, als zöge es den 
Kopf herunter und vorwärts. 
45. Reifsen (?) im Kopfe, mehr Nachmittags, als Vor- 
mittags, mit Mattigkeit und Hitze, ohne Durst; 
er mufste sich mit dem Kopf auf den Tisch 
legen, um sich zu erleichtern. 

Nächtlicher Kopfschmerz, als wollte es die Hirn- 
schale herausreifsen. 

Reifsen in der Stirne. 

Nach dem Erwachen aus dem Mittagsschlafe, 



344 Sulphur. 

beim Oeffnen der Augen, ein schnell entste- 
hender, arger, meist halbseitiger Kopfschmerz, 
als wäre das Gehirn zerrissen oder wund- 
weh, (n. 36 St.) 

Reifsen im Kopfe, wie mit einer Säge. 
50. Reifsender und drückender Schmerz in der lin- 
ken Schläfe und dem Auge. 

Zuckender Kopfschmerz. 

Zuckende Schmerzen über dem rechten Auge. 

Ein einzelner Stich im Kopfe. 

Stiche im Kopfe und zu den Augen heraus. 

55. Kopfweh, alle Tage von 11 Uhr Vormittags bis 

Abends: es sticht zur Stirne heraus. 

Einige Stiche im YV^irbel des Hauptes. 

Kopfweh in den Schläfen, wie ein Wirbeln und 
Kriebeln. 

Starker Kopfschmerz im Wirbel des Hauptes, 
zwölf Stunden lang (n. 1^ St.), fieberartig, 
mehre Morgen. 

Beim Kauen, ziehender Schmerz im Hinter- 
haupte, beim Halsgelenk so stark, dafs er 
zu essen aufhören mufs. [F. H — n.] 
60. Beim Kauen, Husten und Schnauben, Schmerz 
oben auf dem Wirbel. 

Von Husten und Niefsen, starker Schmerz mit- 
ten im Kopfe. 

Viel Kopfschmerz, besonders beim Bücken. 

Bei Bewegung des Kopfs, Anschlagen des Ge- 
hirns an die Hirnschale, mit drückendem 
Schmerze. 

Von Mittag an, Kopfschmerz im Hinterhaupte: 
es dröhnte drin, betäubend, beim Auftreten; 



Sulphur. S45 

Sie mufste ganz ruhig sitzen, vier Stunden 
lang. 
65. Klingendes Brausen durch den Kopf, was gleich- 
sam zu den Ohren heraus geht. 

Klopfen im Kopfe, früh. 

Klopfen im Kopfe (Schläfe), am Halse und 
ums Herz; Alles pochte und zitterte an ihm. 

Einzelne Schläge durch den ganzen Kopf. 

Bei lebhaftem Sprechen, hämmernder Kopf- 
schmerz. 
70. Andrang des Blutes nach dem Kopfe, selbst 
beim weichen Stuhle und nach Fahren. 

Blutdrang nach dem Kopfe: es drückte drin, 
wie zu den Augen heraus; sie war wie taub 
vor den Ohren. 

Früh, Hitze im Kopfe. 

Früh, beim Erwachen, starke, trockne Hitze im 
Kopfe; das Gesicht glühend. 

Abends, Hitze im Kopfe, mit kalten Füfsen. 
75. Am Kopfe, äufserlich fühlbares, pulsirendes Klo- 
pfen. 

Ein Drücken äufserlich auf dem Scheitel, nach 
der Stirne zu. 

Kopfschmerz im Scheitel, als wenn oben auf 
das Gehirn gedrückt würde, (d. 9. Tag.) 

Drücken äufserlich am Scheitel, nach der Stirne 
zu; auch schmerzt eine Stelle bei Berührung 
links am Kopfe. 

Bohrender Kopfschmerz oben unterm Scheitel; 
auch schmerzt die Stelle äufserlich bei Be- 
rührung. 
80. Der Kopf thut zuweilen beim Draufliegen, auf 



346 Sulphur. 

einer kleinen Stelle unten am Nacken, bren- 
nend web, vorzüglicb, wenn er daselbst ge-= 
kratzt bat. 

Jucken auf dem Hinterkopfe. 

Starkes Ausfallen der Kopfbaare. 

Haaransfallen. 

Die Kopfbaare scbmerzen beim Kratzen. 
85. Jucken an der Stirne. 

Juckende Blütben an der Stirne; beim Reiben 
stacb's drin. 

Ansscblags-KnÖtcben an der Stirne, bei Berüb- 
rung scbmerzbaft. 

Bewegung der Kopfbaut vom Nacken über den 
Scbeitel bis an die Stirne. 

Stecben an der Stirne, wie auf dem Knocben. 
90. Viel Jucken in den Augenbrauen und an der 
Nasenspitze. 

Brennender Scbmerz über und unter den Augen- 
brauen, jedesmal Nacbmittags. [F. H — n.] 

Zucken in den Augenlidern, am meisten Nacb- 
mittags. [F. H — n.] 

Täglicbes Fippern des untern Augenli- 
des. 

In den Augenlidern, Zucken. 
95. Augenzittern. 

Jucken an den Augenlidern, als wollten sie sieb 
entzünden. 

Ein etwas juckendes Beifsen im äufsern Augen- 
winkel, (n. 6 St.) 

Gerstenkorn im obern Augenlide , im innern 
Winkel. 

Das obere Augenlid geschwollen, und am Rande 
trockner Eiter in den Wimpern. 



Sulphur. 347 

100. Die Augenlider sind geschwollen und schmer- 
zen; die Augen thränen. 

Schründender Trockenheits-Schmerz in den Au- 
genlidrändern. 

Schründender Wundheits- Schmerz auf der In- 
seite der Augenlider, nach Mitternacht; drauf 
Empfindung von reihender Trockenheit an 
der Innern Fläche derselben. 

Schrunden, Abends, in den Augen; er konnte 
heim Kerzen -Lichte nicht sehen; das Licht 
schien ein rotbes Rad zu seyn. 

Schmerz in den Augäpfeln, wie von Trocken- 
heit, und als riehen sie sich an den Augen- 
lidern. 
105. Früh Augen-Thränen, drauf Augen-Trockenheit. 

Beide Augen gehen fettig anzufühlende Thrä- 
nen von sich. [F. H — n.] 

Die Augen sind mit eiterartigem Schleime (Au- 
genbutter) angefüllt, (n. 3 Tagen.) 

Brennen in den Augenlidern, welche ent- 
zündet und roth sind und hei der Bewegung 
spannen. 

Geschwulst und Röthe der Augen, mit Blüth- 
chen auf den Augendeckeln. 
110. Aeufserlich auf den Augenlidern, Brennen. 

Vom Schwefeldunste gleich Empfindung, wie 
von vielen brennenden Fünkchen auf den 
Augenlidern , die gleich davon zugezogen 
wurden. 

Im rechten Augenlide, ein brennender Ruck. 

Brennen in den Augen. 

Empfindung, wie Hitze, im Auge. 
115. Beifsen in den Augen, wie von Salmiakgeist. 



348 Sulphnr. 

Stechen im rechten Auge, wie mit Messern. 
Das Auge wie zerschlagen schmerzend, beim 

Zudrücken und Drauffassen. 
Drücken in den Augen, vorzüglich, wenn er im 

Sonnenschein arbeitet. [F. H — n.] 
Alle Abende Drücken in den Augen, wie zum 

Schlafen, und doch nicht schläfrig dabei. 
120. Drücken in beiden Augäpfeln, beim Gehen 

in freier Luft. 
Drückender Schmerz in den obern Augenlidern. 
Schwere in den Augen. 
Es zieht ihr oft früh, nach dem Aufstehn, die 

Augenlider zu. 
Im Augenweifse, dicht an der Hornhaut, ein wei- 

fses Bläschen. 
125. Ünleidlichkeit des Sonnenlichts. 

Flimmern vor den Augen, (n. 48 St.) 

Bei längerm Schauen auf einen Gegenstand ist 

er wie geblendet vor den Augen. 
Beim Sehen in die Luft, ein weifser Fleck vor 

den Augen. 
Vor dem Gesichte schwebende, dunkle Punkte 

und Flecke. 
130. (Wie Flor vor den Augen, und trübsichtig für 

nahe und entfernte Gegenstände.) 
Tief liegende Augen und mit blauen Rändern 

drum herum. 
Blaue Ränder um die Augen. 
Hitze und dunkle Röthe im Gesichte, besonders 

beim Gehen in freier Luft. 
Vormittags und Nachmittags, fliegende Hitze in 

der linken Backe, eine Stunde lang. 
135. Brennende Empfindung und Hitze im Gesichte^ 



Sulphur. 349 

mit einigen, vorzüglich rothen, Flecken zwi- 
schen Auge und Ohr. 

Alle Nachmittage, von 5 his 9 ühr, Gesichts- 
Hitze. 

Brennend schmerzende Gesichts-Hitze und Hitze 
am Halse; im Gesichte fleckenweise roth. 

Brennende Empfindung im Gesichte und Hitze 
und Rüthe desselben; das Brennen war vor- 
züglich um den Mund herum stark. 

Brennen im Gesichte und am Halse, ohne Rö- 
the. 
140. Zuweilen ein Fippern auf dem Backen, am Joch- 
beine, zuweilen am Kinne. 

Ziehender Schmerz auf der linken Gesichts- 
Seite, wie in der Haut, über dem linken 
Auge, an der linken Schläfe und auf dem 
Jochbeine bis ans Ohrläppchen (früh am 
meisten). 

Zieh-Schmerz im linken Ohre, wenn es ihr aus 
dem Magen aufstöfst. 

Reifsen in der rechten Gesichts - Hälfte. 

Reifsen im linken Ohre. 
145. Starkes Jucken an den Ohren. 

Stiche im linken Ohre. (d. 6. Tag.) 

Starke Stiche in der geschwollenen Ohrdrüse, 
mehre Tage über. 

(Ohrenzwang im linken Ohre.) 

Abends im Bette, Brausen vor den Ohren und 
Andrang des Blutes nach dem Kopfe. 
150. Ohrenklingen und wie Sausen vom Winde, be- 
sonders nach Niederlegen. 

Viel Ohrenklingen, auf beiden Ohren, im 
Sitzen. 



350 Sulphur. 

Brnmmcn in den Ohren, mehre Tage lang. 

Schwappern im Ohre, wie wenn ^^as- 
ser drin wäre, mit üeberempfindlichkeit 
des Gehörs (hei Peitschenknall). 

Ueherempfindllchkeit der Gehörnerven hei einer 
Schwerhörigen, so dafs sie beim Spielen des 
Klaviers üebelkeit hekam. 
155. (Schnell vorübergehende) Taubheit beider Oh- 
ren, (n. 9 Tagen.) 

Gefühl von Yerstopftheit beider Ohren; eine 
sehr widrige Empfindung, mehre Tage. 

Bohren über der Nasenwurzel. 

Entzündung in der Nase. (n. 9 Tagen.) 

Schwarze Schweifslöcher auf der Nase, auf der 
Oberlippe und am Kinne, (n. 9 Tagen.) 
160. Nasenbluten (n. 14 Tagen), sieben Tage lang. 

Nasenbluten, Nachmittags (um 3 Uhr), zwei 
Nachmittage nach einander; hinterdrein thut 
die Nase beim Befühlen weh. 

Nasenbluten von Zeit zu Zeit, mehre Tage. 
[F. H_n.] 

Früh, beim Schnauben, starkes Nasenbluten. 

Beim Ausschnauben, etwas Blut aus der Nase. 
[F. H_n.] 
165. Blutschnauben. 

Bei jedem Schnauben der Nase, Abgang einiger 
Stücke geronnenen Blutes. 

In der Nase Geruch, wie von verbranntem Hörne. 

Geruch in der Nase, wie von altem, stin- 
kendem Schnupfen. 

Geschwulst der Oberlippe. 
170. Am Rande des Rothen der Unterlippe, ein 
Schorf- Geschwür brennenden Schmerzes, 



Sulphur. 351 

Eine Ausschlagsblase an der Mitte der Unter- 
lippe. 

Zittern der Lippen. 

Jucken um's Kinn. 

Zuckungen im Unterkiefer beim Einschlafen. 
175. Krampfhaftes Ziehen in den Kinnladen. 

Im Unterkiefer Stechen, zum Ohre heraus. 

Abends, Reifsen im rechten Oberkiefer. 

Unterkieferdrüsen geschwollen. 

Am Unterkiefer, ein schmerzloser, dicker Knoll, 
der beim Kauen Spannung verursacht. 
180. Schmerzliche Geschwulst am Oberkiefer, über 
dem Zahnfleische, (n. 3 Tagen.) 

Nadelstiche in den Drüsen unter dem Unterkie- 
fer, die auch bei Berührung schmerzen. 

Schmerzhafte Geschwulst am Unterkiefer unter 
dem Zahnfleische. 

Geschwulst des Zahnfleisches mit klopfendem 
Schmerze darin. 

Zahnfleisch- Geschwulst an den alten Zahnstum- 
meln. 
185. Das Zahnfleisch blutet beim Ausspucken. 

Lockerheit der Zähne und Bluten des Zahnflei- 
sches, drei Wochen lang. 

Die Zähne deuchten ihr zu lang. 

Die Zähne schmerzen, als wären sie zu lang, 
und als dröhnte es drin, wie Schwingungen. 

Stumpfheit der Zähne. 
190. Die Zähne sind so stumpf, sie thun aber blofs 
beim Aufbeifsen weh; er konnte, weil es 
schmerzte, schwarzes Brod nicht kauen, (n. 
5 Tagen.) 

Zahnweh in der freien Luft. 



352 Sulphur. 

Zahnschmerz vom geringsten Luftznge. 

Der Zahn schmerzt einfach für sich, seihst ohne 
Berührung und ohne Draufheifsen und ist 
höher. 

Zahnschmerz, wie Bohren mit einem hei- 
fsen Eisen. 
J95. Ziehender Zahnschmerz. 

Arger Zieh -Schmerz 4n einem Schneidezahne 
his Nachts 11 Uhr, dann Schlaflosigkeit bis 
gegen Morgen. 

Ein ziehender Schmerz in den Backzähnen, 
durch Einziehen der Luft in den Mund ver- 
schlimmert. 

Zahnweh, Mucken und Ziehen. 

Zahnschmerz in Anfällen von 1, 2 Stunden, 
worauf Wühlen folgt; eher Kaltes, als War- 
mes kann sie dran vertragen. 
200. Zahnschmerz, der sich durch kaltes Ausspülen 
des Mundes erneuet. 

Zahnweh, wie Rucke und etliche Stiche, perio- 
disch, auch nach Mitternacht und früh, er 
mag essen oder nicht; beim Einziehen der 
freien Luft fahrt's in das Zahnfleisch, wel- 
ches für sich weh thut, als wenn es locker 
und los wäre. 

Die Zähne sind beim Essen wie gelähmt und 
wie etwas locker beim Aufbeifsen. 

Abends, Gefühl von Lockerheit der Zähne. 

Zahnschmerz: Stechen in allen Zähnen Tag 
und Nacht; vom Beifsen beim Essen ward's 
schlimmer. 
205. Zahnweh: Tag und Nacht Stechen in allen Zäh- 
nen, 

Zahn- 



Sulphur. 353 

Zatnschmerz: Stechen, Pochen und Brennen, 
was auch in die Augenhöhlen und das Ohr 
geht. 

Zahnschmerz, stechend his ins Ohr; er weckt 
Nachts auf. 

Zahnschmerz, der in Backen -Geschwulst üher- 
geht. 

Bohrender und klopfender Zahnschmerz. 
210. Ziehend pochender Zahnschmerz. 

Brenn-Schmerz auf der Zunge. 

(Ein Beifsen auf der Zunge, als wenn Bläschen 
drauf wären.) 

Bläschen im Munde, die brennend schmerzen. 

Zunge roth, mit sehr weifsen Tüpfelchen be- 
setzt, wie Mundschwämmchen von Ansehen. 
215. Weifse Zunge. 

Zunge früh sehr weifs, Nachmittags roth und 
rein. 

Zunge belegt. 

Früh sehr trockne Zunge. 

Früh sehr schleimiger Mund. 
220. Alle Morgen ein salziger Schleim, welcher auf 
der Zunge klebt. 

Früh sehr trocken im Halse, und drauf ein sehr 
salziger Geschmack im Munde (der sich 
nach dem Essen verliert). 

Nachts Trockenheit im Halse, und beim Erwa- 
chen viel Schleim auf der Zunge. 

Trockenheit im Halse: die Zunge klebt am Gau- 
men, und ist gleichwohl feucht, doch schäu- 
mig schleimig, (n. 6 Tagen.) 

Nach dem Essen so trocken im Munde. 
225. Eine Trockenheit im Munde und ein Kratzen 
IV. 23 



354 Sulphur. 

im Halse, als wollte die Speise nicht hinun- 
ter. 

Dürre im Halse. 

Eine arge Trockenheit im Gaumen, mit Durst; 
sie mufs viel trinken. 

Trockenheit im Schlünde. 

Abends, ein Brennen im Schlünde und heifs auf 
der Zunge. 
230. Früh, Brennen im Munde, ohne Durst. 

Ein Brennen den Schlund herauf, mit 
saurem Aufstofsen. [F. Walt her.] 

Nachts, viel Hitze im Munde und viel Durst. 

Das Zäpfchen ist ihm gefallen. 

Die Mandeln sind roth und geschwollen, (d. 
11. Tag.) 
235. Halsweh, wie von Verlängerung des Zäpfchens, 
mit Gefühl beim Schlingen, als schlucke sie 
einen Bissen Fleisch hinunter. 

Halsweh: beim leeren Schlingen ist's, als schlucke 
sie einen Bissen Fleisch hinunter. 

Im Halse Gefühl, wie inwendig verschwollen, 
und Stechen darin, wenn sie ifst; auch äu- 
fserlich an den Winkeln des Unterkiefers 
fühlt sie Hals -Geschwulst. 

In der Mitte des Schlundes Gefühl von krampf- 
hafter Verengerung; die Speisen finden beim 
Hinterschlingen W^iderstand. 

Zusammenziehende Empfindung im Schlünde, so 
dafs es ihr deuchtet, als könne sie nichts nie- 
derschlingen und keine Speise hinterbringen, 
was sie jedoch konnte, (n. einigen St.) 
240. Drückender Schmerz im Halse beim Schlingen, 
wie von Geschwulst des Gaumens. 



Sulphur. 355 

Drückender ScKmerz im Halse, wie von einem 
Pflocke, aufscr und beim Schlingen. 

Absatzweise ein Drücken hinten im Schlünde 
(gleich als wäre es im Genicke), selbst beim 
Athemholen fühlbar, die Nacht hindurch bis 
gegen Morgen. 

Halsweh : ein Drücken oben im Halse beim 
Schlucken und Schmerz oben in der Brust. 

Halsweh: Siechen beim Schlucken. 
245. Schmerzhafte Geschwulst des äufsern vordem 
Halses. [F. H — n.] 

Blut unter dem Speichel. 

Schleimauswurf ohne Husten. 

Wasser-Zusammenlaufen im Munde (sauer und 
bitter). 

(Soodbrennen, Abends.) 
250, Früh, beim Erwachen, grofse Süfsigkeit im Mun- 
de, mit vielem Schleime. 

Früh, pappiger Geschmack im Munde. 

Lätschigkeit im Munde. 

Lätschigkeit im Munde, mit Appetitlosigkeit, (n. 
2 St.) 

Uebler Geruch aus dem Munde nach Tische. 
255. Früh, beim Aufstehn, übler Mund-Geruch. 

Zusammenziehende Empfindung im Munde. 

Säuerlicher Geschmack im Munde, (d. 3. Tag.) 

Süfslich fauliger Geschmack im Munde. 

Bittrer Geschmack im Munde, Mifsmuth und 
Eingenommenheit des Kopfs. 
260. Bittrer Geschmack im Munde, früh beim Er- 
wachen. 

Alle Morgen, verdorbner, bittrer Geschmack im 
Munde. 

23* 



356 Sulphur. 

Bittrer Geschmack, früh, welcher durch Essen 
vergeht. [F. H — n.] 

Bittrer Schleim im Munde, am schlimmsten früh. 

Geschmack im Munde ist hitter, ohgleich 
das Essen schmeckt. 
265. (Bald nach dem Essen hekommt sie hittern 
Geschmack.) 

Jede Speise, z. B. Brod, schmeckt hitter. 

Zunge sehr helegt; es schmeckt Alles hitter. 

Geschmack aller Speisen allzu salzig. 

(Den ganzen Vormittag, eine üebelkeit erzeu- 
gende, widerliche Süfslichkeit im Munde.) 
270. Gar kein Geschmack an Speisen: es schmeckt 
Alles wie Stroh. [F. H — n.] 

"Was er ifst, schmeckt wie nichts, wie faules 
Holz. 

Die Speise roch ihn wie Kalk an, schmeckte 
ah er gut. 

Das Essen riecht ihn faulig an, Mittags, schmeckte 
aber gut. 

Gänzliche Appetitlosigkeit; hlofs zu Sau- 
rem hat er Neigung. 
275. Der Appetit fehlt; es schmeckt ihr nichts. 

Gänzliche Appetitlosigkeit, als wenn es in der 
Herzgrube ganz zugeschnürt wäre. 

Vormittags, ein Leerhelts- Gefühl im Magen. 

Widerwille gegen Fleisch; es wird ihr 
brecherlich darauf. 

Appetit nur zu weichen Speisen, nicht zu Brod, 
noch zu Fleisch. 
280. Er hat einige Efslust, aber sobald er das Es- 
sen sieht, vergeht ihm der Appetit und er 



Sulphur. 357 

fühlt sich im ünterleibe wie voll; wenn er 
anfängt zu essen, wird's ihm zuwider. 

Von wenigem Essen gleich so voll im Leibe, 
wie überladen und Athem beengend. 

Sobald sie etwas geniefst, ifst oder trinkt, mufs 
sie sich erbrechen. 

Nach dem Essen ist's, als wenn der Schlund 
oben fest verschlossen wäre. 

Nach dem Essen, Magendrücken. 
285. üebermäfsiger Hunger. [F. H — n.] 

Uebermäfsige Efslust. [F. H — n.] 

Nach dem Essen lautes, unschmerzhaftes Knur- 
ren im Bauche, 

Besonders nach dem Essen lästiger, den Kopf 
verdüsternder Stockschnupfen. 

Nach dem Mittagsessen, träge in allen Gliedern, 
besonders den Beinen, (d. 3. Tag.) 
290. Nach dem Essen, Brennen in den Händen. 

Nach Essen, Schauder und Kältegefühl. 

Nach Tische (und früh), Frostigkeit. 

Nach dem Essen, Frostigkeit im Unterleibe. 

Beständig arger Durst auf Bier, am schlimm- 
sten eine Stunde nach dem Essen. 
295. Durst (sogleich), mehre Stunden. [F. Wal- 
ther.] 

Ungemeiner Durst auf Bier. [F. H — n.] 

Sehr viel Durst am Tage. [F. H — n.] 

Grofser Durst, ohne Hitze; das Getränk schmeckt 
gut, stillt aber den Durst nicht, scheint auch 
den Magen zu beschweren, (n. 2 St.) 

Ganz ohne Efslust, aber beständiger Durst. 
300. Auch wenig Bier macht ihm leicht Blutwallung, 



358 Sulphur. 

Von MilcKtrinken gleich essigsaurer Geschmack 

im Munde. 
Milch bekommt nicht, macht heftiges Aufstofsen 

bis zum Schleim -Erbrechen. 
Milchtrinken stöfst bitterlich kratzend auf. 
Essen stiefs bitter und kratzig auf im Halse. 
305. Kratziges Anfstofsen nach YV^efisbiertrinken. 
Den Geschmack des Bieres behält er nach dem 

Trinken noch lange im Munde. 
Aufstofsen, wie faule Eier, mit Uebelkeit. 
Nach Tische, saures Aufstofsen. (d. 2. Tag.) 
Saures Aufstofsen mit Blei -Geschmack. 
310. Saures Aufstofsen, mehrmal des Tags. [F.H — n.] 
Saures Aufstofsen, mehrmal des Tags, und 

Drücken in der Herzgrabe. 
Früh, süfsliches Aufstofsen. 
Aufstofsen nach dem Geschmacke der Speisen. 
Alle Morgen leeres Aufstofsen. 
315. Oefteres, leeres Aufstofsen. (d. 10. Tag.) 
Versagendes Aufstofsen, bei Schlafengehen. 
Ein schlucksenartiges Aufstofsen, jedesmal mit 

Schmerz hinter dem Gaumen. 
Anfschwulken eines Theils der genossenen Speise 

(des Frühstüc'ks). (n. 3^ St.) 
Unverdaute Speisen schwulken wieder aus dem 
Magen zum Munde heraus. 
320. Eine Art Verdauungslosigkeit. (n. 7 Tagen.) 
Heifshunger; er mufs öfters etwas essen, und ifst 
er nicht, so bekommt er Kopfweh und grofse 
Lafsheit und er mufs sich legen, (n. 10 Tgn.) 
Den ganzen Tag Soodbrennen. 
Früh Empfindung von Soodbrennen vorne m 
der Brust; es brennt und kriebelt. 



Sulphur. 359 

Abends lief ihm das Wasser im Munde zusam- 
men; er mufste viel Wasser aus dem Munde 
laufen lassen (W^ürmerbeseigen), und konnte 
dabei nicht sprechen; dann Erbrechen der 
vor 7 Stunden genossenen Speisen. 
325. W^ürmerbeseigen, täglich zwei Mal; es wickelt 
in der Herzgrube, es wird ihr übel und würgt, 
und es läuft ihr viel AVasser aus dem Munde, 
was unten herauf kommt. 

Zwei Stunden nach dem Essen stufst es ihm 
auf, das Wasser läuft ihm aus dem Munde; 
er mufs das Essen wegbrechen, mit voller 
üebelkeit, wobei er Schauder empfindet. 

Die Nacht ein Uebelseyn und W^ickeln in der 
Herzgrube (wie zum A^'^ürmerbeseigen). 

üebelkeit im Munde mit Speichel -Zusammen- 
flufs, nach dem Frühstück. 

Alle Morgen üebelkeit. 
330. Es ward ihm übel und stiefs ihm erst wie 
Schleim, dann bitter kratzig auf. 

Nachmittags, üebelkeit und bitteres Erbrechen. 

Kurz dauernde, aberöftere Brecherlichkeit, den 
Tag über. 

Früh, Brecherlichkeit, \Yürgen, Schleim-Er- 
brechen. 

(Er bricht das Frühstück weg, mit Zittern an 
Händen und Füfsen. ) 
335. Er erbricht Saures. 

Erbrechen. [Aug. Fr. Walther, Progr, de 
Sulph. et Marte, Ups, 1743. S. 5.] 

Erbrechen mit heftigem Schweifse. (n. 24 St.) 
[F. H — n.] 

Er kann Mehlspeise fast gar nicht verdauen, 



360 Sulphur. 

und Lat Beschwerde davon im ünterleibe. 
(n. 3 Tagen.) 

Mittags, vor dem Essen, ein klammartiges Zu- 
sammenziehen in der Herzgrube, was den 
Athem benimmt. 
340. Abends, ein Spannen in der Brust und Magen 
bis zum Rücken hin; es war ihm, als hätte 
er sich zu satt gegessen; in der Herzgrube 
schmerzte es beim Anfühlen und Aufdrücken, 

Beim Starkathmen, Stechen in der Herzgrube. 

Beim Stehen (früh), Stechen in der Herzgrube. 

(Schneiden im Magen, Nachmittags.) 

(Unerträgliches Drücken in der Herzgrube und 
dem Oberbauche, in Anfällen, meist früh, 
durch Aufdrücken der Hand etwas erleich- 
tert, mehre Tage.) (n. 6 Tagen.) 
345. Druck unterm Magen, sehr heftig beim Liegen. 

Drücken unter der Herzgrube. [F. H — n.] 

Drücken im Magen, mit Uebelkeit. (sogleich.) 

Ein drückender Schmerz im Magen, mit einiger 
Aengstlichkeit. (n. 3 St.) [F. Walther.] 

(Krallendes Gefühl im Magen bis in den Hals 
herauf.) 
350. Vollheits- Gefühl im Magen, als wäre er aufge- 
blasen und er ist doch nicht dick. 

Gefühl im Magen, als v^äre er ganz (schwam- 
mig) voll. 

"Wenn sie auch noch so wenig ifst, wird's ihr 
ganz voll, als wenn sie keinen Athem krie- 
gen könnte. 

Nachts, mehre Stunden, heftiger Magenkrampf. 

Früh, beim Erwachen, rafft es im Magen, kurze 
Zeit. 



Sulphur. 361 

355. Empfindung wie von Hitze in der Magengegend, 
auch wie ein Hacken, beim ruhig Sitzen. 

Brennen im Magen und dann auch im ünter- 
leibe, am meisten beim Gehen und Stehen. 

Brennen in der Herzgrube und um dieselbe 
herum. 

Brennen im Magen, Tags etliche Mal. 

Brennen im Magen, Schneiden und W^inden. 
[Ardoynus, de venen. Lib, II. C, 15.] 
360. Kühles Gefühl im Magen. 

Die Magen -Gegend ist von aufsen kalt anzu- 
fühlen. 

Beim Befühlen schmerzt die Magen- und Le- 
ber-Gegend. 

Die Magen -Gegend wird höchst schmerzhaft 
beim Befühlen und selbst die Bettdecke 
macht Schmerz, ungeachtet von Essen kein 
Drücken entsteht. 

Schmerz im Oberbauche, gleich unter der Brust, 
als wenn Alles darin wollte losgehen und wie 
mit Blut unterlaufen wäre, blofs beim Bewe- 
gen und Athmen. 
365. Früh, Empfindlichkeit in beiden Seiten unter 
den kurzen Ribben, so dafs sie beim Befüh- 
len wie wund schmerzen. 

Die Nacht, Schmerz im ünterlcibe, wie inner- 
lich gequetscht und mit Blut unterlaufen. 

Eine Schmerzhaftigkeit und üeberempfindlich- 
keit im ünterleibe, als wenn Alles roh darin 
wäre, oder als wenn sie eben geboren hätte, 
wobei sich etwas darin zu bewegen schien 
(auch als wenn 'es plötzlich mitunter darin 
stäche und von da in den ganzen Kopf führe). 



362 Sulphur. 

Schneiden im Oberbauche, gleichsam als wenn 
es in der Brnsf; wäre. 

Heftiges Schneiden im Unterleibe auf Augen- 
blicke. 
370. Abends, Schneiden im Unterleibe, und so eine 
Müdigkeit beim Treppensteigen, als wenn 
das Monatliche kommen wollte. 

Früh, im Bette, Leibschneiden, (n. 3 Tagen.) 

Im Unterbauche Schmerz, wie ein Schneiden, 
wenn sie sich beim Stuhlgänge anstrengt, 
oder sich auf den Unterleib drückt, oder 
sich zurückbiegt; beim gewöhnlichen Sitzen 
nicht. 

Stechen in der linken Bauch -Seite beim tief 
Athmen und Gehen im Freien. 

Plötzliches Stechen im Unterlelbc, was ihr durch 
den ganzen Körper fährt. [F. H — n.] 
375. Nadelstechen in den dünnen Därmen, im Ober- 
bauche, drei Viertelstunden lang. [F. Wal- 
ther.] 

Brennend stechender Schmerz auf einer kleinen 
Stelle neben dem Nabel, eine Viertelstunde 
lang. 

Stiche und heftiges Brennen tief im ünterbauche 
(mit einem krampfhaften Schmerze im rech- 
ten Beine). 

Eine Hitze in der linken Seite des Unterleibes. 

Erst Angst im Unterleibe, und wie diese ver- 
ging, ein Gefühl von Schwäche in den Un- 
terfüfsen bis über die Knöchel, wie ein in- 
nerliches Zittern. 
380. Spannendes, geprefstes Gefühl im ganzen ün- 
terleibe, besonders nnter den kurzen Ribbenj 



Sulphur. 363 

mit ängstliclier, hypochondrischer Gemtiths- 
stimmung, einige Standen nach dem Mit- 
tagsessen, (n. 4 Tagen.) 

Spannender und brennender Schmerz in der 
Leber- Gegend. 

In der Leber-Gegend flüchtige Stiche von 
innen heraus. 

Druck unter den rechten Ribben, wie in der Leber. 

Druck in der Leber weckt ihn die Nacht auf, 
bei Gelbheit des Augenweifses. 
385. Nach dem Essen voll und schwerfällig im ün- 
terleibe, wie mit Essen überladen. 

Unterleib voll, nach wenigem Essen. 

Leib -Auftreiben, öfters. 

Auftreibung und Harte des Unterleibes, beson- 
ders Abends. 

Spannung im Unterleibe. 
390. Spannung im Unterleibe, wie von versetzten 
Blähungen. 

Früh, beim Erwachen, in beiden Seiten des Un- 
terleibes Schmerz, wie von versetzten Blä- 
hungen, die nur kurz abgebrochen abgingen, 
ohne Erleichterung. 

Blähungen stauchen sich im linken Hypochon- 
der, mit Aengstlichkeit. 

Gefühl im Unterleibe, als drängte sich etwas 
mit Gewalt durch die Gedärme. 

Die alte Bruch- Stelle wird herausgetrieben; er 
mufs das Bruchband anlegen, (d. 22. Tag.) 
395. Flüchtig stechende Schmerzen im ünterleibe. 
(d. 9. Tag.) 

Früh, Stechen und Kneipen im ünterleibe. (d. 
2. Tag.) 



364 Sulphur. 

"Von Mittag bis Abend Spannung und heftiges 
Kneipen im ünterleibe. 

Stecbend kneipender Scbmerz gleich über den 
Hüften und an der letzten falschen Ribbe. 

Nach dem Mittagsessen Jucken um den Unter- 
leib, und da sie sich rieb, entstand davon 
innerlich wie ein Zusamraenkneipen der Ge- 
därme, es zwängte zusammen, vorzüglich im 
Schoofse, wie nach der Mitte zu; beim Bük- 
ken und tief Athmen war's am schlimmsten, 
im Gehen besser. 
400. Nach erfolgtem Stuhlgange, Bauchkneipen. 

Nach Mitternacht, Kohk, schmerzhaft in der 
Seite des Unterleibes. 

Viermal Stuhlgang täglich mit Bauchkneipen, 
vorher und dabei. 

Viel Blähungen. 

Kollern im Bauche, wie von hefigem 
Biere, drauf schnelles Noththun und 
während Leibschneidens Stuhlgang, 
dessen erster Theil hart, der fol- 
gende flüssig war, ohne Schleim, früh 
und Abends spät. (n. 3 St.) [F. Wal- 
ther.] 
405. Knurren im Unterbauche, wie wenn man ge- 
hungert hat. 

Ein Poltern, Kollern und Knurren im 
ünterleibe. (sogleich.) 

Die Bauchmuskeln schmerzen wie zerschlagen 
bei Berührung. 

Abspannung der Bauchmuskeln, dafs er sich 
nicht gut aufrichten kann. 

Drücken im Schoofse über die ganze Scham- 



Sulphur. 365 

Gegend weg, als sej sie da fest zusammen- 
gebunden, anhaltend. 
410. Reifsen (?) in beiden Leistendrüsen. 

Drängen in der Gegend des Baucbrlngs, als 
wollte ein Darmbrucb da entstehen. 

Ein anfangender Leistenbruch drängt sich mit 
Gewalt heraus, mit Quetschungs- und Zer- 
schlagenheits- Schmerz, und läfst sich mit 
der Hand nicht zurückhalten, (n. 4 St.) 

Vor dem Stuhlgänge wie weh in den Gedärmen. 

Nach dem Stuhlgange Zerschlagenheits- Gefühl 
in den Gedärmen. 
415. Nach dem Stuhlgange grofse Ermattung. 

Beim Stuhlgange (Abends) üebelkeit, so stark, 
als müfste sie sich erbrechen. 

Zwei dünne Stühle und drauf Magendrücken, 
Vormittags. 

Unter der Empfindung des Abgangs einer Blä- 
hung geht unwillkürlich und schnell dünn- 
breiiger Stuhl ab, gallichten Ansehns. 

Beim (weichen) Stuhlgange schmerzhaftes Drük- 
ken im Mastdarme. 
420. Beim weichen Stuhlgange, i\ndrang des Blutes 
nach dem Kopfe. 

Durchfall (n. 48 St.), vier Tage lang. 

Alle halbe Stunden ein Durchfall -Stuhl, wie 
Wasser, nach jedesmal vorgängigem Knur- 
ren im Bauche, ganz ohne Schmerz, (d. 3. 
Tag.) 

Sechsmallger Durchfall bis zur Ohnmacht, erst 
mit Hitze und warmem Schweifse, dann erst 
mit kaltem Schweifse an Stirne und Füfsen 
und weifser Zunge. 



366 Sulphur. 

Alle Morgen (20 Tage lang) dünner Stahlgang 
mit Schneiden im Unterbauche. 
42v5. Weicher, halhflilssiger Stahlgang, öfters. 
Dreimal täglich Stuhlgang mit Schleim. 
Stuhl sehr schleimig. 

Fieher, Appetitlosigkeit, Niederliegen, Leihschnei- 
den, röthliche Schleim-Stühle, (n. 4 Tagen.) 
Mehre Tage ethche Stuhlgänge von kothlosem 
Schleime, mit rothen Blutäderchen gemischt. 
(n. 5 Tagen.) 
430. Weicher, sehr dünn geformter Stuhl. 

Oefterer, breiartiger Stuhl, mit Schneiden im 

Bauche. [F. Walt her.] 
Knotiger, mit Schleim gemischter Stuhl. 
Stuhl in Knoten, obgleich nicht hart. 
Hartleibigkeit zuweilen. 
435. Der Stuhl ist hart, wie verbrannt. 
Stuhl ungenüglich und zu wenig. 
Stuhlgang mit dem Gefühl, als sey nicht genug 
abgegangen und sej jedesmal noch etwas 
zurückgeblieben, 
Oefteres vergebliches Nöthigen zumStuhl. 
Es treibt ihn mit grofser Schnelligkeit zum 
Stuhle, und doch mufs er sich anstrengen, 
ehe er etwas los wird, obgleich der Stuhl 
weich und natürlich ist. 
440. Stuhldrang vor und nach dem Stuhle. 
Stuhlzwang. [Walt her a. a. O.] 
Zwei Tage verstopfter Leib, drauf einmaliger 
Stuhlgang, ohne Leibweh, der ihm unverse- 
hens entging. [F. H — n.] 
Harter Stuhl mit Brennschmerze im Mastdarme 
und am After, (n. 24 St.) 



Sulphur. 367 

Nach welchem Stuhlgange, drückender Schmerz 
im Mastdarme und am After, wie nach har- 
tem Stuhlgange. 
445. Stuhlgang und hinterdrein viel Pressen (Stuhl- 
zwang), eine Stunde lang; dann konnte sie 
nicht sitzen vor Schmerz am After. 

Die Nacht immerwährendes Pressen zum Stuhle; 
sie mufste zehnmal aus dem Bette; sie konnte 
nicht liegen und nicht sitzen wegen Stechen 
und einer Art Wundheits- Schmerz am Af- 
ter; es war, als wenn sie Alles herausgeprefst 
hätte, und vorzüglich, wenn sie den After 
einzog, schmerzte es da wie wund und wie 
Stecknadelstiche. 

Nach einem schwierigen, nicht harten Stuhle so 
heftiges Nadelstechen vom After den Mast- 
darm hinauf, dafs er vor Schmerz fast die 
Besinnung verlor; drauf Frost und Mattig- 
keit. 

Arges Stechen im Mastdarme, auch au- 
fs er dem Stuhlgange (was den Athem 
versetzt). 

Guter Stuhlgang, mit Schneiden im Mastdarme 
verbunden. 
450. Der Stuhl entgeht ihm schnell und fast unwill- 
kürlich; er kann nicht geschwind- genug aus 
dem Bette kommen. [F. H — n.] 

Klopfender Schmerz nach dem Stuhlgange im 
Mastdarme, den ganzen Tag. 

Brennen im Mastdarme beim Stuhlgange. 

Nach einigem Sitzen, Brennen am After, (d. 4. 
Tag.) 

Unwillkürlicher Ausflufs von Feuchtigkeit aus 



368 Sulphur. 

dem After, mit nachfolgendem Jucken da- 
selbst. 
455. Nach weichem, geformtem Stuhle, Brennen im 
After, einige Minuten lang. (d. 5. Tag.) 

Mastdarm Vorfall beim Stuhlgange. 

Nach gutem Stuhlgange Afterblutknoten, 
welche nässen. 

Eine drängende Fülle im Mastdarme. 

Knurren im Mastdarme. 
460. Abends, beim Sitzen, ein Kriebeln und Beifsen 
im Mastdarme, wie von Würmern. 

Jucken im Mastdarme. 

Arges Jucken im Mastdarme, öfters des Tags. 

Beim Liegen würgender W^undheits- Schmerz 
im Mastdarme. 

"Wundheits-Schmerz zwischen den Hinterbacken. 
465. Nach dem Stuhlgange , zusammenziehender 
Schmerz im After. 

Zusammenziehende Empfindung im Mittelfleische. 

Dunkelbrauner Urin. 

Urin wird nach einigen Stunden trübe. 

Rüthlicher ürinsatz. 
470. Sehr stinkender Urin. 

Urin ganz wasserfarbig (n. 2 St.), und sehr of- 
tes Harnen. 

Er mnfs nach Mitternacht zum Uriniren 
aufstehen, und läfst sehr viel Urin. 

Er mufs die Nacht zweimal zum Harnen aus 
dem Bette aufstehen. 

Nachts starker Drang zum Harnen. 
475. Häufiger Drang zum Harnen, dem er fast kei- 
nen Augenblick widerstehen kann. 

Oefte- 



Sulphur. 369 

Oefterer, schneller Harndrang; sie mufste oft 
Linter einander Urin lassen. 

Oft schnelles Treiben zum Harnen. 

Gefühl in der Harnröhre, als sollte er immer 
pissen. 

Heftiger Drang zum Harnlassen: sobald es ihm 
ankommt, mufs er fort, ihn zu lassen, sonst 
würde der Urin unwillkürlich fortgehen, 
480. Der Harn geht, wenn er ihn läfst, mit grofser 
Gewalt fort. 

Häufiger ürinabgang. (n. 6 Tagen.) 

Beständige Neigung zum Harnen, doch jedes- 
mal wenig Abgang. 

(Absetzender ürinstrahl.) 

V^eit dünnerer ürinstrabl. 
485. Es trieb sie öfters auf den Harn und schnitt 
jedesmal vorher im ünterbauche. 

Vor dem Urinlassen Schneiden im ünterleibe. 

Harter Druck auf die Harnblase. 

Schneiden in der Harnröhre vor und während 
des Stuhlgangs. [F. Walt her.] 

Zu Ende des Harnens und nachher ein Schnei- 
den in der Harnröhre, als wenn der Urin 
scharf und wie ätzende Lauge wäre. 
490.Während der Urin abgeht. Brennen 
vorne in der Harnröhre. 

Brennen in der Harnröhre heim Uriniren. 

Brennen vorne in und an der Harnröhre aufser 
dem Harnen. 

Brennen in der Harnröhre. 

Jucken in der Mitte der Harnröhre. 
495. Stiche vorne in der Harnröhre. 
IV. 24 



370 Sulphur, 

FInclilig stecLende Scbmerzen in der Harnröhre, 
(d. 9. Tag.) 

Stechen und Reifsen m der Harnröhre» 

Schmerzen in der Harnröhre, wie heim Anfange 
eines Trippers. 

Rüthe nnd Entzündung der Mündung der Harn- 
röhre. 
500. Stiche in der Ruthe. 

Früh, beim Harnen, Stechen in der Ruthe, be- 
sonders in der Eichel, als wenn die Harn- 
röhre durchbohrt würde; der Harn tröpfelte 
dabei blofs Anfangs, nachgehends aber ward 
er gänzlich zurückgehalten. [F. H — n.] 

Vorhaut dick und roth. 

Röthe und Brennen an der Vorhaut. 

Jucken an der Eichel. 
505. (Eichel und Vorhaut eiskalt.) 

(Reifsen im linken Hodensacke.) 

Nadelstiche im Hoden. 

Drücken und Spannen in den Hoden nnd Sa- 
mensträngen. 

In den Hoden und Zeugungstheilen ein Dröh- 
nen. 
510. (Ein Widerstreben der Geschlechtstheile gegen 
eine völlige Ausleerung des Samens.) 

Männliches Unvermögen, selbst bei verliebten 
Phantasiebildern, (d. ersten 16 St.) 

Erhöhetes Begattungs-Vermögen, (n. 56 St.) 

Früh, nach dem Erwachen, der höchste Wohl- 
lustreiz in den innern Geschlechtsorganen, 
Anfangs mit starker, zuletzt mit schwacher 
Erektion, welche anderthalb Stunden dauerte 
und zugleich mehr in einen Brennschmerz 



Sulphur, 371 

überging, der erst nach Entleerung des Sa- 
mens allmälig sich legte, (n. 24 St.) 

Pollution mit einem brennenden Schmerze in 
der Harnröhre. 
515. Beim Mittags schlafe, im Sitzen, Samenergufs bei 
einem 70 jährigen Manne, der seit 20 Jah- 
ren dergleichen nicht hatte, (n. 5 St.) 

Pollution bei einem bejahrten Manne, der seit 
vielen Jahren keine gehabt hatte, (d. 6. 
Nacht.) 

Mehre Polhitionen die ersten Nächte. 

Aufregung des Geschlechtstriebes. 

Schwächegefiihl in den Geburtstheilen. 
520. Heftiges Jucken an der Klitoris. 

Beim Beischlafe, A^^undheits-Gefühl in der Mut- 
terscheide. 

Ziehendes Leibweh beim Monatlichen. 

Bringt das Monatliche fast alsogleich, sieben 
Tage zu früh hervor. 

Gleich vor Eintritt der Regel, Hasten Abends 
im Bette; sie mufste aufstehn, um ihn zu 
erleichtern, wovon er verging. 
525. Gleich vor Eintritt der Regel, Brennen im Halse, 
wie Soodbrennen. 

Vor Eintritt der Regel, Krampf in der linken 
Seite unter den Ribben. 

Drei Morgen vor Eintritt der Regel, Stechen 
im hohlen Zahne (von 7 bis 8 Uhr, früh). 

Stärkerer Ab^anff des monatlichen Blutes, wel- 
ches säuerlich roch. 

Krampfhafter Schmerz beim Monatlichen im Un- 
terbauche, als würden die Eingeweide an 
Fäden in ein Klümpchen zusammengezogen, 

24 '^ 



372 Sulphur. 

wobei sie rilclit liegen noch gehen kann, 
sondern möglichst aufrecht sitzen mufs. 
530. Fast täglich etwas Blut -Abgang aus der Bähr- 
mutter, mehre Wochen lang nach Herstel- 
lung des lange ausgebliebenen Monatlichen, 
(n. 3 Tagen.) 

Beim Monatlichen, Drücken in der Herzgrube. 

Das Monatliche blieb, im vollen Gange, so- 
gleich weg (nachdem es nur dritthalb Tage 
gedauert hatte.) 

Hält das Monatliche drei Tage über die gehö- 
rige Zeit zurück. 

(Weifsflufs sehr arg.) 

535. Sehr oftes Niefsen, Abends und früh. 

Häufiges Niefsen. 

Starkes Niefsen, mehre Tage. 

Schnupfen, (n. 14 Tagen.) 

Arger Schnupfen, (n. 5, 17 Tagen.) 
540. Fliefs- Schnupfen, und beim Schnauben auch 
blutiger Schleim. 

Fliefs -Schnupfen, wie Wasser. 

Starke Verstopfung der Nase, mehre 
Tage , woraus beim Schnauben zuweilen 
Blutklümpchen kommen. 

Oefteres Niefsen bei Verstopfang beider Nasen- 
löcher. 

Schnupfen und Katarrh und Hasten, mit Fro- 
stigkeit. 
545. Arger Schnupfen mit Rohheit auf der Brust, 
und Husten, mit vielem Auswurfe, 

Rauhigkeit im Halse. 



Suipbur. 373 

Sehr rauher Hals. (n. 16 Tagen.) 
Heiserkeit, völlige Stimmlosigkeit. (n. 24 St.) 
Früh, Heiserkeit. [F. H — n.] 
550. Kälte im Halse beim Einatbmen. 

Auf der Brust (in der Luftröhre) liegt immer 

Schleim; er mufs hüsteln (kotzen), 
Verschieimung der Brust und des Halses. 
YV^enn er etwas trocken ifst, bleibt es im Halse 

stecken, versetzt ihm den Athem und er 

mufs es wieder aushusten. 
Reiz zum Husten, vorzüglich nach dem Essen, 

so heftig, dafs er nicht schnell genug husten 

konnte; es zog ihm die Brust krampfhaft 

zusammen, und er würgte, als sollte er sich 

erbrechen. 
555. Er will husten und kann nicht; es wird ihm 

schwarz vor den Augen. 
Bei jedem Athemholen reizt es ihn zum Husten 

von 2, 3 Stöfsen, Nachmittags schlimmer. 
Beim Schlafengehen viel Husten, mit Kopf- und 

Gesichts -Hitze und kalten Händen. 
Beim Husten sticht's ihn in der Gegend des 

Schwerdtknorpels. 
Trockner Tags -Husten, bei welchem es in der 

rechten Bauchseite sticht, dabei Stockschnu- 
pfen, (n. 17 Tagen.) 
560. Trockner Husten, Abends lange im Bette, ehe 

sie einschläft, und stärker, als am Tage. 
Trockner Husten weckt ihn die Nacht aus dem 

Schlafe. 
Husten die Nacht, am Tage nicht. 
Husten macht Kopfschmerz, wie zerschlagen und 

zerrissen. 



374 Sulphur. 

Husten. [Hiifel. Journal d. pr. A. III. S. 773.1 
565. (Brustauswurfj von Geschmacke wie alter Schnu- 
pfen.) 

Engbrüstigkeit. 

Die gröfste Engbrüstigkeit, Zuckungen und Tod, 
binnen 4 Tagen. [Morgagni a. a. O. ^. 10.] 

Nach Spazierengehen engbrüstig, daher mnfs er 
oft tief athmen bis Abends, (n. 28 St.) 

Kurzathmig beim Gehen im Freien. 
570. Von vielem Sprechen wird sie kurzathmig. 

Eine pressende Empfindung auf der Brust, die 
das Athmen hindert. 

Schnärcheln und Rasseln auf der Brust, vom 
Auswurf erleichtert, (d. 8. Tag.) 

Nachmittags und Abends drückende Beklem- 
mung und Beengung im ganzen Körper, 
aber mehr um die Brust, wie äufserlich, 
mit Aengstlichkeit; nach dem Niederlegen 
schwitzte er, und es ward ihm ganz frei. 

Am Tage oft Stocken und Athemversetzung bis, 
zum Ersticken, (n. 14 Tagen.) 
575. Beim Umwenden, Nachts im Bette, auf die 
linke Seite, plötzlich Athemmangel, was beim 
Aufsitzen vergeht. 

Es versetzte ihr im Schlafe oft den Athem, so 
dafs die Umstehenden sie wecken mufsten, 
damit sie nicht erstickte. 

Es will ihn (um 1 Uhr) die Nacht im Schlafe 
ersticken, und doch fühlt er keinen Schmerz, 
(n. einigen St.) 

Kaum eingeschlafen, die Nacht, war der Athem 
weg; sie wollte ersticken, fuhr mit einem 
lauten Schrei auf und konnte nicht wieder 



Sulplmr. 375 

zu Athem kommen j gegen Morgen starkes 
Herzklopfen , mit einem matten Schweifse 
darauf, (n. 13 Tagen.) 

VS^ie matt in der Brust; sie konnte nur schwer 
Athem holen. 
580. Auf der Brust enge, als wenn da etwas ange- 
wachsen wäre. 

Knacken am Brustbeine bei Bewegung. 

Die ganze Brust wie gespannt. 

Aengstlichkeit auf der Brust. 

Beim Vorbücken, Athem beklommen. 
585. So schwer auf der Brust. 

Das Athmen ward ihm schwer, er mufste tief 
athmen; mehr im Sitzen als beim Gehen. 

Zuweilen heftiger Krampf in der Brust. 

Ein Drücken quer über die Mitte der Brust, 
wie wenn man einen allzu grofsen Bissen 
verschluckt hat. 

Früh im Bette ein sich immer mehrendes Brust- 
drücken, er mufste aufstehen, und da verlor 
es sich. 
590. Spannung in der rechten Brust und Schulter. 

Nachts, auf der hnken Seite liegend, bei der 
geringsten Bewegung, Stich in der Herzge- 
gend oder in der rechten Brustseite. 

Heftige Stiche, die in der rechten Brust anfin- 
gen und durch die Herzgrube und den Ma- 
gen gingen. 

Einige Stiche in der Brust bis in den Bücken, 
(n. 16 St.) 

Stiche in der linken Brust beim Athemholen, 
etliche Tage lang. 
595. Stiche im Rücken bei jedem Athemzuge, (n. 24 St.) 



376 Sulphur. 

Stcclien in den Rückenrauskeln und in der 
Brust. 

Früh, beim Erwachen, die Brust wie erhitzt. 

Früh, beim Erwachen, Brennen im Halse und 
heifser Athem. 

Brennen in der Brust und starke Warme im 
Gesichte. 
600. Kähegefühl in der Brust, eine Art frostiger 
Spannung. 

In der Gegend des Herzens, eine fremdartige 
Bewegung. 

Knasterndes Pochen in der linken Brustseite, 
im Sitzen und Liegen, was bei angehaltenem 
Athem schweigt. 

Abends beim Einschlafen schnelles und starkes 
Herzklopfen. 

Herzklopfen ohne Angst, fast ohne Ver- 
anlassung, z. B. beim Niederlegen zur Mit- 
tagsruhe. 
605. Aengstliches Klopfen des Herzens. 

Viel Blutdrang am Herzen. 

Erwacht früh mit Andrang des Blutes nach der 
Brust. 

Ein starkes Blutwallen nach der Brust zu. 

Heftige Blutwallung in der Brust, wie ein Ko- 
chen, wobei ihm zugleich so weichlich ward 
bis zur Ohnmacht, mit einem Zittern im rech- 
ten Arme. 
610. Schmerz in der Brust, wie verrenkt, mit Be- 
klemmung. 

Oft Schmerz am obern Thelle der Brust, als 
wenn er drauf gefallen wäre. 



Siilphur. 377 

Die Brust ist bei Bewegung der Arme schmerz- 
haft. 

Die rechten Ribben scbmerzen, vorziighch beim 
Betasten. 

Stechen im Brustbeine für sich und nocb mehr 
beim Betasten. 
615. Schmerz im Brustbeine. 

(Zucken in einer der Brüste, welche anschwoll, 
als wenn Mücb eintreten wollte.) 

( Schrcckiicbe Kreuzschmerzen beim Bücken 
(beim Liegen nicht), wie eine Spannung, 
als wenn Alles zu kurz wäre; die Schmerzen 
gingen über den Unterleib in die Herzgrube 
und bis ins Knie.) 

Stiche im Kreuze. 

Ein harter Druck im Kreuze, beim Gehen ver- 
mindert. 
620. Drücken im Kreuze, was beim Geben verging 
und beim Sitzen wiederkam. 

Schmerz über dem Kreuze. 

Schmerz über dem Kreuze beim Gehen, 
aber im Sitzen nicht. 

Schmerzhafte Steifheit im Kreuze; er kann nur 
schwierig vom Sitze aufstebn. 

Schmerz im Kreuze beim Aufstebn vom Sitze. 
625. Plötzlicher Schmerz im Kreuze und den untern 
Rückenmuskeln, wie verrenkt. 

(Ziehn und Schwäche im Kreuze.) 

Kreuzschmerz. [F. H — n.] 

Bei Pinem Fehltritt Schmerz im Rücken, wie 
verstaucht. 

In der Gegend des linken Backens und zwi- 



378 Sulphur. 

sehen den Schalterblättern in der Ruhe wie 
verrenkt, bei der mindesten Bewegung aber 
unerträglich schmerzhafte Rucke. 
630. Rücken- und Kreuzschmerzen, wie zerprügelt. 

Im Rücken ein Fleck, schmerzend wie zerschlagen. 

Rückenschmerz beim Bücken. 

Beim Bücken ein Ziehen im Rückgrate herauf. 

Auf der linken Rückenseite, Gefühl Ton Müdig- 
keit, wie von zu grofser Anstrengung dieser 
Theile, bei Bewegung des Arms. 
635. Gefühl im Rücken, wie von langem Bücken. 

Früh, Schwere im Rücken, als hätte er schlecht 
gelegen, und Müdigkeit, als hätte er nicht 
ausgeschlafen. 

Drückender Schmerz im Rücken , unter den 
Schulterblättern, Abends, (d. 6. Tag.) 

Im Rücken und in den Seiten so steif, wie 
wenn man sich verkältet hat. 

Steifheit bald im Rücken, bald in der Hüfte, 
schmerzhaft beim Umwenden im Bette; er 
mufste dabei den Athem an sich halten. 
640. Steifigkeit im Rücken, nach Sitzen. 

Bei längerm Sitzen steif im Rücken, was durch 
Gehen nachläfst. 

Am Rücken ein heifses Herabrieseln. 

Brennen und Beifsen auf dem Rücken. 

Reifsen im Rücken. 
645. Brenn -Schmerz zwischen den Schulterblättern. 

Brennen zwischen den Schulterblättern. 

Zwischen den Schulterblättern Weh; beim Lie- 
gen und Bewegen spannt's. 

Spannung zwischen den Schulterblättern und an 
der einen Hals -Seite. 



Sulphur. 379 

Spann-Schmerz in der linken Seite des Ri1ck<!ns, 
bei Bewegung der Arme, (d, 10. Tag.) 
ö50. Das rechte Schulterblatt schmerzt wie verrenkt, 
bei Bewegung des Arms. 

Beim Stützen auf den buken Arm, ein Stich- 
Schmerz im linken Schultorblatte. 

Im Nacken, dicht anöden Kopfhaaren, eine Drüse 
geschwollen und entzündet, mit juckender Em- 
pfindung. 

Fast den ganzen Tag anhaltender Schweifs im 
Nacken, bisweilen mit Schauder nnd Kälte- 
Gefühl, 14 Tage lang. 

Reifsen, was aus dem Schulter-Gelenk entspringt 
und in den Oberarmknochen herabzieht. 
655. Rheumatischer Schmerz in der linken Schul- 
ter. 

Flufsartiger Schmerz in der Schulter. 

Drücken auf der Achsel, wie Last, beim 
Gehen im Freien. 

Stiche aus der Achsel bis in die Brust bei 
Bewegung^_jricht in der Ruhe und nicht 
beim Befühlen. 

In der rechten Achsel, Schmerz beim Athem- 
holen. [F. H — n.] 
660. Schulter- Gelenk schmerzt wie ausgefallen, vor- 
züglich beim Liegen die Nacht. 

Achseldrüsen - Geschwulst. 

Eine Achseldrüsen -Geschwulst, welche in Eite- 
rung übergeht. 

Achselgruben- Schweifs. 

Stiche vom Schulter- Gelenke bis in den Arm 
vor, beim Draufliegen und zugleich Ein- und 
Ausathmen. 



380 Sulphnr. 

665. Am Oberarme, Empfindung, als hinge etwas 
Schweres daran. 

Schwäche im Oberarme, dafs sie ihn nicht he- 
ben kann. 

(Zerschlagenheits- Schmerz der Arme.) 

An den Ober- und Unterarmen, nach W^aschen 
mit Seifenwasser, rotbe Flecke,, welche Bren- 
nen verursachten. 

Unter der Ellbogenbcuge Brenn-Schmerz ; beim 
Befühlen aber wie boU und taub. 
670. Reifsen in den Muskeln des Arms, was die Be- 
wegung nicht hindert. 

Ein inneres Drücken und Ziehen im Arme, we- 
niger in der Buhe, als bei Bewegung, be- 
sonders wenn er ihn ausstreckte, oder auf- 
hob. 

Ein zuckendes Drücken im dreieckigen Muskel 
des Oberarms, (n. 2, 3 St.) [F. Walther.] 

Klamm in den Armen nach Mitternacht, (n. 16 
St.) 

Ein Ziehen und Reifsen in den Armen und 
Händen. 
675. Zuckend ziehender Schmerz (die Nacht im Bette) 
von einem Gelenke des Arms bis zum an- 
dern, doch mehr in den Gelenken. 

Langsame, fast reifsende Bücke aus dem Ach- 
sel- oder dem Ellbogen-Gelenke heraus durch 
das jedesmalige Glied herab; ein Schmerz, 
den man den gichtischen nennt, im Gelenke 
selbst am empfindlichsten, so dafs er nö- 
thigt, die Stirne zu runzeln und die Augen 
zusammenzuziehn. 

Langsames, sehr schmerzliches Ziehen, wie in 



Sulphur. 381 

den Nerven, vom Ellbogen bis in die Hand- 
wurzel und wieder zariick. 

Reifsen vom Ellbogen -Gelenke aus, den Ober- 
arm berauf und den Vorderarm binunter, 
aucb in der Ruhe. 

Ein Drücken im Ellbogen -Gelenke beim Bewe- 
gen. 
680. In der Ellbogenbeuge die Flecbsen wie gespannt. 

Eiterblasen in der Ellbogenbeuge mit vielem 
Jucken. 

Jucken, vorzüglicb an den Händen, in den Hand- 
Gelenken und in den Ellbogen-Gelenken, be- 
sonders Abends; es entstehen bie und da 
kleine Bläseben, welche ein gelbliches Was- 
ser enthalten. 

Auf dem Handrücken, Ausschlag juckender Bla- 
sen, (d. 4. Tag.) 

Schmerz im Hand- Gelenke , wie ver- 
renkt (viele Tage). 
685. In den Hand-Gelenken Steifheit, vorzüglicb früh, 
die sich am Tage verliert. 

Schmerz in den Hand -Gelenken, wie Reifsen. 

Sehr schmerzhafte Stiche durch das Hand -Ge- 
lenk durch und durch, herauswärts. 

In den Handflächen, Jucken. 

Brennen in den Händen. 
690. Scbweifsige Hände. 

Angeschwollene Adern auf den Händen, 

Oeftere Hände -Geschwulst. 

Aufgesprungene Haut der Hände. 

Fast schmerzloses Aufspringen der Haut an den 
Händen, vorzüglich wo die Finger an die 
Mittelhand gränzen. [F. H — n.] 



382 Sulphur. 

695. Die Haut an der Hand berstet anf, wie Kitze 
und Schnitte, besonders auf den Gelenken; 
die Ritze schmerzen wie wund, 

Kriebeln in der linken Hand. 

Nach Eintauchen der Hände in kaltes oder war- 
mes Wasser gleich Eingeschlafenheit in der 
ganzen Hand, mit Kriebeln. 

Früh, Zittern in der rechten Hand. 

In beiden Händen, Gefühl von innerm Zittern. 
700. Unwillkürliches Zugreifen mit den Händen, am 
meisten Nachmittags. [F. H — n.] 

Reifsen in den Knöcheln der Hand. 

Auf der Hand, Ziehen mit abwechselnden Sti- 
chen. 

Auf dem Handrücken jähling ein brennender 
Stich. i 

In den Finger-Ballen ein Brennen (Vormittags). 
705. Auf dem Rücken des Mittelfingers ein anhal- 
tend brennend reifsender Stich. 

Im linken Mittelfinger ein brennender Ruck. 

Müdigkeit der rechten Hand und Reifsen im 
Daumen. 

Reifsen in den Fingern. 

Am Ballen des linken kleinen Fingers, alle fünf 
Minuten , ein Schmerz aus Kneipen und 
Drücken zusammengesetzt, welcher bis in 
den Arm heraufstrahlt, wenn er den Ellbo- 
gen aufstützt, mit Frost; am Tage verwan- 
delt sich dieser Schmerz in starke Stiche, 
ebenfalls mit Frost, wobei es ihm, wie nach 
einer ermüdenden Strapaze, in allen Glie- 
dern lag. 



Sulphur. 383 

710. Vcrrenkungs-Schmerz im hintersten Gelenke des 
Daumens, (n. 10 St.) 

Der kleine Finger ist einige Zeit lang tanix. 

Fingergelenke, dick, steif, roth, wie erfroren; es 
kriebelt drin. 

Zieh-Schmerz in den Fingern in einzelnen, kur- 
zen Rucken, Nachmittags. 

Schmerz in der Beuge-Seite des rechten Mittel- 
fingers, wie von einem stechenden Splitter 
darin. 
715. Unwillkürliches Zucken der Finger. [F. H — n.] 

Starke Geschwulst der drei Mittelfinger heider 
Hände. [F. H — n.] 

Kälte der Finger. [F. H — n.] 

Die zwei kleinen Finger sind taub und einge- 
schlafen. 

Früh, Absterben der Finger; sie werden blut- 
leer, mit taubem und knebelndem Gefühle, 
die Haut an den Fingerspitzen geschrumpft, 
2 Stunden lang, drei Tage nach einander. 
720. Abgänge (die Oberhaut schält sich ab an wun- 
den Stellen) an den Fingern. 

Früh, Schmerz der Fingerspitzen, als habe er 
die Nägel zu kurz verschnitten. 

Frostbeulen an den Fingern. 

Starker Schweifs zwischen den Fingern. 

Viel Neidnägel an den Fingern. 
725. Fingernägel -Geschwür {Panaritüim) , zweimal 
nach einander. 

Geschwür am Fingernagel {Panaritium), 

Wenn er lange sitzt, thun ihm das ganze Ge- 
säfs und die Sitzknochen weh. 



384 S alphur. 

(Eine Art Lähmung Im Oberschenkel, wie in 
der Hüfte über dem Hinterbacken.) 

Im Hüft-Gelenke spannender Schmerz beim Ge- 
hen. 
730. Arger Schmerz im rechten Hüft-Gelenke, bei 
der geringsten Bewegung im Bette, wie vor- 
renkt, so dafs er früh nicht auftreten, nicht 
gehen konnte, auch bei Berührung schmerz- 
haft. 

Schmerz in der Hüfte, blofs bei Bewegung und 
beim Anfühlen, als wäre er da braun und 
blau geschlagen, oder drauf gefallen; in der 
Ruhe nicht. 

Schmerz in den Sitzknochen, wovor sie weder 
sitzen noch liegen konnte; auch beim Befüh- 
len schmerzte es da wie unterköthig, und 
wenn sie vom Sitze aufstand, war der Ober- 
schenkel wie eingeschlafen und an dem Sitz- 
knochen war ein kneipender Schmerz. 

Klammartige , jählinge , äufserst schmerzhafte 
Rucke um das Hüft- Gelenk. 

Zieh -Schmerz in der linken Hüfte. 
735. Die Beine sumsen, wie von Müdigkeit. 

Unruhe in den Beinen, Abends, dafs sie in der 
Stube nicht bleiben konnte, bis zum Schla- 
fengehen, zwei Abende. 

Trockne Hitze in den Beinen, (n. 11 Tagen.) 

Eingeschlafenheit des linken Beins, eine Stunde 
lang, zwei Abende nach einander. 

Klamm im rechten Oberschenkel. 
740. Kriebelndes Jucken am Innern Oberschenkel, 
[E. H — n.] 

Schmcraiiafte Schwere der Beine. - 

Schwere 



Sulphur. 385 

Schwere in den Beinen und Spannen in den 
Knieen und Oberschenkeln, mehr die Nacht, 
als am Tage. 

Beini Gehen und vorzüglich heim Treppen-Stei- 
gen, auch beim Aufslehen nach Sitzen, Span- 
nen in den Knieen. 

Im Bette, früh und Abends, Zieh -Schmerz in 
den Beinen. 
745. Früh im Bette, Schwere und Müdigkeit der Beine, 
die nach dem Aufstehen sogleich verging. 

Beine wie abgeschlagen. 

Nach kleinen Spaziergängen, Mattigkeit und 
Schwere der Beine. 

V^undheit zwischen den Oberschenkeln, 
besonders beim Gehen im Freien. 

Schmerz, wie verwundet, am innern rechten 
Oberschenkel, Abends. 
750. In der Nacht heftiger Schmerz im Oberschen- 
kel, wie nach einem Schlage. 

In der Aufsenseite der Oberschenkel, Zersi^la- 
genheits- Schmerz, auch hei Berühren. 

Die hintern Oberschenkelmuskeln sind 
beim Sitzen schmerzhaft. 

(Oberschenkel wie mit einem Bande zusammen- 
geschnürt.) 

Im Ober- und Unterschenkel Zucken. 
755. Im Oberschenkel ziehender Schmerz. 

Reifsen in den Knieen, bis in die Zehen (Vor- 
mittags); die Füfse sind so schwer, dafs sie 
sie kaum erschleppen kann. 

Yorzüglich Vormittags, Mattigkeit in den Knieen; 
nach Steigen einer Treppe brennt's in den 
Knie -Gelenken. 
IV. 25 



386 Sulphur. 

Lähmung im Knie, beim Treppen -Absteigen 
wie verstaucht. 

Yerstarren der Kniee. 
760- Knieschmerzj wie von Steifheit, beim Auf- 
steh n vom Sitze. 

Spannung im rechten Knie; er kann das Bein 
nicht ausstrecken. 

Steifheit in den Kniekehlen. 

In den Kniekehlen Schmerz, wie zu kurz, beim 
Auftreten. 

Die Flechsen der Beine deuchten zu kurz beim 
Stehen. 
765. Die Kniee werden (im Bette) mehrmals krampf- 
haft gebogen und wieder unwillkürlich jäh- 
ling ausgestreckt. [F. H — n.] 

Ein heftiges, klammartiges Drücken von der 
Kniekehle an bis an die Fufsknöchel, meist 
im Sitzen, Nachmittags, täglich zweimal eine 
Stunde lang, bei grofser Müdigkeit und strani- 
mendem Schmerze im Kopfe. 

Schlaffheit in den Knieen, als wenn sie zusam- 
mensinken wollten, (die ersten Tage.) 

Auf der linken Kniescheibe ein Drücken, selbst 
im Sitzen, doch auch im Gehen. 

Ein Drücken im Knie -Gelenke beim Bewegen 
desselben. 
770. Stumpf spitziger Druck in der äufs ersten Knie- 
spitze auf einem sehr kleinen Punkte. 

Stechen im rechten Knie. 

In den beiden Unterschenkeln, Zittern, Stechen 
und Reifsen und Müdigkeit von den Knieen 
bis in die ünterfüfse; beim Sitzen mehr Rei- 



Sulphur. 387 

fsen , beim Gehen Stechen und Spannen, 
während die Zehen eiskalt sind. 

Stechender Schmerz In der rechten W^ade. 

Geschwulst der Wade. 
775. Zusammenziehender Schmerz in der \Yade. 

Von den Waden bis In die Zehen, Reifsen mit 
Stechen hin und her (Abends); beim Stehen 
und wenn sie sich setzte, zuckten die Füfse 
inwendig; dabei zitteriges Gefühl durch den 
ganzen Körper, eine Schwere, mit Reifsen 
vermischt, im ganzen Rücken, Frost, ohne 
Durst, mit rothen Backen, ohne Hitze daran 5 
dann kam's in die Herzgrube, spannte und 
zog zusammen unter den RIbben, mit be- 
klemmtem Athem und vielen Stichen in der 
ganzen Brust und im Oberbauche. 

VVadenkJamm, selbst im Gehen, wo die Wade 
schmerzt, als wäre sie zu kurz. 

Strammender, spannender, zusammenziehender 
Schmerz in den Waden, als wären sie zu- 
sammengenäht. 

Gefühl von Zittern in den W^aden, beim Ste- 
hen. 
780. Beim Treppen -Stelgen schmerzen die VV^adea 
sehr. 

(Am Innern Theile der Unterschenkel, bei 
den Schienbeinen (Abends), beim Befühlen, 
Schmerz wie zerschlagen, oder als wenn das 
Fleisch von den Knochen los wäre.) 

Kälte und Kälte -Gefühl der Unterschenkel, 
Abends, (n. 24 St.) 

Eiskalte Füfse, Abends bis Schlafengehen. 
^ 25* 



388 Sulphur. 

Immer kalte Füfse; sie kann sie Abends im 
Bette nicht erwärmen, 
785. Beim Ausstrecken des ünterfafses Neigung zu 
Klamm ini Unterschenkel. 
An den Beinen geschwollene Adern. 
Krampfadern und blaue Flecke um die Fufs- 

knöchel. 
Ausschlags -Blüthen um die Fufsknöchel. 
Fufs- Geschwulst in der Bettwärme, welche au- 
fser dem Bette vergeht. 
790. Am Fafsknöchel Geschwulst, mit Verrenkungs- 
Schmerz beim Bewegen. 
Schmerz, wie Strammen, um die Fufsknöchel 

beim Gehen. 
Spannung im rechten Fufse, bei Bewegung der 

Zehen. 
Im linken Unterfufs - Gelenke , beim Stehen und 

Gehen, Schmerz wie vertreten. 
Beim Auftreten knickte das Gelenk, wie aus- 
gerenkt. 
7^5. In den Unterfufs -Gelenken leichtes Umknicken, 
vorzüglich beim Treppen -Absteigen. 
Knacken des Fufs -Gelenks bei Bewegung des- 
selben. 
Im Gelenke des Unterfufses ein brennendes 
Zwicken; nach dem Reiben vermehrte sich 
das Brennen. 
Beifsen im rechten Unterfufs e. 
Nachts Reifsen und Stechen im bösen Fufse. 
800. Stechen im rechten Fufse, 

An der Achillsehne starke Stiche, fast alle fünf 

Minuten. 
Unter dem linken Fufsknöchel Stechen, selbst 



Sulphur. 389 

in Ruhe, doch weit mehr heim Ausstrecken 
des Fufses und auch sonst hei der minde- 
sten Bewegung, wodurch er am Gehen ge- 
hindert ward. 

Ein klemmendes Stechen im Fufsrücken, hei 
Bewegung heftiger. 

Auf dem Fufsrücken jähling ein brennender 
Stich. 
805. Stechen in der rechten Ferse, als sey ein Split- 
ter drin. 

Reifsen in der rechten Ferse, eine halbe Stunde 
lang. 

In den Fufssohlen, früh im Bette, ZIeh-Schmerz; 
auch früh heim Auftreten arger Schmerz drin. 

Fufssohlen schmerzen heim Auftreten und Ge- 
hen wie unterschworen. 

Die Fufssohlen werden so weich, empfindlich 
und schmerzhaft heim Gehen. 
810. Brennen in den Fufssohlen heim Auftreten nach 
längerm Sitzen. 

Abends Pochen in der hohlen Fufssohle, mit 
starkem Brennen, eine Stunde lang. 

Schweifs in den Fufssohlen. 

Kalter Schweifs auf der linken Fufssohle. 

(Geschwür- Bläschen auf den Fufssohlen») 
815. In der Höhlung der Fufssohle eine Spannung. 

In der Fufssohle Klamm beim Auftre- 
ten, bei jedem Tritte. 

In den Fufs&ahlen Schmerz, wie zu kurz, heim 
Auftreten. 

Stiche in den Fufssohlen. 

In den mittlem Zehen und in beiden grofsen 
Zehen feine Stiche. 



m\ Sulphur. 

820. Oft in den Hühneraugen heftiges Stechen. 

Stechendes Brennen im Hühnerauge in weiten 
Schuhen. 

Hühneraugen schmerzen wie gedrückt 
von engen Schuhen. 

(Geschwulst und Entzündung und Schmerz der 
linken grofsen Zehe.) 

Stumpfer Schmerz im Hnken Zehballen. 
825. Schmerz des INagels der grofsen Zehe. 

Beim Ausstrecken der Füfse Klamm in den 
Zehen. 

Beim Liegen schlafen die Glieder sogleich ein. 

Leichtes Einschlafen der Glieder heim Liegen, 
der Arme, Halsmuskeln u. s. w. 

Ein Drücken in den Armen und Beinen, als 
wollten sie einschlafen. 
830. Knacken in den Knieen und Ellbogen. 

Ein Drängen in den Gliedern, fast wie Ziehen. 

Zieh -Schmerz in allen Gliedern. 

Zieh -Schmerz in den Gliedern, Abends. 

Ziehen im Knie, Arm und Schulter auf Augen- 
blicke. 
835. Abends im Bette reifsender Schmerz im Rücken, 
in den Knieen und Unterschenkeln. 

Früh, gleich nach dem Aufstehen, Zerschlagen- 
heit der Glieder. 

Knochen -Schmerz der Glieder beim Anfühlen, 
als wenn das Fleisch da los wäre. 

Ein Kneipen im Fleische hie und da am Kör- 
pen 

Abends, nach Y^armwerden im Bette, ein stich- 
lichtes Brickeln in der Haut des ganzen Kör- 
pers. 



Sulphur. 391 

840. Em Sticheln anf der Haut der Backen, der Ach- 
sel und der Oberschenkel. 

Stechendes Jucken, vorzüglich beim Gehen im 
Freien. 

Brennende Empfindung in der Haut des gan- 
zen Körpers. 

Eine kleine geschnittene Wunde fangt an, erst 
sphründend, dann brennend zu schmerzen; 
sie entzündet sich und verursacht klopfenden 
Schmerz. 

Bei geringem Reiben der Haut am Ellbogen 
schmerzt es sehr und lange, wie hantlos und 
wnnd gerieben. 
845. Die alten Flechten fangen stark an zu jucken; 
er mufs sie blutig kratzen, um sich zu er- 
leichtern, (n. 9 Tagen.) 

Leberflecke auf Rücken und Brust , welche 
Abends jucken. 

Haut- Ausschlag brennenden Juckens *). 

Ein widrig knebelndes Jucken; nach dem Kra- 
tzen wird die Stelle schmerzhaft. 

Die juckende Stelle thut nach dem Kratzen blofs 
weh (brennt nicht). 



*) Der Ki'ätze von Anselm sehr ähnliehe Blüthen und 
Bläschen bringt der Schwefel hervor und auch am mei- 
stei an den Gelenken und in der Nacht, aber die Empfin- 
dung zeigt mehr Verschiedenheit, indem die Krätze eine 
Artunerträglich angenehm, kriebelnd juckenden 
Fressens, wie von Läusen, erzeugt, was auch mit dem 
Ausdrucke eines unleidlich wohllüstigen, kitzeln- 
den Juckens bezeichnet wird, v^elches sogleich, wenn 
nian den Finger zum Kratzen ansetzt, zu jucken aufhört 
und zu brennen anfängt und nach dem Kratzen auf der 
Stelle zu brennen fortfährt. 



39^2 Sulphur. 

850. Juckendes Brennen an verschiedenen Theilen; 

nach dem Kratzen that's wie eine TVunde 

wiehj brannte aber nicht. 
"Wenn er die juckende Stelle gekratzt hat, so 

blutet's und beifst, brennt aber nicht. 
Jucken, am schlimmsten die Nacht und früh in 

Bette nach dem Erwachen. 
(Nach dem Kratzen wird die Stelle wie heifs.) 
Haut-Ausschlag, dergleichen nach den Kuhpck- 

ken zu entstehen pflegt. 
855. Hautausschlag. [Hufel. Journal a. a. O.] 

Die Haut springt hie und da auf, besonders in 

freier Luft. [F. H — n.] 
yVie Friesel am ganzen Körper, argen Jückeis, 

und schält sich dann. (n. 6 Tagen.) 
Arg fressender Friesel -Ausschlag im Gesictte, 

an den Armen und Beinen. 
Blutschwäre. 
860. Creschwüre in den Gedärmen. [Ardoynus, a. 

a. O.] 
l^arkes Erschrecken, selbst beim Gerufenwerdsn 

beim Namen. 
Nachmittags, bei vollem Wachen, schrickt er 

hoch auf, und zugleich fährt ihm ein Schau- 
der durch den ganzen Körper. 
Einzelnes Zucken einer Hand und eines Fu^ses 

am Tage. 
(Nach Erschrecken oder starkem Laufen, lall- 

sucht.) 
865. Anfälle fast wie Fallsucht: es kam gelaufen 7om 

Arme aus oder vom Rücken wie eine Maus, 

zog ihr den Mund links und rechts, es ging^ 

ihr im Leibe schmerzhaft herum, dann drehte 



Sulphur. 393 

es ihr den linken Arm mit eingeschlagenem 
Daumen, dann im rechten Arme wie ein Zit- 
tern, dann warf's ihr den ganzen Körper rüt- 
telnd herunter und herauf, wohei der Athem 
sehr kurz war, und nach dem Anfalle war 
der Athem noch kürzer; sie schrie im Anfalle, 
konnte aher nicht sprechen, (n. 12 Tagen.) 

Anfall: heim Gehen üher die Strafse kommt es 
ihr jähling in den Kopf, wird ihr schwarz 
vor den Augen, geht wohl 15 Schritte rück- 
wärts, setzt sich jähling, wie hinfallend, auf 
die Steine nieder, wie besinnungslos, und läfst 
sich eben so bewufstlos nach Hause führen; 
darauf alle Gelenke wie steif. 

Anfall: heim Gehen im Freien verdunkeln sich 
die Augen, und es entsteht der heftigste Kopf- 
schmerz, ein Drücken und Pochen, mit Uebel- 
keit und Mattigkeit, (d. 6. Tag.) 

Von einer unangenehmen Nachricht, Frostigkeit; 
darauf kann er sich die Nacht im Bette kaum 
erwärmen, (n. 11 Tagen.) 

Das Kind hängt (nach Waschen mit lauem 
Wasser) den Kopf seitwärts, und nach Auf- 
richten desselben, auf die andere Seite; das 
Gesicht und die Lippen werden blafs, die 
Augen etwa zwei Minuten lang starr, dann 
Niefsen, und darauf schliefst es Mund und 
Augen fest zu, doch nur auf einen Augen- 
blick, und es läuft ihm etwas Schleim aus 
dem Munde; nachgehends sanfter Schlaf, (n. 
3 Tagen.) 
870. Sprechen strengt sie sehr an und erregt ihr 
Schmerzen. 



394 Sulphur. 

Stiche im Kreuze mit Kopfschmerz im Hinter- 
haupte nach dem Genicke zu; abwechselnd 
Frost und Hitze mit Bangigkeit in der Herz- 
grube; er miifs sich legen, (d. i. Tag.) 

Zucken und Rücken aller Glieder, wobei er die 
Zähne zusammenbeifst und leise wimmert, 
8 Minuten anhaltend; dann ein viertelstündi- 
ger Schlummer; dann wieder das Rücken 
und krampfhafte Ziehen in den Gliedern, 
wonach er sehr matt wird. [F. H — n.] 

Der Körper wird hoch in die Höhe geworfen, 
wie hei starken Zuckungen. [F. H — n.] 

Behendes Gefühl in Armen und Beinen. 
875. Drang in den Händen und Fufszehen, sie aus- 
zustrecken und einzuziehen. 

Grofse Unruhe: es läfst ihn nicht lange sitzen; 
heim Liegen mufs er immer die Füfse rüh- 
ren '*'). 

Starke Blutwallung, starkes Brennen in den 
Händen. 

Unruhe im Blute, mit geschwollenen Adern auf 
den Händen. 

Oft, fliegende, schnell vorübergehende, grofse 
Hitze. 
880. Im ganzen innern Körper, Hitz-Gefühl; es brennt 
ihr in der Brust herauf, und dennoch kein 
Durst; sie mufs sich zum Trinken zwingen. 

Nachmittags, unsicher im Gehen und zitterig in 
den Händen. 

Zittern der Glieder, vorzüglich der Hände. 

Das Kind ist aufserordentlich empfindlich gegen 

♦) S. auch 736. 



Sulphur. 395 

die freie Luft nnd will nicht hinaus, (d. er- 
sten Tage.) 

Bei der geringsten Anstrengung, Schweifstropfen 
im Gesichte. 
885. Beim Gehen im Freien, viel Schweifsverlusf. 

Früh im Bette, Gesichts- und Nacken -Schweifs, 
und heim Aufstehen die Glieder wie zer- 
schlagen. 
> Von früh bis Abends sehr schwer und matt in 
allen Gliedern. 

Lafsheit den ganzen Tag. 

Schwinden der Kräfte in Arm und Bein, wie 
Ohnmacht; er war nahe dran, die Besin- 
nung zu verlieren, (d. 7. Tag.) 
890. Es liegt in allen Gliedern. 

Immer müde und matt. 

Müdigkeit, wie nach einer Krankheit. 

Müdigkeit in den Füfsen. 

Müdigkeit, die sich beim Gehen verliert. 
895. Beim Gehen im Freien, Anfangs schwere Füfse, 
die beim Fortgehen leichter werden. 

Das Gehen wird ihr sauer, die Füfse wollen sie 
nicht tragen; es ist, als wenn sie eine Last 
an den Füfsen hätte (es spannt im Gehen 
über die Brust). 

Nachmittags matt und niedergeschlagen, (n. 8 
Tagen.) 

Nachmittags sehr matt; er mufste sich immer 
setzen und hat keine Kräfte zu gehen. 

Abends vor Schlafengehen krampfhaftes, unab- 
lässiges Gähnen. 
900. Grofse, unüberwindliche Schläfrigkeit 
am Tage; sie kann sich im Sitzen, 



396 Sulphur. 

am Tage bei der Arbeit des Schlafs 
nicht erwehren. 

Arge Tages- Schläfrigkeit: sobald er sich setzt, 
schläft er ein. 

Nachmittags-Schläfrlgkeit 

Alle Nachmittage von 2 bis 3 Uhr sehr matt 
nnd schläfrig (dann wieder munter). 

Abends sehr schläfrig: so wie das Licht auf 
den Tisch kam, mufste sie schlafen. 
905. Langer Schlaf: er mufste sich zwingen, früh 
aufzustehen. 

Er schläft zuviel und ist dennoch früh nner- 
quickt. 

Früh nicht erquickt durch den Nacht- Schlaf. 

Ganz ohne Neigung, früh aus dem Bette auf- 
zustehen. 

Das Frühaufstehen nach dem Erwachen wird 
ihm schwer. 
910, Schwere im Rücken und in den Beinen früh 
beim Aufstehen. 

Sie ist die Nächte sehr schläfrig und die Augen 
fallen ihr zu, wie schwer; sie kann aber 
durchaus nicht einschlafen , ob ihr gleich 
nichts fehlt 

Sie kann Abends im Bette unter einer 
Stunde nicht einschlafen, ohne je- 
doch Beschwerden zu fühlen. 

Er wacht die Nacht alle Stunden auf, 
und kann blofs gegen Morgen ein paar Stun- 
den schlafen. 

Schlaflosigkeit und Munterkeit die ganze Nacht, 
(n. 36 St.) 



Sulphur. 397 

915. Schlaflosigkeit, wie von Ueberreizthelt und Un- 
ruhe. 
Sie schläft die Nacht keine Viertelstunde; sie 
ist müde und kann doch nicht schlafen, (n. 
5 Tagen.) 
Schlaflosigkeit: sie blieb die ganze Nacht mun- 
ter. 
Unruhiges Hin- und Herwerfen die Nacht im 

Bette. 
Abends allzu grofse Munterkeit, das Blut stieg 
ihm nach dem Kopfe und die Nacht war 
schlaflos. 
920, Sie schläft die Nächte unruhig, doch ohne wach 
zu werden. 
Ideen von einem schon abgethanen Geschäfte 
drängen sich wieder Abends unwillkürlich 
auf. . 
Abends, unter kleinen Geschäften schwitzte sie 
kurze Zeit und hatte hinterdrein, wachend, 
einen Traum, als habe sie ein Kleid an, bei 
dem sie sich sehr hüten müsse, es nicht zu 
verderben. 
Unruhige Nächte: er erwacht jedesmal 
mit einem Schrecke, wie aus einem 
fürchterlichen Traume, und war nach 
dem Erwachen noch mit ängstlichen 
Phantasieen, wie von Gespenstern, 
beschäftigt, wovon er sich nicht so- 
gleich losmachen konnte. [F. W^al- 
ther.] 
Aufschrecken zweimal Abends im Bette beim 
Einschlafen, 



398 Sulpbur. 

925. Abends beim Einscblafen wird er durch einge- 
bildetes Geräasch hoch aufgeschreckt, ein 
Schreck, der ihm durch den ganzen Körper 
fuhr. 

Starkes Zusammenfahren beim Einschlafen. 

Aufschrecken im Mittags -Schlafe. 

Früh -Erwachen mit schwindHger Eingenommen- 
heit des Kopfs. 

Nachts, beim Erwachen, Eingenommenheit des 
Kopfs, (d. 5. Tag.) 
930. Er wacht die Nacht oft auf über Pochen des 
Blutes im Kopfe, dann auch m der Brust, 

Nachts, Brennen im Munde, mit Durst. 

Nachts, Magendrücken, eine Stunde lang, durch 
Aufstofsen erleichtert. 

In der Mitternacht wurde sie krank, es gab ihr 
Stöfse in der hnken Brust nach dem Herzen 
zu, was ihr den Athem benahm, bei grofsem 
Durste, (n. 3 Tagen.) 

Nach Mitternacht, Magendrücken und klopfen- 
des Kopfweh. 
935. Er schnarcht alle Nächte. 

Abends, gleich nach dem Niederlegen, Hüsteln, 
eine ganze Stunde; es ward ihr davon heifs; 
um 3 Uhr wachte sie wieder auf zum Hü- 
steln. 

Nachts, Stiche im ünterleibe und drauf häufiger 
Blähungs - Abgang. 

Nachts, im Hüft -Gelenke, ein arger Schmerz 
(auch bei Berührung sehr schmerzhaft)^ er 
kann nicht auftreten. 

Nachts, bei Ausstrecken des Beines, Waden- 
klamm, (die ersten Tage.) 



Sulphur. 399 

940. Er erwacht früh mit Robheit auf der Brust. 

Nachts viel Dehnen und Recken. 

Abends im Bette, zwei Stunden lang, im linken 
Beine und Arme, kitzelndes Kriebeln, was 
ihn zu üfterm Anziehn derselben nötbigt. 

Er mufs die Nacht die Beine aus dem Bette 
legen vor Reifsen. 

Herumwerfen die Nacht im Bette, mit heifscn 
Füfsen. 
945. Nachts, im halben Erwachen, Gefühl, als wenn 
Alles am Körper zitterte und pochte. 

Abends im Bette fühlt sie grofse Beängstigung 
(zum Vollmonde). , 

Sie wachte die Nacht in grofser Angst auf, mit 
Hitze über und über, und fühlte ihren Kör- 
per in einem krampfhaften Zustande. 

{Nach Mitternacht unruhiger Schlaf: träumt, sie 
bekomme das Fieber, und erwacht in vollem 
Schweifse mit grofser Hitze, vorzüglich im 
Gesichte, dafs sie das Bett nicht über sich 
leiden konnte, mit grofsem Durste und Frost- 
Schauder, welcher beim Bewegen ärger ward, 
bis zum Zähneklappen.) 

Aengstliche Träume die Nacht: Träume, 
als komme Feuer vom Himmel. 
950, Sie träumte alle Nächte, theils ängstlich, theils 
gleichgültig, da sie doch sonst nie geträumt 
hatte. 

Aengstlicher Traum, als wenn ihn etwas erdrük- 
ken wollte (Alp). 

Nach MlUernacht, ängstliche Träume, alle Nächte. 

Schreckliche und angstvolle Träume, alle Nächte. 

Schreckhafte Träume: er fällt von oben herab. 



400 Sulphur. 

955. AergerlicLe, ängstliche Träume. 

Träume voll Ekel, die Nacht, und beim Erwa- 
chen Uebelkelt. 

In einem ängstlichen Traume, vor Mitternacht, 
steht sie nachtwandlerisch auf, glaubt, es sey 
Feuer, zieht sich an, redet zum Fenster hin- 
aus und erschrickt, da sie hört, es sej nichts; 
darauf 3 Tage lang sehr ermattet und wie 
zerschlagen. 

Viele und lebhafte Träume die Nacht, worüber 
sie öfters aufwachte. 

Ehe sie einschlief, lächerliche Phantasleen in hal- 
bem Traume: sie lachte laut (viele Abende). 
960. Drei Nächte nach einander lag er in schwärme- 
rischen Phantasieen, und schwatzte bei offe- 
nen Augen, was ihm die Phantasie vorgau- 
kelte. 

Beim Schliefsen der Augen, gleich Traumbilder. 

Abends, im Bette, gleich nach Schliefsung der 
Augen, schweben ihr scheufsliche und aben- 
teuerliche Fratzengesichter vor (n. 4 St.), de- 
ren sie sich nicht erwehren kann. 

Furcht, er möchte sich in freier Luft verkälten; 
ein Gefühl, von dem er nicht bestimmen 
kann, ob's aus dem Körper oder aus der 
Phantasie entspringt (doch war er sonst nie 
geneigt, sich zu verkälten, und scheute die 
Veranlassung dazu nie). 

Knebelnder Schauder über die Haut, ohne Frost. 
965. Vorübergehender Frost an Brust, Armen und 
Rücken. 
Kälte der Nase, Hände und Füfse. 

Kälte- 



Sulphur. 401 

Kälte - Gefiilil durch alle Glieder, ohne Hitze 
darauf, Vormittags. 

Abends, eine Stunde Frost im Rücken herauf, 
ohne Hitze nachher. 

Innerlicher Frost. 
970. Oft innerer Frost, ohne Durst. 

Nachts, nach Leibschneiden, Frost vier Stun- 
den lang, im Bette, zugleich mit Hitze ohne 
Schweifs die Nacht, wohl aber die folgende 
Nacht starker Schweifs. 

Alle Abende, Frost, nicht durch Ofenwärme zu 
tilgen, im Bette starke Wärme und alle Mor- 
gen säuerlich riechender Schweifs. 

Frost mitDurchfall, einige Stunden lang. [F. H— n.] 

Abends, Schüttelfrost und grofse Gesichts-Blässe. 
975. Oft Abends, schüttelnder Fieberfrost. 

Abends (von 7 bis 8 Uhr), Schüttelfrost mit kal- 
ten Händen, ohne Durst, und starkem Magen- 
drücken, wie ein Druck von Schwere; nachge- 
hends wieder gewöhnliche Wärme mit Durst 

Abends, erst Schauder, dann Hitze in den Hän- 
den und im Gesichte, mit Durst. 

W^acht in der Nacht mit Fieberschauder auf 
und ist doch warm anzufühlen; darauf etwas 
Hitze. 

Viel Kälte -Gefühl, Nachmittags; sie ward dann 
wärmer, aber die Füfse blieben doch kalt. 
980. Vormittags frostig, Nachmittags Hitze -Gefühl, 
ob sie gleich kalt anzufühlen war. 

Früh um JO Uhr, einstündiges Frösteln, dann 
Ruhe bis Nachmittags 3 Uhr, wo eine zwei- 
stündige Hitze im Kopfe und in den Hän- 
IV. 26 



402 Suipbur. 

den erfolgt, mit Dnrst auf Bier; einige Tage 
wiederholt. 
Abends, im Bette starker Frost, dann schwär- 
merische Phantasieen, dann Hitze und star- 
ker Schweifs, (n. 12 St.) 
Von Abends 7 ühr an, arger Frost, die Nacht 
hindurch und den folgenden Tag. (den 33. 
Tag.) 
Abends (5^^ Uhr) Frost, dann Hitze; dann wie- 
der Frost mit etwas Durst bis 8 tlhr. 
985, Fliegende Hitze im Gesichte, darauf Kälte und 
Kälte-Gefühl am ganzen K()rpor, darauf Mat- 
tigkeit der Knochen der Unter -Gliedmafsen, 
vorzüglich im Sitzen fühlbar, als wenn das 
Mark in den Knochen fehlte. 
Fliegende Hitze im Gesichte und Fieberschau- 
der am Leibe. 
Nachmittags, Fieberhitze mit Frost untermischt 

und mit anhaltendem Herzklopfen. 
Am Tage, Hitze im Gesichte und alle Abende, 
um 5, 6 Uhr, halbstündiger Frost und darauf 
Hitze über und über, eine Stunde lang. 
Fieber: Mittags, viel innere Hitze mit Gesichts- 
Röthe, und zugleich Frost; alle Glieder waren 
müde, wie zerschlagen, bei grofsem Durste, 
bis Nachts um 12 Uhr, da llefs Frost und 
Hitze nach und sie fiel in einen Schweifs 
über und über, 3 Stunden lang. (d. 19. Tag.) 
990. Fieber: erst Hitze im Gesichte und Gefühl, als 
habe sie eine schwere Krankheit überstan- 
den; nach der Hitze etwas Frost mit vielem 
Durste, (n. 4 Tagen.) 
Fieber: alle Vormittage innerer Frost, täglich 



Sulphur. 403 

stärker, mit Schwindel, als wollte der Kopf 
niedersinken, ohne Durst, und darauf so gro- 
fse Mattigkeit, dafs er nicht mehr die Treppe 
steigen konnte, mit Schweifs Tag und Nacht, 
hlofs am Kopfe, welcher aufgedunsen war. 
Alle Abende (um 8 Uhr) zweistündiger Frost, 
ohne Hitze; die Nacht darauf aber, wenn sie 
aufwacht, hat sie Hitze, ohne Durst. 
Früh, sehr durstig. 
Viel Durst am Tage. 
995. Hitze, den ganzen Tag mit viel Durst, aber die 
Nacht nicht. 
Trockne Hitze früh im Bette. 
Hitze früh beim Erwachen, die bald vergeht. 
Früh, im Bette, ängstliche, widrige Hitze, mit 
Schweifs und Trockenheit im Halse, (n. 3 
Tagen.) 
Gegen Morgen Hitze, als wenn Schweifs aus- 
brechen wollte. 
1000. Häufiger Früh -Schweifs, blofs an den dem Jük- 
ken unterworfenen Theilen. [F. Walther.] 
Früh, im Schlafe, Schweifs, der beim Erwachen 

verging. 
Früh, Schweifs an Händen und Füfsen. 
Abends, vor dem Niederlegen, Schweifs, vor- 
züglich in den Händen, und nach dem Nie- 
derlegen sogleich Hitze und schwieriges Ein- 
schlafen. 
Abends, etwas Schweifs im Bette. 
1005. Abends, ängstlicher Schweifs mit Zittern, dar- 
auf Erbrechen; Drängen zum Stuhle bei der 
Aengstlichkeit; drauf Schwere im Kopfe und 
Schwäche in den Armen. 

26* 



404 Sulphur. 

Unruhe und Hast (am Tage); er konnte sich 

nicht halten. 
Grofse Zerstreutheit; er kann seine Aiifmerk- 
samkeit nicht auf den gegenwärtigen Gegen- 
stand richten und verrichtet sein Geschäft 
ungeschickt. 
Trödelig, unentschlüssig. 
(Er bildet sich ein, er werde mager.) 
1010. Bald zum Weinen, bald zum Lachen aufge- 
legt. 
Beim nächtlichen Husten geräth der Knabe in 
langes Weinen und in eine Unruhe des 
ganzen Körpers. 
Früh sehr mifsmüthig, verdriefsHch und wei- 
nerlich, besonders Abends. 
Höchst ärgerlich, mlfsmüthig: es ist ihr 

nichts recht, (n. ^ St.) 
Er ärgert sich über Alles, nimmt jedes Wort 
hoch auf und nimmt Alles übel; glaubt, sich 
verantworten zu müssen und erbofst sich. 
1015. Er läfst sich von Aergernifs hinreifsen. 

VerdriefsHch, finster im Kopfe und düster, 

wie beim Ausbruch von Scbnupfen. 
Mifslaunig: sie ärgerte sich über sich selbst. 
Uebellaunig und krittelig gestimmt. 
Das Kind wird unleidlich und heftig und schwer 
zu beruhigen. 
1020. Gereizte Stimmung, leicht auffahrend 
und immer in sich gekehrt. 
Tags über eine träge Stimmung des Geistes 
und Körpers und zu keiner Beschäftigung 
und keiner Bewegung aufgelegt, (n. 7 Ta- 
gen.) 



Sulphur. 405 

Er hat keine Freude an etwas. 

Abends sehr unaufgelegt zu Allem, zur 
Arbelt, zum Frohseyn, zum Sprechen und 
sich zu bewegen; höchst unbehaglich ist's 
ihm, und er weifs nicht, wo es ihm fehlt. 

Mit sich selbst unzufrieden: vor innerm Un- 
muth weifs sie sich nicht zu lassen, kann 
sich selbst nichts zu Danke machen, hart- 
nackig und unbiegsam, ohne selbst zu wis- 
sen, warum? 
i025. Gemüth erbittert, als wäre er beleidigt worden. 

Laune zänkisch und ärgerlich über Alles. 

Beim Gehen im Freien wird sie jähling trau- 
rig; es fallen ihr lauter ärgerliche, ängstliche, 
niederschlagende Gedanken ein, von denen 
sie sich nicht losmachen kann, was sie be- 
denklich und ärgerlich weinerlich macht. 

Es fallen ihr eine Menge meist unangenehme, 
Groll erregende, kränkende Ideen (doch auch 
lustige Dinge und Melodieen) ein, gewöhn- 
lich aus der Vergangenheit; sie drängen sich 
ihr zu, eine über die andere, die sie nicht 
loswerden kann, am Tage bei Geschäftlo- 
sigkeit, am schlimmsten aber Abends im 
Bette, dafs sie nicht davor einschlafen kann, 
(n. 4 Stunden.) 

An gleichgültige Dinge und an alles im Leben 
Vorkommende reihen sich in ihrem Gemü- 
the Ideen aus der Vergangenheit ärgerlicher 
und kränkender Art an, welche sich unwill- 
kürlich mit andern, eben so verdriefsiichen, 
fort und fort verbinden, wovon sie sich nicht 
losreifsen kann; zugleich mit einer Herzhaf- 



406 Sulphur. 

tigkeit des Gemüths, die zu grofsen Ent- 
schlüssen bereit ist. (n. 4 St.) 
1030. Sehr verstimmt, mit grofser Beängstigung. 

Niedergeschlagenheit. 

Stimmung niedergeschlagen, untheilnehmend. 

Beängstigung, als müsse er sogleich das Le- 
ben einbüfsen. 

Traurig, ohne Math. 
1035. Anfälle, oft des Tags, etliche Minuten lang: 
fühlt sich so unglücklich, ganz ohne Veran- 
lassung, wie melancholisch, wünscht sich zu 
sterben. 

Abends, nach dem Niederlegen, kommt grofse 
Angst, dafs sie nicht einschlafen kann, eine 
Stunde lang, doch ohne Herzklopfen. 

Aengstlichkeit, Furchtsamkeit, (d. 2. Tag.) 

Ungemein schreckhaft, o. auch 862. 

Grofse Neigung zu weinen, und ihr war doch 
wohl. 
1040. Sie befürchtet für Andre mit Aengstlichkeit. 
(n. einigen Stunden.) 

Aengstlichkeit, fieberhaftes Delirium, mit gro- 
fser Engbrüstigkeit; er klagte, es brenne ihn 
im Magen, Erbrechen, Zuckungen des gan- 
zen Körpers — Tod. [Morgagni a. a. 
O.] 



Sulphur. 407 

Dunst des brennenden Schwefels. 

(Antidot: Elektrischer Schlag.) 

Steifigkeit (schmerzhafte) des Rückgrats zwi- 
schen den Schulterhiättern, bei und nach 
Bewegung, mit Schmerz, als wäre es zer- 
brochen. 

Schmerzhafte Steifigkeit in der Zusammenfügung 
des Kreuzbeins mit den Beckenknochen; bei 
Bewegung entstanden dann sehr schmerz- 
hafte Rucke. 



Gedruckt bei A. W. Schade in Berlin. 



Verbesserungen. 



Im dritten Theile: 

Seite 49. Zeile 7. statt: zeitig, lies: spät. 

— 182. — 18. St. Hälfte, 1. Hüfte. 

Im vierten Theile 

— 73. — 19. St. rabblicht, 1. wabblig. 

— 83. — 13. st. versüfstem, 1. versüfsten. 

— 127. — 9. st. im, 1. am. 

— 156. — 11. St. 27, 1. 29. 

— 158. — 13. st. versüfstem, 1. versüfsten. 

— 168. — 18. st. sitz-, 1. zitz-. 

— 206. — 18. St. 30, 1. 27. 

— 207. — 9. St. Gelbe, 1. Gilbe. 

— 209. — 19. st. versüfstem, 1. versüfsten. 

— 20. St. der, 1. die. 

— 211. — 12. St. is, 1. bis. 

— 289. — 1. st. Bultschwäre , 1. Blutsehwäre. 

— 338. — 32. st. glucken-, 1. glucksen-. 



In der Arnoldischen Buchhandlung in Dres- 
den und Leipzig sind erschienen und durch alle 
namhafte Buchhandlungen für die beigesetzten Preise 
zu bekommen : 

Hahnemann, Dr. S., die chronisclien Krankheiten, ihre 
eigentliümliche Natur u. homöopathische Heilung. 3 Tille. 
Vehnp. §r. 8. 1828. Prän.-Pr. 4 Tlilr., Ladenpr. 5 Thlr. 

deren 4r Thcil 1830. 

Organon der Heilkunst. 4te verb. und verm. Auf- 
lage. Mit dem Bildnisse des Verfassers, gr. 8. 1828. 
Prän.-Pr. 1 Thlr. 18 Gr., Ladenpr. 2 Thlr. 6 Gr. 

kleine medicinische Schriften. Gesammelt und her- 
ausgegeben vom Dr. E. Stapf. 2 Bände, gr. 8. 1829. 
3 Thlr. 

Hahnemanni, Dr. S. , materia medica pura sive doctrina 
de medicamentorum effectibus in corpore humano sano 
observatis, e germanico in latinum conversa conjunctis 
studiis Dr. E. Stapf, Dr. G. Grofs et E. G. a Brun- 
now. Tomus secuudus. 8 maj. 1828. 2 Thlr. 

Hartlaub, Dr. C. G. Ch., und Dr. C. Fr. Trinks, sy- 
stematische Darstellung der antipsorischen Arzneien in 
ihren reinen Wirkungen. 3 Tille, gr. 8. 

Auch unter dem Titel: Systematische Darstellung 
der reinen Arzneiwirkungen, zum praktischen Gebrauch 
für homöopathische Aerzte. 7r — 9r. Tbl. gr. 8, 1829. 
Prän.-Pr. 9 Thlr., Ladenpr. 13 Thlr. 

Hahnemann, Dr. S. , Organon de l'art de guerir, trad. 
d'apres la 2de edit. par E. G. de Brunn ow. gr. 8. 
br. 1824. 2 Thlr. 

reine Arzneimittellehre. Erster Tlieil. 2te vermehrte 

Auflage, gr. 8. 1823. 2 Thlr. 12 Gr. 

Deren zweiter Theil, mit einer Abhandlung: Geist der 
homöopathischen Heillehre. 2te vermehrte Auflage, 
gr. 8. 1824. 2 Thh-. 12 Gr. 



Hahnemann, Dr. S., reine Arzneimittellehre. Dritter 
Theil, mit einer Abhandlung: Beleuchtung der Quellen 
der gewöhnlichen Materia medica. 2te vermehrte Auf- 
lage, gr. 8. 1825. 2 Thlr. 

Deren vierter Theil, voran: Eine Erinnerung, und: Der 
ärztliche Beobachter, ein Bruchstück. 2te verm. Auf- 
lage, gr. 8. 1825. 1 Thlr. 18 Gr. 

Deren fünfter Theil. 2te verm. Auflage, gr. 8. 1826. 
1 Thlr. 21 Gr. 

Deren sechster Theil. 2te vermehrte Aufl. gr. 8. 1826. 
1 Thlr. 21 Gr. 

Alle 6 Bände kosten 12 Thlr. 12 Gr. Wegen Nach- 
druck herabgesetzt auf 9 Thlr. 12 Gr. netto 6 Thlr 
12 Gr. 



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